Lang­zeit Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung, unse­re Erfah­run­gen

Eine Lang­zeit Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung ist eines der Dinge, über die wir uns sehr viele Gedan­ken gemacht haben. Nach unse­ren Recher­chen haben wir uns gegen eine gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung im Ausland entschie­den. Wir erläu­tern dir in diesem Beitrag, warum und ob man eine Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung braucht. Des weite­ren erfährst du, welche Kran­ken­ver­si­che­rung für eine Welt­rei­se ideal ist und welche Erfah­run­gen wir mit der Reise­kran­ken­ver­si­che­rung der Hanse Merkur gemacht haben.

Gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung im Ausland

Reicht die gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung im Ausland ist eine der Fragen, die wir oft gestellt bekom­men. Wir hatten die Infor­ma­ti­on, dass man durch seine gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung im Ausland abge­si­chert ist.  Nach einer Rück­spra­che mit unse­rer Kran­ken­kas­se erfuh­ren wir jedoch, dass wohl viele Ärzte im euro­päi­schen Ausland unse­re Versi­che­rungs­kar­te nicht akzep­tie­ren und es spezi­el­le Listen mit Ärzten gibt, wo die Abrech­nung funk­tio­niert.

Grund dafür ist, dass die Halb­göt­ter in Weiß mehr abrech­nen können, wenn der Pati­ent privat bezahlt. Außer­dem sind die Behand­lungs­kos­ten im Ausland teil­wei­se höher, als in Deutsch­land. Das führt wieder­um zu dem Problem, dass die deut­sche Kran­ken­kas­se nur den Beitrag bezahlt, der auch in Deutsch­land für eine solche Behand­lung ange­fal­len wäre. Kostet es mehr, muss der Pati­ent diese Diffe­renz selbst finan­zie­ren.

Des weite­ren ist ein Rück­trans­port bei der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung im Ausland nicht mit einge­schlos­sen. Dementspre­chend kann es passie­ren, dass man bei schwe­ren Erkran­kun­gen, die einen Rück­trans­port erfor­dern, keiner­lei Kosten­er­satz­an­sprü­che hat und diese selbst tragen muss.

Braucht man eine Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung?

Nach vielen Recher­chen und langen Gesprä­chen mit unse­rer gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung haben wir uns dann letzt­end­lich für eine Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung entschie­den, die wir privat abge­schlos­sen haben. Gera­de auch für eine Welt­rei­se ist diese Kran­ken­ver­si­che­rung perfekt, dann es werden im norma­len Tarif alle Länder bis auf USA und Kana­da abge­deckt. Wer diese zwei auch noch in seinem Tarif haben möch­te, zahlt etwas mehr Beitrag. Dabei kann man selbst wählen, ob man die Reise­kran­ken­ver­si­che­rung für 1 Jahr oder 2 Jahre oder auch länger/kürzer abschlie­ßen möch­te. Das Maxi­mum bei von uns gewähl­ten Versi­che­rer, der Hanse Merkur, liegt bei 5 Jahren.

Kran­ken­ver­si­che­rung für Welt­rei­se

Eine solche Versi­che­rung über­nimmt Behand­lungs­kos­ten im Ausland, sowie auch den even­tu­ell nöti­gen Rück­trans­port nach Deutsch­land. Die meis­ten Versi­che­run­gen bieten eine maxi­ma­le Versi­che­rungs­dau­er von einem Jahr an. Eine Lang­zeit Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung ist nur für Lang­zeit­rei­sen über einem Jahr nötig. Dabei soll­te man unbe­dingt darauf achten, die rich­ti­ge Versi­che­rung zu finden. Denn eine Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung, die norma­ler­wei­se für den Urlaub gedacht ist, eignet sich nicht für eine Lang­zeit­rei­se. Dafür gibt es spezi­el­le Anbie­ter.

Man soll­te die Leis­tun­gen genau verglei­chen, um für sich die passen­de Kran­ken­ver­si­che­rung für die Welt­rei­se zu finden. Soll­te man, wie bereits erwähnt, länger als ein Jahr verrei­sen, dann bietet sich eine Lang­zeit Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung an. Diese gilt bis zu einer maxi­ma­len Aufent­halts­dau­er von 5 Jahren. Je nach Versi­che­rung kann man auch einen Antrag auf Verlän­ge­rung stel­len. Ob dieser dann geneh­migt wird, hängt von dem jewei­li­gen Unter­neh­men ab und kann nicht garan­tiert werden. Kürze­re Aufent­halts­dau­ern sind möglich und bei einer verfrüh­ten Rück­rei­se werden zu viel bezahl­te Prämi­en meist zurück­er­stat­tet. Außer­dem kann man oft noch zwischen Reisen mit und ohne Kanada/USA wählen, was die Höhe des Beitrags­sat­zes beein­flusst.

Wenn du außer­dem wissen willst, wie man sich eine Welt­rei­se finan­zie­ren kann, dann kannst du das in unse­rem Beitrag nach­le­sen.

Deut­sche Kran­ken­ver­si­che­rung kündi­gen

Wir für unse­ren Teil haben uns entschie­den, unse­re deut­sche Kran­ken­ver­si­che­rung zu kündi­gen. Wir haben uns vorab rück­ver­si­chert, dass der Wieder­ein­tritt in die Kran­ken­kas­se nach dem Auslands­auf­ent­halt kein Problem ist. Eine Anwart­schaft ist laut unse­rer gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung nicht nötig. Denn der Sinn einer Anwart­schaft ist es, bei einer priva­ten Kran­ken­ver­si­che­rung den selben Tarif zu bekom­men, den man zuvor hatte.

Da es eine gesetz­lich vorge­schrie­be­ne Versi­che­rungs­pflicht gibt, ist auch die Kran­ken­ver­si­che­rung verpflich­tet, einen wieder aufzu­neh­men. Deswe­gen ist die Anwart­schaft nur sinn­voll, wenn du vorher privat versi­chert warst.

Die Kündi­gung ist recht unkom­pli­ziert. Wir muss­ten ledig­lich ein Kündi­gungs­schrei­ben, mit dem Nach­weis unse­rer Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung bei der Hanse Merkur, einrei­chen.

Kran­ken­ver­si­che­rung ohne Einkom­men

Die meis­ten, die auf Welt­rei­se gehen oder länge­re Zeit reisen wollen, brau­chen einen Tarif bei der Kran­ken­ver­si­che­rung ohne Einkommen.Wären wir bei unse­rer Kran­ken­kas­se frei­wil­lig und ohne Einkom­men versi­chert geblie­ben, hätten wir einen monat­li­chen Beitrag von ca. 169 Euro bezah­len müssen. Der Part­ner wäre dann fami­li­en­ver­si­chert. Aller­dings hat sich damit die oben genann­te Proble­ma­tik des Rück­trans­ports usw. noch nicht erle­digt.

Des weite­ren ist der Beitrags­satz der Kran­ken­ver­si­che­rung wesent­lich nied­ri­ger. Gera­de für alle, die sich ohne akti­ves Einkom­men von Erspar­tem finan­zie­ren, ist das ein inter­es­san­ter Gesichts­punkt.

Hanse Merkur Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung

Wir haben uns durch viele Vergleichs­por­ta­le und Inter­net­sei­ten der verschie­de­nen Kran­ken­kas­sen gewühlt. Die Leis­tun­gen und Beitrags­sät­ze der Kassen sind ziem­lich unter­schied­lich. Man kann meist zwischen verschie­de­nen Tari­fen wählen, je nach Wunsch der Absi­che­rung.

Wir haben uns letzt­end­lich für einen Basic-Tarif bei der Hanse-Merkur Auslands­kran­ken­ver­si­che­rungLangz Ausl­Rei­seKV** ) entschie­den.

Unse­re Versi­che­rungs­dau­er beträgt 2 Jahre. Bei einer Mindest­rei­se­dau­er von einem Jahr hat man bei einer einma­li­gen Rück­kehr in die Heimat (wenn die Reise anschlie­ßend wieder fort­ge­setzt wird) einen einge­schränk­ten Versi­che­rungs­schutz von 6 Wochen. Dies war uns wich­tig, da wir ja ein mal im Jahr gerne nach Deutsch­land zurück­keh­ren wollen, um anschlie­ßend wieder weiter zu reisen.

Die Hanse Merkur Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung konn­te ganz unkom­pli­ziert online abge­schlos­sen werden. Dafür muss­ten wir ledig­lich unse­re persön­li­chen Daten ange­ben und erhiel­ten kurz danach eine E-mail mit der Versi­che­rungs­be­stä­ti­gung.

Kran­ken­ver­si­che­rung Beitrags­satz

Gemäß dem Basic-Tarif ohne Kanada/USA, den wir gewählt haben, bezah­len wir für zwei Perso­nen einen Kran­ken­ver­si­che­rung Beitrags­satz von 118,– Euro pro Monat. Es gibt die Möglich­keit diese Prämie entwe­der monat­lich, vier­tel­jähr­lich, halb­jähr­lich, jähr­lich oder komplett im Voraus zu bezah­len. Dabei haben wir im Krank­heits­fall eine Selbst­be­tei­li­gung von 25,– Euro

Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung verlän­gern

Am 01.04.2018 würde unse­re Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung bei der Hanse Merkur ablau­fen. Da wir mit den Leis­tun­gen sehr zufrie­den waren und weiter­hin auf Reisen sein werden, haben wir uns dafür entschie­den, unse­re Auslands­kran­ken­ver­si­che­rung zu verlän­gern. Dies ging wie alles bisher ganz unkom­pli­ziert. Eine form­lo­se E-Mail mit dem Wunsch nach Verlän­ge­rung um ein Jahr hat ausge­reicht und schon wenig später beka­men wir die Rück­mel­dung, dass wir ohne Proble­me verlän­gern können. Diese Nach­richt haben wir noch bestä­tigt und schon sind wir für ein weite­res Jahr versi­chert.

Reise­kran­ken­ver­si­che­rung Hanse Merkur Erfah­run­gen

Seit fast zwei Jahren sind wir nun schon auf Reisen und haben bereits Erfah­run­gen mit der Reise­kran­ken­ver­si­che­rung der Hanse Merkur sammeln können. Bereits zwei Versi­che­rungs­fäl­le hatten wir, wovon einer in Finn­land und einer in Deutsch­land war. Wir haben die Beträ­ge jeweils privat im Voraus bezahlt und anschlie­ßend die Rech­nun­gen unkom­pli­ziert per E-Mail einge­reicht. Die Rück­mel­dung kam prompt und nach Abzug der Selbst­be­tei­li­gung wurde der rest­li­che Rech­nungs­be­trag erstat­tet.

Deswe­gen können wir von keinen nega­ti­ven Erfah­run­gen mit der Hanse Merkur berich­ten und würden unse­re Reise­kran­ken­ver­si­che­rung immer wieder bei diesem Anbie­ter abschlie­ßen.

 

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11 Kommentare

  • Hallo Robby,
    nach langer Zeit in Südame­ri­ka werd ich in Kürze wieder in EU aufschla­gen und so bald wie möglich ins “Rumtrei­ber­le­ben” mit WoMo einstei­gen.
    Mich würde mal inter­es­sie­ren wie der Deutsch­land­auf­ent­halt während des Versi­che­rungs­jahrs “verwal­tet” wird.
    In Zeiten ohne Pass­stem­pel weiß ja eigent­lich niemand wie oft und wie lange man zwischen­durch in D ist, oder doch?

    Salu­dos

    • Hey, letzt­end­lich kann die Versi­che­rung nicht nach­voll­zie­hen, wann du in Deutsch­land bist und wann nicht. 🙂 Aller­dings kann es passie­ren, dass sie bei einem Versi­che­rungs­fall Nach­wei­se verlan­gen, wie lange du schon in D bist. Geht bei uns an für sich ja nicht mit Flug­ti­ckets, denke da würde dann sowas wie Tank­rech­nun­gen o. ä. verlangt werden.
      Viele Grüße nach Südame­ri­ka.

  • Toller Arti­kel. Kran­ken­ver­si­che­rung ist ja sowas, worüber man nicht so gerne nach­den­ken möch­te.

    Ich war 7 Jahre im Ausland und habe sehr gute Erfah­run­gen mit der DKV gemacht. Ein klei­nes Büro hat sich um mich geküm­mert, als Sonder­ling, quasi, und ein biss­chen getricks, glaub ich. Dafür haben sie aus jedem Land eine Karte von mir bekom­men. Und als ich am Ende da war, habe ich die Wand mit meinen Karten gese­hen 😉 Ich bin DKV-Fan!!! Aber eigent­lich egal, wenn man sich gut aufge­ho­ben fühlt.

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