leben im wohnmobil im camper wohnen

Leben im Wohn­mo­bil: Wie wir dau­er­haft im Camper wohnen

Du inter­es­sierst dich für das Leben im Wohn­mo­bil? Dann bist du auf unse­rem Blog genau rich­tig. Im Mai 2016 haben wir unsere Jobs gekün­digt, das Haus ver­kauft und sind in unse­ren Kurz­hau­ber gezo­gen. Wir möch­ten allen, die mit dem Gedan­ken in einen Camper ziehen zu wollen mit diesem Blog­post eine Hil­fe­stel­lung geben und die häu­figs­ten Fragen beant­wor­ten, wie bei­spiels­wei­se. Darf man im Wohn­mo­bil leben? Was kostet das es im Womo zu wohnen und wie finan­ziert man das? Pro­fi­tie­re von unse­rer lang­jäh­ri­gen Erfahrung.

Aus­stei­ger, die im Wohn­mo­bil leben

Auch wenn wir häufig als Aus­stei­ger beti­telt werden, so sehen wir uns ganz und gar nicht, als wären wir Aus­stei­ger, die im Wohn­mo­bil leben, son­dern eher als Ein­stei­ger, die ihr Leben ver­än­dert haben. Das hat auch uns verändert.

Immer wieder haben wir uns damals gefragt, ob die klas­si­sche Lebens­ge­stal­tung mit Job, Arbeit, Fami­lie und Haus das ist, was wir uns für die nächs­ten 40 Jahre vor­stel­len könne und wollen. Nach eini­ger Zeit kamen wir ganz klar an den Punkt, dass es das nicht gewe­sen sein kann.

Dass wir etwas ändern wollen, war uns schon lange klar, aber das wie stand noch lange in den Ster­nen. Der ent­schei­den­de Faktor in einen Camper zu ziehen war für uns, dass wir unser Zuhau­se immer dabei haben. Wir schla­fen im eige­nen Bett, kochen in der eige­nen Küche und duschen in der eige­nen Dusche. Back­packing wäre eher weni­ger was für uns.

Und nach­dem wir nun schon über vier Jahre sehr glück­lich mit dieser Ent­schei­dung sind, wollen wir jedem, der diesen Gedan­ken mit sich trägt helfen, die wich­tigs­ten Fragen zum Leben im Wohn­mo­bil zu beant­wor­ten und das aus den Erfah­run­gen, die wir selber gemacht haben.

Für alle, die es inter­es­siert: Auf Insta­gram posten wir nahezu täg­lich Neues aus unse­rem Leben.

Darf und kann man dau­er­haft im Wohn­mo­bil leben?

Dass irgend­wann mal jemand auf die Idee kommen könnte in einem Womo leben zu wollen, hat der Gesetz­ge­ber wohl nicht für mög­lich gehal­ten oder bedacht, denn es gibt rein von der Geset­zes­la­ge her ein paar Hürden, gerade wenn es um Dinge wie Mel­de­adres­se geht. Doch dazu kommen wir später im Bei­trag. Sehen wir uns doch erst mal die aktu­el­le Geset­zes­la­ge an.

Geset­zes­la­ge: Darf man im Wohn­mo­bil leben?

Eine Frage, die im Zusam­men­hang mit alter­na­ti­ven Wohn­mög­lich­kei­ten immer auf­taucht, ist die nach der recht­li­chen Seite:

Ist ein Leben im Wohn­mo­bil erlaubt? Wie ist das rechtlich?

Grund­sätz­lich lässt sich sagen, dass es kein Gesetz gibt, in dem expli­zit steht, dass es nicht erlaubt wäre. Aller­dings ist es durch­aus eine recht­li­che Grau­zo­ne. Denn an für sich müsste man sich ja irgend­wo melden, doch wo, wenn man dau­er­haft auf Reisen ist? Dem­entspre­chend sind Lebens­ent­wür­fe, wie der uns­ri­ge, in den Geset­zen ein­fach nicht vorgesehen.

Aller­dings gibt es ver­schie­dens­te Mög­lich­kei­ten, wo man wohnen kann, wenn man in seinen Camper ziehen möchte:

Auf dem Cam­ping­platz leben

Viele wollen ein­fach nur ihren Wohn­raum ver­klei­nern und träu­men des­halb davon, dau­er­haft auf einem Cam­ping­platz zu wohnen. Viele Dau­er­cam­per sind auf dem Cam­ping­platz dann auch gemel­det. Das ist eben­falls eine gesetz­li­che Grau­zo­ne, wird aber meis­tens gedul­det. Am besten soll­test du dich bei deinem Wunsch­cam­ping­platz infor­mie­ren, ob dort ein Wohnen im Wohn­mo­bil mit Mel­de­adres­se mög­lich ist.

Gemäß Bun­des­mel­de­ge­setz § 20 kann auch ein Wohn­mo­bil oder Wohn­wa­gen als Woh­nung aner­kannt werden, aber die Vor­aus­set­zung ist, dass man ihn kaum oder nur wenig bewegt.

Wohnen im Wohn­mo­bil auf eige­nem Grundstück

Wem der Trubel auf einem Cam­ping­platz zu viel ist, der könnte auf dem eige­nen Stück Land im Wohn­mo­bil wohnen. Egal, ob du in Deutsch­land oder im Aus­land im Wohn­mo­bil auf dem eige­nen Grund­stück wohnen möch­test, soll­test du dich unbe­dingt vorab bei der Gemein­de infor­mie­ren, ob es dafür even­tu­el­le Vor­schrif­ten gibt und was du beach­ten soll­test. Nicht, dass es am Ende ein böses Erwa­chen gibt.

Dau­er­haft mit dem Wohn­mo­bil reisen

Wir haben uns für das dau­er­haf­te Reisen mit dem Womo ent­schie­den. Heute hier, morgen da, je nach Lust und Laune fahren wir dem schö­nen Wetter hin­ter­her oder erfül­len uns lang geheg­te Träume, wie bei­spiels­wei­se eine Nacht in der Wüste zu ver­brin­gen oder mit Mee­res­rau­schen einzuschlafen.

Dabei sind wir eher weni­ger der Typ Extrem-Aben­teu­rer, son­dern wollen ledig­lich schöne Orte und die Natur um uns herum genießen.

In unse­ren Wohn­mo­bil-Rei­se­be­rich­ten kannst du sehen, wo wir schon unter­wegs waren und was wir in vier Jahren Leben im Wohn­mo­bil erlebt haben.

Wel­ches Wohn­mo­bil zum Dauerwohnen?

Die wich­tigs­te Wahl, die man wohl am Anfang tref­fen muss, ist, wel­ches Wohn­mo­bil zum Dau­er­woh­nen den eige­nen Bedürf­nis­sen am nächs­ten kommt. Die Aus­wahl ist schier riesig und so stellt sich schnell die Frage, ob es ein nor­ma­ler Camper werden soll oder viel­leicht doch ein Lkw? Wird Allrad benö­tigt oder reicht viel­leicht auch ein Kastenwagen?

Ins Wohn­mo­bil ziehen

Viele ent­schei­den sich für das klas­si­sche Wohn­mo­bil, um dau­er­haft darin zu wohnen. Der große Vor­teil hier­bei, man muss kaum selbst Hand anle­gen und hat (fast) alle Annehm­lich­kei­ten, die man braucht, um darin leben zu können.

Im Allrad-Lkw wohnen

Wir per­sön­lich haben uns anfangs auch nor­ma­le Rei­se­mo­bi­le ange­se­hen, uns dann letzt­end­lich aber für einen Allrad-Lkw ent­schie­den. Ein­fa­che und robus­te Tech­nik, mög­lichst wenig Kunst­stoff und die Mög­lich­keit alles selbst repa­rie­ren zu können waren einige Gründe, warum die Wahl auf so ein altes Fahr­zeug gefal­len ist. Auch wenn die Restau­rie­rung uns so eini­ges abver­langt hat.

Im Wohn­wa­gen leben

Natür­lich kann man nicht nur in einem Wohn­mo­bil, son­dern auch im Wohn­wa­gen leben. Der klare Vor­teil ist sicher­lich, dass man immer ein Auto dabei hat und sich so beim Ein­kau­fen, Sight­see­ing usw. wesent­lich leich­ter tut, als wenn man bei­spiels­wei­se mit einem rie­si­gen Lkw in die Stadt fahren muss. Dafür ist das Finden von geeig­ne­ten Schlaf­plät­zen u. U. etwas kom­pli­zier­ter, wenn man dau­er­haft Reisen möchte.

Falls du dich noch nicht ent­schei­den kannst, ob Wohn­wa­gen oder Wohn­mo­bil, dann kommst du mit Klick auf den Link direkt zu unse­rem Bei­trag. Wir kennen näm­lich beide Seiten.

Kas­ten­wa­gen oder Bus statt Wohnung

Gerade viele junge Paare oder Sin­gles ent­schei­den sich für einen Kas­ten­wa­gen oder auch einen Bus. Der große Vor­teil ist klar erkenn­bar – die Maße sind ideal, um pro­blem­los über­all hin­zu­kom­men, und trotz­dem hat man Bett, Küche und manch­mal sogar auch ein klei­nes Bad mit drin.

Großer Lkw oder klei­ner Bus – jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile
Welche Vor- und Nach­tei­le die ver­schie­de­nen Auf­bau­ten haben, kannst du übri­gens in unse­rem Bei­trag zum Thema Wohn­mo­bi­lauf­bau nach­le­sen. Viel­leicht fällt dir die Wahl, wel­ches Modell zum Dau­er­woh­nen am besten geeig­net ist, damit leichter.

Welche Vor­tei­le und Nach­tei­le hat das “Van­li­fe”?

Natür­lich können wir nur aus unse­ren per­sön­li­chen Erfah­run­gen berich­ten und dir zeigen, was aus unse­rer Sicht die Vor-, sowie Nach­tei­le sind, wenn man im Wohn­mo­bil lebt, denn wo Licht ist, ist natür­lich auch Schat­ten. Das per­fek­te “Van­li­fe”, wie es auf Insta­gram & Co. gerne pro­pa­giert wird, gibt es so natür­lich nicht bzw. man sieht immer nur die eine Seite. Also lasst uns mal anse­hen, welche Vor­tei­le und Nach­tei­le das Wohnen im Womo hat.

Vor­tei­leNach­tei­le
Viele neue Ein­drü­cke & Erleb­nis­se
Ein rie­si­ger Vor­teil vom Leben und Reisen im Camper sind die tollen Erleb­nis­se und Ein­drü­cke. Wäh­rend bei den Daheim­ge­blie­be­nen meist alles beim Alten bleibt und sich wenig ändert, so hat man beim Reisen stän­dig neue Ein­drü­cke und wir könn­ten mit unse­ren Erleb­nis­sen und Geschich­ten, die wir aus den letz­ten Jahren zu erzäh­len haben, sicher so einige Abende füllen.
Keine Bestän­dig­keit
Viele wün­schen sich gleich­blei­ben­de Bestän­dig­keit in ihrem Leben und brau­chen das auch, um glück­lich und zufrie­den zu sein. Das gibt es beim Leben im Wohn­mo­bil eher weni­ger, außer man steht fest an einem Ort. Ansons­ten muss man sich immer wieder an neue Länder und Kul­tu­ren anpassen.
So viel Platz wie nötig, so wenig wie mög­lich
Wer meint, dass das Leben auf engem Raum nur nach­tei­lig ist, dem wollen wir gern das Gegen­teil bewei­sen. Wir lieben den klei­nen Raum und können uns aktu­ell nicht vor­stel­len, wieder in einem Haus zu wohnen. Der Haus­halt ist schnell erle­digt, es ist mega­ge­müt­lich und das Leben ist drau­ßen, wes­halb mehr als unsere 12 qm gar nicht nötig sind.
Ein­schrän­kun­gen Strom­ver­brauch, Wasser, usw.
Im Wohn­mo­bil ist nur begrenzt Platz, wes­halb man auch nicht unend­lich Wasser, Strom usw. zur Ver­fü­gung hat. Dem­entspre­chend muss man immer wieder dafür sorgen, dass die Was­ser­tanks gefüllt und die Bat­te­rien wieder auf­ge­la­den werden. Dies kann für manch einen ein Nach­teil sein, gehört für uns ein­fach zum Leben dazu.
Selbst­be­stimmt leben
Wo unser Leben vorher getak­tet war durch Arbeit, Ter­mi­ne, Haus­halt uvm. so können wir heute selbst ent­schei­den, womit wir unse­ren Tag füllen. Natür­lich müssen wir auch heute noch arbei­ten und Geld ver­die­nen (mehr dazu weiter unten im Bei­trag), aber trotz­dem ent­schei­den wir alles selbst. So können wir uns an beson­ders heißen Tagen, wo es von der Arbeit her ruhig ist dazu ent­schei­den, dass wir nun Fei­er­abend machen und an einen See fahren. Diese Frei­heit lieben wir und sie ist wohl mit das größte Privileg.
Sicher­heits­ge­fühl
Die Sicher­heits­la­ge in Europa ist gut und so hatten wir noch nir­gend­wo wirk­lich Angst. Aller­dings ist man natür­lich in einem frem­den Land, steht viel­leicht irgend­wo in der Natur und weiß nicht so recht, wie sicher die Gegend eigent­lich ist.
Auch ein auf­zie­hen­des Unwet­ter mit star­ken Winden kann schon mal zu Ner­vo­si­tät führen, denn man nimmt das im Wohn­mo­bil natür­lich ganz anders wahr als in einem Stein­haus. Wer allzu ängst­lich ist, sollte sich Gedan­ken machen, wie sich das lösen lässt.
Heute hier, morgen dort – da sein, wo du sein möch­test
Wird das Wetter schlecht, dann ziehen wir weiter. Gefällt uns unser Aus­blick nicht mehr, fahren wir ein­fach woan­ders hin. Ein großer Vor­teil daran, sein Haus immer mit dabei zu haben.
Freun­de und Fami­lie ver­mis­sen
Wer dau­ernd auf Reisen ist, wie wir, der ver­misst früher oder später die liebe Fami­lie und die Freun­de, die in Deutsch­land sind. Ein spon­ta­nes Tref­fen zum Kaf­fee­trin­ken o. Ä. ist so kaum mög­lich. Wir reisen meist ein Mal im Jahr nach Deutsch­land, um unse­ren Liebs­ten zu besu­chen, bevor wir dann wieder weiterziehen.
24/7 mit dem Part­ner zusam­men sein – für uns ein Traum
Wir erle­ben all das als Paar, was für uns die Ide­al­lö­sung ist. Wir genie­ßen die gemein­sa­me Zeit, auch wenn das 24 h am Tag und 7 Tage die Woche auf engem Raum bedeu­tet. Für manche mag diese Vor­stel­lung eher nach dem abso­lu­ten Horror klin­gen, doch wir haben das Glück, dass das bei uns funk­tio­niert. So habe ich nicht nur meinen Mann, son­dern gleich­zei­tig auch meinen besten Freund dabei, mit dem ich all die Ein­drü­cke und Erleb­nis­se teilen kann.
Neue Bekannt­schaf­ten meist nur von kurzer Dauer
Nicht nur Freun­de und Fami­lie muss man zurück­las­sen. Auch liebe Men­schen, die man unter­wegs ken­nen­lernt, muss man früher oder später wieder ziehen lassen, ohne zu wissen, ob und wann man sich wie­der­sieht. Da ist das ein oder andere Abschieds­trän­chen garan­tiert. Zum Glück kann man heut­zu­ta­ge den Kon­takt aller­dings mit­hil­fe von ver­schie­de­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­tho­den auf­recht halten.
Eige­ner Rhyth­mus
In der Arbeits­welt wird uns ein Rhyth­mus vor­ge­ge­ben, nach dem wir uns rich­ten. Doch manch­mal passt dieser nicht zu unse­rer inne­ren Uhr. Das ist nun anders. Meine innere Uhr sagt mir, wann ich auf­ste­he und wann ich ins Bett gehe, wann ich am pro­duk­tivs­ten bin und wann ich mich lieber an den Strand lege und nichts tue. Kein Stress von außen und viel Zeit für uns selbst – ein rie­si­ger Vor­teil am Leben im Wohn­mo­bil, wie ich finde.
Unfall und große Repa­ra­tu­ren = woh­nungs­los
Wenn du einen Unfall mit deinem Fahr­zeug hast und es des­we­gen länger in die Werk­statt muss, dann ist die Woh­nung bzw. das Zuhau­se gleich mal für ein paar Tage/Wochen weg. Eine blöde Situa­ti­on und sicher­lich ein wei­te­rer Nachteil.
Weni­ger Geld nötig
Da so was wie Miete als Aus­ga­be weg­fällt, außer du wohnst auf einem Cam­ping­platz, sind die Aus­ga­ben, die man hat, wesent­lich gerin­ger. Dem­entspre­chend brauchst du zum Leben weni­ger Geld und musst dem­entspre­chend auch weni­ger verdienen.
Schlaf­platz­su­che nicht immer ein­fach
Gerade, wer nicht immer auf Cam­ping­plät­zen über­nach­ten möchte, hat manch­mal die Schwie­rig­keit einen geeig­ne­ten Schlaf­platz zu finden. Immer mehr Frei­steh­plät­ze werden mit Schil­dern geschlos­sen und wenn man nicht recht­zei­tig anfängt, steht man abends gerne mal da ohne einen Platz für die Nacht. Da muss manch­mal dann auch ein nicht so schö­nes Fleck­chen genom­men werden.

–> Auf­grund der aktu­el­len Situa­ti­on ein klei­ner Hin­weis. Natür­lich ist man im Moment benach­tei­ligt, wenn man im Wohn­mo­bil lebt und wegen des Lock­downs alle Cam­ping­plät­ze schlie­ßen und man letzt­end­lich nir­gend­wo sein darf. Wir haben uns aus diesem Grund in Por­tu­gal ein Stück­chen Land gekauft und warten dort ab, bis alles vorbei ist.

Aus­pro­bie­ren, ob das was für dich ist

Natür­lich können wir nur unsere per­sön­li­chen Erfah­run­gen und Sicht­wei­sen ver­mit­teln, das heißt aber noch lange nicht, dass du das genau­so siehst. Dem­entspre­chend können wir jedem, der ins Wohn­mo­bil ziehen möchte, nur emp­feh­len, es ein­fach mal auszuprobieren.

Wenn du kein Womo hast, dann miete dir eins und fahr mit deinem Part­ner oder allei­ne ein­fach mal für drei oder vier Wochen weg und mach quasi die Probe aufs Exem­pel. Dann wirst du sehr schnell merken, ob du dich wohl­fühlst oder es eher nicht deins ist.

Wie macht ihr das mit … ?

Wenn es um das Leben im Wohn­mo­bil geht, tau­chen meist die­sel­ben Fragen auf:

  • Wie macht ihr das mit der Post?
  • Welche Ver­si­che­run­gen habt ihr?
  • Wo habt ihr euer Bankkonto?
  • Braucht man eine Meldeadresse?

Wir wollen die Wich­tigs­ten in diesem Zusam­men­hang in aller Kürze beant­wor­ten und von unse­ren per­sön­li­chen Erfah­run­gen und Metho­den erzählen.

Post emp­fan­gen, wie geht das, wenn man immer auf Reisen ist?

Wenn man mobil unter­wegs sein will, muss man natür­lich auch irgend­wie an seine Post kommen. Idea­ler­wei­se ist man noch irgend­wo gemel­det und hat jeman­den, der die Post für einen annimmt und einem zukom­men lässt. In diesem Zuge sollte man auch an eine Post­voll­macht denken. Hat man keinen, dem man seine Post anver­trau­en kann, gibt es ein paar Dienst­leis­ter, die sich genau darauf spe­zia­li­siert haben, wie z. B. Drop­scan. Dort öffnen und scan­nen sie deine Post und schi­cken sie dir per Mail.

Wollen wir auf unse­rer Reise ein Paket bekom­men, dann fragen wir bei der Post, ob es eine post­la­gern­de Zustel­lung gibt. Dann wird das Paket direkt an die Post­fi­lia­le geschickt. In Finn­land hat das wun­der­bar geklappt und auch nach Por­tu­gal haben wir schon Post schi­cken lassen.

Alter­na­tiv kann man auch bei Cam­ping­plät­zen o. Ä. Ein­rich­tun­gen fragen, ob man das Paket dort­hin schi­cken lassen kann.

Ver­si­che­run­gen

Auch wenn man dau­ernd reist, braucht man noch ein paar Ver­si­che­run­gen. Welche man behal­ten möchte, das ist ganz indi­vi­du­ell. Wir haben für uns Fol­gen­de behalten:

  • Lang­zeit-Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung (Link zur Hanse-Merkur, Werbung)
  • Unfall­ver­si­che­rung
  • Wohn­mo­bil-Ver­si­che­rung für unse­ren Oldtimer
  • Haft­pflicht­ver­si­che­rung für uns und unse­ren Hund.
    Da unsere liebe Emily leider im August 2019 ver­stor­ben ist, benö­ti­gen wir diese Ver­si­che­rung nicht mehr.
RIP liebe Emily 😘

Nähere Infor­ma­tio­nen, wie wir unsere alte Kran­ken­ver­si­che­rung gekün­digt haben und welche Erfah­run­gen wir mit unse­rer Neuen gemacht haben, kannst du im Bei­trag Lang­zeit-Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung nachlesen.

Bank­kon­to

Wir haben zwei Bank­kon­ten. Nicht, weil eines auf­grund unse­rer „Reich­tü­mer“ sonst aus allen Nähten plat­zen würde, son­dern aus prak­ti­schen Grün­den. Auf unse­rem Stan­dard Spar­kas­sen Konto liegt unser Budget. Von diesem Konto aus bezah­len wir uns monat­lich einen Lohn auf das Konto bei der DKB (Link zur DKB, Wer­bung). Sonst müss­ten wir jedes Mal enorme Gebüh­ren zahlen, wenn wir z. B. in Aus­land Geld abhe­ben oder mit Karte bezah­len würden.

Da kommt nun die DKB ins Spiel. Ab monat­li­chen Geld­ein­gän­gen von mind. 700 Euro bekommt man die Gebüh­ren für Bar­geld­ab­he­bun­gen und Zah­lun­gen aus dem Aus­land erstat­tet. Außer­dem ist eine Kre­dit­kar­te dabei, die beson­ders bei Bezahl­sys­te­men für elek­tro­ni­sche Maut oder Ähn­li­chem, sehr vor­teil­haft sein kann.

Mel­de­adres­se, wenn man im Camper wohnt

Ein wich­ti­ger und gleich­zei­tig einer der schwie­rigs­ten Punkte beim Leben im Wohn­mo­bil ist die Mel­de­adres­se. Was bis 01.11.2015 noch kein Pro­blem war, wurde ab diesem Datum eins, dank eini­ger Gesetzesänderungen.

Kurz zusam­men­ge­fasst heißt es, dass man sich auch die meiste Zeit dort auf­hal­ten muss, wo man seine Mel­de­adres­se hat. Lebst du aller­dings in deinem Camper und bist die meiste Zeit des Jahres auf Reisen, dann müss­test du dich, rein recht­lich gese­hen, abmel­den. Auch für Freun­de und Fami­lie kann es mit bis zu 50.000 € Strafe rich­tig teuer werden, wenn sie dir eine „Mel­de­adres­se stel­len“ und das Ganze rauskommt.

Hier fin­dest du die genau­en Geset­zes­tex­te zur Meldeadresse:

Wie groß das Risiko nun ist, dass man erwischt wird, das muss sich jeder selber ent­schei­den und auch, ob er es tragen kann oder will. Man darf nicht ver­ges­sen, dass auch das Abmel­den einige Nach­tei­le mit sich bringt.

Solan­ge sich dies­be­züg­lich nichts ändert, bleibt die Mel­de­adres­se auch wei­ter­hin das schwie­rigs­te Thema beim Umzug ins Wohnmobil.

Leben und Reisen – welche Her­aus­for­de­rung bringt das mit sich?

Du kannst dir sicher vor­stel­len, dass gerade das dau­er­haf­te Reisen im Wohn­mo­bil die ein oder andere Her­aus­for­de­rung mit sich bringt. So muss man sich durch­aus Gedan­ken dar­über machen, wo man schläft, wie man kocht, Wäsche wäscht und wo man seinen Was­ser­tank wieder befüllt.

Schlaf­plät­ze finden

Natür­lich muss man auch irgend­wo schla­fen. Und wo man das tut, ist indi­vi­du­ell ver­schie­den. Wir für unse­ren Teil sind keine Fans von Cam­ping­plät­zen, son­dern stehen am liebs­ten frei. Irgend­wo in der Natur, wo uns keiner sieht und wir ein­fach nur für uns sein können. So wie hier in Por­tu­gal. Ein klei­ner Platz an einem Fluss und weit und breit nichts und nie­mand. Nur wir und viele Schmet­ter­lin­ge und Vögel. So haben wir uns das vorgestellt.

Im Camper kochen wie Zuhause

Unser Koch- und Ess­ver­hal­ten hat sich ver­gleichs­wei­se nicht groß ver­än­dert. So gibt es grund­sätz­lich frisch gekoch­te, lecke­re Gerich­te mit den Pro­duk­ten der Regio­nen, in denen wir uns aufhalten.

Da wir keinen Back­ofen in unse­rem Rei­se­mo­bil haben, haben wir uns vor unse­rer Abfahrt noch einen Omnia besorgt. Gerade, wenn uns wieder mal das Brot aus­geht oder wir Lust auf Kuchen oder einen Auf­lauf haben, ist dieser kleine Back­ofen­er­satz perfekt.

Mitt­ler­wei­le haben wir auch einen Dutch Oven an Bord, der regel­mä­ßig zum Ein­satz kommt.

Wäsche waschen, aber wo?

Auch wenn man mit dem Camper reist und darin lebt, möchte man auf frisch gewa­sche­ne Wäsche nicht ver­zich­ten. Es gibt unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten, einen blu­mi­gen Duft in seine Wäsche zu bekom­men. Ent­we­der man nutzt Wasch­ma­schi­nen auf Cam­ping­plät­zen oder man steu­ert Wasch­sa­lons an. Und es gibt noch eine total genia­le Mög­lich­keit, die so ganz anders ist.

Man orga­ni­sie­re sich eine große Tonne und schnal­le die aufs Dach. Dort gibt man dann ein­fach vor der Fahrt die Wäsche rein und Wasser sowie Wasch­mit­tel dazu. Wenn diese auf dem Dach liegt und man nicht nur 100 km auf der Auto­bahn gera­de­aus fährt, dann wird die Wäsche dadrin super gewa­schen. Den Inhalt aus­lee­ren und mit fri­schem Wasser auf die­sel­be Art und Weise spülen lassen oder ein­fach selber per Hand ausspülen.

Wasser auf­fül­len

Für unsere Was­ser­ver­sor­gung haben wir einen 150-l-Was­ser­tank dabei. In Europa ist die Ver­sor­gung mit Trink­was­ser gar kein Pro­blem. So füllen wir unse­ren Vorrat meist an Tank­stel­len, Ver­sor­gungs­sta­tio­nen oder Cam­ping­plät­zen auf.

In diesem Zuge kann man auch gleich den Inhalt der Tro­cken­toi­let­te und das Grau­was­ser entsorgen.

Ein wirk­lich tolles Hilfs­mit­tel ist dabei der Was­ser­dieb, der uns schon an vielen Was­ser­häh­nen ohne Gewin­de gute Diens­te geleis­tet hat.

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Mini­ma­lis­tisch oder autark?

Bei den Van­li­fern oder den im Wohn­mo­bil Leben­den gibt es ver­schie­de­ne Frak­tio­nen. Die einen halten es sehr mini­ma­lis­tisch und sind ohne Toi­let­te oder Dusche unter­wegs. Die ande­ren haben einen voll kli­ma­ti­sier­ten Camper und so viel Strom, dass nicht mal die Induk­ti­ons­koch­plat­te und der Strom­back­ofen die Bat­te­rie leer bekommt. Du soll­test dir vor deinem Umzug über­le­gen, wie du leben möch­test und worauf du ver­zich­ten kannst und worauf nicht.

Wir mögen es ein­fach und so brühen wir unse­ren Kaffee auch nach vier Jahren noch per Hand auf.

Wir per­sön­lich haben eine Solar­an­la­ge, Hei­zung, Bat­te­rie und wie bereits erwähnt Wasser an Bord. Auch eine Toi­let­te, sowie Dusche ist bei uns im Lkw ver­baut. Darauf würden wir auch nicht ver­zich­ten wollen. Doch mal ein paar Details zu unse­rer Tech­nik an Bord.

Gas­tank für die Gasversorgung

Wir haben einen 90 Liter Gas­tank ver­baut. Dieser ver­sorgt sowohl unser Koch­feld als auch unsere Hei­zung mit Gas, wodurch wir es im Winter schön warm im Camper haben. Auch unser Absor­ber-Kühl­schrank wird mit Gas betrieben.

Strom­ver­sor­gung

Auch Strom im Wohn­mo­bil ist gerade für alle, die darin Leben wollen, immer wieder  Gesprächs­the­ma und sorgt auch gern für Diskussionen.

Wir per­sön­lich haben unse­ren Camper mit 680 WP Solar und einer 200 Ah Lithi­um-Bat­te­rie ausgestattet.

Damit laden wir unsere Lap­tops, Handys und Tablets auf oder nutzen auch gern mal einen Mixer oder Pürier­stab in der Küche.


Falls du Hilfe bei der Pla­nung deiner Strom­ver­sor­gung benö­tigst, sprich uns ein­fach an. Wir planen deine Aus­stat­tung nach deinen Bedürf­nis­sen und bieten dabei unsere indi­vi­du­el­le Bera­tung und Unter­stüt­zung an. Nähere Infor­ma­tio­nen dazu fin­dest du im Campo­fant Shop.

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Was kostet ein Leben im Wohnmobil?

Eine der meist gestell­ten Fragen sind die nach den Kosten des Lebens im Wohn­mo­bil. Wie bei der nor­ma­len Wohn­si­tua­ti­on in einer Woh­nung oder einem Haus fallen natür­lich auch hier Kosten wie Ver­si­che­rung, Steuer, Sprit, Gas usw. an.

Um euch einen klei­nen Ein­blick zu geben, welche Kosten auf euch zukom­men könn­ten, wollen wir euch unsere Aus­ga­ben der letz­ten vier Jahre im Detail auf­zei­gen. Damit habt ihr zumin­dest eine kleine Ori­en­tie­rung, auch wenn diese Anga­ben natür­lich nicht all­ge­mein­gül­tig sind.

Unsere Aus­ga­ben

Hier ein klei­ner Über­blick, was wir monat­lich in etwa aus­ge­ben. Da wir bereits über vier Jahre im Wohn­mo­bil leben, können wir auch sagen, dass es monat­lich mal mehr und mal weni­ger Kosten sind. Je nach­dem, ob Repa­ra­tu­ren anfal­len oder wir beson­ders viel reisen.

Aber deut­lich über den nun auf­ge­stell­ten Kosten waren wir bisher nur in Nor­we­gen, wo aber auch alles etwas teurer ist.

Aus­ga­ben  monat­li­che Kosten
Fix­kos­ten
Ver­si­che­run­gen, Gebüh­ren, usw.
  ca. 600 Euro
Lebens­mit­tel, Klei­dung, usw.  ca. 300 Euro
Unter­halts­kos­ten Wohn­mo­bil (Diesel, usw.)  ca. 200 – 600 Euro
Gesam­te Kosten  ca. 1000 – 1600 Euro

Wir hatten uns am Anfang unse­rer Reise ein Budget von 1500 Euro monat­lich fest­ge­legt. Das sollte für zwei Per­so­nen + Hund rei­chen, was es auch tat. In Marok­ko haben wir wesent­lich weni­ger gebraucht und in Nor­we­gen, wie bereits erwähnt, etwas mehr.

Wie kann man das finanzieren?

Hier wollen wir euch nun keine mög­li­chen Jobs auf­lis­ten, die man von unter­wegs machen kann, son­dern unsere eigene und ganz per­sön­li­che Geschich­te erzäh­len. Am Anfang unse­rer Reise hatten wir für etwa zwei Jahre Budget durch den Ver­kauf des Hauses. Dabei hatten wir mit monat­li­chen Aus­ga­ben von etwa 1500 Euro gerechnet.

Das erste Jahr haben wir auch kaum Zeit dafür auf­ge­wen­det, um uns zu über­le­gen, wie wir Geld ver­die­nen wollen, son­dern die Zeit lieber fürs Ankom­men in unse­rem neuen Leben genutzt. Nach einem Jahr war uns dann klar, dass wir auf gar keinen Fall zurück in unser altes Leben wollen und so muss­ten wir uns Gedan­ken machen, wie wir unser Leben bestrei­ten wollen.

Schließ­lich haben wir nicht das Glück und können schon als Rent­ner ins Wohn­mo­bil ziehen. Wir müssen unsere Bröt­chen noch für einige Jahr­zehn­te verdienen.

Unser Blog übers Leben im Wohnmobil

Den Anfang mach­ten wir mit unse­rem Blog über das Leben im Wohn­mo­bil. Hier berich­ten wir von unse­ren Reisen, was wir so erlebt haben, geben Tipps zu den ver­schie­dens­ten Rei­se­län­dern und helfen ande­rer­seits mit unse­ren Tech­nik-Rat­ge­bern allen, die selber aus­bau­en wollen und Tipps & Tricks vom Fach­mann brau­chen können.

Ste­fans Aus­bil­dung als Elek­tri­ker und Kfz-Mecha­ni­ker kam uns hier sehr zugute, auch wenn wir beide nichts mit Web­sei­ten o. Ä. am Hut hatten.

Aller­dings haben wir das eine Jahr genutzt, um uns alles über SEO, Backlinks, Con­tent usw. selbst bei­zu­brin­gen, was den Blog dann auch zum Erfolg geführt hat.

Und ja, es ist manch­mal gar nicht so leicht sich zur Arbeit zu moti­vie­ren, wenn man an den schöns­ten Fleck­chen dieser Erde steht und die Füße lieber in den Sand graben und das Meer beob­ach­ten würde. Aber es lohnt sich.

Heute finan­zie­ren wir unser Leben im Wohn­mo­bil mit dem Blog und haben diesen auch noch um einen Shop erweitert.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen, wie man sich das “Van­li­fe” finan­zie­ren kann, haben wir übri­gens im Bei­trag Welt­rei­se finan­zie­ren gesammelt.

Als Rent­ner im Womo

Wer das große Glück hat und monat­lich seine Rente aufs Konto bekommt, der kann natür­lich leich­ter ins Wohn­mo­bil ziehen. Des­we­gen wir das Leben im Wohn­mo­bil gerade unter Rent­nern auch immer belieb­ter. Viele davon nutzen das Rei­se­mo­bil um im Süden zu über­win­tern oder ein­fach die Welt zu entdecken.

Unsere kleine Check­lis­te woran du denken soll­test, bevor du ins Wohn­mo­bil ziehst

Wir hoffen, wir konn­ten dir einen klei­nen Ein­blick und nütz­li­che Infor­ma­tio­nen zum Leben im Wohn­mo­bil geben. Für uns ist es die beste Ent­schei­dung, die wir je getrof­fen haben. Und wir können nur jedem Mut machen, es ein­fach zu pro­bie­ren. Letzt­end­lich können wir dir nur ein paar Tipps und Infos an die Hand geben, doch den wirk­lich ent­schei­den­den Schritt musst du selber machen.

Soll­test du noch Fragen haben und irgend­was wissen wollen, worauf wir in unse­rem Bei­trag nicht näher ein­ge­gan­gen sind, dann her damit. Wir werden gerne ver­su­chen, unser Wissen weiterzugeben.

Hier haben wir noch eine kleine Check­lis­te für dich, an was man even­tu­ell noch denken muss, bevor es dann end­lich losgeht.

  • Für noch zu machen­de Steu­er­erklä­run­gen Elster-Zer­ti­fi­kat anfor­dern, damit du deine Erklä­rung von jedem Ort der Welt online, ohne Unter­schrift abge­ben kannst.
  • Post­voll­macht für den­je­ni­gen, der deine Post entgegennimmt.
  • Ver­si­che­run­gen abschließen/kündigen.
  • Je nach Rei­se­land, um even­tu­ell vor­ge­schrie­be­ne Imp­fun­gen küm­mern (auch für den Hund).
  • Wenn du als Selbst­stän­di­ger Geld ver­die­nen willst, dann noch ein Gewer­be anmelden.
  • Bank wech­seln und even­tu­ell altes Konto kündigen.
  • Evtl. aus dem Hei­mat­land abmelden.
  • Inter­na­tio­na­len Führerschein/Fahrzeugschein besor­gen, wenn nötig.
  • Wenn du Medi­ka­men­te brauchst, dann als Vorrat orga­ni­sie­ren oder Gedan­ken machen, wie du sie auf Reisen bekommst.
  • Woh­nung oder Haus auf­lö­sen oder untervermieten.
  • Inter­net – über­le­gen, wie es gehen soll und was du dafür noch brauchst.
  • Bestehen­de Ver­trä­ge durch­schau­en und even­tu­ell kündigen.
  • Ist die Lauf­zeit deiner wich­ti­gen Doku­men­te, wie Pass, Rei­se­pass, Bank­kar­te, noch aus­rei­chend? Wenn nein, Neue beantragen.
  • Grüne Ver­si­che­rungs­kar­te aus­stel­len lassen.
  • Wenn du eine Woh­nung hast, GEZ ummel­den oder abmelden.
  • Wich­ti­ge Arzt­be­su­che noch erle­di­gen, bevor du los­fährst (Zahn­arzt, o. Ä.). Aber wir hatten bisher auch nur gute Erfah­run­gen in unse­ren Reiseländern.
  • Deine wich­tigs­ten Unter­la­gen ein­scan­nen und auf einem USB-Stick, einer Fest­plat­te oder dem Laptop spei­chern. Alter­na­tiv kannst du sie auch in eine Cloud laden.
  • Even­tu­ell das Rei­se­mo­bil noch mal durch­che­cken lassen.
  • Wenn nötig, noch Wasser/Strom abmel­den und abrech­nen lassen.

Ich hoffe wir konn­ten dir einen klei­nen Ein­blick in unser Leben im Wohn­mo­bil geben und du hast ein paar hilf­rei­che Tipps bekom­men, wie man sich das “Van­li­fe” finan­zie­ren kann und welche Kosten auf einen zukom­men, wenn man in einem Camper wohnt.

Update: Wäh­rend Corona im Wohn­mo­bil leben – wie sich alles ändert

Da sich die aktu­el­le Situa­ti­on mit der Corona-Pan­de­mie nun doch schon länger hin­zieht, als erwar­tet, wollen wir ein klei­nes Update geben. Bald jährt sich unser Leben im Camper das 5. Mal und noch nie stan­den wir plötz­lich vor solch schwie­ri­gen Her­aus­for­de­run­gen wie letz­tes Jahr. Bevor der ganze Wahn­sinn in Europa star­te­te, haben wir uns auf den Weg nach Por­tu­gal gemacht. Eigent­lich nur, weil wir noch 2-3 Monate Zeit hatten, gerade im deut­schen Winter hock­ten und Lust auf Wärme und Süden hatten.

Doch dann ging es ziem­lich schnell, der Aus­nah­me­zu­stand wurde erklärt, was bei uns dazu führte, dass wir uns mit Freun­den zusam­men ein Grund­stück mie­te­ten. Dort woll­ten wir abwar­ten, was weiter pas­siert. Das war im März 2020. Doch als wir im Mai immer noch dort waren und sich abzeich­ne­te, dass die Geschich­te so schnell nicht vorbei sein würde, haben wir uns ent­schie­den ein Grund­stück zu kaufen.

Quinta Montinho

Gerade die Pan­de­mie hat uns gezeigt, dass es für solche Aus­nah­me­si­tua­tio­nen sehr vor­teil­haft ist, wenn man eine Base hat. Gewor­den sind es dann 1,75 ha im Centro von Por­tu­gal. Dort sind wir übri­gens immer noch. Nähere Infor­ma­tio­nen dazu findet ihr unse­ren Bei­trä­gen zum Leben auf der Quinta. Aber ja, wir leben wei­ter­hin im Camper und nicht in einem Steinhaus.

46 Kommentare

  1. Hallo Christiane, da unser Lkw 7,49t wiegt und dementsprechend über 3,5t liegt, ist ein Lkw-Schein notwendig. :-) Viele Grüße, Robby
  2. Euer Artikel macht Mut und legt offen, dass es keine unüberwindliche Hindernisse gibt in einem Wohnmobil oder Wohnwagen zu leben. Das Wichtigste ist eh, ob man vom Typ Mensch/Charakter dazu geeignet ist und durch moderne Kommunikationsmöglichkeiten ist auch Kontakt zur Familie und Freunde kein Problem. Natürlich sind die täglichen Herausforderungen intensiver, als wenn man einen festen Wohnsitz hat. Ich habe meine Wohnung verkauft und mich aus Deutschland abgemeldet, aber habe eine Vertrauensperson für meine Post. Meine Passion ist das Reisen, aber nur mit einem SUV die teuerste Variante. Deshalb werde ich mich für einen Wohnwagen entscheiden nach meiner Rückkehr nach Deutschland. Wohnwagen deshalb weil ich dann in Europa bleiben möchte und nicht ständig weiterziehen möchte. So könnte ich mir im Winter auch 3 Monate Kanaren vorstellen mit Wohnwagen. Sind ca. 1500 Euro einfach mit Fähre. Länder in Übersee werde ich mit Flugzeug und Mietwagen/WOMO machen, wobei ich fast 70 Länder bereits gesehen habe und nicht Alles sehen muss auf der Welt. Alles subjektiv und individuell gestaltbar. Als Frührentner habe ich täglich Aufgaben und hoffe fit zu bleiben, was in meiner kleinen Burg/Maisonette Wohnung früher oft zur Lethargie/Bequemlichkeit führte.
  3. Hallo Felix, die Situation ist nicht so ganz einfach, aber ich denke du bist da in einem Forum, das thematisch dazu passt, besser aufgehoben. Vielleicht können sie dir hier weiterhelfen: https://www.wohnen-auf-dem-campingplatz.de Liebe Grüße

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