Ein Dünen­feld und das Loch im Boden

loch im Boden

Heute sind wir vom Tan Tan Plage auf­ge­bro­chen, um end­lich Rich­tung West­sa­ha­ra zu fahren. Wir folg­ten der N1 weiter Rich­tung Laayou­ne. Leider haben wir schlech­te Nach­rich­ten für unsere wei­te­re Reise in Rich­tung Süd­afri­ka bekom­men.  Aber zu diesem Zeit­punkt hatten wir uns noch nicht ent­schie­den, da uns die letz­ten Infor­ma­tio­nen fehl­ten. Wir fuhren dem­entspre­chend erst einmal weiter auf der N1 Rich­tung Laayou­ne. Und was war das für ein Loch im Boden?

Immer am Atlan­tik entlang

Unser erstes Ziel sollte das ca. 30km ent­fern­te El Ouatia sein. Wir woll­ten uns noch ein biss­chen mit Rei­se­pro­vi­ant ein­de­cken. Die letz­ten Tage haben die Vor­rä­te wieder lang­sam zur Neige gehen lassen, zumin­dest was fri­sches Gemüse betrifft. Wir waren sehr früh dran und beka­men alles Nötige vor Ort.

Wun­der­schö­ne Landschaften

Pflanze, Wüste

Wir fuhren weiter und quer­ten den Oued Chbika. Wir hatten vorab eine Info, dass dort eine Piste an den Strand führen soll. Es soll­ten dort auch heiße Quel­len zu finden sein. Leider wurde die Piste mit Stei­nen ver­sperrt. Schade, hier dach­ten wir eigent­lich schon am nächs­ten Stell­platz für die Nacht ange­kom­men zu sein. Aber nicht weiter tra­gisch, wir konn­ten zumin­dest den genia­len Aus­blick auf den Atlan­tik genie­ßen, als wir über die Brücke des Oued Chbika fuhren.

Und wieder eine Polizeikontrolle

Als wir nach der Brücke des Oued Chbika den Berg nach oben tin­gel­ten, war von weitem schon die Poli­zei­kon­trol­le zu sehen. “Wir werden bestimmt wieder durch­ge­wun­ken,” sagte ich zu Robby. Aber dies­mal nicht. Der freund­li­che Herr ver­lang­te nach einem “Fiche” und nach Infor­ma­tio­nen zu unse­rem wei­te­ren Weg. Als wir im erzählt haben das wir nach Laayou­ne wollen, wurden wir noch nach den Pässen gefragt. Äh… wo sind denn die Pässe? Nor­ma­ler­wei­se haben wir sie doch immer im Hand­schuh­fach. Noch war ich gelas­sen und ging nach hinten, um die Pässe zu holen. Wenn sie nicht im Hand­schuh­fach sind, können sie ja nur bei unse­rem “Fiche-Stapel” sein. Nein, da waren sie leider auch nicht. Lang­sam wurde ich doch ein biss­chen nervös, also liess ich Robby noch einmal im Hand­schuh­fach suchen. Nein, da waren sie nicht, auch wenn wir noch fünf­mal nach­se­hen würden.

Ich setzte mich auf den Fah­rer­sitz, lächel­te dem Beam­ten freund­lich zu und teilte ihm mit, dass wir noch einen klei­nen Moment benö­ti­gen würden. Jetzt kam Robby mit den Pässen aus dem Heck. Auf­at­men war ange­sagt, nie­mand hatte sie geklaut und wir hatten sie auch nicht ver­lo­ren. Bei den letz­ten Vor­be­rei­tun­gen für unsere wei­te­ren Visa hatten wir sie im Unter­la­gen­ord­ner ver­staut. Noch­mal Glück gehabt.

Weiter an der Steil­küs­te entlang

Marokko, Steilküste

Wir fuhren die N1 weiter in Rich­tung Süden. Die Straße führte direkt an der Steil­küs­te ent­lang und die Wellen don­ner­ten gegen die Felsen. Ein irres Schau­spiel, man kommt sich rich­tig klein vor. Wir mach­ten eine kurze Pause, aßen ein paar Man­da­ri­nen und lies­sen Emily ein biss­chen laufen.

Ein Loch im Boden

loch im Boden

Kurz vor Akhfen­nir (Koor­di­na­ten 28°06’24.6″N 12°02’14.9″W) findet man ein rie­si­ges Loch im Boden. Das Meer hat hier die Küste aus­ge­höhlt und der Unter­grund ist weg­ge­bro­chen. Das Ganze ist mit einer Umzäu­nung gesi­chert und nach­dem wir einmal herum gelau­fen waren, wuss­ten wir auch warum. Direkt an der Kante bre­chen wohl immer wieder Stücke aus dem Fels und fallen in die Tiefe. Ich glaube wir möch­ten da nicht rein fallen.

Es wird Zeit für einen Schlafplatz

Wir ver­lie­ßen den Ort und folg­ten weiter der N1. Die Straße ent­fern­te sich etwas vom Meer und die Straße ent­fern­te sich etwas von dem, was man Straße nennt. Die Kanten aus­ge­franst und ein Schlag­loch folgte dem nächs­ten. Aber besser als viele Pisten, die wir gefah­ren sind. Und so schlecht wie die Piste am Plage Blan­che kann die schlech­tes­te Asphalt­stra­ße nicht werden.

Wir wollen in die Dünen

Rechts von uns tauch­te ein großes Dünen­feld auf, wel­ches das Meer hinter sich ver­steck­te. Es sah eigent­lich ganz viel­ver­spre­chend aus und auf der rech­ten Seite befand sich eine schma­le Piste, die allem Anschein nach direkt zu den Dünen führte. Also nichts wie hin.

Die Piste war gut zu fahren und schlän­gel­te sich auf festem Unter­grund in Rich­tung Dünen. Aber jetzt ging es erst­mal nicht mehr weiter. Wir stan­den vor einer ver­las­se­nen Fischer­hüt­te und es war keine Piste mehr zu sehen. Wir dreh­ten um und folg­ten einer wei­te­ren Piste, die uns direkt zu unse­rem Ziel führte. Noch schnell den Luft­druck in den Reifen redu­zie­ren und los geht´s mit dem lus­ti­gen Dünenhüpfen.

Mercedes 911, Wüste

Wir haben einen traum­haf­ten Stell­platz gefun­den, der nur einen oder zwei… ok drei Stein­wür­fe von uns ent­fernt war. Hier werden wir erst einmal die nächs­ten Tage verbringen.

Wenn du noch wei­te­re Infor­ma­tio­nen für deine Reise nach Marok­ko benö­tigst, emp­feh­len wir dir unse­ren Marok­ko mit dem Wohn­mo­bil Bei­trag. Dort fin­dest du alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen auf einen Blick.

Du hast Lust auf wei­te­re Erleb­nis­se aus unse­rem Rei­se­ta­ge­buch? Dann emp­feh­le wir dir, einen Blick in unsere Wohn­mo­bil Rei­se­be­rich­te zu werfen.

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3 Kommentare

  • Hallo Edgar,

    wir haben mit unserm Handy und der Navi­ga­ti­ons-App OMS-And (Plus) die gesam­ten Routen bestrit­ten. Die App ist kos­ten­los und und greift auf Open­Street­Map zurück. Bei der Bezahl­ver­si­on können mehr als 5 Karten gela­den werden. Dort sind wirk­lich fast alle Pisten und Stra­ßen ver­zeich­net. Damit kamen wir durch die Wüste, aber auch auf Teer­stra­ßen super durch.

    Liebe grüße

    Stefan

  • ….den Guten Rutsch ins neue Jahr habe ich vergessen.

    Bleibt gesund und alles Gute auf euren Reisen.
    Gaby und Edgar

  • Hallo, ich bin eif­ri­ger Leser eurer inter­es­san­ten Berich­te. Heute habe ich mich für den Newsletter
    ange­mel­det. Wir sind eben­falls begeis­ter­te Marok­ko-Fahrer. Aller­dings nicht mit einem
    Off­road-Fahr­zeug son­dern mit einem Voll­in­te­grier­ten Rei­se­mo­bil der Marke “Car­tha­go”.
    Nun meine Frage oder Bitte: Wie navi­giert ihr in Marok­ko? Wel­ches Gerät nutzt ihr?
    Wel­ches System?
    Da wir kein Allrad-Fahr­zeug fahren, blei­ben uns nur die ” befes­tig­ten” Stra­ßen! Trotz­dem haben wir
    viele schöne Stre­cken in Marok­ko fahren können. Z. B. den Tizi´n Test Pass. Oder Erg-Chebbi.
    Wir fahren in Marok­ko nur nach Karte. Unser Garmin Stra­ßen­na­vi funk­tio­niert dort nicht. Oder wir haben
    keine Ahnung von irgend­wel­chen Möglichkeiten.
    Trotz­dem glaube ich, das es auch für unser Gerät eine Navi­ga­ti­ons­mög­lich­keit besteht. Ich weiß nur
    nicht welche? Daher meine Bitte um evtl. Auf­klä­rung bzw. Empfehlung?
    Wir sind zwar immer gut zurecht gekom­men, doch manch­mal haben wir uns doch ein funktionierendes
    Navi gewünscht!! Garmin bietet Topo Karte micro SD an. Wäre das eine Karte zur Straßennavigation
    für uns?
    Wir würden uns über eine kurze Ant­wort sehr freuen, da wir im Febru­ar wieder für div. Wochen
    nach Marok­ko fahren.
    Vielen Dank und macht weiter…….. wir sind treue Leser eurer Berich­te und Empfehlungen!!!
    Gaby und Edgar

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