Cam­ping­platz in Lau­wer­so­og: Cam­ping am Wat­ten­meer

Campingplatz Lauwersoog Lauwersmeer

Das Herbst­wet­ter hat uns immer noch voll im Griff. Wir ent­schei­den uns für eine Runde Cam­ping am Wat­ten­meer und die Wahl fällt auf einen Cam­ping­platz in Lau­wer­so­og. Hier haben wir unse­ren letz­ten Urlaub im Wohn­wa­gen ver­bracht, bevor wir dann im dar­auf­fol­gen­den Jahr ins Womo gezo­gen sind.

Stell­platz­wech­sel nach Lau­wer­so­og

Wir ver­las­sen unse­ren Platz in Noor­d­pol­der­zi­jl und star­ten Rich­tung Lau­wer­so­og, was etwa 40 km west­lich von uns liegt. Wäh­rend wir uns im strö­men­den Regen auf den Weg machen, kann ich mich noch gut an unse­ren letz­ten Besuch dort erin­nern. Es war im Herbst und es war der letzte Urlaub, den wir mit unse­rem Wohn­wa­gen gemacht haben. Damals hatten wir mehr Glück mit dem Wetter und konn­ten die Gegend aus­gie­big mit dem Fahr­rad erkun­den.

Das ist auch dies­mal wieder unser Plan, vor­aus­ge­setzt der Wet­ter­gott hat mal ein wenig Mit­ge­fühl. So hüpfen wir wäh­rend einer klei­nen Regen­pau­se schnell in den Super­markt und ver­sor­gen uns mit ein paar tollen nie­der­län­di­schen Lecke­rei­en, bevor es dann auf den Cam­ping­platz geht.

Cam­ping am Wat­ten­meer

Wir gönnen uns drei Tage Rund­um­ver­sor­gung fast direkt am Wat­ten­meer. So ist es früher Nach­mit­tag, als wir auf dem Cam­ping­platz in Lau­wer­so­og ankom­men. Die Regen­trop­fen pras­seln immer noch ohne Unter­lass vom Himmel und so müssen wir uns ziem­lich sputen, um eini­ger­ma­ßen tro­cke­nen Fußes vom Camper zur Anmel­dung zu gelan­gen.

Ziem­lich unge­wohnt, wieder mal einen klas­si­schen Cam­ping­platz zu besu­chen und für ein paar Tage zu blei­ben. Wie das so üblich ist, erklärt uns die Dame, was wo ist und welche Plätze aktu­ell frei sind. Mit dem Plan bewaff­net laufen wir über das Gelän­de und suchen uns einen Platz aus.

Mög­lichst wenig Mat­sche und biss­chen Frei­raum drum­her­um.

Unsere Wün­sche werden schnell erfüllt und so parken wir wenige Minu­ten später ein.

Regen, Regen, Regen …

Den ersten Tag auf dem Cam­ping­platz in Lau­wer­so­og genie­ßen wir in unse­rer klei­nen Höhle. Die Hei­zung läuft auf klei­ner Stufe, der heiße Tee wärmt von innen und die dicken Socken halten die Füße warm. Das ist unfass­bar gemüt­lich, keine Frage, aber so biss­chen was unter­neh­men würden wir schon auch gerne.

Und es scheint, als wären unsere Wün­sche erhört worden. Am nächs­ten Tag lassen sich ein paar Lücken in der Wol­ken­de­cke erken­nen und so nutzen wir den Tag. Auch wenn wir das mit dem Timing nicht ganz so gut hin­krie­gen werden, aber von vorne.

Spa­zier­gang über den Cam­ping­platz Lau­wer­so­og

Wir machen am Morgen einen klei­nen Spa­zier­gang übers Gelän­de. Dabei kommen wir zum Nieuwe Rob­ben­gat.

Dieser Teil war ursprüng­lich mal Wat­ten­meer, aber wurde durch einen Stau­damm abge­sperrt. Es ist ziem­lich windig und die Wiesen, welche den Weg säumen, sind voll mit Schopf­tint­lin­gen.

Im Nor­mal­fall würden wir die noch weißen Ver­tre­ter dieser Art ein­sam­meln und in der Pfanne brut­zeln.

In der Nie­der­lan­de ist das Sam­meln von Wald­früch­ten und Pilzen ver­bo­ten, wes­we­gen wir auf diesen Lecker­bis­sen leider ver­zich­ten müssen. So schlen­dern wir weiter zum Muse­ums­ha­fen.

Hier sehen wir uns die vielen alten Kähne an, die hier fest­ge­macht sind.

Ein paar neuere Model­le sind auch dabei und ein Schiff, wel­ches unter por­tu­gie­si­scher Flagge zu segeln scheint, kommt uns eben­falls unter.

Da sich schon die nächs­ten Regen­trop­fen auf den Weg vom Himmel auf die Erde machen, schrei­ten wir schnel­len Schrit­tes zurück zum Camper. Drin­nen ange­kom­men arbei­ten wir noch ein wenig und warten ab. Für die Mit­tags­zeit sind ein paar Son­nen­stun­den ange­kün­digt.

Rad­tour vom Lau­wers­meer über Zout­kamp nach Vier­hui­zen

Kurz nach Mittag ist es dann end­lich so weit, die Sonne schiebt ihre ersten Strah­len durch die Wol­ken­de­cke und wir sind im Null­kom­ma­nix in unsere Fahr­rad­kla­mot­ten gehüpft. Wir fangen gerade an in die Pedale zu treten, da fängt es plötz­lich wieder stark an zu regnen. Eine dunkle Wolke schiebt sich über uns hinweg und wir flüch­ten Rich­tung Sani­tär­ge­bäu­de, wel­ches im Übri­gen nur wenige Meter neben unse­rem Womo ist. Auf­ge­ben wollen wir noch nicht, das ist bestimmt gleich wieder vorbei.

Und so ist es auch, wenige Minu­ten später können wir im Tro­cke­nen los. Doch noch bevor wir das Gelän­de des Cam­ping­plat­zes ver­las­sen, pras­seln wieder Regen­trop­fen auf uns nieder. Wir schau­en uns etwas ungläu­big an, stel­len uns aber an einem großen über­dach­ten Fahr­rad­stän­der unter und nutzen die kurze Pause für eine Story auf Insta­gram.

Vom Cam­ping­platz Lau­wer­so­og am Lau­wers­meer ent­lang

Der Regen wird leich­ter und wir star­ten unsere Rad­tour. Raus aus dem Cam­ping­platz, rechts abbie­gen und dann immer dem Radweg folgen. Diesen Teil der Tour kennen wir noch aus dem Urlaub. Wir erin­nern uns an den klei­nen Strand, wo wir es uns beim letz­ten Mal mit einer Decke gemüt­lich gemacht hatten.

Als ob auf dem heu­ti­gen Tag ein Fluch liegen würde, werde ich durch ein paar Regen­trop­fen aus den Gedan­ken geris­sen. Es pras­selt immer stär­ker auf uns nieder und uns ist klar, wir brau­chen was zum Unter­stel­len. Glück­li­cher­wei­se liegt auf unse­rem Weg eine alte, über­dach­te Strand­du­sche, die uns für die nächs­ten 15 Minu­ten Unter­schlupf bietet.

Da der Himmel hinter den dunk­len Wolken hell­blau leuch­tet, ent­schei­den wir uns dafür, wei­ter­zu­ma­chen und nicht umzu­keh­ren und die Tour zu ver­schie­ben.

Durch den Natio­nal­park Lau­wers­meer nach Zout­camp

Nach Regen kommt auch wieder Son­nen­schein und so können wir wei­ter­fah­ren. Eine Stra­ßen­sper­rung mit Umlei­tung ver­wirrt uns ein wenig, wes­halb es einen Moment dauert, bis wir wieder auf unse­rer Route sind.

Ent­lang am Lau­wers­meer geht es durch das Vogel­be­ob­ach­tungs­ge­biet Jaap Deen­s­gat.

In Zout­camp ange­kom­men, fahren wir natür­lich über den Hafen.

Von Zout­camp über Hou­wer­zi­jl und Ulrum nach Vier­hui­zen

Immer wieder tröp­felt es und nicht immer findet sich was Geeig­ne­tes zum Unter­stel­len, wes­we­gen irgend­wann alles ziem­lich nass ist. Das führt dazu, dass das Lesen der Route auf dem Handy eher einem Rate­spiel mit Pro­mil­le­bril­le gleicht und so kommt es, dass wir uns nicht nur nach Zout­camp total ver­fah­ren, son­dern auch in dem klei­nen Dörf­chen Hou­wer­zi­jl biegen wir falsch ab.

Trotz­dem finden wir die rich­ti­ge Route dann irgend­wann wieder und es geht durch ein paar kleine Wälder nach Ulrum und weiter nach Vier­hui­zen, wo wir am Anfang unse­rer Reise schon mal waren.

Wir hatten damals ein paar Nächte auf dem hie­si­gen Cam­ping­platz ver­bracht. Irgend­wie ein total selt­sa­mes Gefühl nun nach 3,5 Jahren wieder hier zu sein. Es sieht noch genau­so aus wie damals. Aller­dings hatten wir im Mai mehr Glück mit dem Wetter.

Denn der Himmel vor uns sieht ziem­lich übel aus. Wir ent­schei­den uns dafür sicher­heits­hal­ber die Wind­müh­le von Vier­hui­zen als Unter­stell­mög­lich­keit zu nutzen, denn danach kommt erst mal nichts mehr. Den Weg sind wir damals mit Emily gelau­fen, daher wuss­ten wir das noch.

Ein Mal schön abdu­schen und zurück ins Womo

Es pas­siert für bestimmt 15 Minu­ten gar nichts, also ent­schei­den wir uns den Unter­schlupf zu ver­las­sen und darauf zu ver­trau­en, dass schon nichts pas­sie­ren wird. Doch es fängt wenige Kilo­me­ter später tat­säch­lich wieder an zu regnen, was unsere Lust am Rad­fah­ren so lang­sam schwin­den lässt. Mitt­ler­wei­le ist es auch ziem­lich kalt gewor­den und wir ent­schei­den auf dem schnells­ten Weg zurück­zu­fah­ren.

Eine heiße Dusche nach der Rück­kehr wärmt uns wieder auf und wir erfreu­en uns an den zurück­ge­leg­ten 36 Kilo­me­tern.

Wer unsere Rad­tour nach­fah­ren will, kann das natür­lich wieder hier machen. Sorry für die paar komi­schen Ecken.. 😉

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Am nächs­ten Tag zieht es uns dann aber auch weiter. Es ist bes­se­res Wetter vor­her­ge­sagt und wir wollen noch mal nach Gro­nin­gen.

Cam­ping Beleef Lau­wer­so­og – unser Fazit

Wer einen ruhi­gen Platz am Wasser sucht, der ist hier bes­tens bedient. Die Plätze sind groß­zü­gig ange­legt und auch nicht abge­grenzt. Die Sani­tär­ge­bäu­de sind sauber und ordent­lich und wer mag, kann sein Geschirr sogar von einem Geschirr­spü­ler waschen lassen.

In der Nähe der Rezep­ti­on gibt es einen Spiel­platz für Kinder, einen Muse­ums­ha­fen, sowie ein Restau­rant und einen klei­nen Super­markt, der preis­lich zwar ein wenig teurer, aber nicht unver­schämt teuer ist.

Auf dem ganzen Platz steht kos­ten­lo­ses W-Lan zur Ver­fü­gung, außer man möchte schnel­les Inter­net, dann kann man sich an der Rezep­ti­on einen Zugangs­code kaufen. Mit 4,50 Euro pro Tag aller­dings kein Schnäpp­chen.

Auf dem Platz hop­peln, wie auch schon vor vier Jahren, jede Menge Häs­chen rum. Hunde sind erlaubt, müssen aber wie über­all an der Leine geführt werden. Es gibt einige Ange­bo­te für Aus­flü­ge in und um das Wat­ten­meer, was wir leider auf­grund des schlech­ten Wet­ters nicht wahr­neh­men konn­ten.

An der Ent­sor­gungs­sta­ti­on gibt es ein klei­nes Gehege mit einem Pony und ein paar Ziegen. Das Gelän­de für die Vier­bei­ner könnte meiner Mei­nung nach aller­dings etwas schö­ner gemacht sein. Der Ten­nis­plät­ze am hin­te­ren Ende des Gelän­des sieht auch so aus, als sei er seit Län­ge­rem schon nicht mehr genutzt worden.

Unser Fazit zum Cam­ping­platz in Lau­wer­so­og – es sind alle super­freund­lich und wir fühlen uns hier immer pudel­wohl. Den Preis für schnel­le­res Inter­net finden wir aller­dings ein wenig unver­schämt. Wer nur ein biss­chen surfen will, wird aber auch mit dem Stan­dard­zu­gang zufrie­den sein.

Cam­ping­platzBeleef Lau­wer­so­og
Preis
für 1 Nacht inkl. Kur­ta­xe
21,80 €
19,50 € + 1,15 € Kur­ta­xe p. P.
Koor­di­na­ten
Adres­se
53.403815, 6.212487
Strand­weg 1, 9976 VS Lau­wer­so­og, Nie­der­lan­de

 

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