• Victron MultiPlus 12/3000/120-16 Frontansicht
  • Victron MultiPlus 12/3000/120-16 Seitenansicht
Hersteller Artikelnummer PMP122300001 EAN 8719076045151 Marke:

2400 Watt Kombi-Wechselrichter 12V MultiPlus 12/3000/120-16 Victron

  • 2400 W Dauerleistung bei 25 °C (3000 VA), Spitzenleistung 6000 W
  • Für 12V-Batterien, Ladegerät mit 120A Ladestrom
  • Netzvorrangschaltung bis 16A, PowerControl und PowerAssist
  • Zweiter AC-Ausgang (AC-out-2, max. 16A), VE.Bus für Parallelbetrieb
  • Batterietemperatursensor im Lieferumfang

Abbildung zeigt die Ausführung -50 mit 50A Transferschalter. Dieses Gerät ist die Ausführung -16 mit 16A Transferschalter.

Ab 868,90 €

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Auf einen Blick

  • 2400 W Dauerleistung bei 25 °C (3000 VA), Spitzenleistung 6000 W
  • Für 12V-Batterien, Ladegerät mit 120A Ladestrom
  • Netzvorrangschaltung bis 16A, PowerControl und PowerAssist
  • Zweiter AC-Ausgang (AC-out-2, max. 16A), VE.Bus für Parallelbetrieb
  • Batterietemperatursensor im Lieferumfang

Abbildung zeigt die Ausführung -50 mit 50A Transferschalter. Dieses Gerät ist die Ausführung -16 mit 16A Transferschalter.

Produktbeschreibung

Der Victron MultiPlus 12/3000/120-16 (Artikelnummer PMP122300001) vereint Sinus-Wechselrichter, Batterieladegerät und Netzumschaltung in einem Gerät. Er liefert 2400 W Dauerleistung bei 25 °C und lädt die 12V-Batterie mit bis zu 120A. Hängt Landstrom oder ein Generator am Eingang, schaltet er die Verbraucher durch und lädt die Batterie. Fällt der Eingang weg, übernimmt der Wechselrichter.

Die „3000“ im Namen sind 3000 VA, nicht 3000 W. Was dauerhaft nutzbar ist, steht im nächsten Abschnitt.


Wie viel Watt hat der MultiPlus 12/3000/120-16?

Dauerhaft 2400 W bei 25 °C, 2200 W bei 40 °C und 1700 W bei 65 °C. Die Spitzenleistung liegt bei 6000 W. Die „3000“ in der Typenbezeichnung ist die Scheinleistung in VA bei 25 °C; Victron gibt sie für nichtlineare Last mit Crest-Faktor 3:1 an. Plane deine Verbraucher deshalb nach den Watt-Werten und rechne bei warmer Umgebung mit der niedrigeren Dauerleistung.


Für welche Anlage passt er, und wo liegen die Grenzen?

Er passt zu einer 12V-Batteriebank, die hohe Ströme liefern kann. Bei voller Dauerleistung fließen auf der 12V-Seite rund 200A (Beispielrechnung mit 12,8 V und dem maximalen Wirkungsgrad von 93 %: 2400 W ÷ (12,8 V × 0,93) ≈ 202A). Victron nennt als Eingangsstrom bis zu 250A. Kurzzeitig bis 6000 W liegt der Strom noch deutlich höher. Das ist die eigentliche Grenze: Kabel, Sicherung und Batterie müssen das leisten. Bei einer 24V-Anlage ist der Strom nur halb so hoch, dafür gibt es den MultiPlus 24/3000/70.


Batterie: Kapazität, LiFePO4 und BMS

Victron empfiehlt für dieses Gerät eine Batteriekapazität von 400–1200Ah. Das ist eine Empfehlung, damit die volle Leistung genutzt werden kann, keine Pflicht. Bei LiFePO4 ist die Amperestundenzahl allein nicht entscheidend. Prüfe im Datenblatt deiner Batterie:

  • Dauerentladestrom: Er muss die rund 200A bei 2400 W (Beispielrechnung) dauerhaft tragen. Bei niedriger Batteriespannung ist der Strom für dieselbe Leistung höher, plane also mit Reserve. Weitere DC-Verbraucher an derselben Batterie kommen zusätzlich dazu. Sonst schaltet das BMS ab, oder du musst die Last begrenzen.
  • Spitzenstrom: Bei kurzzeitig bis 6000 W liegt der Batteriestrom deutlich höher. Das BMS muss das kurzzeitig zulassen.
  • Spannungseinbruch: Hohe Ströme lassen die Batteriespannung absacken, auch über dünne oder lange Kabel. Fällt sie zu tief, schaltet der Wechselrichter ab (Eingangsbereich 9,5–17 V).
  • Ladestrom: Werkseinstellung sind 75 % des Maximums, also rund 90A. Per DIP-Schalter kannst du 25, 50, 75 oder 100 % wählen. Die Batterie muss den eingestellten Ladestrom aufnehmen dürfen.

Werkseitig ist das Ladegerät auf Victron Gel Deep Discharge eingestellt (Absorption 14,4 V, Erhaltung 13,8 V) und gleicht die Ladespannung über den Batterietemperatursensor für Bleibatterien an die Temperatur an. Für LiFePO4 braucht es ein anderes Ladeprofil:

  • Drop-in-Batterien mit eingebautem BMS (mit Lade- und Entladeabschaltung): Victron nennt dafür den Lithium-Modus. Du aktivierst ihn in den Ladegerät-Einstellungen von VictronConnect und stellst die Ladespannungen nach der Anleitung deiner Batterie ein. Zusätzliche Assistenten sind dafür laut Victron nicht nötig.
  • Temperaturkompensation: Der Lithium-Modus schaltet die für Blei gedachte Temperaturkompensation der Ladespannung ab. Victron gibt an, dass die Ladespannung im Normalbereich von 5 bis 40 °C für Lithium weder angehoben noch abgesenkt wird. Ab welcher Temperatur geladen werden darf, gibt dein Batteriehersteller vor.
  • Abschaltspannung: Unterspannungsabschaltung und Wiederanlaufspannung des Wechselrichters stellst du laut Victron nach den Angaben deines Batterieherstellers ein.
  • Andere Lithium-Systeme: Victron-Batterien, die ein VE.Bus-BMS brauchen, und Batterien mit Kommunikation über CAN-Bus werden anders eingebunden. Dafür gelten die Anleitungen von Victron bzw. des Batterieherstellers.

Netzvorrang, PowerControl und PowerAssist

Der Transferschalter schaltet bis 16A. PowerControl begrenzt den Ladestrom, damit ein schwacher Landstrom- oder Generatoranschluss nicht überlastet wird. PowerAssist ergänzt bei Lastspitzen Leistung aus der Batterie, laut Victron bis 3 kVA (rund 13A zusätzlich). Zusammen mit 16A vom Eingang kann der Ausgang so bis zu 29A liefern. Den maximalen Eingangsstrom stellst du ein, werkseitig sind es 16A.

Ein zweiter Ausgang (AC-out-2, max. 16A) schaltet bei Batteriebetrieb ab. Daran hängst du Verbraucher, die nur mit Landstrom oder Generator laufen sollen, etwa einen Boiler oder eine Klimaanlage. Kommt der Eingang zurück, schaltet er mit rund 2 Minuten Verzögerung wieder zu.


Anschluss und Einbau

Laut Victron darf das Gerät nur von einer qualifizierten Elektrofachkraft installiert werden, und auch die Einstellungen darf nur eine Elektrofachkraft ändern. Das Gerät ist schwer, hebe es nicht allein.

  • Batteriekabel: Victron empfiehlt je Plus- und Minus-Anschluss 2x 50 mm² bis 5 m Kabellänge und 2x 70 mm² von 5 bis 10 m. „2x“ bedeutet zwei Plus- und zwei Minus-Kabel. Angeschlossen wird an vier M8-Bolzen (2x Plus, 2x Minus), das maximale Drehmoment beträgt 12 Nm. Halte den Abstand zur Batterie kurz und verlege die Kabel nicht in einem geschlossenen Rohr.
  • Sicherung: Victron empfiehlt eine DC-Sicherung mit 400A in der Batteriezuleitung. Kabel, Sicherung und Sicherungshalter gehören nicht zum Lieferumfang und musst du separat besorgen. Wir führen aktuell keine 400A-Sicherung. Lass dir Sicherung und Halter passend zur Victron-Vorgabe von deinem Elektro- oder Victron-Fachhändler oder deiner Elektrofachkraft zusammenstellen.
  • Platzbedarf: Laut Victron-Maßzeichnung zu dieser Artikelnummer sind es Höhe 364 × Breite 258 × Tiefe 221 mm, die Victron-Produktseite nennt Höhe 362 × Breite 258 × Tiefe 218 mm. Plane mit den größeren Werten. Die Maßzeichnung findest du im Reiter Downloads.
  • Aufstellung: Trocken, gut belüftet, möglichst nah an der Batterie, aber nie direkt darüber. Rund um das Gerät braucht es mindestens 10 cm Platz zum Kühlen. Wandmontage ist waagerecht oder senkrecht möglich, für die Kühlung ist senkrecht besser. Das Innere muss auch nach dem Einbau zugänglich bleiben. Stelle das Gerät in eine hitzebeständige Umgebung, ohne Chemikalien, Kunststoffteile oder Textilien in unmittelbarer Nähe. Zu hohe Umgebungstemperatur senkt Ladestrom und Spitzenleistung oder schaltet den Wechselrichter ab.
  • AC-Seite: Der AC-Eingang ist mit höchstens 16A abzusichern. Am Ausgang AC-out-1 verlangt das Handbuch einen Fehlerstromschutzschalter Typ A und eine passende Sicherung oder einen Leitungsschutzschalter in Reihe, höchstens 32A. Für AC-out-2 gelten Fehlerstromschutzschalter und Sicherung mit höchstens 16A. Im Gerät ist kein FI-Schutzschalter eingebaut. Angeschlossen wird an Schraubklemmen bis 13 mm².
  • Erdung: Das Gerät gehört zur Schutzklasse I. Der AC-Eingang oder das Gehäuse muss durchgehend geerdet sein. Das eingebaute Erdungsrelais verbindet den Neutralleiter des Ausgangs mit dem Gehäuse, solange keine externe AC-Quelle anliegt. Liegt eine an, öffnet das Relais, bevor das Eingangsrelais schließt, damit ein Fehlerstromschutzschalter am Ausgang richtig arbeitet. Bei mobilen Installationen mit Landstromstecker trennt das Ziehen des Steckers auch die Erdung, dann ist das Gehäuse mit dem Fahrzeugchassis zu verbinden. Die Ausführung legt die Elektrofachkraft nach dem Handbuch (Kapitel 4.3) fest.
  • Temperatursensor: Der mitgelieferte Sensor kommt an den Minuspol der Batterie und regelt die Ladespannung temperaturabhängig.

Einstellung und Überwachung

Die wichtigsten Einstellungen (AC-Eingangsstrom, Ladestrom, Ladespannung, Absorptionszeit, AES) stellst du per DIP-Schalter ein. Alle weiteren Einstellungen laufen über VEConfigure oder VictronConnect mit dem MK3-USB-Interface. Mit dem VE.Bus Smart Dongle kannst du Statuswerte anzeigen, zwischen Ein, Aus und Nur-Ladegerät wechseln und die Landstrombegrenzung einstellen. Für die Konfiguration etwa der Ladeparameter benötigst du das MK3-USB-Interface. Victron richtet die Konfiguration an geschulte Installateure, die Einstellungen sind passwortgeschützt. Bedienen kannst du das Gerät am Gerät selbst, mit dem Digital Multi Control Bedienpaneel oder per Bluetooth mit dem VE.Bus Smart Dongle. Bis zu sechs gleiche Geräte lassen sich parallel schalten, drei gleiche Geräte für Drei-Phasen-Betrieb. Der Leerlaufverbrauch beträgt 20 W, im AES-Modus 15 W und im Suchmodus 8 W.

Zusätzlich nötig: MK3-USB, Digital Multi Control und VE.Bus Smart Dongle schließt du jeweils mit einem geraden RJ45-UTP-Kabel (Netzwerk- bzw. Patchkabel, kein Crossover) an den VE.Bus-Anschluss des MultiPlus an. Dieses Kabel gehört nicht zum Lieferumfang des MultiPlus. Beim Digital Multi Control und beim VE.Bus Smart Dongle ist es laut Victron ebenfalls nicht enthalten, und für den MK3-USB nennt Victron es als zusätzlich nötig. Victron verlangt ein industriell gefertigtes Kabel, selbst gecrimpte Kabel machen oft Probleme.


Häufige Fragen

Wie viel Watt hat der Victron MultiPlus 12/3000/120-16?
2400 W dauerhaft bei 25 °C, 2200 W bei 40 °C und 1700 W bei 65 °C. Kurzzeitig schafft er bis zu 6000 W. Die 3000 im Namen sind VA, nicht Watt.

Reicht eine 200Ah-LiFePO4-Batterie?
Victron empfiehlt 400–1200Ah. Bei LiFePO4 zählt vor allem der Dauerentladestrom des BMS. Bei 2400 W fließen rund 200A (Beispielrechnung), bei niedriger Batteriespannung mehr, dazu kommen weitere DC-Verbraucher. Eine einzelne 200Ah-Batterie mit 100A-BMS reicht dafür nicht. Dann musst du die Leistung begrenzen oder Batterien mit höherem Entladestrom einsetzen, auch mehrere parallel.

Welche Einstellung brauche ich für LiFePO4?
Bei Drop-in-Batterien mit eingebautem BMS nennt Victron den Lithium-Modus in den Ladegerät-Einstellungen, dazu die Ladespannungen aus der Batterieanleitung. Im Lithium-Modus ist die Temperaturkompensation für Blei abgeschaltet.

Welches Kabel brauche ich für Digital Multi Control, MK3-USB oder Smart Dongle?
Ein gerades RJ45-UTP-Kabel (Netzwerk- bzw. Patchkabel), industriell gefertigt. Es ist nicht im Lieferumfang des MultiPlus; beim Digital Multi Control und beim VE.Bus Smart Dongle nennt Victron es ausdrücklich als nicht enthalten.

Welche Sicherung und welches Kabel brauche ich?
Victron empfiehlt eine 400A-Sicherung und je Pol 2x 50 mm² (bis 5 m) bzw. 2x 70 mm² (5 bis 10 m). Beides ist nicht im Lieferumfang, Sicherung und Halter besorgst du separat. Eine 400A-Sicherung führen wir aktuell nicht.

Brauche ich einen FI-Schutzschalter?
Im Gerät ist keiner eingebaut. Laut Handbuch gehört am Ausgang ein Fehlerstromschutzschalter Typ A mit Sicherung in Reihe, bei AC-out-1 höchstens 32A, bei AC-out-2 höchstens 16A.

Kann ich mehrere Geräte parallel schalten?
Ja, bis zu sechs gleiche Geräte. Das richtest du über VE.Bus und die Konfiguration per Computer ein.

Ist ein Batterietemperatursensor dabei?
Ja, er gehört zum Lieferumfang.

Wo finde ich die Bedienungsanleitung?
Im Reiter Downloads. Es ist das mehrsprachige Victron-Handbuch für MultiPlus 3k 230V (16A und 50A), der deutsche Teil steht darin.

lieferumfang

Im Lieferumfang enthalten

1x Victron MultiPlus 12/3000/120-16 1x Batterietemperatursensor

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🛠️ Details

Gewicht 18 kg
Maße 221 × 258 × 364 mm
Hersteller

Victron Energy

Systemspannung

12V

Eingangsspannung

9,5 – 17 V

Ausgangsspannung

230 VAC

Dauerlast (VA) bei 25 °C

3000 VA

Dauerlast (W) bei 25 °C / 40 °C (W)

2400 / 2200 W

Dauerlast (W) bei 65 °C

1700 W

Spitzenleistung

6000 W

Ladestrom Ladegerät

120A

Ladestrom Starterbatterie

4A

Transferschalter

16A

Netzvorrangschaltung

ja

Max. Wirkungsgrad

93 %

Leerlaufverbrauch

20 W (AES 15 W, Suchmodus 8 W)

Batteriekapazität

Victron-Empfehlung: 400–1200Ah

Empfohlene Batteriesicherung

400A (Victron-Empfehlung, nicht im Lieferumfang)

Schutzart

IP20

Schuko

nein

Lieferumfang
1x Victron MultiPlus 12/3000/120-16 1x Batterietemperatursensor

📄 Downloads

📝 Produktsicherheit (GSPR)

Hersteller: Victron Energy B.V
De Paal 35
1351 JG Almere-Haven
Niederlande
sales@victronenergy.com

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