Langzeit Auslandskrankenversicherung

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Eine Langzeit Auslandskrankenversicherung ist eines der Dinge, über die wir uns sehr viele Gedanken gemacht haben. Beim Reisen innerhalb der EU besteht die Möglichkeit, seine Krankenversicherungskarte weiter zu verwenden. Doch sobald wir diese verlassen, brauchen wir eine alternative Krankenversicherung. Welche Möglichkeiten es gibt, gerade für Langzeit Auslandsreisen, zeigen wir dir hier.

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Warum eine Krankenversicherung im Ausland?

Wir hatte die Information, dass man durch seine gesetzliche Krankenversicherung, bei einer Reise in der EU, abgesichert ist.  Nach einer Rücksprache mit unserer Krankenkasse erfuhren wir jedoch, dass wohl viele Ärzte im europäischen Ausland unsere Versicherungskarte nicht akzeptieren. Grund dafür ist, dass sie mehr abrechnen können, wenn der Patient privat bezahlt. Außerdem sind die Behandlungskosten im Ausland teilweise höher, als in Deutschland. Das führt wiederum zu dem Problem, dass die deutsche Krankenkasse nur den Beitrag bezahlt, welcher auch in Deutschland für eine solche Behandlung angefallen wäre. Kostet es mehr, muss der Patient diese Differenz selbst finanzieren. Je nach Dauer der Reise ist es dann durchaus sinnvoll sich privat zu versichern.

Des weiteren ist ein Rücktransport bei der normalen, gesetzlichen Krankenversicherung nicht mit eingeschlossen. Dementsprechend kann es passieren, dass man bei schweren Erkrankungen, die einen Rücktransport erfordern, keinerlei Kostenersatzansprüche hat und diese selbst tragen muss.

Private Auslandskrankenversicherung

Eine solche Versicherung übernimmt Behandlungskosten im Ausland, sowie auch den eventuell nötigen Rücktransport nach Deutschland. Die meisten Versicherungen bieten eine maximale Versicherungsdauer von einem Jahr an. Eine Langzeit Auslandskrankenversicherung ist nur für Langzeitreisen über einem Jahr nötig. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, die richtige Versicherung zu finden. Denn eine Auslandskrankenversicherung, die normalerweise für den Urlaub gedacht ist, eignet sich nicht für eine Langzeitreise. Dafür gibt es spezielle Anbieter.

Doch man sollte die Leistungen genau vergleichen, um für sich die passende Auslandskrankenversicherung zu finden. Sollte man, wie bereits erwähnt, länger als ein Jahr verreisen, dann bietet sich eine Langzeit Auslandskrankenversicherung an. Diese gilt bis zu einer maximalen Aufenthaltsdauer von 5 Jahren. Je nach Versicherung kann man auch einen Antrag auf Verlängerung stellen. Ob dieser dann genehmigt wird, hängt von dem jeweiligen Unternehmen ab und kann nicht garantiert werden. Kürzere Aufenthaltsdauern sind möglich und bei einer verfrühten Rückreise werden zu viel bezahlte Prämien  meist zurückerstattet. Außerdem kann man oft noch zwischen Reisen mit und ohne Kanada/USA wählen, was die Höhe der Prämie beeinflusst.

Deutsche Krankenversicherung kündigen

Wir für unseren Teil haben uns entschieden, unsere deutsche Krankenversicherung zu kündigen. Wir haben uns vorab rückversichert, dass der Wiedereintritt in die Krankenkasse nach dem Auslandsaufenthalt kein Problem ist. Eine Anwartschaft ist laut unserer gesetzlichen Krankenversicherung nicht nötig. Denn der Sinn einer Anwartschaft ist es, bei einer privaten Krankenversicherung den selben Tarif zu bekommen, den man zuvor hatte.

Da es eine gesetzlich vorgeschriebene Versicherungspflicht gibt ist auch die Krankenversicherung verpflichtet, einen wieder aufzunehmen. Deswegen ist die Anwartschaft nur sinnvoll, wenn du vorher privat versichert warst.

Die Kündigung ist recht unkompliziert. Wir mussten lediglich ein Kündigungsschreiben, mit dem Nachweis unserer privaten Langzeit Auslandskrankenversicherung, einreichen.

Wären wir bei unserer Krankenkasse freiwillig und ohne Einkommen versichert geblieben, hätten wir einen monatlichen Beitrag von ca. 169 Euro bezahlen müssen. Der Partner wäre dann familienversichert.

Doch was bringt mir eine Krankenversicherung, wenn ich sie im Ausland dann eventuell nicht nutzen kann oder ich auf Mehrkosten sitzen bleibe? Außerdem fällt diese Versicherung bei Reisen außerhalb Europas sowieso aus.

Unsere Langzeit Auslandskrankenversicherung

Wir haben uns durch viele Vergleichsportale und Internetseiten der verschiedenen Krankenkassen gewühlt. Die Leistungen und Prämien der Kassen sind ziemlich unterschiedlich. Man kann meist zwischen verschiedenen Tarifen wählen, je nach Wunsch der Absicherung.

Wir haben uns dann für einen Basic-Tarif bei der Hanse-Merkur ( Langz AuslReiseKV* ) entschieden.

Unsere Versicherungsdauer beträgt 2 Jahre und kann, je nach Bedarf, anschließend auch verlängert werden. Bei einer Mindestreisedauer von einem Jahr hat man bei einer einmaligen Rückkehr in die Heimat (wenn die Reise anschließend wieder fortgesetzt wird) einen eingeschränkten Versicherungsschutz von 6 Wochen. Dies war uns wichtig, da wir ja ein mal im Jahr gerne nach Deutschland zurückkehren wollen, um anschließend wieder weiter zu reisen.

Die Langzeit Auslandskrankenversicherung konnte ganz unkompliziert online abgeschlossen werden. Dafür mussten wir lediglich unsere persönlichen Daten angeben und erhielten kurz danach eine E-mail mit der Versicherungsbestätigung.

Was kostet uns eine Langzeit Auslandskrankenversicherung?

Gemäß dem Basic-Tarif ohne Kanada/USA, den wir gewählt haben, bezahlen wir für 2 Personen eine Prämie von 118,– Euro pro Monat. Es gibt die Möglichkeit diese Prämie entweder monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich oder im voraus komplett zu bezahlen. Dabei haben wir im Krankheitsfall eine Selbstbeteiligung von 25,– Euro.

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Über den Autor

Robby
Robby

Robby ist der weibliche Part des Projekts "Campofant". Ein wenig chaotisch und nicht ganz konventionell. Die Haare zu Dreadlocks gefilzt und auch Piercings und Tattoos dürfen nicht fehlen. Sie hat ein Fable für schöne Musik und gutes Essen, am liebsten selbst zubereitet.

8 Kommentare

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  • Hi Robby,
    Ein wirklich sehr informativer Beitrag! Wie oft hört man noch von der gezwungenen Anwartschaft – totaler Quatsch, obwohl unsere Versicherung zuerst auf eine Anwartschaft bestehen wollte. Bei einer späteren Rückfrage, war das dann aber kein Problem mehr. 🙂 Wir sind auch auf eine Langzeitauslandskrankenversicherung umgestiegen, allerdings von der DKV, da diese einen längeren Deutschlandaufenthalt mitversichert.

    Liebe Grüße,
    Micha

    • Hey Micha
      Ja es gibt immer noch die unterschiedlichsten Infos und das man die deutsche KV ja ned kündigen könnte. Wir werden nicht lang in Deutschland sein deswegen ist dieser Tarif für uns der passende gewesen 🙂 Aber man kann sich ja den Tarif für seine Bedürfnisse raussuchen.
      Liebe Grüße
      Robby

  • Hallo Robby, ich lebe im Europäischen Ausland.Es gibt in vielen Ländern Listen welche Ärtze über Deutsche KK abrechen… müssen.Ärzte, die auch für das Land über nomale KK abrechen, tun dies in der Regel auch über die deutsche KK.Aber man kann sich ja vorher von der Staatlichen KK des Landes eine Liste geben lassen oder einsehen im INternet:-).Gibt aber auch immer Arzte die gerne Bares sehen..Deutsche tragen ja die private Bank mit sich rum..lach grins

    • Danke für diese Zusatzinfos 🙂 Wir sind froh, dass wir nun eine Auslandskrankenversicherung haben. So sind wir, wenn wir es denn dann spontan wollen, nicht mehr nur auf Europa beschränkt, sondern können da hin wo wir wollen ohne uns Gedanken wegen der Versicherung machen zu müssen 🙂

  • Hallo,
    also ich habe mich bei meiner KK informiert, die sagen, dass ich nur kündigen kann, wenn ich mich aus D abmelde und keinen Wohnsitz mehr hier habe, ansonsten muss ich pro Monat diese 169€ zahlen. Habt ihr euch abgemeldet oder habt ihr noch eine Meldeadresse hier in D?
    Liebe Grüße, Silvia

    • Wir haben uns nicht abgemeldet. Laut meiner KK (TK) hieß es, dass es ein „Sonderkündigungsrecht“ gibt, wenn die Aufenthaltsdauer für längere Zeit im Ausland sein wird. Man muss nur die Auslandskrankenversicherung nachweisen. Sollte ja eigentlich für alle KK gleich sein. Liebe Grüße, Robby

  • Toller Artikel. Krankenversicherung ist ja sowas, worüber man nicht so gerne nachdenken möchte.

    Ich war 7 Jahre im Ausland und habe sehr gute Erfahrungen mit der DKV gemacht. Ein kleines Büro hat sich um mich gekümmert, als Sonderling, quasi, und ein bisschen getricks, glaub ich. Dafür haben sie aus jedem Land eine Karte von mir bekommen. Und als ich am Ende da war, habe ich die Wand mit meinen Karten gesehen 😉 Ich bin DKV-Fan!!! Aber eigentlich egal, wenn man sich gut aufgehoben fühlt.

    • Ja ich denke die Unterschiede sind nicht übermäßig groß 🙂 ein kleines Büro zu haben das einem betreut klingt auf jeden Fall toll 😉

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