Bar­ra­gem de Santa Águeda und Emily’s Baum­lie­be

Barragem de santa queda

Unse­ren Platz im Wald ver­lie­ßen wir schwe­ren Her­zens und ahnten zu dem Zeit­punkt noch nicht, dass wir am Bar­ra­gem de Santa Águeda, bei Lar­do­sa, einen noch viel schö­ne­ren Ort zum Campen finden würden. Doch seht selbst.

Weiter Rich­tung Norden

Wir beweg­ten uns ent­lang der E802 weiter Rich­tung Norden. In Cas­te­lo Branco füll­ten wir noch unsere Vor­rä­te auf, bevor wir uns auf direk­tem Weg zum Bar­ra­gem de Santa Águeda auf­mach­ten. Schon im Wald hatten wir einen Blick auf Google Maps gewor­fen, in der Hoff­nung, ein paar schöne Mög­lich­kei­ten für den nächs­ten Stell­platz zu finden. Und da fiel uns dieser Stau­see sofort ins Auge. Und wie es der Zufall wollte fand ich sofort einen geeig­ne­tes Fleck­chen, irgend­wo im Nir­gend­wo, direkt am Ufer. Doch wie immer heißt es, erst­mal hin­fah­ren und vor Ort anschau­en. Denn wir hatten es schon öfter, das etwas auf Google Maps per­fekt aussah, sich vor Ort dann aber als nicht so pri­ckelnd her­aus­stell­te. Auf unse­rem Weg dort­hin fanden wir noch eine der vielen klei­nen Was­ser­stel­len. Dort füll­ten wir unse­ren Was­ser­tank noch­mal auf und zogen weiter.

Wasser auffüllen, Portugal

Aben­teu­er­li­che Zufahrt

Die Wege wurden immer schma­ler und irgend­wann wurde aus der Teer­stra­ße ein Feld­weg. Das war ja noch ziem­lich easy, doch das sollte sich ändern. So wurde der Feld­weg immer schlech­ter und irgend­wann war vor uns nur noch ein Acker. “Da können wir doch nicht durch­fah­ren”, sagten wir noch. Laut unse­rer Karte sollte unser Weg aber genau dort ent­lang führen.

Stefan, Campofant

Wir konn­ten neben dem Feld noch ein paar Rei­fen­spu­ren erken­nen und ent­schie­den uns, diesen ein­fach zu folgen. Und genau das war der rich­ti­ge Weg. So hol­per­te Fanti über den unebe­nen Boden Rich­tung See­ufer. Dann auf einmal wurde aus dem unweg­sa­men, nicht gut erkenn­ba­ren Weg, wieder ein Feld­weg. Wir scho­ben unse­ren Dicken unter nicht allzu hohen Bäumen durch und stan­den dann an dem Platz, an den wir woll­ten. Vor uns eine kleine, total zer­fal­le­ne Ruine und dahin­ter eine Wiese, die ein­fach nur per­fekt war.

Aussicht barragen de Santa Agueda

Bar­ra­gem de Santa Águeda

Wir park­ten Fanti auf dieser Wiese und hatten von unse­rer Tür aus direk­ten Blick auf den Bar­ra­gem de Santa Águeda. Was für ein wun­der­schö­nes Fleck­chen Erde. Auch Emily war tie­risch begeis­tert. Denn neben unse­rem Wohn­mo­bil stand ein Baum. Wir wissen bis heute nicht, was an diesem Baum so toll war, doch sie machte den ganzen Tag nichts ande­res, als genau um diesen Baum her­um­zu­schlei­chen, ihre Nase immer am Boden. Wir hatten erst die Ver­mu­tung, das in den klei­nen Löchern an den Wur­zeln viel­leicht ein Hase o.ä. hausen würde, doch dem war nicht so. Also amü­sier­ten wir uns über ihre aus­ser­ge­wöhn­li­che Liebe zu einer Pflan­ze.

Die Tage, die wir hier stan­den ver­brach­ten wir mit Spa­zie­ren­ge­hen, arbei­ten und ein­fach nur gemüt­lich drau­ßen sitzen. Drau­ßen wurde es immer wärmer und so war der See eine tolle Mög­lich­keit uns ein wenig abzu­küh­len.

Auch hier haben wir tage­lang nie­man­den gese­hen.

Wasserfontäne

 

Sonnenuntergang

 

Erst am letz­ten Abend kam ein Pär­chen mit Fahr­rä­dern vorbei. Sie hatten ihr Wohn­mo­bil auf der ande­ren Seite des Sees geparkt und erzähl­ten uns, das sie aus Eng­land stam­men und sich in der Nähe ein Grund­stück gekauft hätten. Mit den Beiden unter­hiel­ten wir uns eine ganze Weile, bevor sie ihre See­um­run­dung fort­setz­ten und wir unse­ren letz­ten Abend an diesem tollen Ort genos­sen.

Du hast Lust auf wei­te­re Erleb­nis­se aus unse­rem Rei­se­ta­ge­buch? Dann emp­feh­le ich dir, einen Blick in unsere Wohn­mo­bil Rei­se­be­rich­te zu werfen.

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1 Kommentar

  • Hach…schluchzte….Er und war in Gedan­ken wieder da…In diesem Por­tu­gal…?
    …schön geschrie­ben und euch auch ganz viel Kraft…Für das VERLASSEN dieses Landes?
    Die Oettl’s

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