Van­li­fe – Ein Sommer in Por­tu­gal

Wir lieben unser Van­li­fe und ver­brin­gen aktu­ell mehr als ein halbes Jahr in Por­tu­gal – wir bli­cken zurück auf die letz­ten Monate, die bereits hinter uns liegen. Wenn wir auf den Kalen­der schau­en, dann kommt oft das große Stau­nen. Die Zeit rennt, ja fliegt sogar an uns vorbei, doch das ist beim Leben im Wohn­mo­bil wohl normal. Wir hatten einen traum­haf­ten Sommer in Por­tu­gal, doch drehen wir das Rad der Zeit mal ein paar Monate zurück …

Hallo Por­tu­gal

Wow, es erstaunt mich immer wieder, wenn ich fest­stel­le, dass wir bereits seit Mitte März in Por­tu­gal sind. Als wir hier anka­men, war das Wetter eher schlecht und wir waren beide neu­gie­rig, was uns in diesem Land erwar­ten würde. Keiner von uns ist je in diesem west­lichs­ten Fest­land Euro­pas gewe­sen. So hatten wir

  1. keine Ahnung was uns erwar­ten würde.
  2. keine Erwar­tun­gen.
  3. nicht den Plan länger zu blei­ben, son­dern ein­fach mal da gewe­sen zu sein, nach­dem ja so viele den ganzen Winter dort ver­brin­gen.

Spä­tes­tens im Juni woll­ten wir im Norden Spa­ni­ens unter­wegs sein – so der Plan. Doch, wie wir heute wissen, hat das nicht so ganz geklappt.

Vanlife, Portugal, Sommer

Sym­pa­thien

Nach­dem wir ein wenig an der Algar­ve unter­wegs waren, woll­ten wir mehr Ein­sam­keit. Hier stehen die Wohn­mo­bi­le oft dicht an dicht und das ist so gar nicht das, was wir uns unter Frei­ste­hen vor­stel­len. Wir wollen einsam irgend­wo in einem Wald oder an einem See sein. Und wir wollen kei­nes­wegs unan­ge­neh­me Erfah­run­gen mit der GNR machen. Des­we­gen sucht man uns an den tou­ris­ti­schen Hot­spots Por­tu­gals oft ver­geb­lich. Auch wenn wir natür­lich nicht alles aus­las­sen.

Selbst als wir schon ein paar Wochen in Por­tu­gal unter­wegs waren und der Sommer lang­sam vor der Tür stand, waren wir noch bei unse­rem Plan. Doch dies sollte sich bald ändern.

Eine neue Liebe …

… ist wie ein neues Leben oder? Aber es gibt ja nicht nur zwi­schen­mensch­li­che Liebe. Auch die Begeis­te­rung für ein Land kann für ein Glücks­ge­fühl sorgen, das uns seit dem in Por­tu­gal beglei­tet. Anfangs waren wir gar nicht so begeis­tert, gerade die vielen Wohn­mo­bi­le an der Algar­ve sorg­ten bei uns nicht gerade für Begeis­te­rungs­stür­me. Doch das änder­te sich ab dem Zeit­punkt, wo wir beschlos­sen den Rio Gua­dia­na ent­lang nach Norden zu fahren.

Dort ent­deck­ten wir das, was für uns der abso­lu­te Traum ist. Jede Menge Plätze an Seen oder Flüs­sen. Oder auch mal ein Wohn­mo­bil­stell­platz in einem der vielen Dörfer, doch das ist eher die Sel­ten­heit. Aber wie immer auf der Suche nach dem per­fek­ten Foto­mo­tiv.

Vanlife, Portugal, Sommer

Unser Wohn­mo­bil macht es uns ein­fach mit den Por­tu­gie­sen in Kon­takt zu kommen. So werden wir immer wieder mal auf Park­plät­zen ange­spro­chen und erfah­ren so sehr viel von Land und Leuten. Gerade diese Begeg­nun­gen sind für uns sehr wert­voll und wir genie­ßen den Kon­takt mit den freund­li­chen und offe­nen Men­schen.

Portugal, Sommer, Menschen, Vanlife

Sommer in Por­tu­gal

Wie schon erwähnt, die Zeit ver­ging wie im Flug. Ehe wir auf den Kalen­der sahen, war es bereits Mitte Juni und die Tem­pe­ra­tu­ren wurden heißer und heißer. Aller­dings zum Glück nicht eine feuch­te Hitze, wie wir das aus Deutsch­land kennen, son­dern eine tro­cke­ne. Was im Umkehr­schluss natür­lich nicht heißt, dass 43 Grad nicht warm sind. 😉

Schwit­zend, aber mit jeder Menge Wohl­fühl­ge­fühl fuhren wir von Süd nach Nord und nach West und wieder nach Süd und wieder nach Nord usw. Auf einer Karte würde unsere Route wohl sehr plan­los aus­se­hen und das war sie auch. Wir fuhren da hin, wo es uns gefal­len hat und ver­lie­ßen den Platz, wenn es nicht so unser Ding gewe­sen ist.

Sommer, Portugal, Vanlife

Genau das ist es jedoch, was das Van­li­fe aus­macht. Man ist frei in seinen Ent­schei­dun­gen.

Schöne Begeg­nun­gen

Wenn man sehr viel Zeit in einem Land ver­bringt, dann lernt mal gerade unter den im Wohn­mo­bil Leben­den sehr schnell neue Leute kennen. Viele ver­brin­gen die Zeit in Por­tu­gal, was wir mitt­ler­wei­le sehr gut nach­voll­zie­hen können. Des­we­gen hatten wir sehr häufig tolle Gesell­schaft, woraus sogar Freund­schaf­ten ent­stan­den sind.

Aben­teu­er satt

Und auch an Aben­teu­ern hat es uns in Por­tu­gal nicht geman­gelt. Wir denken zurück an das Ste­cken­blei­ben auf einer Sand­pis­te, was aller­dings durch Ver­min­de­rung der Luft in den Reifen beho­ben werden konnte. Ganz so easy ging es bei Fonte Arcada dann nicht. Heute können wir dar­über lachen, doch damals war uns so ganz und gar nicht nach Lachen zumute.

Doch zum Glück ist auch hier alles gut gegan­gen.

Van­li­fe – die beste Art der Lebens­ge­stal­tung

Für uns ist das Leben im Wohn­mo­bil ein­fach per­fekt. Jeden Abend sitzen wir da, schau­en gemein­sam auf den See, den Wald, den Son­nen­un­ter­gang und erfreu­en uns an diesem unbe­schreib­lich großen Glück, das wir hier erle­ben dürfen. Por­tu­gal ver­eint für uns alles, was das Wohl­füh­len unglaub­lich ein­fach macht. Die Men­schen, das Klima, die Land­schaft, die Natur – alles per­fekt, für uns. Des­we­gen zieht es uns aktu­ell auch nicht weiter und wir werden sicher den Winter noch hier ver­brin­gen.

Sonnenuntergang, Vanlife, Portugal

Doch keine Sorge, auch wir werden irgend­wann wieder den Motor anwer­fen und wei­ter­zie­hen. Doch zuvor genie­ßen wir noch unser unbe­schreib­lich tolles Van­li­fe mitten in Por­tu­gal.

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3 Kommentare

  • Hallo ihr Zwei, bin mal wieder auf Eurer Seite um zu schau­en, was es so NEUES von Euch gibt. Vor allem die schö­nen Bilder sind genial! Es ist immer wieder schön, etwas von Euch zu lesen. Ich hoffe, dass es Euch gut geht, denn häufig gibt es in den Nach­rich­tun­gen Mel­dun­gen über starke Wald­brän­de in Por­tu­gal. Ich hoffe, ihr seid weit genug davon ent­fernt.
    Gerade vor einer Woche waren wir mit unse­rem klei­nen 2 Jahre alten Wohn­mo­bil der Marke Sun­Li­ving im Elsass unter­wegs. Wir haben uns dieses vor genau einem Jahr ange­schafft und sind seit dem sehr häufig unter­wegs damit. Ver­län­ger­te Wochen­en­den oder in den Urlaubs­wo­chen und haben schon so eini­ges an Kilo­me­ter run­ter­ge­fah­ren. Nun sitze ich wieder an meinem Schreib­tisch im Büro und würde am liebs­ten wieder los­fah­ren. Leider habe ich noch über 5 Jahre bis zur Rente. Mein Mann hat es seit März schon geschafft. Ich muss mir daher die Urlaubs­ta­ge gut ein­tei­len. Ich finde Euren Mut aus­zu­stei­gen und ein­fach los­zu­fah­ren groß­ar­tig. Das kann Euch keiner nehmen. Die tollen Erfah­run­gen und die vielen Ein­drü­cke die ihr bekommt sind doch genial. Seid herz­lichst gegrüßt von Helga (aus dem Lip­per­land)

  • Hallo Danie­la,

    oh ja, diese Aktion war wirk­lich nicht von schlech­ten Eltern. Heute können wir zum Glück dar­über lachen. Und gelernt haben wir dadurch auch eini­ges.

    Habt ihr auch vor, Euch auf Reisen zu bege­ben?

    Liebe Grüße

    Robby und Stefan

  • Hallo ihr zwei!
    Hab gerade euer “Fest­steck­vi­deo” ange­se­hen und mit euch mit­ge­fie­bert. Wow, ich kann mir vor­stel­len, dass es euch nicht mehr ganz egal war.
    Aber toll, dass noch­mal alles gut aus­ge­gan­gen ist. 🙂

    Ihr macht das, wovon wir vor­erst noch träu­men. Ich wün­sche euch viele wun­der­ba­re und span­nen­de Erleb­nis­se wei­ter­hin,
    Lg aus Tirol
    Danie­la

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