Leben im Wohnmobil – Alternatives wohnen

Leben im Wohnmobil

Seit Mai 2016 führen wir nun schon ein Leben im Wohnmobil. Warum wir uns für ein alternatives Wohnen entschieden haben, wie es sich als Rumtreiber lebt und ob man auch im Wohnwagen leben kann, erfährst du hier. Außerdem geben wir dir einen Einblick, welche Kosten auf dich zukommen, wenn du dauerhaft mit dem Wohnmobil unterwegs bist.

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Alternatives Wohnen und Leben

Auch wenn es komisch klingt, aber ja, wir haben noch alle Latten am Zaun ;-). Für manche ist ein eigenes Haus das Nonplusultra in Sachen Wohnraum. Das war es für uns auch. Bis zu jenem Tag, als wir uns fragten, ob das alles gewesen sein kann. Ein Haus bauen, es abbezahlen, dafür arbeiten und die Freizeit nutzen, um es instand zu halten. Die Antwort war ganz klar – nein. Wir wollen reisen, die Welt sehen und einfach frei sein. Doch da wir eine Hündin haben, musste eine Veränderung her, die auch für sie nicht nachteilig sein würde. Somit schieden die Themen Backpacking und alles, wo wir mit einem Flugzeug reisen würden, schon mal aus und es blieb nur eine Möglichkeit übrig – Wohnmobil statt Wohnung.

Mercedes 911 von hinten

Was spricht für das Wohnen auf Rädern?

  • Freiheit
    Der größte und wichtigste Punkt ist für uns definitiv die gewonnene Freiheit. So wissen wir heute z. B. noch nicht, wo wir den nächsten Winter sein werden. Und das Tolle daran ist, wir sind total frei in dieser Entscheidung. Wir planen kaum voraus und schmieden Reisepläne meist von heut auf morgen. Das ist für uns ein enormer Zugewinn.
  • Reisen
    Wir können letztendlich hinreisen, wo wir wollen und so weit uns unsere Reifen tragen. So sieht unser „Garten“ jede Woche anders aus. „Wir waren noch nie in Portugal – gut, dann fahren wir da hin“, so und so ähnlich klingt es bei uns öfter. Jeden Tag neue Eindrücke, wechselnde Landschaften, Kulturen und Menschen. Das Wetter wird schlecht? Ok, dann ziehen wir weiter. Das ist für uns mit der größte Luxus.
  • Haushalt, was ist das?
    Oft haben wir in unserem Haus Tage damit zugebracht, alles sauber zu machen, den Garten zu pflegen und das, obwohl wir die meiste Zeit des Tages gar nicht daheim waren. Auch jetzt ist Haushalt ein Thema, nur mit dem Unterschied, dass der innerhalb von einer Stunde erledigt ist. Dann ist aber auch die letzte Ecke in unserem Camper blitzeblank.
  • Gemeinsamkeit
    Wir erleben all das als Paar, was für uns die Ideallösung ist. Wir genießen die gemeinsame Zeit, auch wenn das 24 h am Tag und 7 Tage die Woche auf engem Raum bedeutet.
    Für manche mag diese Vorstellung eher nach dem absoluten Horror klingen, doch wir haben das Glück, dass das bei uns funktioniert. So habe ich nicht nur meinen Mann, sondern gleichzeitig auch meinen besten Freund dabei, mit dem ich all die Eindrücke und Erlebnisse teilen kann.
  • Eigener Rhythmus
    In der Arbeitswelt wird uns ein Rhythmus vorgegeben, nach dem wir uns richten. Doch manchmal passt dieser nicht zu unserer inneren Uhr. Das ist nun anders. Meine innere Uhr sagt mir, wann ich aufstehe und wann ich ins Bett gehe, wann ich am produktivsten bin und wann ich mich lieber an den Strand lege und nichts tue. Kein Stress von außen und viel Zeit für mich selbst.

Mercedes 911, Offroad, Galerie

Ich könnte noch ewig weitermachen und von unserem Wohnmobil Leben schwärmen. Doch das würde wohl den Rahmen des Beitrags sprengen. Kommen wir erst mal zu den grundlegenden Dingen, die erledigt und organisiert werden wollen, wenn man sich für ein mobiles wohnen entschieden hat.

Post

Wenn man mobil unterwegs sein will, muss man natürlich auch irgendwie an seine Post kommen. Idealerweise ist man noch irgendwo gemeldet und hat jemanden, der die Post für einen annimmt und einem zukommen lässt. In diesem Zuge sollte man auch an eine Postvollmacht denken. Hat man keinen, dem man seine Post anvertrauen kann, gibt es ein paar Dienstleister, die sich genau darauf spezialisiert haben, wie z. B. Dropscan. Die öffnen und scannen deine Post und schicken sie dir per Mail.

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Versicherungen

Auch wenn man dauernd reist, braucht man noch ein paar Versicherungen. Welche man behalten möchte, das ist ganz individuell. Wir haben für uns Folgende behalten:

Strom/Wasser/Entsorgung/Heizung/Gas

Wir haben unser Reisemobil mit 300 Watt Solar und einer 240 AH AGM-Batterie ausgestattet. So sind wir ohne Problem stromautark.
Wasser haben wir in einem 150-l-Wassertank dabei. In Europa ist die Versorgung mit Trinkwasser gar kein Problem. So füllen wir unseren Vorrat meist an Tankstellen, Versorgungsstationen oder Campingplätzen auf. In diesem Zuge kann man auch gleich seine Toilette und sein Grauwasser entsorgen.
Wir haben eine Truma Heizung verbaut, die mit Gas betrieben wird. Außerdem befindet sich unter unserem Lkw ein 90-l-Gastank. Wenn wir nicht heizen müssen, dann reicht uns diese Menge Gas locker für Monate.

Schlafplätze

Natürlich muss man auch irgendwo schlafen. Und wo man das tut ist individuell verschieden. Wir für unseren Teil sind keine Fans von Campingplätzen, sondern stehen am liebsten frei. Irgendwo in der Natur, wo uns keiner sieht und wir einfach nur für uns sein können. So wie hier in Portugal. Ein kleiner Platz an einem Fluss und weit und breit nichts und niemand. Nur wir und viele Schmetterlinge und Vögel. So haben wir uns das vorgestellt.

Schmetterling, Galerie 1

Kochen auf Reisen

Unser Koch- und Essverhalten hat sich vergleichsweise nicht groß verändert. So gibt es grundsätzlich frisch gekochte, leckere Gerichte mit den Produkten der Regionen, in denen wir uns aufhalten.
Da wir keinen Backofen in unserem Reisemobil haben, haben wir uns vor unserer Abfahrt noch einen Omnia besorgt. Gerade, wenn uns wieder mal das Brot ausgeht oder wir Lust auf Kuchen oder einen Auflauf haben, ist dieser kleine Backofenersatz perfekt.

Unterwegs Wäsche waschen

Auch wenn man mit dem Camper reist und darin lebt, möchte man auf frisch gewaschene Wäsche nicht verzichten. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten einen blumigen Duft in seine Wäsche zu bekommen. Entweder man nutzt Waschmaschinen auf Campingplätzen oder man steuert Waschsalons an. Und es gibt noch eine total geniale Möglichkeit, die so ganz anders ist. Man organisiere sich eine große Tonne und schnalle die aufs Dach. Dort gibt man dann einfach vor der Fahrt die Wäsche rein, Wasser und Waschmittel. Wenn diese auf dem Dach liegt und man nicht nur 100 km auf der Autobahn geradeaus fährt, dann wird die Wäsche dadrin super gewaschen. Den Inhalt ausleeren und mit frischem Wasser auf dieselbe Art und Weise spülen lassen oder einfach selber per Hand ausspülen.

Bankkonto, wenn man immer unterwegs ist

Wir haben zwei Bankkonten. Nicht, weil eines aufgrund unserer „Reichtümer“ sonst aus allen Nähten platzen würde, sondern aus praktischen Gründen. Auf unserem Standard Sparkassen Konto liegt unser Budget. Von diesem Konto aus bezahlen wir uns monatlich einen Lohn auf das bei der DKB. Sonst müssten wir jedes Mal enorme Gebühren zahlen, wenn z. B. in Spanien Geld abheben oder mit Karte bezahlen würden.

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Da kommt nun die DKB ins Spiel. Ab monatlichen Geldeingängen von mind. 700 Euro bekommt man die Gebühren für Bargeldabhebungen und Zahlungen aus dem Ausland erstattet. Außerdem ist eine Kreditkarte dabei, die besonders bei Bezahlsystemen für elektronische Maut oder Ähnlichem, sehr vorteilhaft sein kann.

Arbeiten unterwegs

Natürlich muss das auch finanziert werden. Wir haben das große Glück, das wir uns mit dem finanzieren können, was der Verkauf all unseres Hab & Guts eingebracht hat. Doch in ca. einem Jahr müssen auch wir wieder Geld verdienen und die Liste der Möglichkeiten ist lang.

Viele, die so unterwegs sind, verdienen ihr Geld online. Sie erstellen Webseiten, betreuen Firmen bei der Optimierung ihres Online-Auftritts, designen Logos oder programmieren. Doch das heißt natürlich nicht, das man nur als Nomade unterwegs sein kann, wenn man sich ein Online-Business aufbaut. Es gibt viele andere Wege unterwegs Geld zu verdienen.

Wohnmobil Reiseberichte, Galerie 34

Manch einer arbeitet 1/2 Jahr in Deutschland, spart den Verdienst und reist davon in der anderen Jahreshälfte. Oder man reist von Festival zu Festival und verdient damit sein Geld. Wieder andere bieten unterwegs ihre Dienstleistungen als Mechaniker, Zimmermann, Erntehelfer oder Fotograf an. Und wenn das alles auch nichts für einen ist, dann kann man auch ein paar Jahre ganz regulär in Deutschland arbeiten, den Verdienst sparen und dann irgendwann losziehen.

Welche Möglichkeit wir für uns irgendwann in Betracht ziehen, steht noch in den Sternen. Und da kommen wir gleich zu einer weiteren wichtigen Frage.

Im Wohnmobil überwintern

Wenn man, wie wir, dauerhaft unterwegs ist, stellt sich die Frage nach dem Überwintern im Wohnmobil nicht wirklich. Wir sind meist da, wo es warm ist und nur zur Not haben wir eine Heizung im Fahrzeug, die es bei niedrigen Temperaturen kuschelig warm werden lässt.

Allerdings sollte man sich natürlich Gedanken über die Dämmung machen und was mit den außenliegenden Tanks passiert. Denn ein eingefrorener Grau- oder Frischwassertank ist nicht gerade wünschenswert. Sollte es doch mal so weit kommen, dass der Grauwassertank einfriert, dann einfach einen Schlauch nach außen legen und das Abwasser in einen Eimer ableiten.

Eins ist klar, wenn man im Wohnmobil monatelang bei kalten Temperaturen überwintern will, dann muss man sich schon bei der Wahl des richtigen Fahrzeugs und auch bei der Ausstattung mehr Gedanken machen.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Jeder ist anders und hat dementsprechend andere Fixkosten und Bedürfnisse. Aber was wäre ein solcher Beitrag ohne zumindest einen kleinen Anhaltspunkt. Deswegen möchten wir euch einen Einblick in unsere Ausgaben geben. Wir haben relativ hohe Fixkosten, die sich leider auch nicht minimieren lassen. Dementsprechend kann jemand, der geringere feste Kosten hat, mit Sicherheit noch mal 300 – 400 Euro abziehen. Mit unseren Ausgaben decken wir die Bedürfnisse von uns beiden und unserer Hündin. Unsere monatlichen Ausgaben:

Ausgaben  monatliche Kosten
Fixkosten, Versicherungen, usw.  ca. 600 Euro
Lebensmittel, Kleidung, usw.  ca. 300 Euro
Wohnmobil Kosten (Diesel, usw.)  ca. 100 – 400 Euro
Gesamte Kosten  ca. 1000 – 1600 Euro

Wir haben uns vor Beginn unserer Reise ein monatliches Budget von 1500 Euro eingeplant und kommen damit sehr gut aus. In Skandinavien lagen wir ein wenig darüber und in Marokko weit darunter. Doch alles in allem haben wir unsere Kosten mit 1500 Euro monatlich gut kalkuliert.

Hund, Galerie 35

Ist das Lebe im Womo für jeden geeignet?

Ob man im Wohnmobil leben möchte, muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Da kann man nicht pauschal sagen, für wen es sich eignet und für wen nicht. Allerdings kannst du dir vorher ein paar Fragen stellen.

  • Wie wichtig ist mir Beständigkeit?
  • Sind ständige wechselnde Orte ein Problem für mich?
  • Kann ich längere Zeit ohne Freunde und Familie auskommen?
  • Mag ich es, mich ständig auf neue Umstände, Kulturen und auch Länder einzustellen?
  • Kann und will ich mich auf 10-14 qm verkleinern?

Man kann natürlich auch ein Leben im Wohnmobil führen und nur an einem Ort bleiben. Es ist nicht gesagt, das man es so machen muss wie wir. Auch das ist wieder individuell und kommt ganz auf deine eigenen Bedürfnisse an.

Embalse del Guadalhorce, Spanien, Frei stehen, Wohnmobil

Leben auf dem Campingplatz oder als Rumtreiber reisen?

Wenn du dich nun dazu entschlossen haben solltest ins Wohnmobil zu ziehen, dann stellt sich nur noch die Frage, ob du wie wir reisen willst oder ein leben auf dem Campingplatz vorziehst. Jeder von uns hat schon mal von Dauercampern gehört, die ihren festen Platz auf einem Stellplatz oder Campingplatz haben. Rein finanziell betrachtet kommt es wesentlich günstiger, als eine Wohnung. So liegen die Gebühren je nach Platz bei rund 1500 Euro pro Jahr, manchmal mehr, manchmal weniger. Wer also Beständigkeit und einen festen Ort mag, für den wäre das wohnen auf einem Campingplatz sicher auch eine Möglichkeit .

Ist es nicht komisch so ohne Heimat?

Wenn man ein Leben im Wohnmobil führt, ist man nicht gleichzeitig auch heimatlos. Wir fühlen uns da zu Hause, wo unser Camper ist und wo wir als Familie zusammen sind. Es gab bisher keinen Tag, an dem wir so etwas wie Heimweh empfunden haben, auch wenn es natürlich Situationen gibt, wo man sich seine Freunde oder Familie am liebsten her beamen würde.

„Home is where my Camper is“ und genau das trifft auf uns zu. Wenn wir uns in einem Land nicht wohlfühlen, dann ziehen wir einfach weiter. Doch bisher gab es kein Land, in dem wir uns total unwohl gefühlt hätten. Klar, es gibt Orte, in die verliebt man sich auf Anhieb und andere ziehen einfach vorbei. Doch genau das macht das Leben und Reisen im Wohnmobil so aufregend und spannend. Man lässt seine neue Umgebung einfach auf sich wirken.

Nachteile, wenn man im Wohnmobil lebt

Das ist immer eine Frage der Sichtweise und der persönlichen Einstellung und schwer pauschal zu beantworten. Was für den Einen ein Nachteil ist, fällt dem Anderen gar nicht erst auf. Für uns ganz persönlich ist es etwas nachteilig, dass wir nicht spontan mal zu meinen Eltern oder der Schwester auf einen Kaffee fahren können.

Allerdings ist das weniger dem Leben im Wohnmobil, als unserer Langzeitreise geschuldet. Zwischendurch gibt es deswegen ab und an mal einen kleinen Zwischenstopp in der Heimat, um die Liebsten wiederzusehen. Aber auch da ist man ja frei in seiner Planung.

Wenn du wissen möchtest, was wir bei unserem Leben im Wohnmobil und unserer Langzeitreise erleben, dann empfehlen wir dir unsere Wohnmobil Reiseberichte.

Kann man auch im Wohnwagen leben und wohnen?

Manch einer zieht den Wohnwagen dem Wohnmobil vor. Da stellt sich natürlich unweigerlich die Frage, ob man auch ein Leben im Wohnwagen führen kann. Diese Frage lässt sich ganz klar mit einem Ja beantworten. Der einzige Unterschied ist, dass man bezüglich seiner Stellplatzwahl nicht ganz so frei ist, wie mit einem Wohnmobil. Im Wohnwawgen zu wohnen hat jedoch auch Vorteile. Man hat sein eigenes Auto dabei und kann einfach mal schnell in die Stadt und zum Einkaufen fahren, ohne durch die Größe benachteiligt zu sein.

Auch so kann man, wie ein Rumtreiber, einfach dauerhaft auf Reisen sein oder den Wohnwagen beispielsweise auf einem Grundstück abstellen und darin leben. Das hängt wieder von den ganz persönlichen Vorlieben ab.

Mobiles Wohnen

Es gibt ganz unterschiedliche Möglichkeiten mobil zu wohnen. Sei es ein Leben im Wohnmobil, im Wohnwagen oder auch in einem Tiny House. Überleg dir genau, was du gerne möchtest und was für dich wichtig ist. Dann wirst du auf jeden Fall die perfekte Wohnalternative für dich finden. Jedes der genannten Möglichkeiten bietet die Chance, autark zu wohnen und in einem gewissen Maß auszusteigen.

Zusammenfassung

Wir hoffen, wir konnten dir einen kleinen Einblick und nützliche Informationen zum Leben im Wohnmobil geben. Für uns ist es die beste Entscheidung, die wir je getroffen haben. Und wir können nur jedem Mut machen, es einfach zu probieren. Letztendlich können wir dir nur ein paar Tipps und Infos an die Hand geben, doch den wirklich entscheidenden Schritt musst du selber machen.

Solltest du noch Fragen haben und irgendwas wissen wollen, worauf wir in unserem Beitrag nicht näher eingegangen sind, dann her damit. Wir werden gerne versuchen unser Wissen weiterzugeben.

Hier haben wir noch eine kleine Checkliste für dich, an was man eventuell noch denken muss, bevor es dann endlich losgeht.

Holzbrücke Naturschutzgebiet

Unsere Checkliste

  • Für noch zu machende Steuerklärungen von unterwegs Elster-Zertifikat anfordern, damit du deine Erklärung von jedem Ort der Welt online, ohne Unterschrift abgeben kannst.
  • Postvollmacht für denjenigen, der deine Post entgegennimmt.
  • Versicherungen abschließen/kündigen.
  • Je nach Reiseland, um eventuell vorgeschriebene Impfungen kümmern (auch für den Hund).
  • Wenn du als Selbstständiger Geld verdienen willst, dann noch ein Gewerbe anmelden.
  • Bank wechseln und eventuell altes Konto kündigen.
  • Evtl. aus dem Heimatland abmelden. Nähere Infos bei der Deutschen Anwaltshotline.
  • Internationalen Führerschein/Fahrzeugschein besorgen.
  • Wenn du Medikamente brauchst, dann als Vorrat organisieren.
  • Wohnung/Haus auflösen/untervermieten.
  • Internet – überlegen, wie es gehen soll und was du dafür noch brauchst.
  • Bestehende Verträge durchschauen und eventuell kündigen.
  • Ist die Laufzeit deiner wichtigen Dokumente, wie Pass, Reisepass, Bankkarte, noch ausreichend? Wenn nein, Neue beantragen.
  • Grüne Versicherungskarte ausstellen lassen.
  • Wenn du eine Wohnung hast, GEZ ummelden oder abmelden.
  • Wichtige Arztbesuche noch erledigen, bevor du los fährst (Zahnarzt, o. ä.)
  • deine wichtigsten Unterlagen einscannen und auf einem USB-Stick, einer Festplatte oder dem Laptop speichern. Alternativ kannst du sie auch in eine Cloud laden.
  • Eventuell das Reisemobil noch mal durchchecken lassen.
  • Wenn nötig, noch Wasser/Strom abmelden und abrechnen lassen.

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Über den Autor

Robby
Robby

Robby ist der weibliche Part des Projekts "Campofant". Ein wenig chaotisch und nicht ganz konventionell. Die Haare zu Dreadlocks gefilzt und auch Piercings und Tattoos dürfen nicht fehlen. Sie hat ein Fable für schöne Musik und gutes Essen, am liebsten selbst zubereitet.

20 Kommentare

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  • das klingt alles toll und machbar. aber die frage,was machen,wenn später die rente fehlt, bleibt offen. gut, ich denke auch nicht mehr soweit. wir müssen erstmal heute gelebt haben. aber dennoch ist es möglich, uralt zu werden. und dann? recht habt ihr definitiv, das ihr euer traumleben jetzt verwirklicht, aber den mut haben wir leider nicht. aber wir haben schon beide eine 5 vor den jahren und somit schaffen wir die paar jahre mit geduld und die hoffnung auf weitere gesundheit. und dann aber los. passt auf euch auf. glück, freude, zusammenhalt und natürlich gesundheit auf euren wegen. liebe grüße einer camperin aus leidenschaft

    • Liebe Pia,
      danke für deinen Kommentar und deine super lieben Wünsche.
      Ja, das Thema Rente, da haben wir auch lange drüber nachgedacht. Aber unsere Generation wird sich wahrscheinlich nicht mehr viel Hoffnung auf eine vernünftige Rente machen dürfen. Selbst dann nicht, wenn wir 40 Jahre gearbeitet haben. Für die zwei Jahre, die wir uns selbst finanzieren können, haben wir dieses Thema deswegen hinten angestellt.
      Wenn wir uns dann nach den zwei Jahren eventuell unterwegs selbst finanzieren können, dann werden wir uns damit wieder auseinandersetzen. 🙂
      Wenn wir nach dem Vater meines Mannes gehen, dann hat er jetzt noch 18 Jahre. Und alles in allem war uns das Leben leben wichtiger, als Sicherheit im Alter. 🙂
      Viele Grüße an dich 🙂

  • Hallo ihr Drei 😉

    Ein wenig neidisch wird man da! Der Artikel spricht uns aus der Seele, weil wir es uns genauso vorstellen… In naher Zukunft.. In unserem Wohnkoffer…

    Euer Bericht macht da mal wieder Mut, nicht aufzugeben und seinen Traum zu verwirklichen! Vielen Dank für den kleinen Einblick!

    Liebe Grüße
    Silvi und Chris

    • Hey ihr Zwei,
      danke für euren super lieben Kommentar. 🙂 Na, dann nix wie los. Wollen euch unterwegs auf jeden Fall unbedingt mal treffen. 😀 Und wenn der Tag gekommen ist, wo es für euch in den Wohnkoffer geht, dann werdet ihr euch fragen, wo die Zeit geblieben ist.

      Viele Grüße

    • Hey Leo,
      danke für dein Lob. 🙂 Das erinnert mich gleich an unsere Zeit vor einem Jahr. Arbeiten gehen und nebenbei am Truck arbeiten, was geht.
      Unsere bisherige Reiseroute kannst du auf der Startseite anhand einer Karte sehen. Wir waren in Niederlande – Deutschland – Dänemark – Schweden – Norwegen – Finnland – Estland – Lettland – Litauen – Polen – Deutschland und dann von Deutschland aus – Frankreich – Spanien – Marokko – Portugal. Und dort sind wir aktuell. 🙂

      Viele Grüße an dich

  • Das macht Fernweeeeeh!
    Leider wird das mit der Familie schwierig, denn meine Liebste legt schon großen Wert auf Beständigkeit.
    Mit den Job, um den ich mich gerade beworben habe, ließe sich vielleicht beides kombinieren.
    Checklisten schreibe ich jedenfalls auch schon.
    Mit den Medikamenten ist das so eine Sache, die halten nur ein Vierteljahr.
    Muß ich dann evtl. unterwegs zum Arzt und verschreiben lassen.

    Ergänzen kann ich noch: Adressen heraussuchen und im Notizbuch oder einer Datei sammeln von:

    Schwimmbädern – ab und zu mal RICHTIG Duschen hat was, vor allem, wenn es draußen kühler ist und man nicht auf Campingplätzen übernachten will

    Waschsalons in den Städten – ab und zu mal RICHTIG Wäsche waschen (und trocknen!) ist auch fein, vor allem, wenn es draußen kühler ist und man nicht auf Campingplätzen übernachten will

    Freunde und Bekannte, v.a. auch in den zu bereisenden Ländern.

    • Hey Carsten,
      danke für deinen Kommentar.
      Vielleicht kommt auch bei deiner Liebsten irgendwann mal der Wunsch nach ein bisschen weniger Beständigkeit 😉 Wenn uns jemand vor ein paar Jahren gesagt hätte, das wir unser Haus verkaufen und in ein Wohnmobil ziehen werden, dann hätten wir demjenigen nen Vogel gezeigt. 😉 Ist also nichts unmöglich.
      Danke für deine Ergänzungen. Ja Wäsche waschen, das könnte ich nachträglich noch einfügen. Wir brauchen zum Glück keine auswärtigen Duschen, haben eine an Bord. 🙂 Und nutzen die auch, dementsprechend ist es bei uns immer nur die Frage, ob noch genug Wasser im Tank ist 😉

      Viele Grüße aus Portugal

  • Ich habe heute Eure Webseite gefunden und finde es schon von Anfang an spannend. Da wir uns, wenn unsere Kinder selber im Erwerbsleben stehen auf auf die Reise machen, finde ich solche Blogs mal inspirierend. Wir haben einen Bürstner Argos A-747 und sind heute schon viel unterwegs. Aber ich lese und sehe gerne, was so auf uns zukommen könnte. Bin weiter hin gespannt.

    Kann ich irgendwo sehen, wo Ihr Euch gerade aufhaltet? Habt Ihr einen GPS-Tracker oder so was?

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    Bruno

    • Hey, dann heißen wir euch auf unserem Blog herzlich willkommen. 🙂
      Da habt ihr auf jeden Fall einen tollen Plan vor euch. 🙂 Wie lange müsst ihr denn noch warten, bis es so weit ist? 🙂
      Wir haben keinen GPS Tracker. Aber anhand unserer Reiseberichte kann man gut nachvollziehen, wo wir unterwegs waren. Wo wir aktuell sind kann man bei uns erfragen, wenn’s ist. 😉 Oder einfach auf Facebook schauen, da posten wir oft Zwischennachrichten, wo wir gerade sind mit Bildern.

      Viele Grüße in die Schweiz

  • Hallo zusammen ,

    schöner Bericht , Danke dafür .
    Das einzigste was Ich wirklich sehr schade finde das Ihr mit so einem alten
    Russdiesel unterwegs seit.
    Das ist ja das genaue Gegenteil von Eurer Lebensphilosophie .
    Natur , Grün , Umwelt .

    Gruß ,
    Michael Dierolf

    • Hallo Michael,

      danke für dein Feedback :-). Es kommt darauf an, wie man Natur, Grün und Umwelt betrachtet. Am Ende des Tages zählt der Fußabdruck, den wir hinterlassen. Unser Fahrzeug verbraucht ca. 17-18 Liter auf 100 Kilometer. Wenn wir es mit einem normalen Wohnmobil in der selben Größe vergleichen, schneiden wir gar nicht so schlecht ab. Ein Fiat Ducato Wohnmobil der älteren Baureihe hat auch keinen Russpartikelfilter und verbraucht ebenfalls 12-16 Liter Diesel, je nach Größe des Fahrzeugs.

      Am Ende ist es eine Milchmädchenrechnung…

      Aber was ist mit unserem gesamten Ökologischen Fußabdruck im Vergleich zu unserer vorherigen Lebensweise? Ich war im Außendienst, und meine Frau pendelte täglich 80km (einfach) nach München. Zusammen fuhren wir ca. 150.000 km im Jahr. Jetzt fahren wir im Jahr ca. 15.000 km. Wir hatten ein Einfamilienhaus mit großem Garten ca. 3000kw/h Strom pro Jahr und einen Gasverbrauch von 2000 Litern.

      Jetzt verbrauchen wir ca. 300-400 Liter Wasser pro Monat (150 Liter pro Kopf sind der Durchschnitt der Deutschen pro Tag). Unser gesamter Strom wird von der Sonne geliefert. Wir verzichten, so weit es geht, auf Kunststoffe und Verpackungsmüll.

      Bei der Produktion von einem neuen Fahrzeug wird im übrigen auch CO2 ausgestoßen und das nicht zu knapp. Dazu kommt der Einsatz von umweltschädlichen Materialien, wie Kunstoff oder seltenen Erden für die Elektronik. Gerade die seltenen Erden verursachen durch den Abbau heftigste Umweltschäden. Wir können mit unserem Fahrzeug noch sehr lange fahren, bis wir mit einem Neufahrzeug umweltfreundlicher wären, auch wenn die Russschleuder natürlich erstmal viel dreckiger aussieht. Ich denke nach 10-15 Jahren wären wir dann im grünen Bereich. Allerdings müssten wir uns nach 15-20 Jahren wieder ein neues Wohnmobil kaufen, wenn es überhaupt solange hält (unser Wohnwagen zerbröselte nach 15 Jahren vollkommen, weil alles aus Plastik war).

      Für uns war der Kurzhauber aus vielerlei Gründen die beste Wahl. Kein Plastik, keine Elektronik, keine neuwertige Technik, sondern ein altes Fahrzeug, das noch für die Ewigkeit gebaut wurde.

      Liebe Grüße Stefan

  • Ihr habt alles richtig gemacht und bestens dargestellt! Toller Blog, den sich einige Leute zu Herzen nehmen sollten und ihr Leben mal überdenken. Aber selbst dazu haben viele keine Zeit, weil sie zu fest drinstecken in geschickt angelegten Ketten.
    Auch wir sind vor Jahren ausgebrochen, In D abgemeldet und leben auf einem Segelboot im Süden.
    Wir mussten uns letztendlich abmelden, da die Ämter und das System auf Langzeitreisende wie wir absolut nicht eingestellt sind…es gab ständig Ärger. Erst nachdem wir ganz weg sind, waren wir wirklich frei !
    Haben keinerlei Probleme mit allem mehr!

  • Hallo liebe Robby und Stefan, auch wir sind seit April mit unserem „Momo“ unterwegs; gerne lese ich die Berichte von Gleichgesinnten und kann immer wieder nützliche Tipps finden. So bin ich auch auf eurer Seite gelandet und „stalke“ euch hin und wieder. Danke für die offenen und ehrlichen Berichte und weiterhin eine gute Reise mit tollen Erlebnisse wünschen euch Silvie, Kalle und Luna

  • Bin grad zufällig auf Eure Seite gestoßen, toll geschrieben ,sehr informativ,.Planen auch alles aufzugeben und herum zu reisen, allerdings werden wir wohl erstmal unseren Haushalt einlagern ( vorsichtshalber) ? 2018 soll es los gehen.
    Wo seit Ihr grad ?
    LG Jutta u. Hermann mit den Bulldogs Emil und Grete

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