Ankunft in Est­land – Inter­net und wo schla­fen wir?

Reisebericht, Estland, Tallinn, Sim-Karte, Datenvolumen, Mobiles Internet, Campingplatz

Nach unse­rer  2-stün­di­gen Fahrt mit der Fähre kamen wir ent­spannt in Est­land an. Emily musste leider im Fahr­zeug blei­ben, aber das ist für sie kein Pro­blem. Wir ver­mu­ten, dass sie in der Zeit in ihrer Box geschla­fen hat, so wie sie es immer tut, wenn sie warten muss 🙂

Die Suche nach einer Sim-Karte in Est­land

Unser erster Auf­trag in Est­land lau­te­te: wir brau­chen eine Sim-Karte. Im Inter­net haben wir einen Bei­trag gefun­den der erklär­te, dass es bei “Rimi Super­märk­ten” in der Alt­stadt von Tal­linn Sim-Karten gäbe. Am ersten Super­markt ange­kom­men muss­ten wir fest­stel­len, dass die Kas­sie­re­rin taub­stumm war und uns auf­grund dessen nicht wei­ter­hel­fen konnte. Macht ja nix, fahren wir halt zum Nächs­ten. Ein paar Kilo­me­ter weiter ver­such­ten wir wieder unser Glück.

Eine der zwei Kas­sie­re­rin­nen war gerade damit beschäf­tigt etwas zu sor­tie­ren. Also dach­ten wir uns wir fragen sie mal eben schnell, bevor wir uns umsonst anstel­len. Auf die Frage “Do you speak Eng­lish?” kam eine promp­te und kurze Ant­wort: “No”. Sie ver­such­te uns klar zu machen, dass ihre Kol­le­gin viel­leicht Eng­lisch könnte. Gut, dach­ten wir uns, dann wollen wir uns mal anstel­len. Als wir dran waren die selbe Frage “Do you speak Eng­lish?” und es kam die selbe Ant­wort “No.” Wir ver­such­ten mit Händen und Füßen irgend­wie ver­ständ­lich zu machen, dass wir eine Sim-Karte bräuch­ten. Doch die Ver­käu­fe­rin schüt­tel­te nur den Kopf. Also wieder raus aus dem Laden und rein ins Auto. Was nun?

Telia – das hatten wir doch schon

Ankunft, Estland, Tallinn, Sim-Karte, Datenvolumen, Mobiles Internet, CampingplatzAlso haben wir mit unse­rem Roa­ming Tarif ver­sucht eine wei­te­re Mög­lich­keit zu finden, wie wir an eine Sim-Karte kommen. Dabei fiel uns eines der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men ins Auge, wel­ches in Est­land Daten­ta­ri­fe anbie­tet – EMT (Telia). Hm, Telia … mit denen hatten wir ja in Nor­we­gen keine so guten Erfah­run­gen. Doch wir woll­ten unser Glück noch einmal her­aus­for­dern und so fuhren wir zu einem Telia-Store am ande­ren Ende der Stadt.

Der Laden war schnell gefun­den und wir voller Vor­freu­de. Als wir den Laden betra­ten fielen uns jede Menge war­ten­de Leute auf. Diese stan­den in den ver­schie­dens­ten Ecken und unser Blick fiel auf zwei Tresen, an denen jeweils eine Ver­käu­fe­rin und eine Kundin saßen. Dann ein kurzer Blick nach rechts, wo ein klei­nes Gerät an der Wand hing, wel­ches wir aus der Apo­the­ke in Finn­land noch kann­ten – wir müssen eine Nummer ziehen.

Warten, warten und noch­mals warten

Wir zogen die Nummer 448 und dran war gerade die 445. Na, das sollte ja nicht so lange dauern. Doch da hatten wir uns gewal­tig getäuscht. Nach 30 Minu­ten saßen immer noch die selben Kunden am Tresen wie zu dem Zeit­punkt, an dem wir den Laden betre­ten hatten. Doch wir hatten keine Wahl, also war­te­ten wir. Nach sage und schrei­be 65 Minu­ten waren wir end­lich an der Reihe. Wieder die selbe Frage “Do you speak Eng­lish or Deutsch?” und wieder die selbe Ant­wort “No”. Das war uns jetzt ziem­lich egal. Wir quas­sel­ten auf Eng­lisch los und erklär­ten ihr, dass wir deine Data-Sim bräuch­ten. Obwohl sie angeb­lich kein Eng­lisch sprach ver­stand sie was wir woll­ten und ging zu einem der Glas­vi­tri­nen, um uns eine Sim-Karte zu holen. Dann zeigte sie uns auf einem Bild­schirm, welche Menge an Daten­vo­lu­men es gibt. Wir ent­schie­den uns für 20 GB für einen Monat. Dafür bezahl­ten wir 15 Euro und konn­ten alles sofort mit­neh­men. Eine Regis­trie­rung o.ä. war nicht nötig. Wir gingen aus dem Laden, ab ins Auto und legten die Karte ein und befolg­ten die Schrit­te der eng­li­schen Anlei­tung. Und es funk­tio­nier­te auf Anhieb – Wun­der­bar 🙂

Wo schla­fen wir denn eigent­lich?

Mitt­ler­wei­le war es 19 Uhr und wir waren immer noch in der Est­lands Haupt­stadt und hatten keine Ahnung, wo wir eigent­lich schla­fen woll­ten. Da wir eine Groß­stadt nicht gerade als ideal für eine Nacht anse­hen ent­schie­den wir uns dafür etwas außer­halb zu fahren. Wir beweg­ten uns Rich­tung Osten und bogen nach ca. 30 km in ein Wald­stück ab. Laut unse­rer App “Park 4 Night” gibt es in 10 km einen Park­platz direkt am Meer, wo man wun­der­bar über­nach­ten kann. Da fahren wir hin. Dort ange­kom­men fiel uns sofort auf, dass dieser Park­platz mitten in einem Wohn­ge­biet liegt. Hm, … viel­leicht auch nicht so ideal, um dort stehen zu blei­ben. Aber für einen aus­gie­bi­gen Spa­zier­gang mit Emily reich­te es alle­mal.

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Nach einer wun­der­schö­nen Gassi-Runde am Strand stie­gen wir wieder ins Auto und ent­schie­den uns im Wald nach einem ruhi­gen Plätz­chen zu suchen. Doch dies gestal­te­te sich nicht so ein­fach wie gedacht und so war es mitt­ler­wei­le ziem­lich düster und wir immer noch ohne Platz für die Nacht. Nach ein paar Über­le­gun­gen ent­schie­den wir uns dann dafür ein­fach auf einen nahe­ge­le­ge­nen Cam­ping­platz zu fahren.

Gute Nacht Est­land

Also ging es für uns nach Võsu, wo wir spät abends (ca. 21.30 Uhr) bei Lepi­s­pea Cara­van & Cam­ping anka­men. Wir hatten schon Beden­ken, dass wir zu spät dran sind. Doch wir hatten Glück, kaum waren wir auf dem Platz vor­ge­fah­ren kam jemand ange­rannt und fragte, ob er helfen kann. Aller­dings sprach der nette Herr kein Eng­lisch. Er ver­such­te uns aber klar zu machen, dass er jemand anru­fen würde und die Dame dann mit uns auf Eng­lisch spre­chen kann. Gesagt, getan und Stefan konnte sich erklä­ren lassen, dass wir uns ein­fach einen Platz aus­su­chen soll­ten und die Bezah­lung am nächs­ten Morgen völlig in Ord­nung sei.

Der Platz an für sich war schön ruhig gele­gen und so ran­gier­ten wir Fanti rück­wärts ein. Da wir noch nicht Abend geges­sen hatten und auf unse­rem Weg zum Cam­ping­platz an der Stra­ßen­sei­te einen rie­si­gen “Para­sol” gefun­den hatten, gab es noch ein Para­sol­schnit­zel und danach gingen wir auch ins Bett.

Unfrei­wil­li­ger Wecker

Am nächs­ten Morgen wurden wir schon früh von einem bel­len­den Hund geweckt. Dieser lief am angren­zen­den Grund­stück auf und ab und war offen­sicht­lich sehr mit­tei­lungs­be­dürf­tig. 🙂 Doch wir woll­ten sowie­so früh los Rich­tung Tal­linn. Also schnell ab unter die Dusche, eine Klei­nig­keit früh­stü­cken und los gehts. Doch, wie wir heute wissen, wurde es an diesem Tag nichts mit dem Besuch in Tal­linn. Was der Grund dafür war und warum wir nun knapp eine Woche später immer noch nicht in der Alt­stadt Tal­linns waren erfährst du im nächs­ten Bei­trag.

Du hast Lust auf wei­te­re Erleb­nis­se aus unse­rem Rei­se­ta­ge­buch? Dann emp­feh­le wir dir, einen Blick in unsere Wohn­mo­bil Rei­se­be­rich­te zu werfen.

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2 Kommentare

  • Ja es gibt ver­schie­de­ne Spots (ich glaube bis an die 30 Stück) an denen man freies W-Lan hat 🙂 Nach­dem wir aber über­wie­gend im Wald und abseits von Städ­ten stehen hilft uns das leider nichts 🙂 Aber das Inter­net fürs Handy kostet in Est­land ja auch nicht wirk­lich was. 🙂 Liebe Grüße an dich 🙂

  • Hallo,
    Est­land ist doch eigent­lich für sein über­all vor­han­de­nes kos­ten­lo­ses WiFi berühmt.

    Ich habe damals im Yacht­ha­fen von Tal­linnn auf dem ehe­ma­li­gen Olym­pia­ge­län­de etwas nord­öst­lich vom Stadt­zen­trum über­nach­tet. Da gibts einen offi­zi­el­len Wohn­mo­bil-Stell­platz mit Blick übers Meer und auf Tal­linn.
    Grüße
    Heinz

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