Allrad Lkw Bergung am Stau­see mit Sand­ble­chen und Stei­nen

allrad-lkw-bergung-stausee-fonte-arcada

Für uns ging es weiter nach Fonte Arca­da. Dort entdeck­ten wir einen tollen Stau­see, an dem wir die nächs­ten Tage verbrin­gen woll­ten. Das dieser Aufent­halt alles ande­re als entspannt werden würde und wir unse­re ersten Erfah­run­gen mit der Bergung eines Lkw machen würden, ahnten wir zu diesem Zeit­punkt noch nicht.

Fonte Arca­da — Stau­see

Gemüt­lich fuhren wir zum Stau­see bei Fonte Arca­da. Kurz vor unse­rer Ankunft erhiel­ten wir einen Anruf von Tanja, die bereits am See ange­kom­men war. Die ursprüng­lich geplan­te Stre­cke zu See wäre viel zu schmal für uns und Andre, der deswe­gen den Weg durch das Dorf Fonte Arca­da gewählt hatte, würde in einer schma­len Stra­ße fest­ste­cken. Also fiel auch diese Stre­cke für uns aus. Auf Goog­le Maps entdeck­ten wir einen Weg, der in Form einer Sand­pis­te direkt am See entlang führ­te. Diesen wähl­ten wir und kamen auch gut am verein­bar­ten Treff­punkt an. Auch Andre war mitt­ler­wei­le am Stau­see ange­kom­men, nach­dem er sich durch die schma­le Gasse des Dorfes gequält hatte.

Aktu­ell stan­den wir auf einem klei­nen, stei­ni­gen Plateau eini­ge Meter ober­halb des Sees. Wir über­leg­ten gemein­sam, wo wir uns hinstel­len könn­ten. Da wir am Anfang der Sand­pis­te jede Menge Autos direkt am Ufer stehen gese­hen hatten, kamen wir auf die Idee, uns eben­falls ans Ufer zu stel­len.

Um sicher­zu­ge­hen, dass es dort nicht zu weich für unse­re Dick­schif­fe ist, liefen wir den Weg ab und teste­ten mehr­mals den Unter­grund. Er schien trag­fä­hig und ganz und gar nicht weich zu sein. Ober­halb war eine leich­te Kies­schicht und darun­ter festes Erdreich. Der Unter­grund war, wie eigent­lich immer an Seeufern, gut und so entschie­den wir uns runter­zu­fah­ren. Ausnahms­wei­se hieß es, wir fahren voraus und Andre und Tanja hinter­her.

Wenn es plötz­lich abwärts geht …

Stefan ließ den Motor an und fuhr voraus, während Andre unmit­tel­bar folg­te. Ich stand am Kies­strand und beob­ach­te­te die beiden Dick­schif­fe, auf ihrem Weg nach unten. Alles schien wunder­bar, bis unser Allrad Lkw kurz vor der Park­po­si­ti­on plötz­lich hinten absack­te und bis zum Aufbau im Erdreich steck­te. Jedem von uns lief es in diesem Moment eiskalt den Rücken runter. Er steck­te nicht nur fest, sondern hatte zugleich eine für uns besorg­nis­er­re­gen­de Schief­la­ge. Wir waren im ersten Moment alle total scho­ckiert und ratlos. Was nun?

Zual­ler­erst hatten wir die Idee unse­ren Lkw an Andres Wohn­mo­bil anzu­hän­gen und uns so raus­zie­hen zu lassen, wie wir rein­ge­fah­ren waren. Doch die Schief­la­ge mach­te uns große Sorgen, weshalb wir diese Idee wieder verwar­fen. Andre park­te sein Wohn­mo­bil wieder auf der Stein­platt­form und wir entschie­den, dass die Männer mit Tanjas Duca­to zur nächs­ten Feuer­wa­che fahren soll­ten. Viel­leicht konn­ten die uns helfen.

Die Männer verlie­ßen uns und Tanja und ich setz­ten uns in den Schat­ten von Andres Wohn­mo­bil. Wir konn­ten in diesem Moment nur eins tun — warten.

Allrad Lkw Bergung die Erste — der Unimog

Eine gute Stun­de später sahen wir den Duca­to und kurz danach folg­te ein Unimog der Feuer­wehr. Die zwei älte­ren Herren park­ten den Unimog vor unse­rem Kurz­hau­ber und begut­ach­te­ten die Situa­ti­on. Sie entschie­den sich für eine Bergung von vorne mithil­fe einer Seil­win­de.

allrad-lkw-bergung-feuerwehr-fonte-arcada

Also wurde der Kurz­hau­ber ange­hängt und kurze Zeit später folg­te der erste Versuch. Doch unser Wohn­mo­bil beweg­te sich keinen Milli­me­ter. Die Herren stie­gen wieder aus und es war klar, wir muss­ten erst ein wenig Erdreich unter unse­rem Lkw entfer­nen.

allrad-lkw-bergung-feuerwehr

Nach einer kurzen Budde­l­ak­ti­on stie­gen alle wieder in die Fahr­zeu­ge und es folg­te der nächs­te Versuch. Unser Allrad-Lkw beweg­te sich und alle jubel­ten, als er aus dem Loch gezo­gen war. Doch schon weni­ge Sekun­den kam nach dem Moment der Erleich­te­rung der nächs­te Schock. Er sack­te mit dem Hinter­rei­fen ins das nächs­te Loch und hing noch fester und schie­fer im Erdreich, als vorher. Die Feuer­wehr­män­ner entschie­den, dass wir noch mal ziehen würden. Doch unser Fanti schob sich nur noch weni­ge mm nach vorne und beweg­te sich dann keinen cm mehr.

Die Feuer­wehr­män­ner teil­ten uns mit, dass sie gera­de einen Anruf wegen einem Feuer erhal­ten hätten und das sie uns nicht helfen können. Wir bräuch­ten schwe­re­res Gerät. Damit verab­schie­de­ten sie sich und zogen von dannen.

Wir blie­ben ziem­lich ratlos zurück. Der Mann von der Feuer­wa­che mein­te, dass die beiden Männer noch mal wieder­kom­men soll­ten, falls es nicht klap­pen würde. Genau das war nun der Plan. Die beiden fuhren erneut zur Feuer­wa­che. Der deutsch­spra­chi­ge Kolle­ge war nicht mehr da. Aber den ande­ren war sofort klar, dass wir schwe­re­res Gerät brau­chen würden und so stie­gen sie sofort in ihren MAN, um uns zu helfen.

Allrad Lkw Bergung die Zwei­te — der MAN

Kurze Zeit später kam der Duca­to mit dem MAN im Schlepp­tau zurück zum Stau­see. Die Freu­de und Hoff­nung war allen anzu­mer­ken. Sie park­ten ihn, wie auch den Unimog vorher, vor unse­rem Wohn­mo­bil und hakten unser Bergungs­seil ein. Beim ersten Versuch passier­te jedoch gar nichts, außer das sich das Fahrer­haus des MAN heftig aufschau­kel­te. Die zwei jungen Feuer­wehr­ler stie­gen aus und es hieß wieder etwas Erde unter unse­rem Fahr­zeug wegschau­feln. Das Erdreich war matschig und nass. Doch die Hoff­nung, dass sie es schaf­fen würden uns raus­zu­zie­hen, war noch nicht gestor­ben.

allrad-lkw-bergung-feuerwehr-man

Beim zwei­ten Versuch schaff­ten sie es unse­ren Allrad-Lkw ein klei­nes Stück nach vorne zu ziehen, doch dann tat sich nichts mehr. Der drit­te Anlauf sorg­te dafür, dass das Steil­seil der Winde abriss, womit auch dieser Bergungs­ver­such sein jähes Ende fand.

allrad-lkw-bergung-bergeseil-gerissen

Am MAN gab es keine ande­re Möglich­keit das Bergungs­seil zu befes­ti­gen. Wir woll­ten uns noch bei den beiden Feuer­wehr­lern bedan­ken, doch sie lehn­ten jede finan­zi­el­le Entschä­di­gung ab. Wir bräuch­ten einen Trak­tor o. ä., aber sie können uns nicht helfen. Es war mitt­ler­wei­le fast 20 Uhr, als die beiden uns verlie­ßen.

Hoff­nungs­lo­sig­keit

Da stan­den wir nun, unser Lkw steck­te noch tiefer im Erdreich, als anfangs und wir waren einfach nur rat- und plan­los. Tanja bot uns ihren Duca­to als Schlaf­platz für die Nacht an und bekoch­te uns am Abend. Die Hoff­nungs­lo­sig­keit, die sich breit­mach­te, war greif­bar. Wir waren maxi­mal plan­los, wie wir unse­ren Fanti dort jemals wieder raus­krie­gen soll­ten.

allrad-lkw-bergung-eingegraben

Kurz vor dem Abend­essen riefen wir unse­ren Freund Sascha an. Er war der Einzi­ge, der uns in dem Moment einfiel, der uns viel­leicht sagen könn­te, was wir tun können. Und er konn­te uns tatsäch­lich ein paar wich­ti­ge Tipps und Infos geben, was wir am nächs­ten Tag versu­chen könn­ten.

Es war bereits 23 Uhr, als wir mit Emily im Duca­to einzo­gen und auch sehr bald todmü­de einschlie­fen.

Allrad Lkw Bergung die Drit­te — zwischen Hoff­nung und abso­lu­ter Verzweif­lung

Am nächs­ten Morgen stand Stefan bereits um 07.00 Uhr auf und versuch­te das umzu­set­zen, was Sascha uns am Vorabend gera­ten hatte. Erst mal das ganze Erdreich hinter und unter­halb unse­res Allrad-Lkw wegschau­feln. Als ich um 08.00 Uhr wach wurde, kam er zum Duca­to. Er war fertig mit den Nerven und bei uns mach­te sich große Verzweif­lung breit.

Wir gingen gemein­sam zum Ufer und begut­ach­te­ten die Situa­ti­on. In dem klei­nen Loch sammel­te sich Wasser. Das Erdreich war alles ande­re, als einfach zu entfer­nen und wir hatten keiner­lei Idee, wie wir unser Fahr­zeug aus diesem Dreck­loch wieder raus­krie­gen soll­ten. Irgend­wann kam der Punkt, an dem Stefan sagte: “Lass uns unser Zeug raus­ho­len, denn das war’s. Wir krie­gen ihn da nie wieder raus”. Das war auch der Moment, wo die ersten Tränen flos­sen.

Doch aufge­ben war keine Opti­on. Deswe­gen riefen wir Sascha noch mal an. Wir zeig­ten ihm via Video­te­le­fo­nie, wie die aktu­el­le Situa­ti­on aussah und er konn­te uns noch ein paar zusätz­li­che Tipps mit an die Hand geben, was wir tun könn­ten. Aktu­ell war der Plan, die Blatt­fe­der hinten frei­zu­krie­gen, um den Lkw dann mithil­fe des Wagen­he­bers aufzu­bo­cken. Dann den Reifen mit Stei­nen unter­le­gen, so lange, bis die Stei­ne den Wagen tragen würden. Und immer so weiter, bis wir einen festen Unter­grund hätten.

Schau­feln, schau­feln, schau­feln …

Wir atme­ten tief durch und Sascha schaff­te es, uns wieder ein wenig Hoff­nung zu schen­ken. Um an die Blatt­fe­der zu kommen, hieß es erst­mal den Abwas­ser­tank hinten abmon­tie­ren. Das ging zum Glück rela­tiv einfach. Dann lagen Stefan und ich abwech­selnd im Matsch­loch und versuch­ten möglichst viel Erdreich unter­halb der Blatt­fe­der und hinter dem Reifen zu entfer­nen. Nach guten 45 Minu­ten war es geschafft. Wir hatten ein klei­nes Stück unter­halb der Blatt­fe­der frei­ge­legt und konn­ten den Wagen­he­ber dort anset­zen. Doch das Erdreich trug ihn nicht. Also hieß es Stei­ne sammeln. Wir sammel­ten jede Menge große Stei­ne, die am Seeufer rumla­gen, und versuch­ten den Wagen­he­ber damit zu unter­bau­en. Schicht um Schicht sanken die Stei­ne ein, nach­dem wir versuch­ten, unser Fahr­zeug aufzu­bo­cken.

Die anfäng­li­che Hoff­nung schwand wieder. Das würde so nicht funk­tio­nie­ren. Immer noch war das Loch voll mit Wasser und das Erdreich so weich, dass wir trotz vieler Schicht Stei­ne kein Land sahen, dass es den Wagen­he­ber jemals tragen würde.

Wir setz­ten uns hin und mach­ten eine Pause. Dann kam Stefan eine Idee. Warum nicht versu­chen nach hinten eine Art Rampe zu bauen, um den Reifen aus dem Loch zu krie­gen. Dann vorne das Loch auffül­len und mit vielen Stei­nen und unse­ren Sand­ble­chen eine Rampe darüber bauen. Da wir selber noch nie eine Lkw Bergung vorge­nom­men hatten, tele­fo­nier­ten wir noch mal mit Sascha, um uns zu versi­chern, dass das auch eine adäqua­te Lösung sein könn­te. Er war zuver­sicht­lich, dass das funk­tio­nie­ren würde und so buddel­ten wir nach hinten eine Rinne.

Die Hoff­nung kehrt lang­sam wieder .…

Die Rinne nach hinten war fertig. Mitt­ler­wei­le war es bereits 14.00 Uhr und die Sonne brann­te. Doch es war keine Zeit für eine Pause. Jetzt hieß es Stei­ne sammeln. Tanja und Andre halfen uns, die großen Brocken vom Ufer zu holen und in die Rinne zu werfen. Andre klopf­te die Stei­ne in der Rinne fest, um eine möglichst trag­fä­hi­ge Fläche zu bekom­men. Wir entschie­den erst auf die Stei­ne zu fahren und dann auf das Sand­blech. Als wir der Über­zeu­gung waren, dass der Unter­grund nun fest genug war, galt es den ersten Versuch zu unter­neh­men.

Stefan setz­te sich ans Steu­er, ließ den Motor an und trat aufs Gas. Doch der Allrad-Lkw beweg­te sich keinen mm. Ok, wir müssen also noch etwas mehr Erdreich seit­lich vom Reifen entfer­nen. Das hatten wir bisher vermie­den, da wir Angst hatten, dass es genau das wäre, was uns vor dem Umkip­pen bewah­ren würde. Mit einer finger­breit vom Aufbau entfern­ten Schau­fel versuch­ten wir einen Indi­ka­tor zu schaf­fen, ob er sich weiter neigen würde. Lang­sam entfern­ten wir das Erdreich seit­lich des Reifens. Er beweg­te sich nicht und so schau­fel­ten wir die Hälf­te des Reifens frei. Zeit für einen zwei­ten Versuch.

allrad-lkw-bergung-fonte-arcada-stausee

Wieder setz­te sich Stefan hinters Steu­er und schaff­te es unser Wohn­mo­bil auf die Stein­ram­pe zu fahren. Ein kurzer Stopp und noch mal anset­zen, um ihn aufs Sand­blech zu manö­vrie­ren. Zur Sicher­heit hatten wir auch auf der linken Seite ein Sand­blech unter­ge­legt, nicht das er dort auf einmal einsa­cken würde. Und der Versuch glück­te. Er stand sicher auf beiden Sand­ble­chen und war bei Weitem nicht mehr so schief.

Ein riesi­ges Loch

Das Loch, in dem der Reifen versun­ken war, war einfach riesig. Andre teste­te die Trag­fä­hig­keit des Unter­grunds und schaff­te es mit einem Finger die Schau­fel in das nasse, lose Erdreich zu drücken. Das sah nicht sehr viel­ver­spre­chend aus. Doch nur Versuch macht klug.

Anzei­ge

Jetzt hieß es Stei­ne sammeln bis zum Abwin­ken. Tanja und ich schlepp­ten mithil­fe eines Eimers und einer großen Einkaufs­ta­sche gefühl­te Tonnen von Stei­nen vom Ufer zum Lkw. Die Hände schmerz­ten und die Sonne brann­te immer noch erbar­mungs­los auf uns nieder. Nach­ein­an­der pack­ten Andre und Stefan die Stei­ne in das riesi­ge Loch und verdich­te­ten die Zwischen­räu­me mit Kies und Erde. So schnell wie die Stei­ne in diesem großen Loch verschwan­den, konn­ten wir sie gar nicht anschlep­pen. Doch irgend­wann war der Punkt erreicht, an dem das Loch komplett aufge­füllt war.

Bergung mit Sand­ble­chen und Stei­nen

Auch auf der ande­ren Seite gruben wir ein klei­nes Loch, um dort Stei­ne zu plat­zie­ren. Nicht, dass der Lkw auch dort noch einsin­ken würde. Da wir das zwei­te Sand­blech unter dem linken Reifen plat­ziert hatten, hieß es nun nur noch auf dieser Seite aufbo­cken, um das Blech raus­zu­zie­hen. Denn wir brauch­ten es für das aufge­füll­te Loch.

allrad-lkw-bergung-sandbleche-steine

Wie die Maus am Vier­pfün­der hingen Andre und ich an dem Blech. Doch nach eini­gen Zügen schaff­ten wir es, das Sand­blech unter dem Reifen raus­zu­zie­hen. Wir legten es auf das aufge­füll­te Loch. Jetzt hieß es noch die Luft aus den Reifen lassen und dann muss­ten wir es versu­chen. Vorher mach­ten wir noch mal eine kurze Pause. Die Nerven lagen mitt­ler­wei­le blank, doch wir hatten Hoff­nung. Dieser Versuch durf­te einfach nicht schief­ge­hen. Man konn­te die Span­nung, die in der Luft lag, fast grei­fen. Der Puls ging nach oben und die Aufre­gung stieg ins Uner­mess­li­che.

Der fina­le Versuch

Noch ein Mal tief durch­at­men und dann hieß es los. Stefan stieg ein und star­te­te den Motor. Ich konn­te gar nicht hinse­hen und doch war es nicht möglich, den Blick abzu­wen­den. Noch kurz die Funk­ge­rä­te gecheckt und es konn­te losge­hen.

Stefan stieg aufs Gas und unser Fanti beweg­te sich vom Sand­blech auf die klei­ne, hinte­re Stein­ram­pe und auf das vorde­re Sand­blech. Fast wie in Zeit­lu­pe sahen wir, dass das Sand­blech auf dem Loch nach­gab und Andre schrie ins Funk­ge­rät: “Gib Gas, Gas, Gas”. Stefan trat auf die Tube und kurz bevor er wieder abge­sun­ken wäre, fuhr unser Lkw über das Loch auf den festen Unter­grund und war frei. Stefan hupte und wir jubel­ten laut. Die Last, die von uns abfiel, war unbe­schreib­lich.

Stefan park­te unse­ren Dicken auf der Stein­platt­form und kam zurück­ge­rannt. Freu­den­trä­nen schos­sen uns in die Augen, während wir uns in die Arme fielen.

Erleich­te­rung und Abschluss­ar­bei­ten

Mitt­ler­wei­le war es 17 Uhr und wir fix und fertig. Bevor wir uns daran mach­ten, den Platz wieder so herzu­rich­ten, wie er vorher war, sprang ich mit meinen Klamot­ten in den See. Die Abküh­lung tat unheim­lich gut und ich genoss die Stil­le unter Wasser. Das Schlimms­te war geschafft. Nun hieß es nur noch die Löcher zuzu­fül­len und den Ort so zu hinter­las­sen, wie wir ihn vorge­fun­den hatten.

Während Stefan unse­re Sachen nach oben schaff­te, schau­fel­ten Andre und ich die Löcher zu. Außer, dass an besag­ter Stel­le keine Bepflan­zung mehr zu sehen war, sah er nach 20 Minu­ten aus wie vorher.

Wir verbrach­ten noch 3 Tage auf dem Stein­pla­teau, bevor wir weiter­zo­gen. Zum Glück ist alles gut gegan­gen. Wir bedan­ken uns auch hier noch mal bei allen, die uns tolle Unter­stüt­zung und Hilfe geleis­tet haben.  Insbe­son­de­re bei Tanja und Andre, die uns auch ihre Fotos zur Verfü­gung gestellt haben. Außer­dem natür­lich bei Sascha, für die tolle tele­fo­ni­sche Betreu­ung.

Unse­re Empfeh­lung

Jeder, der gerne abseits der Stra­ßen steht, soll­te für den Notfall ein paar grund­le­gen­de Dinge dabei haben. In unse­rem Fall hat es uns den A**** geret­tet, denn ohne diese wich­ti­gen Bergungs­hil­fen, wären wir allei­ne nicht wieder raus­ge­kom­men. Das soll­te wirk­lich jeder an Bord haben, um sich im Notfall selbst helfen zu können.

Hat Dir der Beitrag gefallen?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
5,00 von 5 Sterne, basierend auf 8 abgegebenen Stimmen.

Wenn du den Beitrag bewertest, wird Deine IP-Adresse zum Schutz vor Mehrfachbewertung in unserer Datenbank gespeichert. Beachte hierzu die Hinweise in der Datenschutzerklärung

Loading...
Autor
Mehr von Robby

Asten, Nieder­lan­de Camping­platz und traum­haf­te Ruhe

Wir verbrach­ten eini­ge Tage auf einem klei­nen Camping­platz in Asten. Unser Plan...
Weiterlesen

7 Kommentare

  • Hallo ihr Zwei,
    ich verfol­ge nun schon seit langem Eure Reise­rou­te und freue mich über jeden neuen Bericht. Das ihr nun so tief stecken geblie­ben seid, war echt Pech. Gut nur das ihr das geschafft habt, Euren Fanti wieder frei zu bekom­men. Das wäre für uns auch Horror wenn so etwas passie­ren würde. Daran mag ich gar nicht denken. Wir waren dieses Jahr 4 Wochen mit unse­rem klei­nen WOMO in Norwe­gen unter­wegs und hatten dort auch so manche Erleb­nis­se durch die sehr engen Stra­ßen um die Fjor­de oder die Serpen­ti­nen­stra­ßen. Unser WOMO hat doch eini­ge Schram­men davon getra­gen. Wie lange wollt ihr denn noch in Portu­gal verwei­len und wie ist Euer Plan für die Weiter­rei­se? Ich wünsche Euch noch eine tolle Zeit in Portu­gal und hoffe für Euch, dass so etwas nicht noch einmal passiert.

    Seid herz­lichst gegrüßt aus dem Lipper­land
    Helga

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.