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Nach unserem Besuch in den Höhlen von Mira de Aire hatten wir Lust auf noch mehr Sightseeing. Dementsprechend ging es nicht zurück in die Einsamkeit, sondern weiter in die nächste Ortschaft. Dabei landeten wir in Porto de Mós.
Nordwestlich von Mira de Aire liegt die Kleinstadt Porto de Mós. Diese Kleinstadt hat eine faszinierende Geschichte. Portugals erster König D. Afonso Henriques eroberte die Festung im Jahr 1140, um die sich dann der heutige Ort bildete. Die Festung liegt auf einem Hügel oberhalb der Stadt und bietet einen tollen Blick auf Porto de Mós.
An unserem ersten Abend spielte das Wetter nicht wirklich mit, weswegen wir uns gemütlich ins Wohnmobil zurückzogen und den Backgammon-Koffer auspackten. Doch schon am nächsten Tag hatten wir mehr Glück mit dem Wetter und begaben uns auf Erkundungstour.
Wir spazierten, mit den Kameras bewaffnet über den Park, an dem der Wohnmobil Stellplatz liegt.
Dort ist u. a. ein großer Spielplatz für Kinder, ein Restaurant und eine Minigolf-Anlage.
Über eine kleine Brücke ging es dann zur Hauptstraße. Wir marschierten durch die kleinen Gässchen immer aufwärts Richtung Festung.
Während wir so liefen und uns unterhielten, erschrak ich plötzlich. Da lag eine Schlange auf dem Boden. Allerdings wurde sie anscheinend überfahren, weshalb der Schreck schnell nachließ.
Ziemlich lang und ziemlich steil ging es bergauf, bis wir die Festung endlich erreichten. Der Blick von hier oben war einfach gigantisch und wir konnten in der Ferne sogar unseren Fanti sehen.
Und wie es der Zufall will, als wir uns auf den Rückweg begaben, fing es kurze Zeit später an in Strömen zu regnen. Doch wir sind ja nicht aus Zucker und so verzichteten wir auf eine Unterstellmöglichkeit, sondern liefern schnurstracks zurück zum Womo.
Als wir dort ankamen, waren wir wirklich nass bis auf die Unterhose. Aber egal, der kleine Ausflug war richtig klasse und man kann sich ja abtrocknen.
Kurze Zeit später ließ der Regen wieder nach und wir hörten, dass jemand hinter uns parkte. Ein Blick aus dem Fenster verriet, es war ein Pick-up mit Aufsetzkabine. Wir hatten uns schon gewundert, warum der Platz von noch niemand angefahren worden war. Kurze Zeit später standen wir auch schon draußen und unterhielten uns sehr angeregt mit dem österreichischen Besitzer. Er erzählte uns von Afrika Reisen, von Trips auf den Balkan und auch die Fahrzeugtechnik kam bei dem Gespräch nicht zu kurz. Mindestens 2 Stunden standen wir draußen, als wir plötzlich laute Hupgeräusche wahrnahmen.
Wir drehten uns um und sahen Lkws die Straße an uns vorbeifahren. Alle waren am Hupen, Blinken und Winken. Ein unglaublicher Geräuschpegel hallte durch die Straßen und die Karawane schien kein Ende zu nehmen. Ein Truck nach dem anderen – wir fragten uns, was es wohl für einen Anlass gab? Eine Hochzeit? Irgendein Jubiläum? Ein Streik vielleicht? Wir wissen es bis heute nicht, aber dieses Spektakel war wirklich einmalig. Fast eine halbe Stunde dauerte es, bis die Karawane an uns vorbei gefahren war und dann auf der anderen Seite des kleinen Bachs weiter machte. Leider waren wir zu verdutzt, um die Kamera zu holen.
Amüsiert und müde verzogen wir und unser österreichischer Stellplatznachbar uns wieder in unsere heimeligen Fahrzeuge. Der Regen prasselte wieder auf unser Dach und so genossen wir einen weiteren Abend bei kühlen Temperaturen im Wohnmobil. Und schon am nächsten Tag sollte es weiter gehen und es wird ziemlich beeindruckend, das könnt ihr uns glauben. Doch mehr dazu im nächsten Beitrag.
Du hast Lust auf weitere Erlebnisse aus unserem Reisetagebuch? Dann empfehle ich dir, einen Blick in unsere Wohnmobil Reiseberichte zu werfen.
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