Strand­camping am Montargil Stausee inkl. Tierarzt­besuch

Strandcamping Montargil Stausee, Tierarztbesuch

Wir folgten Tanja und Andre und fuhren zum Montargil, einem schönen Stausee in Portugal. Dort gab es für uns einen traum­haften Platz direkt am Strand. Doch Emily machte uns Sorgen. Sie hustete seit Tagen und im Gesicht verlor sie von Tag zu Tag immer mehr Fell. Es war Zeit für einen Besuch beim Tierarzt. Und auch die ersten Unter­mieter richteten sich bei uns ein.

Strand­camping am Montargil

Der Weg zu Tanja und Andre war diesmal durchaus abenteu­erlich. 14 km Sand- und Wellblech­piste lagen vor uns, bevor wir die beiden am Ufer des Montargil wieder trafen. Sie standen zwischen zwei Bäumen, fast direkt am Seeufer. Ein kleines Stück dahinter gab es einen weichen, fast weißen Sandstrand. Wir überlegten kurz und entschieden uns da reinzu­fahren.

Stefan startete den Motor und manövrierte unser Wohnmobil über einen kleinen Absatz in den weichen Sand. Zum Glück blieben wir nicht stecken und konnten uns an diesem traum­haften Fleckchen einrichten.

Strandcamping Stausee Montargil

Sand, Strand, Sonne und Entspannung

Was für ein traum­hafter Platz. Die Füße im weichen, weißen Sand, vor uns ein wunder­schöner, klarer Stausee, der für die nötige Abkühlung sorgt, wenn das Thermo­meter wieder mal die 40 Grad Marke knackte. Schöner hätte es nicht sein können und so genossen wir die ersten Tage, bis uns auffiel, dass mit Emily irgendwas nicht stimme. Sie hatte seit ein paar Tagen leichten Husten und wir dachten zuerst an eine Erkältung. Schließlich war sie fast ununter­brochen am Baden und warum sollte sich ein Hund nicht auch mal erkälten.

Emily ist krank

Trotz der Gabe von ein wenig Kamillen-Salbei-Tee wurde ihr Husten nicht merklich besser. Und noch etwas fiel uns plötzlich auf. Sie bekam seltsame Flecken im Gesicht. Anfangs sah es so aus, als hätte sie sich irgendwo wehgetan und daraufhin ein wenig Fell verloren. Doch schon ein paar Tage später sah sie echt schrecklich aus. Links und rechts an den Backen fiel ihr das Fell nur so aus.

Emily Parasiten

Ok, das ist so ganz und gar nicht normal und wir googelten nach einem Tierarzt, den wir auch fanden. Also packten wir sie am nächsten Tag ein und machten uns auf den Weg nach Ponte de Sor.

Tierarzt­besuch in Portugal

Es ging die lange Piste zurück bis zur Haupt­straße und dann die 20 km bis nach Ponte de Sor. Wir ließen Emily im Auto, während wir zu Fuß nachsahen, wo der Tierarzt war. Denn leider hatte dieser keine Seite, wo wir hätten sehen können, ob man einen Termin braucht oder einfach vorbei­kommen kann. Die Praxis war schnell gefunden, doch wir standen vor verschlos­senen Türen. Ein Schild zeigte an, dass die Sprech­stunde im Juni lediglich von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr ist.

Da wir gerade 10.00 Uhr morgens hatten, wollten wir die sieben Stunden nicht warten und entschieden uns dafür am nächsten Tag noch mal wieder­zu­kommen.

große Wespe

Und genau das taten wir auch. Punkt 17.00 Uhr standen wir wieder vor der Tierarzt­praxis und siehe da, die Tür ließ sich öffnen. Wir kamen in einen kleinen Raum mit ein paar Stühlen und einem Wasser­spender. Außerdem lief ein Fernseher und es hingen Plakate an der Wand. Eine Sprech­stun­den­hilfe o. ä. gab es nicht und auch ein Termin war nicht nötig. Wir nahmen Platz und wurden kurze Zeit später von einem jungen, portu­gie­si­schen Tierarzt in den Behand­lungsraum gebeten.

Tierärzt­liche Behandlung

Emily durfte erst mal auf die Waage. Als wir im November losge­fahren sind, hatte sie gut 26 kg. Die Waage hier zeigte fast 31 kg an. Wow, sie steht aktuell gut im Futter, würde ich sagen. Aber für ihre Größe und ihre Statur ist dieses Gewicht im Normbe­reich. Danach ging es auf den Behand­lungs­tisch. Sie wurde abgehört und anschließend sah sich der Tierarzt ihre Flecken im Gesicht an. Danach gab es noch einen Blick in die Ohren und die Diagnose stand. Sie hatte Parasiten. Diese seien in Portugal nicht selten und lassen sich gut behandeln.

Sie bekam ein Antibio­tikum gespritzt und wir wurden mit Tabletten, einer Tinktur zum Einreiben und einer neuen Tube Advantix und einem neuen Scalibor-Halsband ausge­stattet. Während Stefan unsere Maus schon mal zum Wohnmobil zurück­brachte, wartete ich gespannt, was uns der Spaß kosten würde. Und mir fielen fast die Augen raus. Für all die Medika­mente, die Behandlung und das, was wir vorbeugend gegen Parasiten und Sandmücken mitnahmen, waren gerade mal 70,00 Euro fällig. In Deutschland wären wir locker bei um die 150 Euro gewesen.

Ich bezahlte und verließ die Tierarzt­praxis. In Ponte de Sor machten wir noch ein paar Besor­gungen und fuhren anschließend wieder zurück zu unserem Strand­platz.

Strandcamping Montargil Stausee

Besserung in Sicht

Wir behan­delten unsere Maus in den nächsten Tag so, wie vom Tierarzt vorge­geben. Und schon am Ende der Behand­lungszeit war sie beschwer­defrei. Der Husten war weg und auch die Flecken im Gesicht wurden nicht mehr größer. Jetzt muss das Fell nur noch nachwachsen und schon ist sie wieder ganz die Alte.

Mäuse machen es sich gemütlich

Mittler­weile war schon gut eine Woche vergangen, die wir hier an ein und demselben Platz standen. Und so kam es, dass sich auch die umlie­gende Fauna für diese tolle Art des Wohnens inter­es­sierte. Unsere Reifen waren komplett von Spinnen verein­nahmt und in unserem Fahrerhaus entdeckten wir Mäusekot. Stefan kannte diese kleinen Vierbeiner schon, denn diese liefen ihm nachts, wenn er noch draußen saß, über die Beine, die Schulter und sogar über den Laptop. Doch im Fahrzeug ist so ein Mäuserich nicht so klasse.

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Wir öffneten die Tür des Fahrer­hauses, um uns auf die Suche nach unserem Unter­mieter zu begeben. Und siehe da, er saß direkt vor uns und sah uns mit seinen großen, schwarzen Glupsch­augen an. Wenige Sekunden später versteckte er sich in unserer Bassbox. So war es ein Leichtes, die Box einfach auszu­bauen und nach draußen zu bringen. Dort ließen wir sie unter Beobachtung stehen, bis unser Unter­mieter sie verließ und wir sie wieder ins Fahrerhaus bringen konnten.

Bassbox Maus

Spontaner Besuch mit Boots­ausflug

Am Nachmittag, als wir gerade draußen in der Sonne saßen, kam ein Boot auf uns zugefahren. Es machte direkt vor uns fest und zwei Männer stiegen aus. Sie fanden unser Fahrzeug so klasse und wollten es sich mal aus der Nähe ansehen. Stefan bot ihnen eine Dose Bier an, während sie sich über unseren Mercedes unter­hielten. Im Gegenzug luden sie ihn zu einem spontanen Ausflug mit ihrem Boot ein. Stefan sagte zu und fuhr mit den beiden davon. Es ging quer über den See, um dann auf der anderen Seite anzulegen. Dort wurde Stefan der Familie vorge­stellt, die den Tag ebenfalls am See verbrachte. Eine gute Stunde war er weg, bevor die Beiden ihn wieder wohlbe­halten zurück­brachten.

Bootsausflug stefan

Wir sollten doch so langsam mal wieder los …

Nach fast zwei Wochen war es dann doch an der Zeit diesen wunder­schönen Ort zu verlassen. So langsam ging uns das Wasser aus und auch entsorgen stand wieder auf dem Plan. Tanja und Andre waren vor wenigen Tagen bereits weiter­ge­fahren.

Montargil Stausee

Wir genossen den letzten Abend am Strand und machten noch mal einen ausgie­bigen Spaziergang am See. Als wir abends im Bett lagen, hörten wir ein Geräusch. Wir konnten es nicht zuordnen und brauchten eine ganze Weile, bis wir eine Vermutung hatten. Es schien so, als hätten wir eine Maus hinter unserer Holzver­kleidung im Aufbau. Immer wieder gab es ein leicht kratzendes Geräusch und es klang so, als würde jemand an der Styro­por­dämmung knuspern.

Wir sahen uns beide ungläubig an und hofften, dass die Maus am nächsten Tag vielleicht gerade einen kleinen Ausflug machen würde, wenn wir diesen Ort verlassen. Ob das geklappt hat oder nicht, erfahrt ihr in unserem nächsten Beitrag.

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