Mautfrei durch Frank­reich bis nach Spanien

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Wir wollten mautfrei durch Frank­reich bis nach Spanien fahren und haben uns deshalb ausnahms­weise für eine andere Route entschieden. Hier zeigen wir dir, welche Strecke wir gewählt haben und wie du so günstig bis nach Spanien kommst. Wenn du deine Maut für Frank­reich berechnen möchtest, haben wir auch noch eine Info für Dich.

Von Memmingen bis Weil am Rhein

Unsere erste Etappe führte uns von unserem ersten Stell­platz in Memmingen bis nach Weil am Rhein. Wir haben ein paar Mal hin und her überlegt, ob wir nicht am selben Tag noch über die Grenze nach Frank­reich fahren wollen. Da wir jedoch noch etwas Daten­vo­lumen übrig hatten, entschieden wir uns, die Nacht noch in Deutschland zu verbringen.

In Weil am Rhein standen wir an einem Stauwehr, direkt am Rhein. Ein wunder­schöner, absolut ruhiger Stell­platz mit idealen Spazier­mög­lich­keiten für Emily.

Rheinbrücke Grenze Frankreich

Mautfrei durch Frank­reich

Am nächsten Morgen ging es für uns dann weiter Richtung Frank­reich. Wir entschieden uns für eine Alter­na­tiv­route, da wir keine 180 Euro Maut bezahlen wollten. Der erste Teil unserer Etappe ging von Weil am Rhein bis Montceau-les-Mines. Der Weg führt durch kleine Dörfer an einer Landstraße entlang. Eine wunder­schöne Route, wenn man vom ländlichen Frank­reich etwas sehen möchte. Aller­dings zieht sich dieser erste Teil der Strecke und wirklich schnell kommen wir nicht voran. Aber da wir ja keinen zeitlichen Stress haben, war das für uns mehr als ok.

In Montceau-les-Mines haben wir die Nacht auf einem Stell­platz verbracht. Wir entschieden uns am nächsten Morgen schon um 05:30 Uhr aufzu­stehen, damit wir früher loskommen und mehr Strecke schaffen.

Also ging es für uns Richtung A75. Wir wollten durch das Zentral­massiv und dann Richtung Süden. Dieser Autobahn­ab­schnitt ist mautfrei. Diese Entscheidung hat sich absolut gelohnt. Es war für Fanti zwar ein wenig anstrengend, dieses ständige Auf und Ab. Aber dafür war die Umgebung einfach traumhaft schön. Wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Der einzige Punkt, an dem wir dann doch Maut bezahlt haben, war das Viadukt von Millau. Für bis zu 3,5t gibt es vorher eine Abfahrt, um auch diese Mautstellen zu umfahren.

In der Nähe der A75 fanden wir einen wunder­schönen, kleinen Stell­platz mit richtig tollem Ausblick und nur 6 km von der Autobahn entfernt, sodass wir unsere Route am nächsten Morgen schnell wieder fortsetzen konnten.

Nun folgte unser letzter Abschnitt durch Frank­reich. Es hieß einfach weiter die A75 fahren. So langsam merkten wir auch, dass es ein wenig mediter­raner wird. Die Landschaft verän­derte sich und wir konnten einen ersten Blick aufs Meer erhaschen. So gingen die letzten Kilometer durch Frank­reich bis Spanien wie im Flug vorbei.

Mautrechner Frank­reich

Wir haben im Internet noch einen Mautrechner für Frank­reich gefunden, mit dem es möglich ist seine Mautge­bühren vorab zu berechnen. Die Seite ist in Franzö­sisch und Englisch verfügbar. Dann weißt du ganz genau, in welcher Höhe Mautge­bühren auf dich zukommen.

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Spanien – wir sind endlich da

In La Jonquera fuhren wir über die Grenze nach Spanien und waren doch ein wenig überrascht. Die Grenze wurde mitsamt Waffen bewacht, was uns doch ein wenig „spanisch“ vorkam. An uns Deutschen hatten sie aller­dings kein Interesse und so konnten wir ganz problemlos nach Spanien einreisen. Dort fuhren wir dann entlang der N11 Richtung Girona.

In Girona ging es für uns zum Media Markt. Dort haben wir ganz problemlos 2 SIM-Karten mit je 4 GB Daten­vo­lumen für je 20 Euro gekauft. Das hat alles ganz wunderbar funktio­niert und so sind wir auch in Spanien endlich wieder online.

Für unsere Übernachtung entschieden wir uns für einen Stell­platz oberhalb von Lloret de Mar. Ein großer Sandplatz mit schöner Sicht auf die Stadt, welche nur von ein paar Bäumen leicht verdeckt wird.

Fazit mautfrei durch Frank­reich

Wir haben uns auf unserem Weg durch Frank­reich jede Menge Maut gespart. Nachdem wir diese Strecke früher schon einmal auf der konven­tio­nellen Route gefahren sind, können wir sagen, dass die Strecke ohne Maut durchaus seinen Reiz hat. Aller­dings sollte man etwas Zeit haben. Man braucht durchaus in wenig länger, aber wir fanden sie wesentlich sehens­werter, als die Route entlang der mautpflich­tigen Autobahn.

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17 Kommentare

  • Jetzt habt Ihr einen zusätz­lichen Mitfahrer an Bord…… – Ihr seid also ab sofort zu Viert! Ihr könnt ihn sehr leicht erkennen. Denn er ist „Quittegelb“ und hört auf den Namen „Neid“. Und er kommt aus ganzem Herzen von mir.

    Wir waren damals mit unserem „blauen Bomber“ – dem ersten „206“ von Mercedes, der mit Ausnahme des Antriebes und des MB-Sterns eigentlich noch ein Hanomag-Bus war, den ich zum Reise­mobil ausgebaut hatte – die ersten Ausländer die die damals noch (wg. Polisario-Aufstand) gesperrte Sahara-Piste in Marokko vom äußersten Südosten bis zum äußersten Südwesten durch­fahren haben. Es war ein absolut unver­gess­liches Erlebnis. Nicht zuletzt, weil uns der 4×4-Antrieb fehlte…..

    Mit unserem heutigen mit Ausnahme des Fahrge­stelles vollständig selbst gebauten Reise­mobils (s. RM-Inter­na­tional 09/2008) wäre eine solche Fahrt ein „Kinder­spiel“. Nur heute will meine Frau solche Fahrten nicht mehr mitmachen. Und alleine will ich nicht fahren. So bleibt mir „nur“ das europäische Festland und vielleicht noch die eine oder andere Insel. Wobei für uns der abgewan­delte Bibel­spruch gilt: “ Wo mehr als 5 Menschen versammelt sind, da sind wir nicht unter ihnen!“

    Da mein Neid nun schon bei euch mitfährt, werde ich ihn auf eurer Fahrt stets „scharf im Auge behalten“. Und Eure Fahrt intensiv verfolgen.

    Ich wünsche Euch ein gutes Gelingen Eurer Fahrt und ein pannen­armes Fahren mit ganz vielen wunder­schönen Erleb­nissen.

    Viele Grüße von Norbert Blazytko

    • Hallo Norbert,

      vielen Dank für deinen tollen Kommentar. Wir sind immer noch am schmunzeln und werden sehr gut auf unseren neuen „Mitfahrer“ aufpassen. 🙂 Wir werden auch die eine oder andere Piste in Angriff nehmen um unserem „Fanti“ ein bisschen Auslauf zu gönnen. Ich weiß nicht ob wir das ohne 4×4 wagen würden.

      Liebe Grüße

      Robby und Stefan

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