Tallinn – Warum wir uns die Altstadt nicht angesehen haben

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Nach unserer Ankunft wollten wir erstmal raus aus Tallinn, um uns auf dem Land eine passenden Schlafgelegenheit zu suchen. Warum waren wir dann bis heute noch nicht dort?

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Tallinn, Versuch No. 1

Nach unserer Nacht auf einem Campingplatz wollten wir eigentlich in die Stadt fahren. Da das Wetter allerdings nicht wirklich mitspielte entschieden wir uns bereits auf dem Weg um und steuerten Fanti Richtung Purekkari. Dort haben wir das schlechte Wetter ausgesessen und uns derweil diesen nördlichsten Punkt Estlands angesehen.

purekkari

Tallinn, Versuch No. 2

Nach unserem Ausflug nach Purekkari ging es wieder Richtung Tallinn. Wir entschieden uns für einen Übernachtungsplatz an der Küste, östlich der Stadt. Am nächsten Morgen wollten wir wiederum früh los, um uns endlich die schöne Altstadt anzusehen. Wir wurden wach und siehe da, das Wetter ist wunderschön. Perfekt für einen Ausflug in städtische Gefilde. Noch schnell eine große Runde mit Emily gehen und dann gehts auch schon los. Da wir eh noch Wäsche waschen wollten erkundigten wir uns im Internet nach einem Waschsalon. Warum das Angenehme nicht mit dem Nützlichen verbinden?

Am Waschsalon angekommen mussten wir feststellen, dass man nirgendwo im näheren Umkreis parken kann. Hm … will man seine dreckige Wäsche kilometerweit durch die Stadt tragen? Wohl eher nicht. Also lassen wir das mit dem Wäsche waschen und bummeln nur durch die Stadt.

Nahe der Altstadt haben wir einen Parkplatz gefunden und dann das … man muss fürs Parken bezahlen. Eigentlich ja kein Problem, doch es gibt hier ein System, bei welchem man eine SMS an eine Nummer versenden muss. Ja, dann machen wir das halt. Doch so einfach war es nicht. Das geht nur mit einer estländischen Handynummer und da unsere estnische Sim-Karte eine reine Daten-Sim ist, geht es mit der auch nicht. Blöd … mittlerweile war es auch schon relativ spät und so entschieden wir uns lediglich noch einzukaufen und uns nach einem Platz für die Nacht umzusehen.  Am nächsten Tag wollten wir vorbereiteter an die Sache ran gehen und die Version „Park & Ride“ versuchen.

Tallinn, Versuch No. 3

Unsere Wäsche haben wir mittlerweile an einem Campingplatz gewaschen und waren nun bereit für das Abenteuer „Park & Ride“. Der passende Platz war auch schon gefunden und los ging es wieder Richtung Tallinn. Laut Navi sollten wir eine halbe Stunde fahren, perfekt.

Noch während der Fahrt fing meine Nase auf einmal tierisch an zu laufen. Na super, Schnupfen oder wie? Kurze Zeit später war die gute Laune dahin, denn auch meine Augen tränten plötzlich wie verrückt und ich sah aus wie nach einem Heulkrampf. Och nö, jetzt bitte keine Allergie 🙁

Ok, so kann ich mich nicht vor die Kamera stellen, das geht mal gar nicht. Also sind wir wieder anderweitig abgebogen und haben die Straße nach Tallinn verlassen.

Irgendwie hat doch alles seinen Grund

Am nächsten Morgen bekamen wir eine Nachricht von Freunden aus Deutschland. Die Beiden wollten uns in Estland besuchen kommen. Na das ist doch perfekt, dann gehen wir dann Tallinn besichtigen. Die Beiden mussten nur noch ihre Wohnungssuche vorher koordinieren und würden uns dann nähere Infos geben.

Überschwänglich packten wir unsere Sachen und verließen den Norden Estlands, um erstmal Richtung Süden zu fahren. So würden wir unsere geplante Tour einfach von hinten aufrollen und dann nochmal nach Norden zurückkehren.

Und doch kommt es anders …

Nach einigen Tagen, kurz vor Tartu, stellte sich dann jedoch heraus, dass sich die Wohnungssuche doch schwieriger gestaltet als gedacht. Somit war der Besuch in Gefahr und wir ein wenig planlos. Doch wir lassen uns die Laune wegen einer verpassten Stadt nicht verderben. Wäre ja nicht das erste Mal, dass wir uns eine sehenswerte Stadt nicht ansehen. Und traurig waren wir auch nicht wirklich, da wir ja eher die Landeier sind, die sich in Wald und Wiesen wohler fühlen, als auf Asphalt in großen Menschenmengen.

Du hast Lust auf weitere Erlebnisse aus unserem Reisetagebuch? Dann empfehle wir dir, einen Blick in unsere Wohnmobil Reiseberichte zu werfen.

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Über den Autor

Robby
Robby

Robby ist der weibliche Part des Projekts "Campofant". Ein wenig chaotisch und nicht ganz konventionell. Die Haare zu Dreadlocks gefilzt und auch Piercings und Tattoos dürfen nicht fehlen. Sie hat ein Fable für schöne Musik und gutes Essen, am liebsten selbst zubereitet.

4 Kommentare

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  • Hallo,
    Man muss sich wirklich nicht jede „Sehenswürdigkeit“ reinziehen. Man braucht ja vielleicht auch einen Grund, um nochmal her zu kommen 🙂
    Manchmal bringt einem ein einfaches Abhängen mehr als jedes Sightseeing, besonders wenn man so lange unterwegs sein will wie Ihr.
    Gruesse
    Heinz

  • Eure Seite hat uns ganz besonders gut gefallen. Auch wir sind seit vielen Jahren mit dem WOMO unterwegs, es ist schon etwas besonderes so verbunden mit der Natur. Auch wir bevorzugen das „freie Stehen“ und haben eigentlich damit nie Probleme gehabt, genau wie Ihr. Es gab Reisen, über 4 Monate, in denen wir nicht einen CPvon „innen“ gesehen haben.
    Schreibt weiter solche schönen Berichte, wir hätten noch eine Menge Fragen, wollen aber nicht gleich mit der Tür in`s Haus fallen.
    Eine Webseite haben wir noch nicht, leider, wollen wir gern einrichten!!! …es fehlt die Zeit!

    • Danke 🙂 Das freut uns natürlich, dass euch unsere Seite gefällt 😀 Wir werden brav weiter berichten 😉 Ihr könnt jederzeit alle Fragen stellen, die ihr habt. Wir beantworten sie gerne 🙂 Schickt uns einfach eine Mail oder stellt sie in Form von Kommentaren, wie immer ihr wollt 😀

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