Norwegen, Finnmarksvidda, Stechmücke

Finnmarks­vidda – Rentier­herden und Mücken­schwärme

Unsere Reise in die Finnmarks­vidda war total beein­dru­ckend. Unendlich weite Landschaften, wunder­schöne Berge und riesige Rentier­herden. Aller­dings sollte man dort auch gegen Mücken gewappnet sein, wie du in diesem Norwegen Reise­be­richt feststellen wirst.

Die Finnmarks­vidda

Finnmarksvidda, Norwegen, Snowmobil Verkehrszeichen

Das Plateau der Finnmarks­vidda ist 22.000 km² groß und reicht bis über die Grenze nach Finnland. Es ist von kleinen Bächen, Flüssen und Seen durch­zogen. Wir empfanden die Landschaft, die sich uns darbot, als relativ karg, aber trotzdem wunder­schön. Man sieht nahezu nur grün und hin und wieder mal ein wenig Erdreich und sandigen Boden. Außerdem begegnen einem immer wieder diese Schilder, die die Schnee­mobile im Winter auf die Straße hinweisen. Sie sind nahezu immer in Kombi­nation mit einem ebenso kleinen Stop-Schild zu sehen.

Rentier­herden, wo?

An den Straßen­seiten haben uns immer wieder Schilder auf große Rentier­herden hinge­wiesen. Aller­dings mussten wir uns schon ein wenig wundern, wo die denn sein sollen, da wir weit und breit kein Rentier zu sehen bekamen. Trotzdem fuhren wir vorsichtig und in gemäßigtem Tempo weiter. Nach 20 km Fahrt sollte es endlich so weit sein. Eine wirklich riesige Rentier­herde, die sich seitlich der Straße bewegte. Unzählig viele Tiere, die mit ihren Jungen zusammen neben der Straße herliefen. Und auch für die nächsten Kilometer, entlang der Finnmarks­vidda, bekamen wir immer wieder vereinzelt welche zu sehen.

Finnmarksvidda, Norwegen, Wälder

Woher kommen die ganzen Mücken?

In unserer letzten Nacht östlich von Alta bekamen wir schon einen kleinen Vorge­schmack auf das, was uns in der Finnmarks­vidda erwarten würde. Sobald wir aus dem Auto stiegen, hatten wir immer so um die 10-20 der stechenden Plage­geister um uns rum. Also vorher schön mit Anti-Mücken-Milch einsprühen und dann geht das schon. Es ging auch. Aller­dings surrt und summte es ständig. Doch das war erst der Anfang.

Finnmarksvidda, Norwegen, Mückenschwarm

Wir blieben in der Finnmarks­vidda am Seitenrand stehen, um mit unserem Hund einen Spaziergang zu machen. Hinter uns zogen dunkle Wolken auf, also besser jetzt los gehen, als später. Schnell noch rein in die Schuhe, Hund ausge­packt und raus. Doch was wir da erlebt haben, hätten wir uns nie vorstellen können. Man sah beim Aussteigen kein einziges dieser Tiere. Doch sobald man aus dem Auto draußen war, hatte jeder von uns einen riesigen Schwarm über und hinter sich. Um sich schlagen war total zwecklos und auch sonst konnte man nichts dagegen tun.

Was hilft dann? Schneller laufen, einfach ignorieren, dass man von einem riesigen Mücken­schwarm verfolgt wird und schauen, dass man möglichst schnell wieder zurück ins Auto kommt. Im ersten Moment denkt man dann, juhu wieder im Auto, endlich sind sie weg. Doch man vergisst dabei, dass einem die Blutsauger so dicht auf den Fersen sind, dass man einige davon mit ins Auto nimmt. Also muss man sich erst mal drum kümmern, dass die 20 – 30 Stück, die jetzt vorn im Fahrerhaus sind, wieder nach draußen kommen. Was für ein Act.

Kennst du solche Schwärme von Mücken in Norwegen? Was tust du dagegen? 

Du hast Lust auf weitere Erleb­nisse aus unserem Reise­ta­gebuch? Dann empfehle wir dir, einen Blick in unsere Wohnmobil Reise­be­richte zu werfen.

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5 Kommentare

  • warum denn deet, sabine ? in norwegen gibt es doch kein malaria ? in der camargue wohl eher.

    also ich kenne solche mücken­schwärme nicht, aber ich kenne beißende fliegen­schwärme. und zwar beißen die so, daß es nicht nur fett weh tut, sondern du danach auch noch einen dicken tropfen blut auf deiner haut vorfindest. diese schwärme haben wir damals – vor langer zeit – in finnland erlebt und wir sind erst gar nicht mehr aus dem camper, sondern sind geflüchtet, weit weg von der stelle.

    also wenn, dann helfen immer ätherische oelmi­schungen aus zitrone, pfeffer­minze, lavendel und eucalyptus. ich habe diese mischungen vor zwei jahren in costa rica – auch während der regenzeit! – benutzt und das tat wunder.

    was auch sehr wirksam ist – habe ich dann dort per zufall heraus­ge­funden – ist sich zu entspannen. ich habe in costa rica in einem baumhaus gelebt und dort – in dem jungle – gab es ziemlich viele Brüll­affen und dementspre­chend auch flöhe. die klenen biester sind auch ziemlich fies und tauchen den ganzen tag auf, nicht nur im schatten oder nach sonnen­un­tergang. ich habe mich total über die biester aufgeregt und mich tagsüber dann immer wieder einge­sprüht. aber irgendwann hatte ich die nase voll davon und habe mich einfach damit abgefunden, dass es sie gibt. habe mich also nicht mehr einge­sprüht und was passierte dann ? so gut wie nichts !

    Fazit: sobald du stress bekommst wegen den tierchen, werden gewisse stoffe ausge­schüttet, die sie besonders gerne mögen. im entspannten zustand trifft das eben nicht mehr zu.

    cool oder ? :))

  • Hallo ihr beiden,
    nun sind es noch 4 Tage, dann geht es auch für uns in Richtung Finnland. Mal schauen, vielleicht sieht man sich ja….

    Euch noch viel Spaß und gute Reise….

  • Hey ihr Zwei 🙂 Unser Mücken­mittel von Jaico ist auch mit Deet, ohne geht es glaub ich auch fast nicht 😀 Ist auch für die Tropen usw. geeignet. Ja, werden wir bald mitteilen, wo es für uns weiter geht. Ganz liebe Grüße an euch und weiterhin gute Reise 🙂

  • Hey Ihr Zwei! 🙂

    Jaaaa, wir kennen solche Mücken­schwärme leider! 😀 Wichtig ist, dass in dem Anti Mücken Zeugs der Wirkstoff DEET enthalten ist, das ist erwie­sener maßen wohl das wirksamste am Markt und schützt auch gegen Mücken, die in anderen Ländern sau gefähr­liche Krank­heiten übertragen!
    Wir haben mit Anti Brumm forte die besten Erfah­rungen gemacht – was Camargue-Fliegen­schwärme abhalten kann, vollbringt Wunder! 😀

    Vieeeel Spaßt auf der weiteren Tour, wir sind gespannt, wo es bei Euch als nächstes hin geht! 🙂

    Liebe Grüße,
    Sabine und Micha

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