Fes und die Medina – ein Marokko Reise­be­richt

Reisebericht, Medina, Fes, Marokko

Wir wollen dir in diesem Beitrag über Marokko, Fes und die Medina berichten. Fes ist die dritt­größte Stadt Marokkos und gehört zu den sogenannten Königs­städten. Mit ca. einer Million Einwohner ist sie die viert­größte Stadt des Landes und hat einiges zu bieten.

Die Geschichte von Fes

Den Namen hat diese große Stadt von dem arabi­schen Wort für „Hacke“ (Fas bzw. Fés). Dies deutet auf die Gründung hin, die bis ins Jahr 800 zurückgeht. Andalu­sische Einwan­derer, die aus Spanien vertrieben wurden, ließen sich hier nieder und auf der anderen Stadt­seite siedelten sich Tunesier an. Durch die günstige Lage bekam sie einen raschen Aufschwung.

Sehens­wür­dig­keiten

Fes hat seinen Besuchern jede Menge zu bieten. Deswegen sollte man sich etwas mehr Zeit nehmen, um in diese fremde Welt eintauchen zu können. Ob man die Stadt auf eigene Faust erkundet oder die Dienste eines Guide in Anspruch nimmt, kann man sich indivi­duell überlegen. Wir haben für die Tour durch die Medina einen Fremden­führer gebucht. Wir haben ca. 20 Euro p.P. bezahlt inkl. Hin- und Rückfahrt und einem ganzen Tag in der Stadt.

Die Medina von Fes

Eine der bekann­testen und meist besuchten Orte ist wohl die Medina von Fes. Die Altstadt besteht aus kleinen, labyrinthar­tigen Gassen, die nur zu Fuß oder mit Esels­karren genutzt werden können. Sie behei­matet wunder­volle Souks und jede Menge Gewer­be­be­triebe, die einen zurück ins Mittel­alter versetzen. Sie ist eine der wenigen Medinas weltweit, die noch in dieser ursprüng­lichen Art existieren. Als Ausgangs­punkt für eine Besich­tigung wählt man am Besten das große Tor Bab Boujloud.

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Armen­viertel

Es ist aber auch traurige Realität, dass es sich dabei um ein überbe­völ­kertes Wohngebiet der Armen handelt. Viele können nicht lesen und schreiben und auch Kinder­arbeit scheint hier völlig normal zu sein. Die hygie­ni­schen Bedin­gungen sind als ziemlich katastrophal zu bezeichnen und auch die Angst vor Feuer ist allge­gen­wärtig.

Einen zu schwachen Magen sollte man bei einer Besich­tigung nicht haben. Wie in Marokko üblich hängen die Köpfe, der gerade geschlach­teten Tiere beim Metzger draußen am Haken. Oft sind alle Sinne überfordert, wenn einem die unter­schied­lichsten Gerüche in die Nase steigen. Und trotzdem ist die Medina mit all ihren Handwerkern, Souvenir- und Teppich­händlern einen Besuch wert. Es ist so ganz anders, als das, was wir kennen.

Die Leder­ger­berei von Chuwwara

Einer der wohl am meist fotogra­fierten Orte von Fes ist die Leder­ger­berei. Die Gerber von Fes-el-Bali gehören zu den bekann­testen Handwerkern in ganz Marokko. Wenn man Glück hat, kann man den Gerbern von einer der vielen Terrassen bei ihrer Arbeit zusehen. Doch der Geruch ist sehr gewöh­nungs­be­dürftig. Im Idealfall hat man ein paar Blätter Minze dabei, die man sich notfalls vor die Nase halten kann. Trotz des Geruchs ein sehens­werter Ort.

Kairaouine-Moschee

Diese Moschee ist die zweit­größte in Marokko, die bereits im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Doch leider bleibt einem als Nicht-Gläubiger der Eintritt verwehrt. Doch man kann einen Blick in den Innenhof erhaschen, wenn man durch eine der großen 14 Tore blickt. Auf einem Rundgang durch Fes sollte man diese ehemalige Koran­schule auf keinen Fall auslassen.

Ist es in Fes gefährlich?

Wie in unserem Marokko mit dem Wohnmobil Beitrag schon erwähnt, ist Marokko oder auch Fes nicht gefährlich. Du findest in diesem Beitrag übrigens auch jede Menge Reise­tipps und Infos für deine eigene Reise in dieses nordafri­ka­nische Land.

Doch zurück zu der Frage, ob Fes gefährlich ist. Es ist nicht mehr oder weniger gefährlich, als in anderen Großstädten. Man sollte seine Taschen ein wenig im Auge haben, wie überall, wo große Menschen­an­samm­lungen sind.

Camping­platz am Stadtrand

Für eine Übernachtung gibt es unter­schied­liche Möglich­keiten. Wir haben mit unserem Wohnmobil den Camping­platz Diamant Vert genutzt. Ein toller, schön ausge­stat­teter Camping­platz, der aller­dings am Stadtrand liegt. Mit einem Taxi kommt man jedoch innerhalb weniger Minuten überall hin.

Riad in der Stadt

Riads sind kleine Gäste­häuser, die meist mitten in der Stadt liegen. Sie haben ihren ganz eigenen Flair und bieten sich gerade für eine Tour durch Fes aufgrund ihrer Lage an.

Hotels

Natürlich gibt es hier auch Hotels. Sie reichen von einfach bis luxuriös. Wir empfehlen die Auswahl einer Unter­kunft, welche sich in der Nähe zur Medina befindet. So ist man innerhalb von wenigen Minuten im Gewusel und kann nach Herzenslust, ohne großen Aufwand, durch die Stadt schlendern.

Fazit

Wir können zusam­men­fassend sagen, dass der Tag in der Medina von Fes auf jeden Fall sehr aufregend war. Stundenlang waren wir mit unserem Guide in den engen Gassen unterwegs und die Eindrücke waren überwäl­tigend. Überall riecht es anders, es ist laut und es wuselt nur so von Menschen. Man weiß gar nicht so wirklich, wo man zuerst hinschauen soll. Doch das musst du selbst mal erlebt haben.

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