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Da wir in der letzten Zeit von immer mehr Räumungen an der Algarve gehört hatten, entschieden wir spontan, uns ins Landesinnere aufzumachen. Deswegen ging es für uns von Sagres und der letzen Bratwurst vor Amerika direkt in den Osten des Landes und weiter in Richtung Mértola.
Nach unserer Abfahrt in Sagres fuhren wir auf der Autobahn schnurstracks Richtung Osten. Da Portugal nicht wirklich breit ist, ist das locker in ein paar Stunden zu schaffen. Wir suchten uns hinter dem kleinen Örtchen Pereiro einen kleinen Wohnmobilstellplatz raus, um dort die Nacht zu verbringen. Dort kamen wir dann gegen 18 Uhr an. Viel los war nicht und so parkten wir Fanti auf dem Platz, kochten uns noch schnell was zu Abend, bevor wir dann müde ins Bett fielen. Morgen wollten wir auf jeden Fall wieder weiter.
Am nächsten Morgen ging es für uns schon früh los. Unser Weg führte uns gen Norden und unser erster Stop war Mértola. Dieser kleine, aber wirklich wunderschöne Ort, am Rio Guadiana hat uns auf Anhieb gefallen. Mértola hat eine wunderschöne Burg und eine tolle Brücke, die wir auf jeden Fall noch fotografieren wollten.
Auf einem großen Platz, direkt am Ortseingang, parkten wir Fanti neben einem weiteren Wohn-LKW. Kurz nachdem wir ausgestiegen waren kam Hans auf uns zu. Hans war ein Niederländer, der schon vor Jahren nach Portugal ausgewandert ist. Wir hatten ein richtig interessantes Gespräch mit ihm und wenige Minuten später kam auch der Inhaber des LKW dazu. Er lebt schon seit etlichen Jahren in seinem LKW und hatte einiges zu erzählen.
Nach unserer kleinen Runde durch Mértola machten wir uns auf den Weg zum Alqueva Stausee, denn was bietet sich besser für einen Freistehplatz an, als ein großer See?
Die Idee, sich einen Platz an einem Stausee zu suchen, ist ja an für sich erstmal genial. Allerdings haben wir nicht damit gerechnet, das es an diesem Stausee nahezu unmöglich werden würde. So verbrachten wir Stunden mit der Suche und umrundeten den See fast einmal. Doch ein wirklich passendes Plätzchen tat sich nicht auf. Auch Google Maps war uns nicht wirklich eine Hilfe. Oft fuhren wir vermeintlich gute Plätze an. Doch fast der ganze See ist umgeben von landwirtschaftlichen Flächen und dementsprechend meist abgesperrt.
So langsam wurde es echt spät und wir waren immer noch planlos, wo wir stehen bleiben könnten. Bei der Fahrt über eine Brücke sahen wir rechts ein schönes kleines Plätzchen am See. Na, den sehen wir uns doch mal näher an, dachten wir uns. Gesagt, getan. Wir bogen auf einen Feldweg ab und standen dann auf einem kleinen, freien Plateau direkt am See. Wir stiegen aus und liefen erstmal ein wenig mit Emily, um uns ein Bild von der Umgebung zu machen. Doch die versprach nicht viel Gutes. Jede Menge, Bierdosen, Pizzakartons, Kondome, uvm. Ist wohl ein gängiger Partyspot und da Freitag ist vielleicht gerade für heute nicht wirklich ideal. Deswegen entschieden wir diesen Platz wieder zu verlassen.
Doch schon kurze Zeit später sahen wir, wieder von einer Brücke aus, einen guten Platz. Wir bogen auf eine Nebenstraße ab und dann nochmal auf eine Nebenstraße. Diese führte serpentinenartig Richtung Seeufer. Unten angekommen sahen wir einen kleinen Bootssteg und einen großen Platz unter Bäumen. Ein spanischer, kleiner Van stand dort bereits und schien auch hier zu bleiben. Wir parkten uns ein wenig weg von ihm und genossen einen wunderbar ruhigen Abend, an einem tollen Platz.
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