Guel­mim, GoPro meets Toma­ten­sauce und neuer Platz mit Aus­sicht

Guelmim, Wohnmobil, Marokko, Aussicht, Strand, Meer, Küste, Stellplatz

Es war Zeit unse­ren Stell­platz an den Dünen, bei TanTan, zu ver­las­sen und Rich­tung Guel­mim auf­zu­bre­chen. Das ist zwar gen Norden, aber wir woll­ten ein paar grund­sätz­li­che Dinge in einem Super­markt nach­kau­fen und das war der nächst­ge­le­ge­ne. Was das mit unse­rer GoPro und Toma­ten­sauce zu tun hat? Seht selbst …

Guel­mim

In Guel­mim ange­kom­men gingen wir zu aller­erst in den dor­ti­gen Super­markt. Wir kauf­ten ein paar grund­le­gen­de Dinge nach und fuhren dann in die Innen­stadt, um uns noch eine neue Rub­bel­kar­te und etwas Öl für unser Wohn­mo­bil zu besor­gen. Es war Frei­tag und dem­entspre­chend hatten nicht mehr alle Geschäf­te geöff­net. Doch es dau­er­te nicht lange und wir hatten sowohl das Eine, als auch das Andere gefun­den. Jetzt heißt es nur noch, raus aus der Innen­stadt von Guel­mim und einen Schlaf­platz suchen.

Uner­war­te­tes Wie­der­se­hen

Am Kreis­ver­kehr sahen wir plötz­lich einen roten Bus, der von einem oran­ge­nen Mer­ce­des ver­folgt wurde. Das ist doch Oli’s Bus?!? Wir waren uns inner­halb kür­zes­ter Zeit sicher, dass das unsere alten Rei­se­ge­fähr­ten sein müss­ten und stie­gen aufs Gas, um den Beiden zu folgen. Es dau­er­te auch nicht lange und er schien uns im Rück­spie­gel erkannt zu haben. Oli blieb mitten in Guel­mim an der Stra­ßen­sei­te stehen, sprang aus dem Bus und kam zu uns. Die Wie­der­se­hens­freu­de war riesig … doch nur für uns. Die ande­ren Fahr­zeu­ge hinter uns ver­an­stal­te­ten ein Hup­kon­zert und so ver­ein­bar­ten wir, dass wir den Beiden ein­fach hin­ter­her­fah­ren und uns am Super­markt noch­mal aus­führ­li­cher unter­hal­ten werden.

Kaf­fee­klatsch am Super­markt-Park­platz

Auf dem Park­platz des Super­markts tausch­ten wir unsere Erleb­nis­se der letz­ten Wochen aus und gingen noch­mal gemein­sam ein­kau­fen. Wir schlen­der­ten ein­fach neben­her und nutzen die Gele­gen­heit, um noch weiter zu quat­schen. Die Jungs woll­ten, wie wir erfuh­ren, nach Plage Blan­che fahren und dort noch ein wenig blei­ben, bevor sie dann den Heim­weg antre­ten.

Guelmim, Marjane, Supermarkt

Wir über­leg­ten eine ganze Zeit lang, ob wir mit­fah­ren soll­ten oder nicht. Schließ­lich waren wir eigent­lich total happy erst­mal allei­ne unter­wegs zu sein. Wollen wir uns dann jetzt wieder einer Gruppe mit 6 Fahr­zeu­gen und dop­pelt so vielen Leuten anschlie­ßen? Wir ent­schie­den uns für ein Nein und so ver­ab­schie­de­ten wir uns am Super­markt und mach­ten uns auf, einen Platz für die Nacht zu suchen.

Wochen­quar­tier bei Guel­mim

Der Platz war schnell gefun­den. Da es nur für eine Nacht sein sollte, waren wir nicht anspruchs­voll und schlu­gen hinter einem klei­nen Berg, nahe Guel­mim, unser Lager auf.

Stefan plante für uns eine Off­roadstre­cke hinter die Berge von Guel­mim und am nächs­ten Tag mach­ten wir uns auf den Weg. Nach ca. 30 km Fahrt sahen wir ein schö­nes Plätz­chen und ent­schie­den uns dort zu blei­ben .

Das aus diesem Platz für die Nacht ein Platz für eine Woche werden würde, war zu diesem Zeit­punkt nicht geplant. Da wir aller­dings jede Menge Arbeit vor uns hatten, ver­län­ger­ten wir Tag um Tag.

GoPro meets Toma­ten­sauce

An einem Abend ent­schied ich Pfan­nen­piz­za zu machen. Ich berei­te­te den Teig vor und schnitt die Zwie­beln für die Toma­ten­sauce. Um euch unser Lieb­lings­es­sen, Pfan­nen­piz­za, näher zu brin­gen, ent­schie­den wir das Ganze zu filmen und dann auf You­Tube online zu stel­len. Da Stefan gerade beschäf­tigt war, wäh­rend ich die Toma­ten­sauce kochte, ver­such­te ich die GoPro oben im Gewürz­re­gal “ein­zu­klem­men”, um den Koch­vor­gang zu filmen. Ich tes­te­te ein paar Mal, ob sie auch wirk­lich stabil dort hing, was so war, und fing dann an, die Sauce zu pfef­fern. Wenige Sekun­den später machte es nur noch klack. Ich sah scho­ckiert in meinen Koch­topf, denn die GoPro lan­de­te mitten in der heißen Toma­ten­sauce. “Oh nein”, das kann doch jetzt nicht wahr sein.

Ich ver­such­te die kleine Kamera mög­lichst schnell aus der kochen­den Sauce zu fischen. Sie gab nur noch einen lauten Pfeif­ton von sich, was nicht wirk­lich gesund klang. Sofort haben wir Akku und Spei­cher­kar­te ent­fernt und waren Beide mehr als nur scho­ckiert. Wenn die Kamera jetzt kaputt ist … ich wollte gar nicht daran denken. Stefan machte sie mit Wat­te­stäb­chen und Tüchern, so gut es ging, sauber. Danach ver­such­ten wir sie wieder ein­zu­schal­ten, was auch funk­tio­nier­te. Aller­dings war das Dis­play hinten kaputt.

GoPro, Fail, Tomatensauce, versenkt, kaputt

GoPro im Reis

Viel­leicht war noch ein wenig Feuch­tig­keit in der Kamera. Des­we­gen legten wir sie ein­fach in eine Schale voll Reis und würden am nächs­ten Tag pro­bie­ren, ob das Dis­play wieder funk­tio­nie­ren würde. Gesagt, getan … die GoPro schlief so fried­lich in ihrem Reis­bett, wäh­rend wir ver­such­ten uns von dem Schock zu erho­len. Des­we­gen haben wir dieses Film­ex­pe­ri­ment auch bis heute nicht wie­der­holt 😀

Am nächs­ten Tag war die Span­nung groß. Doch siehe da, sie funk­tio­nier­te wieder inkl. Dis­play. Wir waren erleich­tert und nach einer Woche auf unse­rem Platz, nahe Guel­mim, war es Zeit wieder auf­zu­bre­chen.

Rich­tung Plage Blan­che

Wir woll­ten wieder Rich­tung Küste. Von Guel­mim aus ist es nicht weit, bis man wieder am Meer ist. Stefan plante uns eine tolle Off­road Piste zum Plage Blan­che. Doch auf dem Weg dort­hin stell­te sich heraus, dass es gar keine Piste mehr war, son­dern mitt­ler­wei­le eine asphal­tier­te Teer­stra­ße. Naja, auch egal. Ich spiel­te an seinem Handy rum und ent­deck­te dabei eine kleine Piste, die von der Asphalt­stra­ße weg­ging und auch zum Meer führte. Lass uns doch die fahren, schlug ich vor. Stefan war ein­ver­stan­den und so bogen wir ab.

Die Piste war besser, als alle, die wir bis dato hatten. Sie führte uns durch eine kleine Hügel­land­schaft mit unglaub­lich vielen Blumen und Pflan­zen. Was für eine genia­le Aus­sicht. Wir waren beide super happy diesen Weg gewählt zu haben und freu­ten uns schon auf den ersten Blick aufs Meer.

Guelmim, Küste, Aussicht, Strand, Offroad

Hinter jedem Hügel dach­ten wir, jetzt müss­ten wir doch ne mega Aus­sicht haben. Doch dann kam noch ein Hügel und noch einer und noch einer. Es war bereits 17 Uhr, als wir end­lich das Meer erblick­ten.

Stell­platz mit Aus­sicht

Als wir auf die Haupt­pis­te, die am Meer ent­lang führte, kamen, staun­ten wir beide nicht schlecht. Die Piste war stel­len­wei­se noch schlech­ter als die, von der wir gerade gekom­men waren. Aber egal. So führte diese sog. Haupt­pis­te auf einen Hügel. Wir sahen uns an und waren uns ohne ein Wort einig, hier wollen wir blei­ben. Was für eine genia­le Aus­sicht. Der Wind sorgt bei diesem Stell­platz zwar für eine ordent­li­che Geräusch­ku­lis­se, aber das stört uns nicht. So stehen wir nun seit ges­tern Abend hier und werden morgen wei­ter­fah­ren Rich­tung Plage Blan­che. Aber natür­lich nicht, ohne euch heute noch mit einem neuen Video zu ver­sor­gen.

Wenn du noch wei­te­re Infor­ma­tio­nen für deine Reise nach Marok­ko benö­tigst, emp­feh­len wir dir unse­ren Marok­ko mit dem Wohn­mo­bil Bei­trag. Dort fin­dest du alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen auf einen Blick.

Du hast Lust auf wei­te­re Erleb­nis­se aus unse­rem Rei­se­ta­ge­buch? Dann emp­feh­le wir dir, einen Blick in unsere Wohn­mo­bil Rei­se­be­rich­te zu werfen.

Hat Dir der Beitrag gefallen?
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Dieser Beitrag hat noch keine Bewertungen)

Zum Schutz vor Mehrfachbewertung wird bei einer Bewertung deine IP gespeichert. Mehr Infos in der Datenschutzerklärung.
Loading...
Autor
Mehr von Robby

Por­tu­gal Geheim­tipp: Penha Garcia und Moin­hos de Agua

Dieses Mal haben wir einen Por­tu­gal Geheim­tipp für euch. Bei Penha Garcia...
Weiterlesen

4 Kommentare

  • Hallo Chris­ta,

    dafür bin ich auch abso­lut prä­de­sti­niert ?. Die andere Alter­na­ti­ve ist beim Auf­fan­gen dem fal­len­den Gegen­stand noch­mal rich­tig eine mit­zu­ge­ben, damit er rich­tig schön auf­klatscht?. Hm… unser Boden müsste mal wieder geölt werden, wenn du da noch weiter Tipps hast immer her damit?.

    Liebe grüße

    Stefan

  • Witzig, auf dem glei­chen Park­platz des Super­mark­tes haben wir zufäl­lig Wohn­mo­bil­freun­de getrof­fen, die in ihrem Pikup leben.

  • Da habt ihr mit der GoPro noch­mal Glück gehabt. Das kann ja schon mal pas­sie­ren. Mir geht es meist so, dass ich bei dem Ver­such, etwas im Fallen auf­zu­fan­gen, alles andere in meiner Reich­wei­te her­un­ter werfe. So wurde bei­spiels­wei­se unser Boden im Wohn­mo­bil schon äußerst gut ein­ge­ölt 😉
    LG Chris­ta

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.