Von Sta­van­ger über den Prei­kes­to­len zum Lys­efjord

Wanderung Preikestolen, Stavanger, Kjerag

Wir zeigen euch heute, welche Sehens­wür­dig­kei­ten es in Sta­van­ger gibt, was du vor deinem Aus­flug zum Prei­kes­to­len wissen soll­test und warum der Lys­efjord so sehens­wert ist. Außer­dem haben wir ein paar tolle Orte in der Region Roga­land, die ihr unbe­dingt besu­chen soll­tet.

Sta­van­ger und seine Sehens­wür­dig­kei­ten

Sta­van­ger, die viert­größ­te Stadt Nor­we­gens ist auf jeden Fall einen Besuch wert. In der Region Roga­land wurde auf­grund von Ölfunden in den 60er Jahren daraus eine Groß­stadt, die im Jahr 2008 den Titel der Kul­tur­haupt­stadt Euro­pas erhielt.

Wanderung Preikestolen, Stavanger, Kjerag

Um dir eine geziel­te Tour durch die Stadt ein wenig leich­ter zu machen, wollen wir ein paar Sehens­wür­dig­kei­ten nennen, die die Stadt Sta­van­ger bereit­hält.

Wanderung Preikestolen, Stavanger, Kjerag

Øvre Hol­me­ga­te

Die “Øvre Hol­me­ga­te” befin­det sich im Zen­trum von Sta­van­ger und ist eine beleb­te und vor allen Dingen bunte Straße. Sie besteht aus vielen, bunten Häu­sern, die auch ein tolles Foto­mo­tiv sind. Warum nicht mal durch die Stra­ßen schlen­dern und die vielen tollen Geschäf­te, Cafés und Restau­rants ent­de­cken.

Das Nor­we­gi­sche Erd­öl­mu­se­um

1999 wurde das Nor­we­gi­sche Erd­öl­mu­se­um eröff­net. Die Aus­stel­lung ent­führt uns in die Ölge­schich­te Nor­we­gens und zeigt uns, wie das Öl gewon­nen und wofür es ver­wen­det wird. Auch Tau­cher­aus­rüs­tung und Was­ser­fahr­zeu­ge gibt es hier zu ent­de­cken. Das Nor­we­gi­sche Erd­öl­mu­se­um ist ganz­jäh­rig geöff­net und bar­rie­re­frei.

Sta­van­gers Wikin­ger Tour

Spä­tes­tens seit dem Film Wiki hat jeder schon mal etwas von den Wikin­gern gehört. In Sta­van­ger gibt es die Wikin­ger Tour. Hier wird man in die Welt der Mythen und Legen­den ent­führt. Der Wikin­ger Guide kommt in tra­di­tio­nel­ler Klei­dung und lädt einen zu einer Tour mit dem Wikin­ger­bus ein. Die Tour geht u. a. zu den Drei Schwer­tern im Felsen, wel­cher ein für die Wikin­ger geschichts­träch­ti­ger Ort war. Am Ende der Tour kann man noch kos­ten­frei das archäo­lo­gi­sche Museum in Sta­van­ger besu­chen.

Das Nuart Fes­ti­val

Nuart ist ein Stra­ßen­kunst­fes­ti­val, wel­ches jähr­lich im Juni in Sta­van­ger statt­fin­det. Hier dreht sich alles rund um Streetart. Ein Treff­punkt für Stra­ßen­künst­ler aus der ganzen Welt. Dabei gibt es viele künst­le­ri­sche Werke zu ent­de­cken, wes­halb sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt.

Gamle Sta­van­ger

Bei Gamle Sta­van­ger han­delt es sich um die Alt­stadt, die aus vielen Holz­häu­sern besteht. Diese alten Häuser stam­men aus dem 18. und 19. Jahr­hun­dert. Auf­grund des guten Zustands der Alt­stadt erhielt sie schon mehr­fach Aus­zeich­nun­gen. Das ursprüng­li­che Sta­van­ger sollte man auf jeden Fall mal besucht haben.

Wanderung Preikestolen, Stavanger, Kjerag
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Die Region Roga­land 

Nicht nur in Sta­van­ger, son­dern auch in der nähe­ren Umge­bung gibt es jede Menge zu ent­de­cken. Roga­land lädt zu Aus­flü­gen und Akti­vi­tä­ten ein. Hier wieder ein paar Emp­feh­lun­gen unse­rer­seits.

Utstein Klos­ter in Mos­terøy

Das einzig bewahr­te Mit­tel­al­ter­klos­ter in Nor­we­gen ist das Utstein Klos­ter. Ursprüng­lich sollte dieses Klos­ter ein Königs­hof werden. Doch um das Jahr 1265 wurde hier ein Augus­ti­ner­klos­ter gegrün­det. Seit dem Jahr 1935 ist es aller­dings öffent­li­ches Eigen­tum und neben Kon­zer­ten und Semi­na­ren gibt es hier auch ein Museum, wel­ches besich­tigt werden kann.

Sogn­dal­strand

Hier stehen noch Holz­häu­ser aus dem 18. und 19. Jahr­hun­dert und laden in eine ver­gan­ge­ne Zeit ein. Ein Besuch dieser alter­tüm­li­chen Stadt lohnt alle­mal. Denn nicht nur die Stadt selber, son­dern auch die umlie­gen­den Land­schaf­ten sind ein­fach sehens­wert.

Der Prei­kes­to­len in Nor­we­gen

Etwa 1,5 Stun­den Auto­fahrt von Sta­van­ger ent­fernt liegt der Prei­kes­to­len. Dieser sehr bekann­te Felsen in Nor­we­gen, der auf deutsch auch Pre­digt­stuhl genannt wird, ist ein großer Tou­ris­ten­ma­gnet. Han­delt es sich dabei doch um eine natür­li­che Fels­platt­form, dessen Aus­blick gigan­tisch ist. Die Wan­de­rung zum Prei­kes­to­len zählt zu den belieb­tes­ten Wan­der­we­gen Nor­we­gens.

Wanderung Preikestolen, Stavanger, Kjerag

Anrei­se

Es gibt drei Mög­lich­kei­ten, wie mal zum Prei­kes­to­len anrei­sen kann:

  • Bus,
  • Boot oder
  • eige­nes Fahr­zeug.

Zwi­schen April und Sep­tem­ber (Som­mer­sai­son) gibt es meh­re­re Bus­ver­bin­dun­gen täg­lich.
Mit dem eige­nen Fahr­zeug folgt man der RV13 und setzt in Lauvvik mit der Fähre nach Oanes über.
Alter­na­tiv kann man eine Boots­tour über den Lys­efjord machen und dann anschlie­ßend den Prei­kes­to­len erklim­men.

Wan­der­weg und Schwie­rig­keit

Der Haupt­wan­der­weg star­tet am Park­platz und wird all­ge­mein als nicht sehr schwie­rig ein­ge­stuft. Für die Wan­de­rung sollte man pro Rich­tung etwa 2 Stun­den (3 km ein­fach) ein­pla­nen. Es emp­fiehlt sich ver­nünf­ti­ges Schuh­werk, am besten Wan­der­schu­he und wet­ter­fes­te Klei­dung zu tragen. Ein biss­chen Pro­vi­ant kann auch nicht scha­den.

Wer die Wan­de­rung zu einem noch außer­ge­wöhn­li­che­ren Erleb­nis machen möchte, der kann eine geführ­te Tour um Mit­ter­nacht unter­neh­men. Im Sommer werden spe­zi­el­le Nacht­tou­ren mit Stirn­lam­pe von “Out­door­li­fe Norway” orga­ni­siert. Der Blick über den Lys­efjord bei Mit­ter­nachts­son­ne ist sicher­lich atem­be­rau­bend.

Prei­kes­to­len Cam­ping

Es gibt einen Cam­ping­platz, der für alle Camper ein idea­ler Aus­gangs­punkt für die Wan­de­rung zum Prei­kes­to­len ist. Von diesem Cam­ping­platz aus fahren im 20 Minu­ten-Takt Busse zum Prei­kes­to­len. Somit ist man als Camper hier gut auf­ge­ho­ben, wenn man nicht selber zum Wan­der­weg fahren möchte.

Tipp: Mög­lichst früh auf­bre­chen, dann hat man den Felsen noch mehr oder weni­ger für sich allei­ne.

Der Kjerag

Nicht weit vom Prei­kes­to­len ent­fernt liegt der Kjerag. Es han­delt sich dabei um ein Fels­pla­teau, das eben­falls am Lys­efjord liegt. Das High­light ist der Kje­r­ag­bol­ten. Ein großer Fels­block, der zwi­schen zwei Felsen in einer Höhe von 1084 Meter ein­ge­klemmt ist.

Wanderung Preikestolen, Stavanger, Kjerag

Anrei­se

Im Sommer gibt es eine Bus­ver­bin­dung von Sta­van­ger zum Kjerag. Mit dem eige­nen Fahr­zeug fährt man zum Kjerag Restau­rant (Øygard­s­tø­len) bei Lys­e­botn.

Wan­der­tour

Am Park­platz des Restau­rants auf der Alm Øygard­s­tø­len beginnt der Wan­der­weg. Es werden nach oben etwa 570 Höhen­me­ter über­wun­den und man sollte für die 10 km lange Wan­de­rung etwa 6 Stun­den ein­pla­nen. Diese Tour ist nicht für Kinder geeig­net und sollte nur von erfah­re­nen Wan­de­rern gegan­gen werden. Auch hier sollte man wieder an gute Wan­der­schu­he, Pro­vi­ant und wet­ter­fes­te Klei­dung denken.

Lys­efjord

Der Lys­efjord ist, wie der Name schon sagt, ein Fjord. Er befin­det sich in der Region Roga­land und öst­lich von Sta­van­ger. Der Lys­efjord zweigt vom Høgsfjord ab. Seine Länge beträgt etwa 40 Kilo­me­ter und an der tiefs­ten Stelle ist er bis zu 500 Meter tief.

Von der 600 m hohen Platt­form des Prei­kes­to­len hat man einen gigan­ti­schen Blick über den Fjord. Das Glei­che gilt für den Kjerag, der etwa 5 km vor dem Ende des Lys­efjords liegt.

Die Sied­lung Lys­e­botn liegt am Ende des Fjor­des und ist eben­falls ein toller Aus­flugs­ort.

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5 Kommentare

  • Hey Stefan,

    wir haben letz­tes Jahr auch die Wan­de­rung auf den Prei­kes­to­len gemacht und haben mit unse­rem Van “Manni” auf dem Prei­kes­to­len Cam­ping über­nach­tet. Das können wir sehr emp­feh­len. Wir haben unsere Erfah­run­gen auch auf unse­rem Blog fest­ge­hal­ten: http://www.nach-wie-vor-reisen.de/norwegen-preikestolen-camping

    Nach Sta­van­ger und auf den Kjerag haben wir es leider nicht geschafft, aber wir brau­chen ja auch noch Ziele im Leben 😀 Nor­we­gen ist ein­fach atem­be­rau­bend und immer eine Reise wert.

    Liebe Grüße
    Annika

  • Ich muss hier jetzt mal etwas klar­stel­len. Die Wan­de­rung zum Prei­kes­to­len wird auch von Nor­we­gern als Anspruchs­voll ein­ge­stuft. Das heißt, man muss sich darauf ein­stel­len über hohe Stein­stu­fen nach oben zu laufen. Ebene Wan­der­stre­cken gibt es auf dieser Stre­cke nicht. Man sollte tritt­si­cher sein und über eine gute Kon­di­ti­on ver­fü­gen. Das her­ab­spie­len dieser Wan­de­rung als ein­fach, ver­lei­tet viele Men­schen dazu dies auch so zu sehen und dann mit­ten­drin zu merken, dass es nicht geht. 4 Stun­den sind schon sehr hoch ange­setzt für Hin- und Rück­weg. Lieber mehr ein­pla­nen.

  • Hallo
    Sehr tolle infos…hast du auch Infos über Flug­rei­sen.. bil­lig­flug.. nach sta­van­ger in deinem Fundus…

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