Anlege­pflock zur Sicherung des Hundes – Testbe­richt

Hund am See

Der Anlege­pflock für den Hund ist in Kombi­nation mit einer Schlepp­leine eine gute Möglichkeit, den Vierbeiner auf Camping­plätzen o.ä. zu sichern. Hier möchten wir euch eine von vielen, verschie­denen Möglich­keiten vorstellen und die Vor- und Nachteile aus unserer Sicht erläutern.

Möglich­keiten

Hundebox
Man könnte den Hund natürlich draußen in einer Hundebox Platz nehmen lassen. Damit wüsste man immer wo er ist und man kann selber auch mal ein paar Meter weg gehen. Aller­dings ist dies für den Hund nicht gerade komfor­tabel, da er sich nicht wirklich gut bewegen kann. Deswegen ist diese Option für uns nicht in Frage gekommen.

Hundezaun
Eine weitere Möglichkeit ist der Hundezaun. Den haben wir auch schon auf einigen Camping­plätzen gesehen. Letzt­endlich sieht es aus wie ein kleines Freigehege für den Hund. Aller­dings hat unsere Hündin 30 kg und ich weiß nicht, ob dieser Zaun das aushalten würde, falls sie mal nach vorne stürmt. Außerdem stelle ich mir das auf- und abbauen ziemlich umständlich und aufwendig vor. Deswegen war auch dies für uns keine Option.

Schlepp­leine
Alter­nativ kann man einfach eine Schlepp­leine nehmen, welche es in unter­schied­lichen Längen gibt. Dabei ist es egal, ob 5 oder 25 m. Diese könnte man am Fahrzeug befes­tigen oder einfach selbst in der Hand halten. Wir haben eine Kombi­nation aus dieser und der folgenden Variante gewählt.

Anlege­pflock
Den kann man sich vorstellen, wie einen gedrehten Hering, welchen man in den Boden schraubt. Dabei wird der Anlege­pflock so fest verankert, dass er selbst größerer Kraft­ein­wirkung stand hält. Er ist ohne Aufwand schnell ausge­packt und reinge­schraubt. Dann einfach nur noch eine Leine durch die angebrachte Öse ziehen, Hund anleinen und fertig.

Vorteile und Nachteile des Anlege­pflocks

Wir haben uns für eine Kombi­nation entschieden. Das eine ist die Schlepp­leine, welche wir mit 20 m Lauflänge relativ lang gewählt haben. Außerdem haben wir uns einen Anlege­pflock besorgt. Dieser ist preislich relativ günstig und aus unserer Sicht einfach extrem praktisch.

Trixie Anlegepflockmit Schleppleine

Vorteile

  • der Anlege­pflock ist schnell in die Erde geschraubt
  • er hält selbst der Kraft­ein­wirkung unserer 30kg Hündin stand
  • keinerlei Beschä­di­gungen am Erdreich, wenn man ihn wieder rausdreht
  • unser Hund hat in Kombi­nation mit der Schlepp­leine einen großen Radius, in dem sie sich bewegen kann
  • die Schlepp­leine kann, wenn nötig, auch einfach um die Hälfte der Lauflänge halbiert werden
  • die Öse am Anlege­pflock dreht sich mit, weshalb sich die Leine nicht verwi­ckelt
  • es handelt sich um eine platz­spa­rende Variante, denn sowohl Anlege­pflock, als auch Schlepp­leine, sind schnell irgendwo verstaut

Nachteile

  • bei sandigem oder steinigem Boden bekommt man den Anlege­pflock nicht in die Erde. Sollten wir solche Boden­ver­hält­nisse vorfinden, dann machen wir die Schlepp­leine am Auto fest

Empfehlung Geschirr für den Hund

Zieht eurem Hund bei der Verwendung dieser Kombi­nation ein Geschirr an. Bei einem Halsband ist auf der einen Seite die Belastung der Halswir­bel­säule zu hoch, falls der Hund sich mal mit vollem Anlauf in die Leine wirft. Außerdem ist bei einem Halsband das Problem, dass der Hund beim Laufen immer wieder auf die Leine tritt.

Dies kann mit einem Geschirr ganz einfach gelöst werden. Wir haben für unseren Hund das Julius-K9. Die Vorteile dieses Geschirrs sehe ich darin, dass es keine engen Gurte gibt, welche dem Hund an den Vorder­beinen einschneiden. Außerdem ist es aufgrund seiner robusten Verar­beitung auch für stärkere Beanspru­chung gemacht.

Unsere Erfah­rungen

Sicher­heits­halber hatten wir gleich zwei Anlege­pflöcke gekauft, falls einer kaputt gehen sollte. Bis jetzt hält der erste aller­dings einwandfrei und das, obwohl unsere Hündin sich bereits ein paar Mal mit ihrem gesamten Gewicht und vollem Anlauf in die Leine geworfen hat. Wir können diese einfache und praktische Variante auf jeden Fall vorbe­haltlos weiter­emp­fehlen.

Hier haben wir für euch die Links zu den von uns gewählten Produkten. Vielleicht ist es für den ein oder anderen eine genauso optimale Lösung, wie für uns.

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10 Kommentare

  • Hallo ihr 2,
    das Thema ist zwar schon etwas älter, aber trotzdem immer wieder aktuell.
    Nachdem unser Aussierüde solche einen Spiral­pflock krumm gezogen hat, nehmen wir den nichtmehr mit.
    Wir haben -wie Walter oben schreibt- auch so eine Aluplatte, aller­dings von Linnepe, nennt sich „Dog-Sitter“. Wenn wir es nicht vergessen, kommt das Ding auch unter den Reifen.
    Ansonsten habe ich noch ein Seil gemacht, was von hinten (z.B. Anhän­ger­kupplung) seitlich nach vorn zur Abschleppöse läuft.
    Da kommt unsere jetzige Hündin einfach mit einer alten Leine dran, so dass sie an der Seite des Autos einen gewissen Auslauf hat.
    Funktio­niert auch gut und ist sehr flexibel.
    Gruß
    Eugen

  • HALLO
    ICH HABE MIR EINE ALUPLATTE ABGEWINKELT, auf die breite Seite fahre ich mit dem Reifen und an der schmalen habe ich einen Karabiner befestigt. Das ganze lege ich immer vorne , hinten unter den Reifen , Hund anbinden, fertig.

  • Hallo Robby,
    erstmal: schöne Seite mit nützlichen Tipps. Danke.
    Als anmerkung zum Thema Hund-Anpflocken:
    Wir verwenden einen stabilen Erdhaken mit „Gewinde“, im Prinzip ähnlich eurem …
    aber wir haben eine elastische Zugent­lastung an der Leine, die den Hund bei stürmi­schem Start gedämpft (im Geschirr) bremst. Entlastet Hund und Erdanker.
    Allzeit eine Handbreit Diesel im Tank,
    Tom

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