Fes und die Medi­na — ein Marok­ko Reise­be­richt

Reisebericht, Medina, Fes, Marokko

Wir wollen dir in diesem Beitrag über Marok­ko, Fes und die Medi­na berich­ten. Fes ist die dritt­größ­te Stadt Marok­kos und gehört zu den soge­nann­ten Königs­städ­ten. Mit ca. einer Milli­on Einwoh­ner ist sie die viert­größ­te Stadt des Landes und hat eini­ges zu bieten.

Die Geschich­te von Fes

Den Namen hat diese große Stadt von dem arabi­schen Wort für “Hacke” (Fas bzw. Fés). Dies deutet auf die Grün­dung hin, die bis ins Jahr 800 zurück­geht. Anda­lu­si­sche Einwan­de­rer, die aus Spani­en vertrie­ben wurden, ließen sich hier nieder und auf der ande­ren Stadt­sei­te siedel­ten sich Tune­si­er an. Durch die güns­ti­ge Lage bekam sie einen raschen Aufschwung. Wenn du ausführ­li­che­res über Marok­ko, Fes und die Entste­hung wissen möch­test, empfeh­len wir dir diesen Wiki­pe­dia Beitrag.

Sehens­wür­dig­kei­ten

Fes hat seinen Besu­chern jede Menge zu bieten. Deswe­gen soll­te man sich etwas mehr Zeit nehmen, um in diese frem­de Welt eintau­chen zu können. Ob man die Stadt auf eige­ne Faust erkun­det oder die Diens­te eines Guide in Anspruch nimmt, kann man sich indi­vi­du­ell über­le­gen. Wir haben für die Tour durch die Medi­na einen Frem­den­füh­rer gebucht. Wir haben ca. 20 Euro p.P. bezahlt inkl. Hin- und Rück­fahrt und einem ganzen Tag in der Stadt.

Die Medi­na von Fes

Eine der bekann­tes­ten und meist besuch­ten Orte ist wohl die Medi­na von Fes. Die Altstadt besteht aus klei­nen, laby­rint­har­ti­gen Gassen, die nur zu Fuß oder mit Esels­kar­ren genutzt werden können. Sie behei­ma­tet wunder­vol­le Souks und jede Menge Gewer­be­be­trie­be, die einen zurück ins Mittel­al­ter verset­zen. Sie ist eine der weni­gen Medi­nas welt­weit, die noch in dieser ursprüng­li­chen Art exis­tie­ren. Als Ausgangs­punkt für eine Besich­ti­gung wählt man am Besten das große Tor Bab Bouj­loud.

Reisebericht, Marokko, Wohnmobil, Fes, Medina

Armen­vier­tel

Es ist aber auch trau­ri­ge Reali­tät, dass es sich dabei um ein über­be­völ­ker­tes Wohn­ge­biet der Armen handelt. Viele können nicht lesen und schrei­ben und auch Kinder­ar­beit scheint hier völlig normal zu sein. Die hygie­ni­schen Bedin­gun­gen sind als ziem­lich kata­stro­phal zu bezeich­nen und auch die Angst vor Feuer ist allge­gen­wär­tig.

Einen zu schwa­chen Magen soll­te man bei einer Besich­ti­gung nicht haben. Wie in Marok­ko üblich hängen die Köpfe, der gera­de geschlach­te­ten Tiere beim Metz­ger drau­ßen am Haken. Oft sind alle Sinne über­for­dert, wenn einem die unter­schied­lichs­ten Gerü­che in die Nase stei­gen. Und trotz­dem ist die Medi­na mit all ihren Hand­wer­kern, Souve­nir- und Teppich­händ­lern einen Besuch wert. Es ist so ganz anders, als das, was wir kennen.

Die Leder­ger­be­rei von Chuw­wa­ra

Einer der wohl am meist foto­gra­fier­ten Orte von Fes ist die Leder­ger­be­rei. Die Gerber von Fes-el-Bali gehö­ren zu den bekann­tes­ten Hand­wer­kern in ganz Marok­ko. Wenn man Glück hat, kann man den Gerbern von einer der vielen Terras­sen bei ihrer Arbeit zuse­hen. Doch der Geruch ist sehr gewöh­nungs­be­dürf­tig. Im Ideal­fall hat man ein paar Blät­ter Minze dabei, die man sich notfalls vor die Nase halten kann. Trotz des Geruchs ein sehens­wer­ter Ort.

Kairaoui­ne-Moschee

Diese Moschee ist die zweit­größ­te in Marok­ko, die bereits im 14. Jahr­hun­dert erbaut wurde. Doch leider bleibt einem als Nicht-Gläu­bi­ger der Eintritt verwehrt. Doch man kann einen Blick in den Innen­hof erha­schen, wenn man durch eine der großen 14 Tore blickt. Auf einem Rund­gang durch Fes soll­te man diese ehema­li­ge Koran­schu­le auf keinen Fall auslas­sen.

Ist es in Fes gefähr­lich?

Wie in unse­rem Marok­ko mit dem Wohn­mo­bil Beitrag schon erwähnt, ist Marok­ko oder auch Fes nicht gefähr­lich. Du findest in diesem Beitrag übri­gens auch jede Menge Reise­tipps und Infos für deine eige­ne Reise in dieses nord­afri­ka­ni­sche Land.

Doch zurück zu der Frage, ob Fes gefähr­lich ist. Es ist nicht mehr oder weni­ger gefähr­lich, als in ande­ren Groß­städ­ten. Man soll­te seine Taschen ein wenig im Auge haben, wie über­all, wo große Menschen­an­samm­lun­gen sind.

Camping­platz am Stadt­rand

Für eine Über­nach­tung gibt es unter­schied­li­che Möglich­kei­ten. Wir haben mit unse­rem Wohn­mo­bil den Camping­platz Diamant Vert genutzt. Ein toller, schön ausge­stat­te­ter Camping­platz, der aller­dings am Stadt­rand liegt. Mit einem Taxi kommt man jedoch inner­halb weni­ger Minu­ten über­all hin.

Riad in der Stadt

Riads sind klei­ne Gäste­häu­ser, die meist mitten in der Stadt liegen. Sie haben ihren ganz eige­nen Flair und bieten sich gera­de für eine Tour durch Fes aufgrund ihrer Lage an. Hier haben wir eine klei­ne Auswahl an entspre­chen­den Riads in Fes** für dich.

Hotels

Natür­lich gibt es hier auch Hotels**. Sie reichen von einfach bis luxu­ri­ös. Wir empfeh­len die Auswahl einer Unter­kunft, welche sich in der Nähe zur Medi­na befin­det. So ist man inner­halb von weni­gen Minu­ten im Gewu­sel und kann nach Herzens­lust, ohne großen Aufwand, durch die Stadt schlen­dern.

Fazit

Wir können zusam­men­fas­send sagen, dass der Tag in der Medi­na von Fes auf jeden Fall sehr aufre­gend war. Stun­den­lang waren wir mit unse­rem Guide in den engen Gassen unter­wegs und die Eindrü­cke waren über­wäl­ti­gend. Über­all riecht es anders, es ist laut und es wuselt nur so von Menschen. Man weiß gar nicht so wirk­lich, wo man zuerst hinschau­en soll. Doch das musst du selbst mal erlebt haben.

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