Leben im Wohn­mo­bil — Alter­na­ti­ves wohnen

Leben im Wohnmobil

Seit Mai 2016 führen wir nun schon ein Leben im Wohn­mo­bil. Warum wir uns für ein alter­na­ti­ves Wohnen entschie­den haben, wie es sich als Rumtrei­ber lebt und ob man auch im Wohn­wa­gen leben kann, erfährst du hier. Außer­dem geben wir dir einen Einblick, welche Kosten auf dich zukom­men, wenn du dauer­haft mit dem Wohn­mo­bil unter­wegs bist.

Alter­na­ti­ves Wohnen und Leben

Auch wenn es komisch klingt, aber ja, wir haben noch alle Latten am Zaun ;-). Für manche ist ein eige­nes Haus das Nonplus­ul­tra in Sachen Wohn­raum. Das war es für uns auch. Bis zu jenem Tag, als wir uns frag­ten, ob das alles gewe­sen sein kann. Ein Haus bauen, es abbe­zah­len, dafür arbei­ten und die Frei­zeit nutzen, um es instand zu halten. Die Antwort war ganz klar — nein. Wir wollen reisen, die Welt sehen und einfach frei sein. Doch da wir eine Hündin haben, muss­te eine Verän­de­rung her, die auch für sie nicht nach­tei­lig sein würde. Somit schie­den die Themen Back­packing und alles, wo wir mit einem Flug­zeug reisen würden, schon mal aus und es blieb nur eine Möglich­keit übrig — Wohn­mo­bil statt Wohnung.

Was spricht für das Wohnen auf Rädern?

  • Frei­heit
    Der größ­te und wich­tigs­te Punkt ist für uns defi­ni­tiv die gewon­ne­ne Frei­heit. So wissen wir heute z. B. noch nicht, wo wir den nächs­ten Winter sein werden. Und das Tolle daran ist, wir sind total frei in dieser Entschei­dung. Wir planen kaum voraus und schmie­den Reise­plä­ne meist von heut auf morgen. Das ist für uns ein enor­mer Zuge­winn.
  • Reisen
    Wir können letzt­end­lich hinrei­sen, wo wir wollen und so weit uns unse­re Reifen tragen. So sieht unser “Garten” jede Woche anders aus. “Wir waren noch nie in Portu­gal — gut, dann fahren wir da hin”, so und so ähnlich klingt es bei uns öfter. Jeden Tag neue Eindrü­cke, wech­seln­de Land­schaf­ten, Kultu­ren und Menschen. Das Wetter wird schlecht? Ok, dann ziehen wir weiter. Das ist für uns mit der größ­te Luxus.
  • Haus­halt, was ist das?
    Oft haben wir in unse­rem Haus Tage damit zuge­bracht, alles sauber zu machen, den Garten zu pfle­gen und das, obwohl wir die meis­te Zeit des Tages gar nicht daheim waren. Auch jetzt ist Haus­halt ein Thema, nur mit dem Unter­schied, dass der inner­halb von einer Stun­de erle­digt ist. Dann ist aber auch die letz­te Ecke in unse­rem Camper blit­ze­blank.
  • Gemein­sam­keit
    Wir erle­ben all das als Paar, was für uns die Ideal­lö­sung ist. Wir genie­ßen die gemein­sa­me Zeit, auch wenn das 24 h am Tag und 7 Tage die Woche auf engem Raum bedeu­tet.
    Für manche mag diese Vorstel­lung eher nach dem abso­lu­ten Horror klin­gen, doch wir haben das Glück, dass das bei uns funk­tio­niert. So habe ich nicht nur meinen Mann, sondern gleich­zei­tig auch meinen besten Freund dabei, mit dem ich all die Eindrü­cke und Erleb­nis­se teilen kann.
  • Eige­ner Rhyth­mus
    In der Arbeits­welt wird uns ein Rhyth­mus vorge­ge­ben, nach dem wir uns rich­ten. Doch manch­mal passt dieser nicht zu unse­rer inne­ren Uhr. Das ist nun anders. Meine inne­re Uhr sagt mir, wann ich aufste­he und wann ich ins Bett gehe, wann ich am produk­tivs­ten bin und wann ich mich lieber an den Strand lege und nichts tue. Kein Stress von außen und viel Zeit für mich selbst.

 

Ich könn­te noch ewig weiter­ma­chen und von unse­rem Wohn­mo­bil Leben schwär­men. Doch das würde wohl den Rahmen des Beitrags spren­gen. Kommen wir erst mal zu den grund­le­gen­den Dingen, die erle­digt und orga­ni­siert werden wollen, wenn man sich für ein mobi­les wohnen entschie­den hat.

Post

Wenn man mobil unter­wegs sein will, muss man natür­lich auch irgend­wie an seine Post kommen. Idea­ler­wei­se ist man noch irgend­wo gemel­det und hat jeman­den, der die Post für einen annimmt und einem zukom­men lässt. In diesem Zuge soll­te man auch an eine Post­voll­macht denken. Hat man keinen, dem man seine Post anver­trau­en kann, gibt es ein paar Dienst­leis­ter, die sich genau darauf spezia­li­siert haben, wie z. B. Drop­scan. Die öffnen und scan­nen deine Post und schi­cken sie dir per Mail. Eine genaue Anlei­tung, wie das funk­tio­niert, findest du bei den Welten­bumm­le­rin­nen. Die Zwei haben in ihrem Beitrag “Wie bekom­men wir unse­re Post im Ausland” genau erklärt, wie dieser Service funk­tio­niert.

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Versi­che­run­gen

Auch wenn man dauernd reist, braucht man noch ein paar Versi­che­run­gen. Welche man behal­ten möch­te, das ist ganz indi­vi­du­ell. Wir haben für uns Folgen­de behal­ten:

Strom/Wasser/Entsorgung/Heizung/Gas

Wir haben unser Reise­mo­bil mit 300 Watt Solar und einer 240 AH AGM-Batte­rie ausge­stat­tet. So sind wir ohne Problem strom­aut­ark.
Wasser haben wir in einem 150-l-Wasser­tank dabei. In Euro­pa ist die Versor­gung mit Trink­was­ser gar kein Problem. So füllen wir unse­ren Vorrat meist an Tank­stel­len, Versor­gungs­sta­tio­nen oder Camping­plät­zen auf. In diesem Zuge kann man auch gleich seine Toilet­te und sein Grau­was­ser entsor­gen.
Wir haben eine Truma Heizung verbaut, die mit Gas betrie­ben wird. Außer­dem befin­det sich unter unse­rem Lkw ein 90-l-Gastank. Wenn wir nicht heizen müssen, dann reicht uns diese Menge Gas locker für Mona­te.

Schlaf­plät­ze

Natür­lich muss man auch irgend­wo schla­fen. Und wo man das tut ist indi­vi­du­ell verschie­den. Wir für unse­ren Teil sind keine Fans von Camping­plät­zen, sondern stehen am liebs­ten frei. Irgend­wo in der Natur, wo uns keiner sieht und wir einfach nur für uns sein können. So wie hier in Portu­gal. Ein klei­ner Platz an einem Fluss und weit und breit nichts und niemand. Nur wir und viele Schmet­ter­lin­ge und Vögel. So haben wir uns das vorge­stellt.

Kochen auf Reisen

Unser Koch- und Essver­hal­ten hat sich vergleichs­wei­se nicht groß verän­dert. So gibt es grund­sätz­lich frisch gekoch­te, lecke­re Gerich­te mit den Produk­ten der Regio­nen, in denen wir uns aufhal­ten.
Da wir keinen Back­ofen in unse­rem Reise­mo­bil haben, haben wir uns vor unse­rer Abfahrt noch einen Omnia besorgt. Gera­de, wenn uns wieder mal das Brot ausgeht oder wir Lust auf Kuchen oder einen Auflauf haben, ist dieser klei­ne Back­ofen­er­satz perfekt.

Unter­wegs Wäsche waschen

Auch wenn man mit dem Camper reist und darin lebt, möch­te man auf frisch gewa­sche­ne Wäsche nicht verzich­ten. Es gibt unter­schied­li­che Möglich­kei­ten einen blumi­gen Duft in seine Wäsche zu bekom­men. Entwe­der man nutzt Wasch­ma­schi­nen auf Camping­plät­zen oder man steu­ert Wasch­sa­lons an. Und es gibt noch eine total genia­le Möglich­keit, die so ganz anders ist. Man orga­ni­sie­re sich eine große Tonne und schnal­le die aufs Dach. Dort gibt man dann einfach vor der Fahrt die Wäsche rein, Wasser und Wasch­mit­tel. Wenn diese auf dem Dach liegt und man nicht nur 100 km auf der Auto­bahn gera­de­aus fährt, dann wird die Wäsche dadrin super gewa­schen. Den Inhalt auslee­ren und mit frischem Wasser auf diesel­be Art und Weise spülen lassen oder einfach selber per Hand ausspü­len.

Bank­kon­to, wenn man immer unter­wegs ist

Wir haben zwei Bank­kon­ten. Nicht, weil eines aufgrund unse­rer “Reich­tü­mer” sonst aus allen Nähten plat­zen würde, sondern aus prak­ti­schen Grün­den. Auf unse­rem Stan­dard Spar­kas­sen Konto liegt unser Budget. Von diesem Konto aus bezah­len wir uns monat­lich einen Lohn auf das bei der DKB. Sonst müss­ten wir jedes Mal enor­me Gebüh­ren zahlen, wenn z. B. in Spani­en Geld abhe­ben oder mit Karte bezah­len würden.

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Da kommt nun die DKB ins Spiel. Ab monat­li­chen Geld­ein­gän­gen von mind. 700 Euro bekommt man die Gebüh­ren für Bargeld­ab­he­bun­gen und Zahlun­gen aus dem Ausland erstat­tet. Außer­dem ist eine Kredit­kar­te dabei, die beson­ders bei Bezahl­sys­te­men für elek­tro­ni­sche Maut oder Ähnli­chem, sehr vorteil­haft sein kann.

Arbei­ten unter­wegs

Natür­lich muss das auch finan­ziert werden. Wir haben das große Glück, das wir uns mit dem finan­zie­ren können, was der Verkauf all unse­res Hab & Guts einge­bracht hat. Doch in ca. einem Jahr müssen auch wir wieder Geld verdie­nen und die Liste der Möglich­kei­ten ist lang.

Viele, die so unter­wegs sind, verdie­nen ihr Geld online. Sie erstel­len Websei­ten, betreu­en Firmen bei der Opti­mie­rung ihres Online-Auftritts, desi­gnen Logos oder program­mie­ren. Doch das heißt natür­lich nicht, das man nur als Noma­de unter­wegs sein kann, wenn man sich ein Online-Busi­ness aufbaut. Es gibt viele ande­re Wege unter­wegs Geld zu verdie­nen.

Manch einer arbei­tet 1/2 Jahr in Deutsch­land, spart den Verdienst und reist davon in der ande­ren Jahres­hälf­te. Oder man reist von Festi­val zu Festi­val und verdient damit sein Geld. Wieder ande­re bieten unter­wegs ihre Dienst­leis­tun­gen als Mecha­ni­ker, Zimmer­mann, Ernte­hel­fer oder Foto­graf an. Und wenn das alles auch nichts für einen ist, dann kann man auch ein paar Jahre ganz regu­lär in Deutsch­land arbei­ten, den Verdienst sparen und dann irgend­wann loszie­hen.

Welche Möglich­keit wir für uns irgend­wann in Betracht ziehen, steht noch in den Ster­nen. Und da kommen wir gleich zu einer weite­ren wich­ti­gen Frage.

Im Wohn­mo­bil über­win­tern

Wenn man, wie wir, dauer­haft unter­wegs ist, stellt sich die Frage nach dem Über­win­tern im Wohn­mo­bil nicht wirk­lich. Wir sind meist da, wo es warm ist und nur zur Not haben wir eine Heizung im Fahr­zeug, die es bei nied­ri­gen Tempe­ra­tu­ren kusche­lig warm werden lässt.

Aller­dings soll­te man sich natür­lich Gedan­ken über die Dämmung machen und was mit den außen­lie­gen­den Tanks passiert. Denn ein einge­fro­re­ner Grau- oder Frisch­was­ser­tank ist nicht gera­de wünschens­wert. Soll­te es doch mal so weit kommen, dass der Grau­was­ser­tank einfriert, dann einfach einen Schlauch nach außen legen und das Abwas­ser in einen Eimer ablei­ten.

Eins ist klar, wenn man im Wohn­mo­bil mona­te­lang bei kalten Tempe­ra­tu­ren über­win­tern will, dann muss man sich schon bei der Wahl des rich­ti­gen Fahr­zeugs und auch bei der Ausstat­tung mehr Gedan­ken machen.

Mit welchen Kosten muss ich rech­nen?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beant­wor­ten. Jeder ist anders und hat dementspre­chend ande­re Fixkos­ten und Bedürf­nis­se. Aber was wäre ein solcher Beitrag ohne zumin­dest einen klei­nen Anhalts­punkt. Deswe­gen möch­ten wir euch einen Einblick in unse­re Ausga­ben geben. Wir haben rela­tiv hohe Fixkos­ten, die sich leider auch nicht mini­mie­ren lassen. Dementspre­chend kann jemand, der gerin­ge­re feste Kosten hat, mit Sicher­heit noch mal 300 — 400 Euro abzie­hen. Mit unse­ren Ausga­ben decken wir die Bedürf­nis­se von uns beiden und unse­rer Hündin. Unse­re monat­li­chen Ausga­ben:

Ausga­ben  monat­li­che Kosten
Fixkos­ten, Versi­che­run­gen, usw.  ca. 600 Euro
Lebens­mit­tel, Klei­dung, usw.  ca. 300 Euro
Wohn­mo­bil Kosten (Diesel, usw.)  ca. 100 — 400 Euro
Gesam­te Kosten  ca. 1000 — 1600 Euro

 

Wir haben uns vor Beginn unse­rer Reise ein monat­li­ches Budget von 1500 Euro einge­plant und kommen damit sehr gut aus. In Skan­di­na­vi­en lagen wir ein wenig darüber und in Marok­ko weit darun­ter. Doch alles in allem haben wir unse­re Kosten mit 1500 Euro monat­lich gut kalku­liert.

Ist das Leben im Womo für jeden geeig­net?

Ob man im Wohn­mo­bil leben möch­te, muss natür­lich jeder für sich selbst entschei­den. Da kann man nicht pauschal sagen, für wen es sich eignet und für wen nicht. Aller­dings kannst du dir vorher ein paar Fragen stel­len.

  • Wie wich­tig ist mir Bestän­dig­keit?
  • Sind stän­di­ge wech­seln­de Orte ein Problem für mich?
  • Kann ich länge­re Zeit ohne Freun­de und Fami­lie auskom­men?
  • Mag ich es, mich stän­dig auf neue Umstän­de, Kultu­ren und auch Länder einzu­stel­len?
  • Kann und will ich mich auf 10–14 qm verklei­nern?

Man kann natür­lich auch ein Leben im Wohn­mo­bil führen und nur an einem Ort blei­ben. Es ist nicht gesagt, das man es so machen muss wie wir. Auch das ist wieder indi­vi­du­ell und kommt ganz auf deine eige­nen Bedürf­nis­se an.

Leben auf dem Camping­platz oder als Rumtrei­ber reisen?

Wenn du dich nun dazu entschlos­sen haben soll­test ins Wohn­mo­bil zu ziehen, dann stellt sich nur noch die Frage, ob du wie wir reisen willst oder ein leben auf dem Camping­platz vorziehst. Jeder von uns hat schon mal von Dauer­cam­pern gehört, die ihren festen Platz auf einem Stell­platz oder Camping­platz haben. Rein finan­zi­ell betrach­tet kommt es wesent­lich güns­ti­ger, als eine Wohnung. So liegen die Gebüh­ren je nach Platz bei rund 1500 Euro pro Jahr, manch­mal mehr, manch­mal weni­ger. Wer also Bestän­dig­keit und einen festen Ort mag, für den wäre das wohnen auf einem Camping­platz sicher auch eine Möglich­keit .

Ist es nicht komisch so ohne Heimat?

Wenn man ein Leben im Wohn­mo­bil führt, ist man nicht gleich­zei­tig auch heimat­los. Wir fühlen uns da zu Hause, wo unser Camper ist und wo wir als Fami­lie zusam­men sind. Es gab bisher keinen Tag, an dem wir so etwas wie Heim­weh empfun­den haben, auch wenn es natür­lich Situa­tio­nen gibt, wo man sich seine Freun­de oder Fami­lie am liebs­ten her beamen würde.

Home is where my Camper is” und genau das trifft auf uns zu. Wenn wir uns in einem Land nicht wohl­füh­len, dann ziehen wir einfach weiter. Doch bisher gab es kein Land, in dem wir uns total unwohl gefühlt hätten. Klar, es gibt Orte, in die verliebt man sich auf Anhieb und ande­re ziehen einfach vorbei. Doch genau das macht das Leben und Reisen im Wohn­mo­bil so aufre­gend und span­nend. Man lässt seine neue Umge­bung einfach auf sich wirken.

Nach­tei­le, wenn man im Wohn­mo­bil lebt

Das ist immer eine Frage der Sicht­wei­se und der persön­li­chen Einstel­lung und schwer pauschal zu beant­wor­ten. Was für den Einen ein Nach­teil ist, fällt dem Ande­ren gar nicht erst auf. Für uns ganz persön­lich ist es etwas nach­tei­lig, dass wir nicht spon­tan mal zu meinen Eltern oder der Schwes­ter auf einen Kaffee fahren können.

Aller­dings ist das weni­ger dem Leben im Wohn­mo­bil, als unse­rer Lang­zeit­rei­se geschul­det. Zwischen­durch gibt es deswe­gen ab und an mal einen klei­nen Zwischen­stopp in der Heimat, um die Liebs­ten wieder­zu­se­hen. Aber auch da ist man ja frei in seiner Planung.

Wenn du wissen möch­test, was wir bei unse­rem Leben im Wohn­mo­bil und unse­rer Lang­zeit­rei­se erle­ben, dann empfeh­len wir dir unse­re Wohn­mo­bil Reise­be­rich­te.

 

Kann man auch im Wohn­wa­gen leben und wohnen?

Manch einer zieht den Wohn­wa­gen dem Wohn­mo­bil vor. Da stellt sich natür­lich unwei­ger­lich die Frage, ob man auch ein Leben im Wohn­wa­gen führen kann. Diese Frage lässt sich ganz klar mit einem Ja beant­wor­ten. Der einzi­ge Unter­schied ist, dass man bezüg­lich seiner Stell­platz­wahl nicht ganz so frei ist, wie mit einem Wohn­mo­bil. Im Wohn­waw­gen zu wohnen hat jedoch auch Vortei­le. Man hat sein eige­nes Auto dabei und kann einfach mal schnell in die Stadt und zum Einkau­fen fahren, ohne durch die Größe benach­tei­ligt zu sein.

Auch so kann man, wie ein Rumtrei­ber, einfach dauer­haft auf Reisen sein oder den Wohn­wa­gen beispiels­wei­se auf einem Grund­stück abstel­len und darin leben. Das hängt wieder von den ganz persön­li­chen Vorlie­ben ab.

Mobi­les Wohnen

Es gibt ganz unter­schied­li­che Möglich­kei­ten mobil zu wohnen. Sei es ein Leben im Wohn­mo­bil, im Wohn­wa­gen oder auch in einem Tiny House. Über­leg dir genau, was du gerne möch­test und was für dich wich­tig ist. Dann wirst du auf jeden Fall die perfek­te Wohnal­ter­na­ti­ve für dich finden. Jedes der genann­ten Möglich­kei­ten bietet die Chan­ce, autark zu wohnen und in einem gewis­sen Maß auszu­stei­gen.

Zusam­men­fas­sung

Wir hoffen, wir konn­ten dir einen klei­nen Einblick und nütz­li­che Infor­ma­tio­nen zum Leben im Wohn­mo­bil geben. Für uns ist es die beste Entschei­dung, die wir je getrof­fen haben. Und wir können nur jedem Mut machen, es einfach zu probie­ren. Letzt­end­lich können wir dir nur ein paar Tipps und Infos an die Hand geben, doch den wirk­lich entschei­den­den Schritt musst du selber machen.

Soll­test du noch Fragen haben und irgend­was wissen wollen, worauf wir in unse­rem Beitrag nicht näher einge­gan­gen sind, dann her damit. Wir werden gerne versu­chen unser Wissen weiter­zu­ge­ben.

Hier haben wir noch eine klei­ne Check­lis­te für dich, an was man even­tu­ell noch denken muss, bevor es dann endlich losgeht.

Unse­re Check­lis­te

  • Für noch zu machen­de Steu­er­klä­run­gen von unter­wegs Elster-Zerti­fi­kat anfor­dern, damit du deine Erklä­rung von jedem Ort der Welt online, ohne Unter­schrift abge­ben kannst.
  • Post­voll­macht für denje­ni­gen, der deine Post entge­gen­nimmt.
  • Versi­che­run­gen abschließen/kündigen.
  • Je nach Reise­land, um even­tu­ell vorge­schrie­be­ne Impfun­gen kümmern (auch für den Hund).
  • Wenn du als Selbst­stän­di­ger Geld verdie­nen willst, dann noch ein Gewer­be anmel­den.
  • Bank wech­seln und even­tu­ell altes Konto kündi­gen.
  • Evtl. aus dem Heimat­land abmel­den. Nähe­re Infos bei der Deut­schen Anwalts­hot­line.
  • Inter­na­tio­na­len Führerschein/Fahrzeugschein besor­gen.
  • Wenn du Medi­ka­men­te brauchst, dann als Vorrat orga­ni­sie­ren.
  • Wohnung/Haus auflösen/untervermieten.
  • Inter­net — über­le­gen, wie es gehen soll und was du dafür noch brauchst.
  • Bestehen­de Verträ­ge durch­schau­en und even­tu­ell kündi­gen.
  • Ist die Lauf­zeit deiner wich­ti­gen Doku­men­te, wie Pass, Reise­pass, Bank­kar­te, noch ausrei­chend? Wenn nein, Neue bean­tra­gen.
  • Grüne Versi­che­rungs­kar­te ausstel­len lassen.
  • Wenn du eine Wohnung hast, GEZ ummel­den oder abmel­den.
  • Wich­ti­ge Arzt­be­su­che noch erle­di­gen, bevor du los fährst (Zahn­arzt, o. ä.)
  • deine wich­tigs­ten Unter­la­gen einscan­nen und auf einem USB-Stick, einer Fest­plat­te oder dem Laptop spei­chern. Alter­na­tiv kannst du sie auch in eine Cloud laden.
  • Even­tu­ell das Reise­mo­bil noch mal durch­che­cken lassen.
  • Wenn nötig, noch Wasser/Strom abmel­den und abrech­nen lassen.

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34 Kommentare

  • Stimmt alles, was ihr da schreibt !
    Wir sind tatsäch­lich mit Wohn­wa­gen und Allrad gestar­tet. Dann wurde es doch ein Wohn­mo­bil, wegen der gros­se­ren Flexi­bi­li­tät : Stell­platz statt Camping­platz. Inzwi­schen leben wir aller­dings auf einen Segel­boot im Mittel­meer. Den Camper benut­zen wir aber weiter­hin für ausge­dehn­te Reisen im Sommer in den Norden.
    Es gibt also viele Arten frei zu leben !

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