Tarifa – Schwei­ne­wiese und Camping im Matsch

Reisebericht, Tarifa, Schweinewiese, Stellplatz, Wohnmobil

Wir wollen euch von unseren letzten Tagen auf der Schwei­ne­wiese in Tarifa berichten. Aller­dings standen wir ja vorher noch am Embalse del Guadal­horce. Von da aus machten wir uns auf den Weg und hatten kein wirkliches Ziel.

Wir finden sicher was unterwegs

Unterwegs Richtung Nord-West stellten wir fest, dass es nur noch gute 100 km bis Jerez de la Frontera sind. Das klingt doch klasse. Dann fahren wir einfach in diese Richtung und bleiben dort dann irgendwo stehen. Denn in dem Bereich, in dem wir gerade unterwegs waren, sah es mit Übernach­tungs­plätzen nicht wirklich prickelnd aus. So tuckerten wir bei einem Misch Masch aus Regen und Sonnen­schein Richtung Jerez.

Pläne sind da, um sie zu verwerfen

Es kam, wie es kommen musste. Bei Arcos de la Frontera entschieden wir uns um, und nahmen Kurs auf die Küste. Und nach einer halben Stunde Fahrzeit waren wir beide total überrascht, dass wir bereits westlich von Gibraltar waren und nur noch ein kurzes Stück bis Tarifa hatten. Na, dann fahren wir doch einfach Richtung Tarifa.

Tarifa – Schwei­ne­wiese, wir kommen

Von der Schwei­ne­wiese in Tarifa hatten wir vorher noch nie etwas gehört. Doch unsere App, mit der wir u.a. nach Stell­plätzen suchen, wies diesen Platz als Übernach­tungs­mög­lichkeit aus. Wir kamen dort an und waren sicher, hier bleiben wir ein paar Tage. Das aus diesen paar Tagen in Tarifa mehr werden würden, als ursprünglich geplant, ahnten wir hier noch nicht.

So parkten wir einige Meter, von einem weiteren Kurzhauber, entfernt. Auf dem Platz standen ein paar alte Wohnwägen, ein paar alte Reise­busse, ein engli­scher Schulbus und ein paar Landys.

Nachdem wir alles ausge­räumt und uns gemütlich einge­richtet hatten, gingen wir mit Emily zum Strand, um noch ein paar Meter zu laufen. Was für ein wirklich schöner, breiter Strand mit Sicht auf Tanger in Marokko.

Tarifa, Schweinewiese, Strand

Da wir relativ müde waren, gingen wir früh ins Bett und schliefen schnell ein.

Tolle Begeg­nungen

Schon am nächsten Tag hatten wir unheim­liches Glück mit dem Wetter. Die Wolken verzogen sich und so schlen­derten wir bei strah­lendem Sonnen­schein draußen umher. Innerhalb kürzester Zeit lernten wir Willy, den Fahrer des Kurzhaubers, und seine Frau Marga kennen. Willy ist ein Deutscher und Marga Mexika­nerin. Beide leben zusammen in Mexiko und reisen ab und an mit ihrem Kurzhauber durch die Gegend.

Etwas später gesellte sich Stefan zu den Landy­fahrern, die ein ganzes Stück näher am Strand von Tarifa ihr Quartier aufge­schlagen hatten. Zu Ralf und Allan kam kurze Zeit später Stuart hinzu. Allan ist ein Schotte und Stuart ein Engländer, wie man anhand der Namen sicher erahnen kann.

„Hey, komm mit zu den Landys. Da ist zwar ein Engländer und ein Schotte dabei, aber die sprechen echt verständ­liches Englisch“, war Stefans Aussage, als er gegen Nachmittag zu mir ins Auto kam.

Wir verbrachten unseren gesamten Abend mit den Jungs bei ihren Landys. Der Himmel war sternenklar und Stuarts „Burger“ waren grandios. Was für eine Kulisse, wenn man vom Strand in Tarifa die Lichter von Tanger sehen kann.

Tarifa, Schweinewiese, Nacht, Tanger

Die Wiese war, vom Regen der Vortage, bereits ein wenig aufge­weicht und so kam es wie es kommen musste. Ohne Taschen­lampe, mit Crocs an den Füßen ging ich zu unserem Wohnmobil. Von einem Moment auf den anderen plötzlich ein nasses Gefühl an den Füßen. OMG … da bin ich wohl, blind wie ein Maulwurf, in ein Matschloch gestiegen. Na klasse … ich zog im Auto die nassen, matschigen Socken aus, meine Chucks an und ging mit Taschen­lampe bewaffnet wieder zurück zu den Jungs. Kann ja nur noch besser werden 🙂

Warum eigentlich Schwei­ne­wiese?

Das sollten wir in den nächsten Tagen erfahren. Denn schon am nächsten Morgen war es vorbei mit klarem Himmel in Tarifa. Wolken über Wolken, Regen über Regen und Wind ohne Ende. Wir konnten zuschauen, wie sich die große Wiese immer mehr in eine Matsch- und Seenland­schaft entwi­ckelte.

So schlossen wir uns mit der Landy-Fraktion kurz und bauten uns zusammen eine kleine Wagenburg. Die Stimmung war genial und so hatten wir, dank Stuart, sogar eine kleine Weihnachts­be­leuchtung. 🙂

Doch es wollte in Tarifa einfach nicht aufhören zu regnen. So entstanden um uns herum immer mehr Pfützen und sogar in unserem „Zelt“ fing es an, nasser zu werden. Wir ließen uns davon nicht unter­kriegen und saßen gemütlich an unserem Lager­feuer, aßen indisches Dal mit Naan und tranken Bier.

Tarifa, Schweinewiese, Wagenburg

Doch schon am nächsten Tag waren nur noch kleine Flecken unter unserem Zelt trocken. Der Rest war nur noch eine einzige Matsche­pampe. So hatten wir uns unsere Tage in Tarifa eigentlich nicht vorge­stellt. Doch in der passenden Runde kann einem sogar so ein Wetter nichts anhaben. Nichts desto trotz entschieden wir uns dafür, innerhalb der Schwei­ne­wiese, am nächsten Tag umzuparken.

Tarifa, Schweinewiese nach Regen

Heute Morgen fuhren wir ein paar Meter weiter in die Dünen, wo wir nun auf Sandboden und zwischen ein paar Büschen etwas windge­schützter stehen.

Na, bist du auch schon mal auf der Schwei­ne­wiese in Tarifa versumpft?

Du hast Lust auf weitere Erleb­nisse aus unserem Reise­ta­gebuch? Dann empfehle wir dir, einen Blick in unsere Wohnmobil Reise­be­richte zu werfen.

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2 Kommentare

  • Hallo ihr Lieben, wenn ihr mal perfekte Tapas essen wollt, fahrt nach Porto de Santa Maria in die Calle Ribera del Rio, direkt neben einem kleinen Hotel. Hier gibt es hausge­machte, echte spanische Tapas zum Nieder­knien 🙂 Parken könnte ihr direkt am Hafen.
    Viel Spass LG Ingo

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