Bacal­hoa Buddha Eden in Obidos: Euro­pas größ­ter ori­en­ta­li­scher Garten

Bacalhoa Buddha Eden Obidos

Du magst Pago­den, asia­ti­sche Sta­tu­en und Buddha-Figu­ren? Dann bist du im Bacal­hoa Buddha Eden in Obidos gold­rich­tig. Euro­pas größ­ter ori­en­ta­li­scher Garten, der mitten in Por­tu­gal für asia­ti­sches Flair sorgt. Wir waren dort und zeigen dir, was dich in dem rie­si­gen Land­schafts­gar­ten erwar­tet und beant­wor­ten die Frage: Lohnt es sich?

Geschich­te und Ent­ste­hung des Landschaftsgartens

Die Geschich­te hinter dem Bacal­hoa Buddha Eden in Obidos ist keine Freu­di­ge. Bami­y­an, eine Pro­vinz in Afgha­ni­stan, war einst bekannt für die größ­ten, ste­hen­den Buddha-Sta­tu­en welt­weit. Die beiden Bekann­tes­ten waren 53 und 35 Meter hoch. Außer­dem waren viele kleine Bud­dhas in die Felsen gear­bei­tet. Du fragst dich, was Afgha­ni­stan mit einem Euro­pas größ­tem ori­en­ta­li­schen Garten in Por­tu­gal zu tun hat?

Die bud­dhis­ti­schen Sta­tu­en in Bami­y­an wurden nach der Ver­drän­gung des Bud­dhis­mus immer wieder Opfer von Zer­stö­rungs­wut, was in einer großen Aktion der Tali­ban im Jahr 2001 seinen Höhe­punkt fand.

Das war für den por­tu­gie­si­schen Geschäfts­mann Joe Berar­do Grund genug, um als Hom­mage einen Garten voller Buddha-Sta­tu­en und asia­ti­scher Pago­den und Skulp­tu­ren zu errich­ten. Hier­für wurden mehr als 6000 Tonnen Granit und Marmor verarbeitet.

Wis­sens­wer­tes zum ori­en­ta­li­schen Garten

Auf über 35 Hektar wurde der rie­si­ge Buddha Eden bei Obidos errich­tet. Eine wun­der­schö­ne Park­land­schaft, die zum Ver­wei­len und Ent­de­cken einlädt.

Schon gewusst? Der Buddha Eden in Obidos ist der größte ori­en­ta­li­sche Garten Europas.

Anfahrt – wo ist der Park?

Der ori­en­ta­li­sche Garten ist umge­ben von Wein­ber­gen und direkt neben dem Herr­schafts­haus Solar dos Lori­dos. Ein rie­si­ger Park­platz macht auch den Besuch mit einem großen Wohn­mo­bil pro­blem­los mög­lich. Über­nach­ten darf man auf dem Park­platz, der nachts abge­schlos­sen wird, aller­dings nicht.


Tipp:
Über­nach­ten kann man im wenige Kilo­me­ter ent­fern­ten Obidos. Dort gibt es für 6 Euro pro Nacht einen offi­zi­el­len Wohn­mo­bil­stell­platz:
39.3563, -9.15661


Um zum Buddha Eden zu kommen, gibt man in sein Navi am besten die Adres­se oder die GPS-Daten ein.

Adres­se:GPS Park­platz:
Quinta dos Lori­dos, 2540-420, Portugal39.275234, -9.138998

Von Lis­sa­bon aus ist man in etwa einer Stunde am ori­en­ta­li­schen Garten. Somit ist ein Besuch der ideale Tages­aus­flug von der Haupt­stadt aus.

Preise & Öffnungszeiten

Der Land­schafts­gar­ten ist das ganze Jahr über geöff­net (außer 25.12., sowie 01.01.) und kann zwi­schen 09.00 Uhr und 18.00 Uhr besucht werden. Um 17.30 Uhr werden Ein­gangs­tor und Restau­rant geschlossen.

Für einen Besuch bezahlt man pro Person 5,00 Euro und Kinder bis 12 Jahre sind frei. Wer mit der klei­nen Bim­mel­bahn durch den Park fahren möchte, muss noch mal 4,00 Euro extra bezahlen.

Wir waren im Mai 2019 dort und hatten Glück, dass trotz schö­nem Wetter nicht allzu viel los war. Aller­dings ist der Park auch wirk­lich riesig, sodass es sich sowie­so verläuft.

Hunde dürfen auch mit in den Park, müssen aller­dings an der Leine geführt werden.

Vir­tu­el­le Tour durch den Bacal­hoa Buddha Eden in Obidos

Nach­dem man den Ein­tritts­preis bezahlt hat, ver­lässt man das kleine Ein­gangs­ge­bäu­de und kann sich gleich auf den Weg durch den rie­si­gen Park machen.

Eine Über­sichts­kar­te findet man übri­gens auf der Web­sei­te des Parks.

Wer mag, kann direkt nach dem Ein­gang auf die Bim­mel­bahn warten und damit eine Rund­fahrt durch den Park machen. Wir haben uns das gespart und den Buddha Eden zu Fuß erkundet.

Am Anfang geht es leicht bergab durch ein großes Tor mit drei rie­si­gen Bögen.

Ent­lang großer asia­ti­scher Sta­tu­en wird man den Weg nach unten geführt.

Wer mag, kann unten links abbie­gen und direkt zur klei­nen Pagode gehen, die sich inmit­ten des großen Teichs befin­det, in dem sich auch jede Menge wun­der­schö­ne Koi-Karp­fen tummeln.

Danach ging es für uns schon zu einem der High­lights des Parks.

Der großen Him­mels­trep­pe, die an dicken, gol­de­nen, chi­ne­si­schen Bud­dhas vorbei hinaufführt.

Oben ange­kom­men, steht man vor dem rie­si­gen lie­gen­den Buddha, der an die Statue von Wat Pho in Thai­land erinnert.

Neben diesem Riesen fühlt man sich rich­tig klein. Wenn man sich vor Begeis­te­rung hier lösen kann, führt der Weg noch ein Stück weiter. Oben ange­langt steht man dann plötz­lich vor der rie­si­gen 21 Meter hohen Statue, die eben­falls Buddha dar­stellt. Das ist wirk­lich beeindruckend.

Von hier oben hat man auch einen tollen Blick über den ganzen ori­en­ta­li­schen Garten. Wir sind danach über den klei­nen Wald, vorbei an vielen Sta­tu­en, Rich­tung Feu­er­platz und Aus­sichts­punkt gelaufen.

Gerade bei heißen Tem­pe­ra­tu­ren bietet der kleine Wald Schat­ten und etwas Kühle.

An einem klei­nen Was­ser­fall, der bei den Pago­den-Türmen ist, machen wir eine kurze Pause und genie­ßen das Plät­schern. Hier im Schat­ten ist es auch echt angenehm.

Nach­dem wir uns mit lecke­rer Ingwer-Limo­na­de gestärkt haben, geht es weiter in die andere Rich­tung.  An der blauen Ter­ra­kot­ta Armee vorbei laufen wir zum Amphi­thea­ter und zu den afri­ka­ni­schen Skulpturen.

Die bekom­men im Buddha Eden einen eige­nen Bereich, der den Shonas in Sim­bab­we gewid­met ist.

Men­schen werden genau­so dar­ge­stellt, wie Tiere und Fabelwesen.

Gerade dieser Teil des Land­schafts­gar­tens hat mich unfass­bar beein­druckt. Wenn man diesen Teil des Bacal­hoa Buddha Eden in Obidos hinter sich gebracht hat, dann gelangt man zum Bambus-Laby­rinth. Von hier oben hat man einen tollen Blick über den ganzen Park.

Wer mag, kann sich am Ende seiner Rund­tour noch mit dem Wein des Wein­guts ein­de­cken oder sich im Restau­rant kuli­na­risch ver­wöh­nen lassen. Wenn man den Park ver­lässt, muss man quasi durch einen Wein-Sou­ve­nir-Laden. Da wir keinen mit­ge­nom­men haben, können wir leider nicht beur­tei­len, ob er toll war, wovon wir aber mal ausgehen.

Fazit

Wir per­sön­li­chen waren voller Vor­freu­de, als wir hier anka­men und wurden auch nicht ent­täuscht. Einige Stunde haben wir in diesem bunten Sam­mel­su­ri­um aus ver­schie­dens­ten asia­ti­schen Skulp­tu­ren und Bau­wer­ken verbracht.

Den Ein­tritts­preis finden wir durch­aus gerecht­fer­tigt und kei­nes­wegs zu teuer. Die Bim­mel­bahn haben wir nicht genutzt, aber gerade bei heißen Tem­pe­ra­tu­ren oder für Men­schen, die nicht so gut zu Fuß sind, ist das eine tolle Mög­lich­keit, den Park mit all seinen Facet­ten eben­falls zu erkunden.

Wer sich für asia­ti­sche Kunst und Kultur inter­es­siert, dem wird der Bacal­hoa Buddha Eden in Obidos sicher­lich gefallen.

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