Boot char­tern für Anfän­ger: Unsere 5-tägige Boots­tour durch die Niederlande

Boot mieten Niederlande Bootstour Reisebericht

Einen ziem­lich spon­ta­nen Ein­fall hatte Stefan, da für die nächs­ten Tage tolles Wetter vor­her­ge­sagt ist: “Lass uns doch ein Boot mieten und damit ein paar Tage durch die Nie­der­lan­de schip­pern”. Gesagt, getan … wir goo­geln und stoßen auf einen Yacht­char­ter in Lee­u­war­den. Am Montag machen wir uns auf den Weg und können spon­tan ein Motor­boot ohne Füh­rer­schein char­tern. Schon am nächs­ten Tag ver­las­sen wir den Hafen und vor uns liegt eine 5-tägige Boots­tour durch Fries­land, an der wir euch in diesem Rei­se­be­richt mit unse­rer Route teil­ha­ben lassen wollen.

Wie aus einer spon­ta­nen Idee eine Boots­tour werden kann

Am Mon­tag­mor­gen sitzen wir da und über­le­gen, wie es für uns wei­ter­geht. Die letz­ten Tage auf dem Cam­ping­platz haben wir soeben bezahlt und wohin nun? Da kommt Stefan eine Idee – wir könn­ten doch ein­fach ein Boot char­tern und damit ein paar Tage rum­fah­ren. So können wir mal schau­en, wie das auf einem Boot eigent­lich so ist – das inter­es­siert uns ja schon seit ein paar Wochen.

Aaltje Bootstour Niederlande

So goo­geln wir nach der Mög­lich­keit, in Nie­der­lan­de ein Boot zu mieten, und stoßen u. a. auf den Yacht­char­ter Lee­u­war­den, wel­cher uns auf­grund der posi­ti­ven Bewer­tun­gen sofort ins Auge gesto­chen ist. Auch der Inter­net­auf­tritt hat uns gut gefal­len und wir haben auch online bereits ein paar Boote ent­deckt, die für uns als Anfän­ger sicher passen dürften.

Instagram Stories Boottour
Folgt uns auf Insta­gram, so seht ihr in den Sto­ries live, was bei uns so los ist.

Gut, wir packen alles zusam­men und machen uns auf den Weg nach Lee­u­war­den, was knapp 90 km öst­lich von uns liegt. Eigent­lich müssen wir noch ein­kau­fen, aber wir fragen erst mal, ob wir über­haupt noch ein Boot bekom­men, schließ­lich ist es schon Ende Okto­ber. Ein­kau­fen können wir bestimmt danach noch schnell.

Boot mieten ohne Füh­rer­schein – kein Problem

Es ist etwa 13.15 Uhr, als wir beim Yacht­char­ter ankom­men. Wir machen uns auf den Weg zur Rezep­ti­on und haben Glück, sie ist geöff­net. Fritz begrüßt uns total herz­lich und hätte tat­säch­lich auch zwei Boote, die er uns anbie­ten könnte. Nach einer kurzen Besich­ti­gung ent­schei­den wir uns für die Aaltje, welche uns auf der Web­sei­te schon am besten gefal­len hat.

Boot Aaltje Yachtcharter Leeuwarden

Mit 9 Metern Länge auch ein Schiff, wel­ches wir ohne Füh­rer­schein und als abso­lu­te Boot­neu­lin­ge steu­ern können. Da es heute etwas knapp wird, eini­gen wir uns darauf, dass wir morgen die Ein­wei­sung bekom­men und danach dann star­ten können. Uns ist das auch sehr recht, denn so können wir in Ruhe unsere Erle­di­gun­gen machen und auch alles packen, was wir für die 5-tägige Boots­tour brauchen.

Boot chartern Aaltje
Boot:Som­mer­skip 950 OK Cruise “Aaltje”
Geeig­net:für 2-4 Personen
Maße:Länge 9,50 m x Breite 3,45 m x Höhe 2,40 m x Tief­gang 1,0 m
Unser Ein­druck:Wir fanden das Boot rich­tig genial, denn man hat gemerkt, dass sich jemand Gedan­ken gemacht hat, was prak­tisch ist. Der Deck­sa­lon mit den großen Fens­tern hat uns außer­ge­wöhn­lich gut gefal­len und schafft ein unglaub­li­ches Raumgefühl. 

 

Auch der Außen­be­reich ist mit den Bänken aus Teak­holz wirk­lich schön gemacht. 

Für zwei Leute finden wir, ist das Boot gut dimen­sio­niert. Wenn man mit vier Erwach­se­nen reist, sollte man sich schon ziem­lich gern haben.

Aaltje Aussensteuerstand

Wir ver­su­chen, uns zu ent­span­nen, auch wenn wir trotz allem irgend­wie auf­ge­regt sind. Schon am Vor­mit­tag können wir uns in der Aaltje wohn­lich ein­rich­ten, bevor dann um 13 Uhr die Ein­wei­sung mit Fahr­stun­den startet.

Nor­ma­ler­wei­se kann man mit dem Auto fast bis ans Boot fahren – Fanti ist aller­dings groß, wes­we­gen wir unsere Sachen mit einer Schub­kar­re zur Aaltje bringen.

Ein­wei­sung für Anfänger

Ein Boot gesteu­ert haben wir beide noch nicht. Des­we­gen haben wir uns für einen 2-stün­di­gen Fahr­kurs ent­schie­den, was wir auch jedem ans Herz legen können, der noch nie oder schon lang kein Boot mehr gesteu­ert hat.

Fritz erklärt uns direkt an Bord unse­rer Motor­yacht die wich­tigs­ten Dinge:

  • Wie werden Fender festgemacht?
  • Wo kann ich Wasser tanken?
  • Wo ist der Dieseltank?
  • Wie funk­tio­niert eine Schiffstoilette?
  • Was muss man beim An- und Able­gen beachten?
  • Wie funk­tio­niert das Steu­ern eines Bootes?
  • Wofür sind die ganzen Anzeigen/Geräte da?

Nach der münd­li­chen Ein­wei­sung in die Tech­nik des Schiffs geht es dann auch los. Wir lösen die Leinen, Fritz steu­ert unsere Aaltje aus der Box und dann ist Stefan auch schon dran. Wir fahren die breite Was­ser­stra­ße direkt vom Yacht­ha­fen aus Rich­tung Leeuwarden.

Vor uns liegt eine Kreu­zung, wo Stefan dann auch gleich die ersten Manö­ver lernt. Lang­sam an die Kreu­zung ran­fah­ren, über­prü­fen ob der Fahr­weg frei ist und dann Gas geben und drüber. Die nächs­te kleine Her­aus­for­de­rung ist eine doch ziem­lich breite Brücke. Und so fahren und üben wir mit Fritz zusam­men für die nächs­ten zwei Stun­den und fühlen uns danach einer­seits soweit fit, um das Boot ohne Pro­ble­me zu steu­ern, und ande­rer­seits auch ziem­lich voll von den vielen Infos, die wir bekom­men haben.

Bootstour Leeuwarden

Zum Glück kann man das meiste noch im Bord­buch nachlesen.

Die erste Nacht auf dem Schiff

Es ist etwa 16.30 Uhr als wir von unse­rer Ein­wei­sung zurück­kom­men und wir ent­schei­den uns, den Hafen heute nicht mehr zu ver­las­sen, son­dern am nächs­ten Morgen zu star­ten und die erste Etappe gleich etwas weiter zu fahren. Wir haben von Fritz näm­lich einen Rou­ten­vor­schlag bekom­men, wel­cher indi­vi­du­ell auf unsere Fahrer­fah­rung zuge­schnit­ten leicht anfängt und sich nach hinten raus dann ein wenig stei­gert. Wie das aus­sieht, werdet ihr gleich noch zu lesen bekommen.

Als wir die Türen hinter uns schlie­ßen und uns in den warmen Deck­sa­lon setzen, ver­färbt sich der Himmel schon lang­sam orange. Wir kochen uns eine Klei­nig­keit zu essen und freuen uns schon wie kleine Kinder auf den nächs­ten Tag, wenn wir star­ten können.

Rei­se­be­richt & Route unse­rer Boots­tour durch Friesland

Am nächs­ten Morgen wachen wir auf und freuen uns auf die erste Etappe, die heute vor uns liegt. Wir sind unfass­bar auf­ge­regt und in freu­di­ger Erwar­tung, ob das auch alles gut geht. Stefan lässt den Motor warm laufen, ent­fernt das Strom­ka­bel und dann löse ich eine Leine nach der ande­ren, schie­be das Boot ein wenig vom Steg weg und schon star­tet unsere Bootstour.

Route von Lee­u­war­den bis zur Alde Wei

Lee­u­war­den – Wergea – Grou – Snee­ker­meer – Alde Wei

Etappe #1

Zuerst geht es von Lee­u­war­den aus Rich­tung Grou. Das Stück vom Yacht­char­ter bis zur ersten Kreu­zung kennen wir noch von unse­rem Fahr­kurs. Dann heißt es, rechts in den großen Kanal abbie­gen. Da keiner kommt, haben wir freie Fahrt und keine Mühen, das ges­tern Gelern­te anzu­wen­den. Nach einem kurzen Stück geht’s in den Him­pen­ser Wielen. Auf der einen Seite stehen Häuser und auf der ande­ren führt der große Kanal ent­lang, den wir ab hier verlassen.

Danach geht es über eine Kanal­brü­cke mit dem Schiff über die Auto­bahn. Irgend­wie fühlt sich das selt­sam an, als würde man in einer vorne und hinten offe­nen Bade­wan­ne mit dem Boot fahren.

Wergea bis Pikmar

Die immer noch sehr breite Was­ser­stra­ße führt uns weiter an grünen Fel­dern ent­lang nach Wergea, wel­ches wir aller­dings umfah­ren. Die vielen indi­vi­du­el­len Häuser, die sich hier am Kanal anein­an­der­rei­hen sind wirk­lich schön anzu­se­hen. Immer wieder finden wir das ein oder andere, wel­ches uns auch gefal­len könnte.

Kurz nach dem Dorf machen wir an einem Steg Halt und gönnen uns einen fri­schen Kaffee. Hier genie­ßen wir zum ersten Mal den Blick aufs Wasser und die Ruhe. Das erin­nert uns fast ein wenig ans Frei­ste­hen mit dem Camper.

Anschlie­ßend wartet das erste etwas grö­ße­re Gewäs­ser auf uns – das Pikmar.

Dort biegen wir dann rechts ab und lassen auch Grou hinter uns.

Ent­lang des Mar­griet­ka­naal fahren wir Rich­tung Snee­ker­meer. Durch eine fast ganz­jäh­rig geöff­ne­te Schleu­se gelan­gen wir in das große Gewässer.

Wow, das ist noch mal was ganz ande­res, als das Fahren in den Kanälen.

Hier können wir uns in etwa vor­stel­len, wie sich das weiter drau­ßen wohl anfüh­len mag. Die Sonne lacht uns an und wir beschlie­ßen uns lang­sam einen Anle­ge­platz für die Nacht zu suchen.

Mar­re­kri­te Plätze zum Über­nach­ten in der Natur

Zum Glück gibt es beim Boot­fah­ren etwas, was so ähn­lich wie Frei­ste­hen mit dem Wohn­mo­bil ist – sog. Mar­re­kri­te Plätze. Dies sind kos­ten­lo­se Schlaf­plät­ze in der Natur ohne jeg­li­che Infra­struk­tur, außer einem Steg oder ein paar Pol­lern oder Ösen zum Anlanden.

Städte und Ort­schaf­ten hatten wir in den letz­ten Tagen und Wochen genug gese­hen, also freu­ten wir uns auf Ruhe und Natur. Des­we­gen biegen wir vom Snee­ker­meer in die Alde Wei ab und machen am Mar­re­kri­te Platz SN62D Halt.

Wir genie­ßen die Son­nen­strah­len, die uns selbst am späten Nach­mit­tag noch wärmen.

Dass uns der Abend mit einem wun­der­schö­nen Son­nen­un­ter­gang über­ra­schen und den Tag damit per­fekt machen würde, haben wir nicht erwartet.

Route von Joure bis nach Nijezijl

Joure – Tjeu­ke­meer – March­je­pol­le – Sleat – Slo­ter­meer – Woud­send – Nijezijl

Etappe #2

So schön wie uns die Sonne ver­ab­schie­det hat, begrüßt sie uns hinter den Fel­dern am nächs­ten Morgen. Schon früh sind wir auf den Beinen und genie­ßen unse­ren ersten Kaffee, wäh­rend die Sonne über den Hori­zont empor­steigt. Schon kurz danach sind wir wieder abfahrtbereit.

Unsere Route führt uns etwas ent­fernt an Joure vorbei und über einen langen Kanal ins Tjeu­ke­meer.

Hier ent­de­cken wir auf unse­rer Land­kar­te eine kleine Insel, an der man wohl anlan­den kann. Ein Blick in die App Vaar­ka­art verrät uns, dass es dort außer­dem noch einen tollen Strand geben soll. Also der per­fek­te Ort für eine Mittagspause.

Eine kleine Insel im Tjeukemeer

Die kleine Insel March­je­pol­le ist umge­ben von Stein­mau­ern, die wir umfah­ren und dann von Nord­west her anfah­ren können.

Am letz­ten Steg machen wir unsere Aaltje ohne Pro­ble­me fest, schnap­pen uns die Kamera und erkun­den die kleine Insel.

Es gibt einen schö­nen großen Strand, der bei schö­nem Wetter sicher toll ist, um sich dort in der Sonne zu rekeln oder auch baden zu gehen.

Hier gefällt es uns rich­tig gut, wes­we­gen wir auch noch etwas blei­ben, bevor wir dann weiterziehen.

Wir legen gerade ab und ich bin dabei die Türen hinten zu schlie­ßen, als Stefan vorne ruft und ich hastig an der Tür rupfe, aber dabei ver­ges­se meinen Finger raus­zu­neh­men. “Autsch”, das tat ziem­lich weh und der Bereich rund um das Nagel­bett ist auch sofort ziem­lich blau.

Die kleins­te Stadt von Friesland

Doch ein Seebär kennt keinen Schmerz und so fahren wir vom Tjeu­ke­meer weiter in einen Kanal, der uns Rich­tung Sleat – die kleins­te Stadt von Fries­land – brin­gen soll.

Dort ange­kom­men dürfen wir das erste Mal für eine Brü­cken­öff­nung bezah­len, was wir dank einer Tafel schon früh­zei­tig erken­nen können. So schnap­pe ich mir die zwei Euro, die hier fällig werden, Stefan fährt die Brücke an und der Brü­cken­wart wirft mit mit­hil­fe einer Angel einen klei­nen Holz­schuh zu. Dort gebe ich die zwei Euro hinein und gebe den Schuh danach zurück. Auch mal eine genia­le Art Wege­zoll zu bezahlen.

Amü­siert pas­sie­ren wir und bewe­gen uns lang­sam ins Slo­ter­meer. Wieder ein etwas grö­ße­res Gewäs­ser, an dessen Über­gang in den nächs­ten Kanal einige Segler erste Geh­ver­su­che unternehmen.

Und auch im Kanal kommen uns zuhauf Segel­an­fän­ger ent­ge­gen, die teil­wei­se ihre Mühe haben, in dem schma­len Kanal immer hin und her zu kreu­zen. Mit dabei sind immer ein paar motor­be­trie­be­ne Schlauch­boo­te, die sich auch ab und an mal zwi­schen uns und einen der Segler werfen. So schlei­chen wir durch diese Pas­sa­ge und hoffen, dass alles gut geht.

Schö­ner Schlaf­platz in der Natur vor Nijezijl

Vor uns liegt noch der kleine Ort Woud­send, wel­chen wir vom Wasser aus erkunden.

Anschlie­ßend machen wir wieder an einem Mar­re­kri­te Platz kurz vor Nije­zi­jl fest.

Hier ver­brin­gen wir unsere zweite Nacht an Bord und bekom­men wieder einen traum­haf­ten Son­nen­un­ter­gang geschenkt.

Hätten wir gewusst, was am nächs­ten Tag auf uns zukommt, hätten wir wohl nicht so ruhig geschlafen. 😂

Route von Ijlst bis nach Burgwerd

IJlst – Boal­s­ert – Burgwerd

Etappe #3

Der heu­ti­ge Tag ist irgend­wie nicht so unse­rer, das merken wir schon am Morgen. Nach dem Früh­stück kommen wir erst rela­tiv spät los, denn der Zeit­mes­ser zeigt bereits 11.58 Uhr an. Ach, egal, es wartet ja nichts auf uns, denken wir noch, als wir wenige Meter später vor der ersten Brücke des Tages stehen. Diese ist nied­ri­ger als unser Boot, wes­we­gen sie für uns geöff­net werden muss.

Mit­tags­pau­se

Von Weitem sehen wir aller­dings bereits 2 rote Lampen die leuch­ten, was bedeu­tet, dass die Brücke zwar in Betrieb ist, aber aktu­ell geschlos­sen hat. Ein Blick auf die Uhr und in die App verrät, von 12 – 13 Uhr ist hier Mittagspause.

Wir ent­schei­den uns, zurück zu unse­rem Mar­re­kri­te Platz zu fahren und dort zu warten, bis der Brü­cken­wart wieder da ist. Gerade als wir anle­gen wollen, gibt der Himmel sämt­li­che Was­ser­mas­sen frei, die er irgend­wo finden konnte. Das Boot ist fest­ge­macht und ich klitsch­nass. Schlecht vor­be­rei­tet würde ich mal sagen. 😉

Nun geht’s weiter

Wir trin­ken noch einen Kaffee und ver­su­chen unser Glück um 13 Uhr noch mal. Als wir ankom­men, leuch­tet nur noch eine rote Leuch­te, was heißt, dass die Brücke in Betrieb ist. Wir halten und sehen, dass ein zwei­tes grünes Licht dazu geschal­tet wird, d. h. die Hebe­brü­cke wird nun für uns geöff­net. Wenige Minu­ten später können wir pas­sie­ren und gelan­gen in den Kanal, der uns nach Boal­s­ert bringt. Dieser Ort wird uns noch lange in Erin­ne­rung bleiben.

Boal­s­ert – der span­nends­te Teil unse­rer Bootstour

Ich erken­ne auf der Karte, dass schon die Ein­fahrt in die Stadt etwas tricky sein wird. Wir haben auf­grund der schlech­ten Wit­te­rung unse­ren Mast auf­ge­stellt, der die eigent­li­che Schiffs­hö­he von 2,40 m um einige Zen­ti­me­ter erhöht. Die Brücke selber ist 2,70 m hoch, dem­entspre­chend wird uns der Brü­cken­wart wohl auf­ma­chen müssen.

Als wir an der Brücke ankom­men, fahren wir erst mal gera­de­aus, um dann die 90 Grad Rich­tung Boal­s­ert abzu­bie­gen. Die Ampel schal­tet von Rot auf Rot-grün, was für uns ja heißt, dass die Brücke gleich auf geht. Aller­dings haben wir so unsere Mühe, das Schiff vor der Brücke war­tend gerade zu halten, damit wir auch gleich da durch passen.

Das scheint auch der Brü­cken­wart zu sehen und bricht des­we­gen den Vor­gang die Brücke zu öffnen ab, die Ampel ist nun nur noch rot und wir können somit nicht durch­fah­ren. Wir sind ver­wun­dert, ent­schei­den uns dann aber den Mast umzu­le­gen, um dann durch die geschlos­se­ne Brücke fahren zu können. Das gelingt uns ohne Pro­ble­me und so fahren wir unter der rie­si­gen Brücke in die kleine Stadt. Das Kanal­sys­tem bietet die Mög­lich­keit, links oder rechts herum durch die Stadt zu fahren.

Dass es hier noch span­nend werden würde, ahnten wir schon, als wir uns vor der Abfahrt die Stre­cke auf der Karte ange­se­hen hatten. Allein in der klei­nen Stadt warten 4 Brü­cken auf uns, die nahezu alle geöff­net werden müssen.

Somit waren wir schon bei Ein­fahrt in das Kanal­sys­tem ein wenig ange­spannt, denn es ist gar nicht so ein­fach das Schiff bei Wind vor der Brücke zu halten, wäh­rend man darauf wartet, dass jemand kommt und die nur 1 m hohe Brücke öffnet.

Kleine Brü­cken so weit das Auge reicht

Wir kommen an das Erste der klei­nen Bau­wer­ke und haben unsere Mühe, das Schiff zwi­schen den links und rechts ange­mach­ten Booten eini­ger­ma­ßen mittig im Kanal zu halten, wäh­rend der Wind von der Seite drückt.

An der Brücke tut sich nichts, wir hupen, wie man das so macht, wenn gerade kein Brü­cken­wart vor Ort ist. Da sich auch in den nächs­ten Minu­ten nichts tut, ent­schei­den wir uns dafür, ein Stück zurück­zu­fah­ren und einige Meter vor der Brücke erst mal fest­zu­ma­chen. Gerade als ich das Seil um den Pol­lern gewor­fen und das Boot her­an­ge­zo­gen habe, kommt ein Mann auf einem Fahr­rad auf uns zu.

Nach­dem er fragt, wie hoch wir sind, gibt er sich als Brü­cken­wart zu erken­nen. Er spricht etwas Deutsch und erklärt mir, dass er die Brücke auf­ma­chen kann. Aller­dings wäre der Was­ser­stand aktu­ell etwas höher und er weiß nicht, ob wir etwas weiter durch­kom­men werden. Es könne gut sein, dass wir umdre­hen müssen. Aber wir sollen das mal ausprobieren.

Es wird spannend …

Das wird schon irgend­wie gehen, dach­ten wir uns und manö­vrier­ten das Boot wieder vor die Brücke, die zu den eher schma­le­ren ihrer Art gehör­te. Wäh­rend wir lang­sam zwi­schen den ande­ren fest­ge­mach­ten Booten den Kanal ent­lang­fah­ren, fährt der Brü­cken­wart mit dem Fahr­rad auf der Straße neben uns und ist vor uns dran, die Nächs­te zu öffnen.

Für jeden Profi sind diese Brü­cken ver­mut­lich eher ein Witz, für uns als Anfän­ger war das schon ganz ordentlich.

Diese liegt ziem­lich blöd vor einer Kurve, sodass wir große Mühe haben, das Schiff mit dem zusätz­li­chen Schwie­rig­keits­grad Wind gerade vor die Brücke zu bug­sie­ren. Doch auch hier fahren wir lang­sam und ohne Pro­ble­me durch das kleine Bau­werk. Der Brü­cken­wart gibt uns einen Daumen nach oben, winkt und wir fahren weiter. Puh, damit wäre das wohl fast geschafft. Die fol­gen­den Brü­cken können wir ohne Pro­ble­me passieren.

Am Ende von Boal­s­ert wartet aber noch die schmäls­te Brücke auf unse­rer ganzen Stre­cke. Ganze 3,80 m ist sie breit und wir haben 3,40 m. Das wird spannend.

Lang­sam steu­ern wir auf die schma­le Brücke zu, halten uns mög­lichst weit Links um dann im letz­ten Moment nach rechts ein­zu­len­ken und so gut drun­ter durch zu kommen. Lang­sam glei­ten wir durch die Brücke, glei­chen immer wieder ein wenig mit den Bug- und Heck­strahl­ru­dern aus und wie durch ein Wunder schiebt sich die Aaltje unter der Stein­brü­cke durch, ohne auch nur irgend­wo dran zu kommen.

Geschafft …

Wie das gelun­gen ist, keine Ahnung, aber wir sind happy und froh, die kleine Stadt end­lich hinter uns gelas­sen zu haben. Als ein­zi­ges Schiff fahren wir den klei­nen schma­len Kanal ent­lang und genie­ßen die länd­li­che Ruhe.

Der Mar­re­kri­te Platz, den wir uns raus­ge­sucht haben, liegt kurz vor Wom­mels, irgend­wo im Nir­gend­wo. Wir machen an dem klei­nen Steg fest und haben die Mög­lich­keit, durch das hohe Schilf auf einen Pfad zu gelan­gen, der dann zu einer klei­nen Straße führt. Bis in die Stadt sind es 3 km.

Nach­dem wir ange­lan­det sind, fällt ein wenig Anspan­nung ab und wir freuen uns, diesen doch sehr auf­re­gen­den Teil unse­rer Boots­tour gemeis­tert zu haben. Ein Krat­zer wäre auch kein Welt­un­ter­gang, aber es wäre natür­lich super, wenn sich das ver­mei­den lässt.

Ein biss­chen Pause ist doch auch nicht schlecht oder?

Als wir so dasit­zen und durch das Fens­ter den Möwen und Enten auf der ande­ren Ufer­sei­te zuschau­en, klin­gelt Ste­fans Handy. Es ist Fritz, vom Yacht­char­ter in Leeuwarden.

Er erkun­digt sich, wie es uns bis jetzt ergan­gen ist und Stefan erzählt ihm die auf­re­gen­de Erfah­rung mit den engen Brü­cken. Fritz Anruf hat aller­dings einen ande­ren Grund – das Wetter schlägt ein wenig um und für morgen sind Wind­stär­ken bis zu 8 Beau­fort gemel­det. Er bittet uns, einen Tag Pause zu machen, und morgen den Steg zumin­dest nicht mit dem Boot zu verlassen.

Für uns kein Thema, wir sind unse­rer Route sowie­so ein wenig voraus und so schaf­fen wir die letzte Etappe ohne Pro­ble­me auch mit einem Tag Pause.

Route fällt aus, der Sturm der kommt ...

Fällt wegen Sturm ins Wasser

Etappe #4

Kennt ihr diese Tage, wenn es drau­ßen stürmt, regnet und der Wind so rich­tig pfeift?

Bootstour Niederlande Sturm

Dann ein­fach drin­nen sitzen mit einer heißen Tasse Tee in der Hand, ein biss­chen stri­cken oder lesen und ab und an einen Blick nach drau­ßen auf das Wasser und die vielen Vögel werfen, von denen wir eigent­lich stän­dig umge­ben sind. Klingt kit­schig? War es auch. Ich glaube, dieser Tag war der Inbe­griff von Gemüt­lich­keit und Wohl­füh­len, trotz oder gerade wegen des schlech­ten Wetters.

Natür­lich schwank­te auch das Boot ein wenig, aber mir ging es, obwohl ich auf Schif­fen nor­ma­ler­wei­se sehr schnell mit Übel­keit zu kämp­fen habe, echt gut. Mir wurde nicht mal ein biss­chen schlecht.

Route von Wom­mels bis zum Yacht­char­ter Lee­u­war­den zurück

Wom­mels – Edens – Eas­ter­lit­tens – Baard – Van Harinx­ma­ka­naal – Leeuwarden

Etappe #5

Der letzte Tag unse­rer Boots­tour durch Fries­land begrüßt uns wieder mit Son­nen­schein und auch der Wind hat erheb­lich nach­ge­las­sen. Ein letz­tes Mal stel­len wir den Omnia auf den Herd, backen uns Sem­meln auf und genie­ßen den tollen Blick durch die großen Fens­ter des Bootes direkt aufs Wasser und den Möwen, die immer wieder bei uns auftauchen.

Wir star­ten den Motor, Stefan geht nach drau­ßen, löst lang­sam eine Leine nach der ande­ren, schiebt uns ein wenig vom Steg weg und ich manö­vrie­re das Boot zurück in die schma­le Wasserstraße.

16 Brü­cken liegen heute auf unse­rem Weg, davon aber keine mehr so schmal wie die in Boalsert.

Länd­li­che Route durch Friesland

Zuerst geht es für uns durch Wom­mels, der klei­nen Stadt, die nur etwa 3 km von unse­rem Lie­ge­platz ent­fernt war.

Hier hat es ein paar Brü­cken, doch keine davon ist eine große Her­aus­for­de­rung für Stefan.

In aller Ruhe manö­vriert er das Boot unter den nied­ri­gen Brü­cken durch, die teil­wei­se gerade mal 10 cm höher sind als wir.

In Wom­mels kommen wir an eine Brücke, die für uns wieder geöff­net werden muss. Wir fahren an, warten kurz und merken, da tut sich nichts. Um gar nicht in Stress zu gera­ten, mache ich uns mit einem Seil an der Seite fest, als eine alte Dame aus einem Haus hinter mir etwas auf Nie­der­län­disch sagt. Ich gebe ihr zu ver­ste­hen, dass ich nur Deutsch oder Eng­lisch spre­che und so erklärt sie mir auf Deutsch, dass wir mit unse­rer Hupe viel Lärm machen sollen, dass der Brü­cken­wart kommt, der würde wohl schlafen.

Hupen hilft …

Wir müssen beide kichern und machen das, was uns vor­ge­schla­gen wurde. 3x betä­ti­gen wir die Hupe und siehe da, schon wenige Minu­ten später kommt ein älte­rer Mann an uns vorbei und läuft gera­de­wegs auf die Brücke zu, die tat­säch­lich von Hand geöff­net und geschlos­sen wird. Wir bedan­ken uns und pas­sie­ren auch hier ohne Probleme.

Vorbei an Edens und Eas­ter­lit­tens erwar­tet uns bei Baard noch eine letzte Her­aus­for­de­rung. Der Wind frischt wieder etwas auf, wie wir merken, denn er schiebt uns ganz schön an die rechte Ufer­sei­te. Immer wieder müssen wir gegen­steu­ern, um nicht ganz dort­hin gedrückt zu werden.

Als wir kurz vor Baard sind, sehen wir ein Schild, dass mit einer Tele­fon­num­mer auf den Brü­cken­wart hin­weist. Wir ent­schei­den uns, sicher­heits­hal­ber dort anzu­ru­fen, damit er weiß, dass wir kommen und er die Brücke öffnen muss. Wird ja nicht ohne Grund ein Schild dastehen.

Am ande­ren Ende habe ich dann einen Mann, dessen Stimme kaum zu ver­ste­hen ist, da es klingt, als würde er mitten in einem Maschi­nen­raum o. Ä. stehen. Ich ver­su­che, ihm auf Eng­lisch zu sagen, dass wir gleich da sind und die Brücke geöff­net werden müsste, aber ich glaube so wenig wie ich ihn ver­ste­he, scheint er mich zu ver­ste­hen. Also lege ich nach wei­te­ren erfolg­lo­sen Ver­su­chen, ihm etwas zu sagen, auf und wir werden sehen, was uns erwar­tet. Viel­leicht hat er mich ja auch verstanden.

Bootstour Niederlande Regenbogen

Der Wind, der Wind …

Wir fahren um die letzte Kurve vor der Brücke. Rechts von uns sind Häuser mit ihren großen Gärten und Booten, die davor fest­ge­macht waren. Auf der linken Seite war nichts, außer ein rie­si­ges Feld. Der Wind kommt wieder von links und drückt uns immer zu den Booten auf der rech­ten Seite. Stefan hat Mühe das Schiff auf Kurs zu halten und an der Brücke leuch­tet zwar ein rotes Licht, aber sonst tut sich erst mal nichts. Wir hupen mehr­mals laut und warten, doch es pas­siert null.

Um auf Nummer sicher zu gehen, dass wir vom Wind nicht doch noch gegen die Boote gedrückt werden, fahren wir ein paar Meter zurück und ich sprin­ge auf das Pri­vat­grund­stück, um das Boot dort am Steg zu halten, als ich im Augen­win­kel auf der ande­ren Seite der Brücke noch ein Schiff ent­de­cke und auch der Brü­cken­wart scheint nun da zu sein. Ich halte uns weiter am Steg, wäh­rend das andere Boot pas­siert und auch wir danach die Brücke durch­fah­ren können.

Zurück zum Yachtcharter

Das war die letzte auf­re­gen­de Stelle für uns, denn alle wei­te­ren Brü­cken schaf­fen wir mit Links, bevor wir dann wieder auf den großen brei­ten Van Harinx­ma­ka­naal abbie­gen und Rich­tung Lee­u­war­den schippern.

Wir sind früh dran, denn es ist gerade mal 14 Uhr, als wir die letz­ten Meter zum Yacht­ha­fen zurücklegen.

Bootstour Niederlande Leeuwarden

Doch das soll noch nicht ganz das Ende der Tour gewe­sen sein. Denn Pia und Andi, die wir letz­tes Jahr in Marok­ko ken­nen­ge­lernt hatten, war­te­ten dort schon auf uns. Wir packen sie mit ein und fahren noch mal unsere Route fast bis nach Grou und wieder zurück.

Ein biss­chen auf­ge­regt sind wir noch, da Stefan das Boot rück­wärts wieder in die Box manö­vrie­ren muss und das Boot, wel­ches eben­falls dort liegt, auch schon in der Box steht. Doch als hätte er nie was ande­res gemacht, schiebt er das Motor­boot rück­wärts in die Box, wir machen die Leinen nach­ein­an­der fest und begin­nen damit unsere Sachen zu packen.

Unser Fazit zum Boot Chartern

Wir haben das aller erste Mal selbst ein Boot gesteu­ert und hatten dem­entspre­chend auch keinen Boots­füh­rer­schein. Ganz schön auf­re­gend, denn so ein Boot lässt sich doch ganz anders steu­ern als ein Auto. Auch ist es nicht so wie bei einem nor­ma­len Fahr­zeug, dass man steht, wenn man bremst. Äußere Ein­flüs­se wie Wind sorgen ganz schnell dafür, dass man kon­ti­nu­ier­lich in eine Rich­tung gescho­ben wird.

Bootstour Niederlande

Des­we­gen würden wir grund­sätz­lich emp­feh­len einen Fahr­kurs zu machen, der beim Yacht­char­ter Lee­u­war­den wirk­lich genial war. Fritz hat alles so unter­halt­sam, locker und ver­ständ­lich erklärt, dass wir es schnell begrei­fen und auch umset­zen konn­ten. Dem­entspre­chend keine Angst vor dem Boot­fah­ren, da kommt man als Anfän­ger schnell rein.

Die Boots­tour selbst war für uns ein unver­gess­li­ches Erleb­nis, was wir auf jeden Fall noch mal wie­der­ho­len wollen.

Bootstour Sonnenuntergang Aaltje

Wir dach­ten ja nicht, dass man uns noch mehr ent­schleu­ni­gen kann, aber heute können wir euch sagen, es geht. Die Fahrt auf einem Boot nimmt uns aus der hek­ti­schen Welt ein­fach mal kom­plett raus und ver­frach­tet uns in ein gemüt­li­ches und ent­span­nen­des Fahren mit Blick auf Natur, Wiesen und auch Städte, die man aber von einer gänz­lich ande­ren Seite kennenlernt.

Boot mieten Niederlande Natur

Unsere per­sön­li­chen Tipps für Anfänger

Wir waren auf unsere erste Boots­tour rela­tiv gut vor­be­rei­tet. Da Stefan sich ja schon etwas länger mit Booten usw. beschäf­tigt, konn­ten wir bereits die gän­gigs­ten Knoten und auch die Ver­kehrs­schil­der waren für uns nicht neu. Auch wuss­ten wir bereits, wie sich ein Boot in etwa steu­ern lässt und worauf man achten sollte. Gerade auf­grund der Fülle an Infor­ma­tio­nen, die man bei der Ein­wei­sung bekommt, ist es wesent­lich leich­ter, wenn man von so manch einem schon mal was gehört hat.

Knoten lernen

Der Web­lein­s­tek ist mit der wich­tigs­te Knoten, den ihr an Bord braucht, um bei­spiels­wei­se Fender an der Reling festzumachen.

Da lohnt es sich durch­aus ihn vorher mal mit einem klei­nen Seil und bei­spiels­wei­se einem Ast o. Ä. zu üben.

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Außer­dem kann man das Bele­gen einer Klampe üben. Das benö­tigst du, um das Boot an Stegen oder Mari­nas fest­zu­ma­chen. Wir finden, es kann nicht scha­den, auch das schon mal gemacht zu haben.

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Mit diesen Knoten bist du schon mal gut vor­be­rei­tet und recht viel mehr benö­tigst du auch nicht.

Ver­kehrs­zei­chen

Auch wenn es beim Fahren auf den Grach­ten jetzt nicht super­vie­le davon gibt, so kann es sich trotz­dem lohnen, die gän­gigs­ten Ver­kehrs­zei­chen auf Was­ser­stra­ßen mal gese­hen zu haben. So weiß man, wo man nicht durch­fah­ren oder anle­gen kann, wie schnell man max. fahren und ob man Brü­cken pas­sie­ren darf.

Wer steu­ert das Boot bzw. fährt die Manöver?

Wenn ihr min­des­tens zu zweit ein Boot mieten wollt, dann über­legt euch am besten vorher schon, wer das Boot steu­ert bzw. die Manö­ver fährt. Denn steu­ern auf einem großen Kanal oder See ist auch für Anfän­ger gar kein Problem.

Eine klare Rol­len­ver­tei­lung ist hier schon fast Pflicht, auch wenn man sich unter­wegs dann natür­lich abwech­seln kann. Aber es macht durch­aus Sinn, wenn erst mal einer beim Fahr­kurs all die Manö­ver lernt, als dass zwei es so halb mitkriegen.

Klein, aber fein – die rich­ti­ge Boot­grö­ße machts

Gerade wer noch nie oder nur selten ein Boot gesteu­ert hat, sollte, auch wenn es ver­lo­ckend ist, ein nicht zu großes Modell wählen.

Unab­hän­gig davon, dass der Yacht­char­ter dir als Anfän­ger ver­mut­lich keine 12-Meter-Yacht aus­hän­di­gen wird, soll­test du gerade für die ersten Ver­su­che ein mög­lichst klei­nes Boot wählen. Unsere Aaltje war 3,40 m breit und gute 9 m lang. Das emp­fan­den wir als die ideale Größe zum Anfan­gen und, um ein Gefühl für das Boot zu bekommen.

Wir bedan­ken uns bei Fritz und seinem Team für die tolle Betreu­ung. Das ist keine bezahl­te Wer­bung, son­dern wir sind ein­fach nur begeis­tert von so viel Kun­den­freund­lich­keit und so einem unver­gess­li­chen Erleb­nis auf dem Wasser.

Verfasst von
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1 Kommentar

  • Liebe Rober­ta, lieber Stefan,

    Ich bin total begeis­tert von eurem Bericht! Ich habe ihn jetzt zwei­mal lesen, toll geschrie­ben und auch toll bebildert!
    Sehr schöne Beschrei­bung der Route die ihr gefah­ren habt, die ein­zel­nen Etap­pen, span­nen­de Brü­cken, Begeg­nun­gen mit der ört­li­chen Bevöl­ke­rung, die Abwechs­lung auf dem Törn, …
    Auch klasse die Tipps für Anfän­ger, nebst Kno­ten­kun­de, Verkehrszeichen, …
    Ein ganz ganz toller Rei­se­be­richt, vielen, vielen Dank!

    Vielen, vielen Dank auch für die fetten Kom­pli­men­te ! Beim Lesen habe ich bei­na­he rote Ohren bekommen … 😉

    Dürfte ich den Link zu eurem Bericht auch hier und da veröffentlichen?
    Könnte mir vor­stel­len, das auch der ein oder andere Leser Lust zum Boot­fah­ren bekommt.

    Herz­li­che Grüße aus Leeuwarden

    Fritz

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