Über Figuei­ra da Foz geht’s am Douro ent­lang

Portugal, Berge, Aussicht

Wir sind ja grund­sätz­lich nicht die Freun­de von großen Pla­nun­gen, so kam es, dass wir uns wäh­rend des Auf­pum­pens unse­rer Reifen über­leg­ten, ob wir denn gen Norden oder Süden fahren wollen. Die Ent­schei­dung war schnell getrof­fen, es geht Rich­tung Norden. Erster Stopp – Figuei­ra da Foz.

An der West­küs­te ent­lang nach Norden

Bevor wir unse­ren Road­t­rip Rich­tung Norden star­te­ten, fuhren wir noch nach Marin­ha Grande, um uns einen Dru­cker zu kaufen. Auch wenn wir wirk­lich selten einen brau­chen, aber ab und an muss man halt doch mal etwas aus­dru­cken. So ging es für uns zu einem großen Elek­tro­fach­markt, wo wir ein klei­nes Modell fanden, wel­ches ganz wun­der­bar in unser Wohn­mo­bil passt. Alles erle­digt, also kann es end­lich los­ge­hen.

Kirche, Straße, Portugal

Vorbei an klei­nen Kir­chen, die direkt an der Straße liegen, schlän­geln wir uns Rich­tung Figuei­ra da Foz. An einem klei­nen Wald­stück blei­ben wir stehen, denn dort sieht man die klei­nen Behäl­ter zur Harz­ge­win­nung an den Bäumen.

Harzernte Portugal

Harzgewinnung, Portugal

Außer­dem ent­deck­ten wir kurz danach auf einem Fir­men­ge­län­de einen Hauber. Den muss­ten wir natür­lich auf einem Bild fest­hal­ten.

Hauber

Figuei­ra da Foz

Kurze Zeit später lan­de­ten wir dann in Figuei­ra da Foz.

Figueira da Foz, Aussicht

Wir bogen Rich­tung Hafen ab und park­ten unse­ren Camper mehr oder weni­ger am Strand. Dieser war, anders als erwar­tet, direkt an einer klei­nen Bucht gele­gen und ziem­lich klein. Aller­dings kann man hier ganz wun­der­bar spa­zie­ren gehen.

Figueira da Foz, Spaziergang

Auch der kleine Brun­nen, der unweit vom Park­platz liegt, war hübsch anzu­se­hen und wurde von den Möwen als Bade­wan­ne genutzt.

Figueira da Foz, Leuchtturm

Ein tolles Schau­spiel, das wir uns eine ganze Zeit lang ansa­hen, bevor wir weiter liefen.

Figueira da Foz, Möwen

Geheim­nis­krä­me­rei

Kurz nach­dem wir wieder zurück in unse­rem Camper waren, hatte ich auch schon mein Handy in der Hand, ich hatte näm­lich eine Idee. Über­mor­gen ist Ste­fans Geburts­tag und bisher hatten wir nichts geplant. Aller­dings wusste ich, dass Tanja und Andre gar nicht so weit von uns ent­fernt sein dürf­ten, wes­we­gen ich Andre eine Nach­richt schick­te. So ver­ein­bar­ten wir heim­lich einen Treff­punkt für über­mor­gen. Außer­dem teilte mir Andre noch die Koor­di­na­ten ihres aktu­el­len Plat­zes mit, falls wir nichts finden soll­ten.

Zufäl­li­ges Wie­der­se­hen

Und es kam, wie es kommen musste, es tat sich wirk­lich kein toller Über­nach­tungs­platz auf. Wir kauf­ten an der Straße in einem klei­nen Obst­la­den noch ein Kilo Erd­bee­ren, bevor wir dann “zufäl­lig” den­sel­ben Platz anfuh­ren, auf dem Tanja und Andre bereits stan­den. Dem­entspre­chend groß war die Über­ra­schung, als Stefan die Wohn­mo­bi­le ent­deck­te, nach­dem wir um die Ecke gebo­gen waren. Uns fiel es nicht so wirk­lich schwer, über­rascht zu tun. Stefan merkte nichts, also alles per­fekt. Wäh­rend er mit Emily spa­zie­ren ging, tüf­tel­ten Andre, Tanja und ich den Plan für Frei­tag aus.

Wir ver­brach­ten einen schö­nen gemein­sa­men Abend am Strand, auch wenn uns klar war, dass wir hier nur für eine Nacht blei­ben würden. Denn es war schon so eini­ges los.

Sonnenuntergang, Küste, Portugal

Weiter geht die Reise

So ver­ab­schie­de­ten wir uns am nächs­ten Morgen von Tanja und Andre und fuhren dann weiter Rich­tung Nord­os­ten. Da mir ja klar war, wo wir Frei­tag sein wollen, war es gar nicht so ein­fach Stefan zu erklä­ren, dass wir unbe­dingt im Groß­raum Porto blei­ben müssen. Des­we­gen plante ich für uns eine Route am Douro ent­lang, die durch­aus span­nend wurde. Denn unser Navi meinte wie­der­mal nicht die Haupt­stra­ßen, son­dern schma­le Wege nutzen zu  müssen.

So stan­den wir in einer Straße, wo wir bereits Slalom durch die par­ken­den Autos fuhren, bevor es dann rich­tig eng wurde. Ich stieg aus und lief die Straße ab, die anschlie­ßend wieder auf die Haupt­stra­ße führen sollte. Das dürfte sich knapp aus­ge­hen.

schmale Straßen Portugal

Also manö­vrier­te Stefan unse­ren Dicken mit nur mini­mal Platz links und rechts durch die schma­le Stelle, bevor wir dann links auf die Haupt­stra­ße abbie­gen konn­ten. Puh, wie ich diese Momen­te hasse, aber ist ja alles gut gegan­gen.

Am Douro ent­lang

Auch wenn diese Route eigent­lich nicht geplant war und nur der Ablen­kung diente, so waren wir doch hell­auf begeis­tert. Auf schma­len Stra­ßen schlän­gel­ten wir uns durch die hüge­li­ge Land­schaft und genos­sen die unglaub­lich schöne Aus­sicht, die sich uns ent­lang des Douros offen­bar­te.

Wäh­rend wir hier lang­sam ent­lang fuhren, warf ich einen Blick auf Park4Night, ob sich hier in der Nähe ein schö­nes Plätz­chen für eine Nacht auftun würde. Und wir hatten Glück, gar nicht so weit von uns ent­fernt war ein Platz ein­ge­tra­gen, der angeb­lich nur mit 4×4 zu errei­chen ist. Per­fekt, da fahren wir hin.

Eine Nacht in den Bergen

Es ging ein ganzes Stück Schot­ter­stra­ße berg­auf, aller­dings unse­rer Mei­nung nach nicht nur mit 4×4 befahr­bar.

schmale Schotterstrasse 4x4

Wir kamen an zwei Pfer­den vorbei, die hier frei rum­lau­fen und nur durch die Glocke, die sie um den Hals hängen hatten, schon von Weitem zu hören waren.

Pferd, Portugal

Der ein­ge­tra­ge­ne Platz lag direkt an einer klei­nen Kirche. Aller­dings sagte er uns nicht so zu, wes­we­gen wir den Schot­ter­weg wei­ter­fuh­ren.

Manch­mal hilft es ein­fach links abzu­bie­gen und siehe da, noch ein paar Meter berg­auf und schon stan­den wir mit 360 Grad Rund­blick bei ein paar rie­si­gen Felsen.

Aussicht, Berge

Das Inter­net ließ ein wenig zu wün­schen übrig, aber da mir per­sön­lich klar war, dass wir eh nur eine Nacht hier­blei­ben würden, war das nicht weiter dra­ma­tisch.

Schlim­mer war zu diesem Zeit­punkt, dass Stefan von diesem Fleck­chen Erde so ange­tan war, dass er den tollen Vor­schlag unter­brei­te­te, hier doch ein paar Tage stehen zu blei­ben.

Sonnenuntergang

Doch wie erklä­re ich ihm, dass wir morgen unbe­dingt wei­ter­fah­ren müssen, ohne ihm zu erzäh­len, dass wir mit Tanja und Andre seinen Geburts­tag feiern werden. Ob mir das gelun­gen ist und wie es weiter ging, erfahrt ihr im nächs­ten Rei­se­be­richt.

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