Stock­brot-Rezept: Herz­haf­tes und süßes Brot fürs Lager­feu­er

Stockbrot Rezept herzhaft und süß

Viele, die mit uns gemein­sam schon in der Wüste unter­wegs waren, kennen unser Stock­brot-Rezept bereits. Wir finden, es gibt kaum was Schö­ne­res, als mit Freun­den gemein­sam am Lager­feu­er zu sitzen, den Holz­stab mit Brot­teig zu umwi­ckeln und gemein­sam über die Flam­men zu halten, bis er fertig ist. Dazu gibt es bei uns häufig lecke­re Soßen. Damit ihr unser herz­haf­tes oder auch süßes Brot fürs Lager­feu­er nach­ma­chen könnt, wollen wir euch zeigen, wie wir den Teig für Stock­brot zube­rei­ten.

Knüp­pel­brot selber machen: Lecke­rei fürs Lager­feu­er

Das uns bekann­te Stock­brot hat regio­nal ganz unter­schied­li­che Bezeich­nun­gen. So wird es bei­spiels­wei­se im Osten Deutsch­lands als Knüp­pel­brot oder Knüp­pel­ku­chen bezeich­net, wäh­rend man in der Schweiz auch Schlan­gen­brot dazu sagt. Zumin­dest wissen wir nun, dass das­sel­be gemeint ist.

Ganz klas­sisch unter­schei­det man beim Stock­brot zwi­schen zwei Vari­an­ten, einer süßen und einer herz­haf­ten. Wir mögen die Herz­haf­te lieber. Am Ende des Bei­trags fin­dest du sowohl ein Rezept für süßes Knüp­pel­brot als auch ein Rezept für herz­haf­tes Stock­brot.

Fri­sche Hefe oder Tro­cken­he­fe für den Stock­brot­teig?

Wir ver­su­chen, wenn mög­lich, fri­sche Hefe zu ver­wen­den. Aller­dings kommt es häufig vor, dass wir spon­tan Lust auf das um den Stock gewi­ckel­te Brot am Lager­feu­er bekom­men und wir nur noch Tro­cken­he­fe haben. Wenn es dir genau­so geht, keine Sorge, auch mit Tro­cken­he­fe geht das Stock­brot wun­der­bar auf.

Damit dir die Umrech­nung etwas leich­ter fällt, habe ich noch einen Tipp für dich:

1 Päck­chen Tro­cken­he­fe = 7 Gramm
1 Würfel Frisch­he­fe = 42 Gramm
1 Päck­chen Tro­cken­he­fe ent­spricht 1/2 Würfel Frisch­he­fe

Somit kannst du, anstatt 1/2 Würfel fri­scher Hefe auch ein Päck­chen Tro­cken­he­fe ver­wen­den oder umge­kehrt.

Was brau­che ich?

Die essen­zi­el­le Bestand­tei­le des Stock­brots sind logi­scher­wei­se das Lager­feu­er und die Stöcke oder Äste. Wich­tig ist hier­bei, dass du keine von gif­ti­gen Bäumen ver­wen­dest. Auch Holz von Nadel­bäu­men soll­test du eher meiden, da sie leicht Feuer fangen. Gene­rell gilt, je feuch­ter das Holz, umso besser.

Tipp: Natür­lich kann man das Stock­brot auch ein­fach auf den Grill legen.

Die Stöcke am besten mit einem Messer von ihrer Rinde befrei­en und ver­wah­ren, bis es so weit ist. Wer es nicht mag, wenn der Stock­brot­teig direkt auf das Holz kommt, kann auch vorher etwas Alu­fo­lie um den Ast wickeln oder ein Grill­rohr auf den Stock ste­cken.

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Tipps & Tricks fürs per­fek­te Knüp­pel­brot

Ist der Teig fertig und haben sich alle am Lager­feu­er ver­sam­melt, dann kann es end­lich los­ge­hen. Natür­lich ist nicht viel dabei, das Brot um einen Stock zu wickeln und übers Feuer zu halten.

Doch ein paar kleine Tipps habe ich noch für dich:

  • Die Stock­spit­ze mit Teig bede­cken.
    Wenn du den Stock­brot­teig um den Stock wickelst, achte darauf, dass er auch die Spitze bedeckt. Denn sonst fängt diese immer wieder zu glühen und bren­nen an.
  • Welche Menge Teig pro Stock­brot?
    Wir haben mit der Größe eines Golf­balls gute Erfah­run­gen gemacht. Es reicht, das Brot rela­tiv dünn um den Stock zu wickeln, da es sowie­so noch auf­geht und sonst nicht gar wird.
  • Ast nicht direkt in die Flam­men halten.
    Halte deinen Ast, wenn mög­lich, nicht direkt in die Flam­men, sonst ver­brennt dein Brot außen und ist innen noch roh.
  • Wie lange dauert es, bis das Stock­brot durch ist?
    Je nach Dicke des Teiges und Abstand zur Flamme, dauert es nor­ma­ler­wei­se zwi­schen 10 und 15 Minu­ten, bis das Brot fertig ist. Lässt es sich leicht vom Ast ziehen, dann ist es gut. Wenn es klebt und hängen bleibt, dann soll­test du es noch ein paar Minu­ten über die Flamme halten.
  • Ideen für herz­haf­ten und süßen Stock­brot­teig
    In meinen Stock­brot-Rezep­ten zeige ich dir ledig­lich den Grund­teig.
    Wer mag, kann aber in der herz­haf­ten Vari­an­te bei­spiels­wei­se Speck- oder Schin­ken­wür­fel, etwas Käse oder auch Kräu­ter oder Knob­lauch zum Teig geben. Beim Wickeln machen sich zwi­schen dem Brot­teig auch ein paar Bacon­schei­ben oder Würst­chen wirk­lich gut.
    Für den süßen Stock­brot­teig könn­test du mit Rosi­nen oder klei­nen Scho­ko­la­den­wür­feln arbei­ten. Auch etwas Puder­zu­cker über den fer­ti­gen Knüp­pel­ku­chen schmeckt sehr lecker.
  • Rich­ti­ge Dicke des Astes.
    Achte unbe­dingt darauf, dass dein Ast weder zu dick noch zu dünn ist. Ist er zu schwer, dann kippt dir der Stock immer vorn über und es wird auf Dauer schwer ihn zu halten. Ist dein Stock zu dünn, dann kann er abbre­chen und dein Brot gehört den Flam­men.

Stockbrot selber machen

Herz­haf­tes Stock­brot-Rezept

Der Teig für Stock­brot ist ein­fach und schnell gemacht. Dafür brauchst du keine großen Koch­küns­te, ledig­lich ein wenig Gefühl für den Teig.

Die ange­ge­be­nen Mengen rei­chen für 6 Por­tio­nen.

Zuta­ten:

1/2 Würfel Hefe
1 Prise Zucker
250 ml Wasser (lau­warm)
1/2 TL Salz
500 gr. Mehl
2 EL Oli­ven­öl

wei­te­re Zuta­ten wie Speck­wür­fel, Käse, Kräu­ter, Knob­lauch, Chili, usw. nach Bedarf

Zube­rei­tung:

Das lau­war­me Wasser mit dem 1/2 Hefe­wür­fel, Salz und der Prise Zucker in eine große Schüs­sel geben. Ver­rüh­ren, bis sich alles auf­ge­löst hat. Dann Oli­ven­öl zuge­ben.

Tipp: Die Men­gen­an­ga­ben können ein wenig vari­ie­ren, des­we­gen nicht das ganze Mehl auf ein Mal zufü­gen.

Nun nach und nach das Mehl unter­rüh­ren. Kneten, bis ein wei­cher und geschmei­di­ger Teig ent­stan­den ist.

Den Hefe­teig mit einem feuch­ten Tuch abde­cken und etwa 30 Minu­ten an einem warmen Ort gehen lassen.

Nach der Geh­zeit den Teig in 6 Por­tio­nen teilen, in Schüs­seln geben und noch mal 20 Minu­ten unter einem feuch­ten Tuch ruhen lassen.

Jeder am Lager­feu­er bekommt nun seine Schüs­sel mit Stock­brot­teig und reißt sich davon eine Kugel (etwa so groß wie ein Golf­ball) ab. Diese zu einem langen Strang formen, etwas platt drü­cken und dann um den Stock wickeln.

10 – 15 Minu­ten über die heiße Glut halten und fertig.

Wer mag, kann zum Stock­brot ein paar Soßen rei­chen oder Würst­chen, Gemüse, Oliven, o. Ä. mit dem Stock­brot­teig umwi­ckeln.


Da es nicht nur herz­haf­tes Stock­brot gibt, möch­ten wir für die Nasch­kat­zen natür­lich auch noch das süße Stock­brot­teig-Rezept posten.

Süßes Knüp­pel­teig-Rezept

Das süße Stock­brot schmeckt auch unfass­bar lecker. Wer mag, kann es nach dem Backen mit flüs­si­ger Butter bepin­seln, in Zimt und Zucker wälzen und dann noch mal ganz kurz über der heißen Flamme kara­mel­li­sie­ren lassen.

Auch die hier ange­ge­be­nen Mengen rei­chen für genau 6 Por­tio­nen.

Zuta­ten:

250 ml lau­war­me Milch
100 gr. Butter
1 Pck. Vanil­le­zu­cker
1/2 Würfel fri­sche Hefe
80 gr. Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
500 gr. Mehl

Zube­rei­tung:

Die Milch leicht erwär­men, darin die Butter auf­lö­sen und Vanil­le­zu­cker, Hefe, Zucker und Salz zufü­gen. Das Ei zum Teig und nach und nach Mehl zuge­ben.

Auf keinen Fall das ganze Mehl auf ein Mal zum Stock­brot­teig geben.

Teig kneten, bis er schön geschmei­dig ist. Dann mit einem feuch­ten Tuch abge­deckt für mind. 30 Minu­ten gehen lassen.

Nun so weiter ver­fah­ren, wie im herz­haf­ten Rezept.


Vega­nes Stock­brot-Rezept

Immer wieder trifft man auch Rei­sen­de, die vegan leben. Doch die sollte man kei­nes­falls vom Brot­spaß am Lager­feu­er aus­schlie­ßen. Das herz­haf­te Stock­brot-Rezept ist vegan, das kannst du ein­fach so nach­ma­chen.

Wenn du das süße Stock­brot vegan zube­rei­ten möch­test, dann erset­ze die Butter ein­fach durch pflanz­li­che Mar­ga­ri­ne und die Milch durch Pflan­zen­milch. Das Ei kannst du ein­fach weg­las­sen, denn es ist kein essen­zi­el­ler Bestand­teil und schon hast du eine vega­nes Stock­brot.


Für uns gibt es nichts Schö­ne­res, als mit Rei­sen­den, Freun­den, Bekann­ten oder auch Frem­den zusam­men am Lager­feu­er zu sitzen, gemüt­lich Stock­brot zu gril­len und sich dabei über Gott und die Welt zu unter­hal­ten. Am Teig soll es nicht schei­tern, des­we­gen wün­schen wir euch guten Appe­tit.

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