Porto – aufre­gende Bilder und kulina­rische Genüsse

Ponte Dom Luis I, Porto

Wie in unserem letzten Beitrag schon erzählt, stehen wir also bei Rio Tinto, ca. 20 Minuten von Portos Innen­stadt entfernt (Offizi­eller, kosten­loser Womo-Stell­platz mit Ver- und Entsorgung: N 41°10’31.44” W -8°32’29.472”). Es war Mittwoch, um 18.00 Uhr, als Steffi und Alex sich ankün­digten. In diesem Beitrag nehmen wir euch mit in diese traumhaft schöne Großstadt und zeigen euch etwas von den Eindrücken, die wir gewonnen haben. Außerdem haben wir ein paar tolle kulina­rische Tipps für euch, los geht’s.

Die beste Francesinha in und um Porto

Kurz vor 19.00 Uhr sahen wir unsere Freunde Steffi und Alex vorfahren. Die Wieder­se­hens­freude war riesig und sie hatten auch ein paar Sachen dabei, die wir vorher geordert haben. Zum Abend­essen ging es für uns in die „Cerve­jeria Europa“. Hier gibt es viele inter­na­tionale Biere und eine Spezia­lität – Francesinha. Eigentlich wollte nur Stefan Francesinha essen, aber die Karte gab leider nichts anderes her, außer dieses „franzö­sische Mädchen“ in den verschie­densten Varianten.

Deswegen bestellten wir sie alle und ein leckeres Bier dazu. Und wir waren überrascht. Es ist zwar nichts für jeden Tag, aber das war wirklich lecker. Die Kommentare auf Google verrieten aller­dings auch schon, dass es hier die beste Francesinha von Porto geben sollte. Für Stefan, der sie schon öfter gegessen hatte, war es auf jeden Fall auch die Beste bisher.

Und für die, die nicht wissen, was eine Francesinha ist, erklären wir kurz. Es handelt sich dabei um eine Scheibe Toast und darauf kommt eine Scheibe gebra­tenes Fleisch, Schinken und norma­ler­weise noch eine Wurst. Obendrauf kommt die nächste Scheibe Toast und das Ganze wird mit Käse überbacken. Wahlweise bekommt man sie mit oder ohne Ei oben drauf in einer rötlichen Sauce, die sehr würzig und manchmal ein wenig scharf ist.
Ein Franzose hat dieses Gericht ursprünglich nach Porto gebracht. Deswegen auch die Übersetzung „franzö­si­sches Mädchen“. Es ist nämlich nur dort und im näheren Umkreis bekannt. Im restlichen Portugal kann man sie in keinem Restaurant bestellen.

Wohnmobil Stell­platz in Porto

Am nächsten Morgen ging es für uns in die Stadt. Wir fuhren die 13 km von unserem Stell­platz an der Trambahn bei Rio Tinto bis zu dem bekannten Stell­platz an der Villa (N 41°8’35.88” W -8°37’55.128”), die nur noch eine Ruine ist. Von Tanja und Andre wussten wir, dass höllisch viel los und aktuell ein Platz direkt neben ihnen frei geworden war. Wir trauten unseren Augen kaum, als wir am nicht offizi­ellen Wohnmobil Stell­platz von Porto ankamen. Dicht an dicht standen die Wohnmobile in vielen Reihen. Als wir im Mai hier waren, parkten dort auch ein paar Womos, aber bei Weitem nicht in dem Ausmaß, wie am heutigen Tag. Wir stellten uns zu Tanja und Andre und quatschten eine Zeit lang, bevor uns Steffi am Nachmittag besuchen kam.

Alex musste arbeiten und so saßen wir mit ihr, Tanja und Andre vor unserem Wohnmobil, tranken Bier und aßen Apfel­kuchen. Wir entschieden uns am Abend gemeinsam in die Stadt zu fahren, und uns ein nettes Restaurant fürs Abend­essen zu suchen. Um 21.00 Uhr machten wir uns auf den Weg. Andre nahm uns alle im Ducato mit, den er oberhalb der großen Stahl­brücke Ponte Dom Luis I parkte.

Das beste Restaurant in Porto

Die Sonne war gerade unter­ge­gangen und bot einen tollen Blick von der Brücke über die erleuchtete Stadt und den in Farbe getauchten Himmel. Die Aussicht, die man oben auf der Ponte Dom Luis I hat, ist einfach gigan­tisch.

Porto, Sonnenuntergang, Ponte Dom Luis I

Man befindet sich 45 m über dem Douro und es sind 385 m, bis man von Vila Nova de Gaia in Porto ist. Autos fahren hier oben keine, lediglich eine Straßenbahn. Nachdem wir jede Menge Fotos geschossen hatten, knurrte uns allen der Magen. Ich entdeckte ein kleines Restaurant, das laut Google sehr tolles Essen haben sollte.

Wir kamen vor dem Tapabento an, das nur aktuell keinen Platz für 5 Personen frei hatte. Da uns jedoch schon vor dem Restaurant ein Mix an unheimlich tollen Gerüchen in die Nase stieg, entschieden wir zu warten. Nach ungefähr 30 Minuten war es dann so weit.

Jeder von uns entschied sich für zwei der angebo­tenen Tapas. Egal was, jedes der gebrachten Speisen sah aus wie in einem noblen Sterne-Restaurant und die Qualität war einfach unbeschreiblich. Und auch das Dessert war genau so schmackhaft, wie es aussah.

Für uns eindeutig eines der besten Restau­rants in Porto, weswegen wir ausnahms­weise Mal eine Empfehlung aussprechen. Wenn ihr in Porto seid, dann müsst ihr da unbedingt hin.

Nächt­liche Fototour durch Porto

Gut gesättigt verließen wir das Restaurant um 23.30 Uhr. Es war Zeit für unsere Fototour, auf die wir uns schon lange gefreut hatten. Deswegen ging es zu Fuß über den Bahnhof Sao Bento, über die Kathe­drale von Porto, die seit 1996 als UNESCO Weltkul­turerbe gilt, zurück auf die Ponte Dom Luis I. Doch was soll ich lang erzählen, Bilder sagen mehr als Worte und deswegen lass ich die jetzt sprechen.

Um 02.00 Uhr kamen wir müde, aber zufrieden an unserem Wohnmobil an und fielen sofort todmüde ins Bett.

Spaziergang durch Porto

Am nächsten Tag nutzten wir das gute Internet, um zu arbeiten. Für den Abend verab­re­deten wir uns mit Steffi und Alex auf der anderen Seite der Brücke. Wir spazierten an der Promenade entlang und entschieden uns für eines der Restau­rants dort. Ein Blick in die Karte veran­lasste uns jedoch wieder aufzu­stehen und uns wo anders umzuschauen. Die besten Restau­rants findet man ja norma­ler­weise nicht an den HotSpots, sondern meist irgendwo versteckt.

Wir spazierten bergauf und Alex erinnerte sich, dass er und sein Kollege beim Besuch im Mai ein sehr leckeres Essen in einem kleinen Restaurant hatten. Dort spazierten wir hin. Wir mussten 10 Minuten warten und konnten anschließend Platz nehmen. Auch hier speisten wir ganz vorzüglich und können dieses Restaurant, das Puro4050, auch jedem nur empfehlen.

Straßen­mu­siker und Künstler

Schon als wir ankamen, stand ein Straßen­mu­siker mit Gitarre und Mikrofon nur wenige Meter entfernt. Alle Stunde schienen sich diese abzuwechseln und so hatten wir während unseres Dinners tolle, musika­lische Unter­haltung. Auch ein Jongleur gesellte sich dazu und sorgte für große Erhei­terung. Er schaffte es die umher­ste­henden Leute in seine Show mit einzu­binden und entlockte uns so manchen Lacher.

Als er mit seiner Show fertig war, packten wir langsam unsere Sachen und gingen wieder bergab Richtung Ponte Dom Luis. Wir überquerten sie und suchten uns auf der anderen Seite des Douro ein kleines Lokal, welches um 00.30 Uhr noch offen hatte. Dort genossen wir noch ein Gläschen Portwein, bevor es zurück ins Wohnmobil ging.

Das war zugleich auch unser Abschied von Steffi und Alex. Es war wieder mal toll in Porto gewesen zu sein, aber in Anbetracht des riesigen Trubels der in der Stadt herrschte, waren wir auch froh, wieder raus zu sein.

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4 Kommentare

  • Ich wünschte, ich könnte eines Tages auch solche Reisen unter­nehmen…. mit meinen 3 Kindern, wovon eines in ständiger Obhut sein muss, was das ganze erschwert. Ich genieße so lange Eure Berichte und sammle Infos für den Tag X!
    Danke, dass es Euch gibt und ich würde mich so freuen, Euch mal zu begrüßen!
    Lieben Gruß und Danke für Eure Bemühungen!
    Ann-Claire aus Bensheim

  • Hey Robby,

    wir waren im Juni 2016 in Porto und parkten auch neben der Ruinen-Villa. Platz­mäßig war das im Juni dort recht eng.
    Toll eure Fotos von der beleuch­teten Stadt!
    Wie ich lese, wart ihr vorrangig abends unterwegs. Liegt das an der Hitze? Wie macht ihr das mit Emily? Hattet ihr Sie dabei?
    Für unseren Yeti war Porto okay, aber Portugals Berge und Strände fand er besser 😉

    Viel Spaß weiterhin.
    Caro

    • Hey Caro,
      danke. Ja, es war tagsüber wirklich richtig warm, deswegen haben wir unsere Runden auf Abends verlegt. Da wir nicht wussten, wie heiß es tagsüber im Fahrzeug werden würde war uns wohler dabei, Emily erst allein zu lassen, wenn es abgekühlt hat. Da sie fremden Menschen gegenüber eher ein wenig ängstlich ist, haben wir sie nicht mitge­nommen. Das wäre zu viel gewesen für sie. 🙂 Ein paar Stunden allein lassen funktio­niert ganz wunderbar. 🙂
      Danke, euch auch.
      Viele Grüße
      Robby

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