Trocken­toi­lette, so kannst du die Trenn­toi­lette selber bauen

Trenntoilette bauen

Wir haben mit der Trenn­toi­lette, welche wie die Trocken­toi­lette ohne Wasser funktio­niert, die passende Lösung für unser Wohnmobil gefunden. Eine tolle Alter­native zum altbe­kannten Campingklo oder Porta Potti. Außerdem zeigen wir euch, wie man diese „Weiter­ent­wicklung“ der Kompost­toi­lette ganz einfach und günstig selber bauen und in das Wohnmobil oder den Wohnwagen integrieren kann. Welche Vorteile bietet diese Camping­toi­lette ohne Chemie und Wasser? Gibt es auch Nachteile? In diesem Beitrag möchten wir unsere Erfah­rungen mit Euch teilen und zeigen, wie wir unserer Trenn­toi­lette zufrieden sind.

Porta Potti, Campingklo und Chemie

Wer kennt es nicht, das Campingklo mit der blauen Flüssigkeit. Wonach riecht es, wenn ich einen Laden mit Camping­zu­behör betrete oder in ein Wohnmobil oder Wohnwagen steige? Richtig, nach der Chemietoi­lette. Man möchte meinen, das ist der normale Geruch. Selbst die verschlos­senen Flaschen mit der „blauen Chemie“ (es gibt sie mittler­weile auch in Grün) verströmen diesen sehr eindring­lichen „Duft“.

Auch wir hatten uns anfangs für ein Porta Potti Campingklo entschieden, da wir sie schon aus unserem Wohnwagen kannten. Was von uns aller­dings nicht bedacht wurde, war die Tatsache, dass wir nicht permanent an Camping­plätzen stehen, um das Campingklo jederzeit leeren zu können. Außerdem sind wir nicht nur 3 Wochen unterwegs, sondern über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Da nutzen wir die Camping­toi­lette täglich und selbst der größte Tank, mit 22 Litern, reicht dann nur bedingt.

Solange wir in Norwegen von der Infra­struktur für Wohnwagen und Wohnmobile verwöhnt waren, ging es auch recht gut. Aber auch hier wurde der Reiserhythmus vom Füllstand der Camping­toi­lette vorge­geben. Können wir noch stehen bleiben oder sollen wir lieber weiter­fahren, um unser Campingklo leeren zu können?

Besonders unangenehm wurde es, als Robby mit ihrer Blasen­ent­zündung zu kämpfen hatte. Wir mussten nach 3 Tagen wieder los, um die Chemietoi­lette zu entleeren, obwohl wir ein einem sehr schönen Stell­platz standen und eigentlich Bettruhe verordnet war.

Wir brauchen eine Camping­toi­lette ohne Chemie

Als wir die Grenze zu Finnland überschritten hatten, war es gänzlich vorbei mit dem Entsor­gungs­luxus. Dort gab es außer an Camping­plätzen keine Möglichkeit, die Camping­toi­lette mit ihrer „sprit­zigen Art“ an einer Entsor­gungs­station zu leeren.

Als mir bei einer der Toilet­ten­ent­lee­rungen ein paar Spritzer des Inhalts an den Beinen gelandet sind, begannen wir unsere normale Chemietoi­lette infrage zustellen. Es muss eine andere Lösung her, wenn wir in Deutschland unseren Zwischen­stopp einlegen. Von da ab infor­mierten wir uns über verschiedene Möglich­keiten und fassten u. a. die Trocken­toi­lette, Kompost­toi­lette bzw. Trenn­toi­lette ins Auge.

Die Trocken­toi­lette kannten wir schon

Uns war die Trocken­toi­lette, Kompost­toi­lette bzw. Humus­toi­lette schon bekannt. Wir kümmerten uns aber nicht weiter um diese Alter­native zum Chemieklo. Die Bedenken, ein sog. Plumpsklo ins Wohnmobil oder den Wohnwagen zu bauen, war zu abstrakt. Doch das änderte sich schnell, nachdem wir in Finnland ankamen.

In Finnland gibt es an vielen Rastplätzen und Wander­wegen diese Trocken­toi­letten. Um mit der Verwirrung der unter­schied­lichen Namen aufzu­räumen, egal ob es als Trocken­toi­lette, Kompost­toi­lette oder Humus­toi­lette bezeichnet wird, die Funkti­ons­weise ist die Gleiche. Es wird kein Wasser oder Anschluss benötigt. Den einzigen Unter­schied macht die Trenn­toi­lette, welche den Urin von den Feststoffen trennt, doch dazu später mehr.

Im Grunde fällt und läuft das Ganze in einen Eimer und wird mit einem „Streugut“ überdeckt (Sägespäne, Rinden­mulch). Was mir beim ersten Betreten auffiel: „Es riecht ja fast gar nix, wie kann das sein?“ Wer kennt nicht die Chemietoi­letten, auf die man auf Festivals oder Großver­an­stal­tungen trifft und welche einem schon mal den Atem rauben können? Aber bei besagter Kompost­toi­lette ist wirklich kein Geruch wahrnehmbar.

Woran liegt das? Die Feuch­tigkeit wird durch das Streugut aufge­nommen und der fäkale Geruch kann nicht oder nur sehr gering entstehen, denn die Mischung macht den Geruch.

Der Unter­schied von Trocken­toi­lette und Trenn­toi­lette

Die Trenn­toi­lette ist quasi eine Weiter­ent­wicklung der Trocken­toi­lette. Wie der Name schon sagt, wird das Flüssige vom Festen getrennt gesammelt. Aber welchen Vorteil hat das Ganze in Bezug auf den Einbau in einem Reise­mobil?

Bei der „normalen Trocken­toi­lette“ landet alles in einem Eimer. Das ist kein Problem, weil durch das Streugut die Feuch­tigkeit aufge­nommen wird. In der Praxis steht die Kompost­toi­lette aber an einem festen Standort und der Humus, der durch diese Art der Kompos­tierung entsteht, kann später mit einer Schaufel entnommen, und als Dünger weiter verwendet werden.

Im Wohnmobil oder Wohnwagen ist das Ganze aber nicht besonders prakti­kabel. Wir müssen den Eimer bzw. unsere Sammeltüte aus der Trocken­toi­lette entnehmen und entsorgen. Wenn man sich überlegt, dass der überwie­gende Teil unserer Ausschei­dungen flüssig ist, haben wir sehr schnell eine volle und schwere Tüte.

 

Abhilfe schafft hier die Trennung in Fest und Flüssig. Das Flüssige wird in einem Tank gesammelt und das Feste fällt in einen Eimer mit Beutel. Der Urin kann über eine normale Toilette oder bei einer Entsor­gungs­station entsorgt werden. Die Mülltüte hält mindestens 2 Wochen und kann einfach in einer Mülltonne entsorgt oder kompos­tiert werden. Natürlich nur, wenn man sich für kompos­tierbare Müllbeutel entschieden hat.

Herzstück der Trenn­toi­lette ist ein Trenn­einsatz, der eine Separierung der Ausschei­dungen möglich macht. Wir haben uns für einen Separett Trenn­einsatz entschieden. Dies Firma aus Schweden hat sich auf diese Art der Kompost­toi­lette spezia­li­siert und auch fertige Modelle für Haus und Garten. Um auch den kleinsten Anflug von Geruch zu verhindern, ist noch ein Lüfter integriert, der dauerhaft läuft und die „schlechte“ Luft aus der Trocken­toi­lette absaugt. Es handelt sich um einen sehr kleinen und sparsamen Lüfter. An unserem Batte­rie­mo­nitor nehmen wir den Lüfter fast nicht wahr.

Unsere Lösung – die Trenn­toi­lette selber bauen

In unserem LKW gibt es nur begrenzt Platz. Deswegen ist die fertige Standard­lösung der Trocken­toi­lette für uns nicht geeignet, vom Preis einmal abgesehen (gut 1000,– Euro). Aber zum Glück gibt es einen Trenn­einsatz für „kleines Geld“ zu kaufen. Dieser Trenn­einsatz nennt sich Separett PRIVY 501 und ist zum selber Bauen der Trenn­toi­lette gedacht. Neben dem mitge­lie­ferten Deckel ist er auch mit einem handels­üb­lichen Toilet­ten­deckel kompa­tibel. Auch ein Lüfter ist erhältlich, um die Kompost­toi­lette geruchsfrei zu halten und eine Trocknung der Feststoffe zu gewähr­leisten.

Dazu kann man noch einen Lüftersatz, Rohre, eine Rohrab­de­ckung und einen Eimer mit Deckel dazu bestellen. Außerdem benötigt man noch einen Urinka­nister für die flüssigen Ausschei­dungen und einen Anschluss­deckel für den Schlauch. Dann nur noch Holz, Schrauben, Schar­niere und Winkel und schon hat man alles, um seine Kompost­toi­lette selber zu bauen.

Kompost­toi­lette selber bauen

Einfach ausge­drückt, haben wir eine Holzkiste gebaut, in die wir oben ein Loch für den Trenn­einsatz gesägt haben. Von vorne kann die Kiste geöffnet werden, um den Eimer zu entnehmen.  Geschlossen wird diese Holzklappe einfach mit einem Push-Lock. Für uns eine prakti­kable und platz­spa­rende Lösung, welche sich mit Sicherheit in jedem anderen Fahrzeug ebenso reali­sieren lässt. Folgende Bauteile werden benötigt, um sich seine eigene Kompost­toi­lette zu bauen. Aber auch als Garten­toi­lette ohne Wasser­an­schluss ist die Trenn­toi­lette geeignet.

 

Material für die Trocken­toi­lette 
Urinka­nister
Entlüf­tungs­rohre
Eimer

 

Trocken­toi­lette Selbst­bauset

Die Firma Wohnwagon hat für uns ein  zusam­men­ge­stellt. Damit bekommst Du alle oben gezeigten Einzel­ar­tikel als Komplett­paket und sparst obendrein noch ein paar Euro.

Zusätz­liches Material und Werkzeug
Holz
Schrauben
Schar­niere
Winkel
Schrau­ben­dreher
Akkuschrauber
Bleistift
Bohrer
Meterstab
Stichsäge (Handkreissäge für gerade Schnitte)
Lochsäge 25 mm
Lochsäge 74 mm
Push-Lock
Sikaflex 521 UV
Tülle
Entlüf­tungs­schlauch

 

Wie viel Holz benötigt wird, die Anzahl der Schrauben und die Menge der Winkel ist sehr indivi­duell. Wir haben z. B. nur eine Seitenwand, den Deckel für den Trenn­einsatz und die Klappe vorne benötigt, da wir die Trenn­toi­lette in die Ecke unseres Badezimmers montiert haben.

Die Mindest­tiefe für den Privy Einsatz ist 500 mm und die Breite sollte mindestens 450 mm betragen, um den Trenn­einsatz befes­tigen zu können und auch eine gewisse Stabi­lität zu erreichen. Die Höhe wird lt. Hersteller mit mindestens 500 mm angegeben.

Wir haben 18 mm dicke Kiefern­holz­platten verwendet, welche an einem Gerüst aus Holzbalken befestigt sind. Die Holzbalken sind ca. 40 x 40 mm.

 

Je nach vorhan­denem Platz kann die Größe angepasst werden, sollte aber innerhalb der Mindestmaße liegen. Bei der Höhe haben wir uns an einer „normalen“ Toilette orien­tiert und sind bei 480 mm gelandet, um bequem darauf sitzen zu können und den Eimer noch bequem entnehmen zu können. Das entspricht zwar nicht dem Mindestmaß, passt aber trotzdem. Die Breite beträgt 570 mm, da wir den Lüfter oben montiert haben.

Bauanleitung Trockentoilette

Der Eimer wird durch eine einfache Holzkon­struktion vor Verrut­schen gesichert, was selbst bei Gelän­de­fahrten wunderbar funktio­niert. Der Push-Lock ist für Holzplatten mit einer Dicke von 18 mm geeignet und hält die Klappe sicher verschlossen. Das Loch für den Push-Lock fräst man mit der

Anzeige

Den Urinka­nister mit 22 Litern haben wir außerhalb unseres Fahrzeugs in einer Staukiste verbaut. Wer möchte, kann noch einen Ablasshahn montieren, um den Kanister ohne Entnahme an der Entsor­gungs­station entleeren zu können.

Montage Abluftrohr

Wir haben das Abluftrohr durch das Dach nach außen geführt. Für die Bohrung verwendet man am besten eine 74-mm-Lochsäge. Durch das Arbeiten mit der Lochsäge und Bohrma­schine wird das Loch meist eh etwas größer, sodass sich der fehlende Milli­meter ergibt. Außerdem darf das Lüftungsrohr ruhig stramm durch die Öffnung gehen, um im besten Fall keine zu großen Spaltmaße zu haben. Abgedichtet haben wir das Ganze mit Sikaflex 521 UV. Wichtig ist hierbei wirklich sauber zu arbeiten. Wenn man sich dann noch an die empfoh­lenen Verar­bei­tungs­hin­weise der Dicht­masse hält, gibt es auch keine Undich­tig­keiten. Auf das Rohrende wird dann die Rohrab­de­ckung geschraubt.

Auch eine seitliche Durch­führung wäre denkbar. Hier ist die Rohrab­de­ckung für die Dachdurch­führung aber ungeeignet. Je nach Optik kann man aber ein Lüftungs­gitter für Wanddurch­füh­rungen benutzen. Für die Montage und Abdichtung würde ich ebenfalls Sikaflex 521 UV verwenden.

 

Unsere Tipps für den Eigenbau im Wohnmobil

    • Wir haben uns einen Standard-Mörte­leimer mit 20 Liter Fassungs­ver­mögen im Baumarkt gekauft. Aller­dings hat er keinen Deckel, den wir aber bis jetzt auch noch nicht vermisst haben.
    • Die Rohre für die Abluft sind Standard DN75 Rohre. Wir haben uns Rohre für Regen­rinnen besorgt, weil diese UV-beständig sind. Sie sind teurer als Abwas­ser­rohre, aber deutlich haltbarer.
    • Der Urinka­nister sollte unter Umständen eine Entlüftung haben, damit die Luft entweichen kann. Sonst könnte sich bei Tempe­ra­tur­än­de­rungen der Kanister ausdehnen und das Flüssige läuft nicht mehr in den Kanister. Haupt­sächlich kann das passieren, wenn der Urinschlauch in relativ vielen Bögen verlegt werden muss. Dafür haben wir einfach einen 10mm Schlauch mithilfe eines Kanis­ter­an­schlusses angebracht. Durch ein Loch wird der Schlauch aus unserem Staukasten gelegt. Sollte man einmal vergessen den Kanister zu leeren, oder man mit relativ vollem Tank auf Gelän­de­fahrt, wird über den Entlüf­tungs­schlauch die Flüssigkeit nach außen geleitet und verteilt sich nicht im Staukasten. Bis jetzt das bei uns aber noch nicht passiert.
    • Wir empfehlen einen Weithals­ka­nister, dieser lässt sich einfacher entleeren.

 

Und wie ist das jetzt mit dem Entsorgen?

 

Der Schlauch ist flexibel und wird bei Entnahme nach oben gedrückt.

Der Eimer wird von vorne aus der Holzkiste der Trocken­toi­lette entnommen und die Tüte verschlossen. Der Inhalt kann entweder kompos­tiert oder mit dem normalen Hausmüll entsorgt werden, es ist ja keine Chemie drin. Babywindeln wirft man schließlich auch in den Hausmüll. Aller­dings ist eine Kompos­tierung nur mit sinnvoll und umwelt­ge­recht.

Der Urinbe­hälter wird vom Schlauch getrennt und entweder in einer normalen Toilette oder an einer Entsor­gungs­station für Chemietoi­letten entleert.

FAQ

Wir haben unseren Beitrag im Jahr 2016 veröf­fent­licht und freuen uns sehr über die vielen positiven Rückmel­dungen. Ein paar Fragen tauchen immer wieder auf und so ist es an der Zeit für ein paar FAQs.

Wie oft entleeren wir unsere Trenn­toi­lette?

Den Eimer der Trenn­toi­lette entleeren wir nur ca. alle 2-3 Wochen. Der Urinka­nister reicht uns für ca. 1 Woche. Im Vergleich zum Chemieklo ist das eine gewal­tiger Unter­schied. Der Großteil der Ausschei­dungen ist flüssig. Wenn man einen größeren Kanister und einen größeren Eimer nimmt, kann der Zeitraum natürlich noch ausge­dehnt werden.

Brauche ich Streugut?

Eigentlich ist Streugut nicht nötig und wir benutzen es auch nur in Ausnah­me­fällen. Aller­dings kann dadurch das „Trocken­legen“ positiv begünstigt werden, wenn jemand z. B. Durchfall hat. Man kann hierfür Klein­tier­streu (Sägespäne) benutzen. Aber auch andere „Abdeck­mittel“ wie z. B. Kaffee­pulver oder können die Trocknung beschleu­nigen.

Trockentoilette Streu Terra Preta

 

Das riecht dazu noch gut und der Nachfolger muss auch keinen Blick auf die Hinter­las­sen­schaften des Vorgängers werfen.

Bei dem fertigen Modell „Villa“ befindet sich eine Klappe über dem Eimer der Trocken­toi­lette, die sich erst beim Setzen auf die Klobrille öffnet.

Beim Selbst­bausatz PRIVY 501 gibt es diese Klappe nicht. Allein aus geruchs­tech­ni­scher Sicht ist bei der Trenn­toi­lette kein Streugut nötig, solange man sie mit einem Lüfter betreibt.

Was mache ich bei Durchfall?

Es kann nicht schaden, bei Durchfall Streugut zu nutzen und die Trenn­toi­lette bei Gelegenheit zu leeren. In der gesamten Dauer unserer Nutzung blieb es natürlich auch nicht aus, dass wir selbst von einer Darmver­stimmung heimge­sucht worden sind. Wie Zuhause ist bei einer Magen-Darm-Grippe erhöht auf Sauberkeit zu achten.

Wie trifft Mann bzw. Frau?

Stehend kann die Trenn­toi­lette nur schwierig benutzt werden. Beim Sitzen hat Man(n) keinerlei Schwie­rig­keiten in die richtige Öffnung zu treffen. Als Frau ist etwas Übung nötig. Es hilft, sich einfach etwas weiter vorne zu platzieren. Sollte dennoch am Anfang etwas daneben gehen, ist das nicht weiter tragisch. Es dauert nicht lange, bis man sich daran gewöhnt hat. Bis es so weit ist, einfach etwas Streugut verwenden und den Eimer der Trenn­toi­lette öfter leeren.

Pflege der Trenn­toi­lette

Die Reinigung und Pflege der Trenn­toi­lette unter­scheidet sich nicht wesentlich von einer normalen Toilette und sollte genauso regel­mäßig durch­ge­führt werden. Bei starker Nutzung kann von Zeit zu Zeit ein genutzt werden, um das Ablaufrohr zu reinigen.

Riecht die Trocken­toi­lette wirklich nicht?

Gerade Robby war am Anfang ziemlich skeptisch, was das Thema Trocken­toi­lette anbelangt. „Es kann doch nicht sein, dass man da gar nichts riecht“, war ihr O-Ton. Nachdem wir nun seit Anfang Oktober 2016 eine Trenn­toi­lette haben, können wir das mit dem Geruch wirklich bestä­tigen. Das System funktio­niert, egal ob bei 10 Grad oder bei 43 Grad. Der Lüfter sorgt dafür, dass man nicht mal während oder direkt nach dem Toilet­tengang Gerüche wahrnehmen kann.

Beim Entleeren des Eimers und des Urinka­nisters der Trenn­toi­lette sind fast keine üblen Gerüche zu erwarten. Wenn man natürlich direkt nach dem Toilet­tengang leert, wird einem mit Sicherheit etwas in die Nase steigen. Wem der Geruch eines Chemieklos nichts ausmacht, wird beim Leeren der Trenn­toi­lette nur müde lächeln. Ganz geruchlos geht es nie vonstatten, wenn man seine Fäkalien entsorgt. Aber damit muss man als Camper leben.

Fazit

Wer sein Wohnmobil selbst ausbaut oder eine kosten­günstige und angenehmere Alter­native zum Chemieklo sucht, sollte sich mit dem Thema Trenn­toi­lette bzw. Trocken­toi­lette beschäf­tigen. Für uns ist diese Variante ein großer Zugewinn. Wir freuen uns über eine super Lösung, die noch dazu umwelt­freundlich ist. Es wird kein Trink­wasser für die Spülung benötigt und Chemie wird auch nicht gebraucht. Das Entleeren der Trocken­toi­lette ist jederzeit möglich, ohne dass eine spezielle Entsor­gungs­station benötigt wird.

Vorteile:

  • Keine Chemie,
  • kein Wasser nötig,
  • längere Leerungs­in­ter­valle,
  • keine spezi­ellen Entsor­gungs­sta­tionen nötig,
  • günstig beim selber Bauen,
  • geringe Folge­kosten,
  • Klobrille wie Zuhause.

Nachteile:

  • Entlüftung nötig,
  • größerer Platz­bedarf bei Fertig­va­riante,
  • eventuell Sicht­kontakt mit den eigenen Hinter­las­sen­schaften.

Hier findest du noch einen anderen Einsatz, um die Trenn­toi­lette selbst bauen zu können. Außerdem eine Variante der bereits fertigen Trocken­toi­lette und auch ein Kindersitz ist verfügbar.

Trockentoilette Separett Villa

 

Du möchtest noch mehr Infos und Ratge­ber­ar­tikel? Dann sind die folgenden Beiträge bestimmt inter­essant.

Hat Dir der Beitrag gefallen?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
4,52 von 5 Sterne, basierend auf 111 abgegebenen Stimmen.

Wenn du den Beitrag bewertest, wird Deine IP-Adresse zum Schutz vor Mehrfachbewertung in unserer Datenbank gespeichert. Beachte hierzu die Hinweise in der Datenschutzerklärung

Loading...
Mehr von Stefan

Ladebooster oder Trenn­relais? Die Entschei­dungs­hilfe

Wie in unserem Solar­beitrag kurz erwähnt, haben wir unsere autarke Strom­ver­sorgung durch...
Weiterlesen

104 Kommentare

  • Hallo Stefan,

    Läuft bei euch der Lüfter auch Nachts?

    Wir haben einen Malibu Kasten­wagen Modell 2015.
    Wenn ich ein fertig einge­rich­tetes WoMo mit einer Trocken­toi­lette ausstatten will muss ich bestimmt das Bad neu konzi­pieren?
    Oder kann die Badein­richtung im Wesent­lichen so bleiben, wenn ich mich für die teure Fertig­lösung entscheide?

    Vielen Dank für den genialen Artikel.

    Dietmar

    • Hallo Dietmar,

      unser Lüfter läuft 24/7, also immer :-). Ob du Toilette integrieren kannst, kann ich leider nicht beant­worten. Kommt auf den Verfüg­baren Platz an. Freunde von uns konnten das in Ihrem Wohnmobil problemlos umbauen.

      Viele Grüße

      Stefan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.