2400 Watt Kombi-Wechselrichter 24V MultiPlus 24/3000/70-16 Victron
- 2400 W Dauerleistung bei 25 °C (3000 VA), Spitzenleistung 6000 W
- Für 24V-Batterien, Ladegerät mit 70A Ladestrom
- Netzvorrangschaltung (Transferschalter) bis 16A, PowerControl und PowerAssist
- Zweiter AC-Ausgang (AC-out-2, max. 16A), VE.Bus für Parallelbetrieb
- Batterietemperatursensor im Lieferumfang
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Auf einen Blick
- 2400 W Dauerleistung bei 25 °C (3000 VA), Spitzenleistung 6000 W
- Für 24V-Batterien, Ladegerät mit 70A Ladestrom
- Netzvorrangschaltung (Transferschalter) bis 16A, PowerControl und PowerAssist
- Zweiter AC-Ausgang (AC-out-2, max. 16A), VE.Bus für Parallelbetrieb
- Batterietemperatursensor im Lieferumfang
Produktbeschreibung
Der Victron MultiPlus 24/3000/70-16 (Artikelnummer PMP242300001) vereint Sinus-Wechselrichter, Batterieladegerät und Netzumschaltung in einem Gerät. Er liefert 2400 W Dauerleistung bei 25 °C und lädt die 24V-Batterie mit bis zu 70A. Hängt Landstrom oder ein Generator am Eingang, schaltet er die Verbraucher durch und lädt die Batterie. Fällt der Eingang weg, übernimmt der Wechselrichter.
Die „3000“ im Namen sind 3000 VA, nicht 3000 W. Was dauerhaft nutzbar ist, steht im nächsten Abschnitt.
Wie viel Watt hat der MultiPlus 24/3000/70-16?
Dauerhaft 2400 W bei 25 °C, 2200 W bei 40 °C und 1700 W bei 65 °C. Die Spitzenleistung liegt bei 6000 W. Die „3000“ in der Typenbezeichnung ist die Scheinleistung in VA bei 25 °C; Victron gibt sie für nichtlineare Last mit Crest-Faktor 3:1 an. Plane deine Verbraucher deshalb nach den Watt-Werten.
Für wen passt er, und wo liegen die Grenzen?
Er passt zu einer 24V-Batteriebank, die dauerhaft hohe Ströme liefern kann. Bei 2400 W fließen auf der 24V-Seite rund 100A (Beispielrechnung mit 25,6 V und 94 % maximalem Wirkungsgrad). Bei niedriger Batteriespannung steigt der Strom für dieselbe Leistung, und weitere DC-Verbraucher an der Batterie kommen dazu. Kabel, Sicherung und vor allem die Batterie müssen diesen Strom dauerhaft leisten können. Hat dein Bordnetz 12V, brauchst du die 12V-Ausführung, denn die Batteriespannung muss zum Gerät passen (Eingangsspannung dieses Modells: 19–33 V).
Der Transferschalter ist für 16A ausgelegt. Das reicht für den üblichen Landstromanschluss mit 16A; für Anlagen mit größerem Eingangsstrom gibt es bei Victron die Ausführung mit 50A.
Platzbedarf und Maße
- Maßzeichnung von Victron zur Artikelnummer PMP242300001: Höhe 364 × Breite 258 × Tiefe 221 mm.
- Victron-Produktseite zur selben Artikelnummer: Höhe 362 × Breite 258 × Tiefe 218 mm, 18 kg.
- Datenblatt: Höhe 364 × Breite 295 × Tiefe 221 mm, 18 kg. Das Handbuch nennt für die Reihe 19 kg.
Die Quellen weichen voneinander ab. Plane deshalb mit den jeweils größeren Werten und lass rundum mindestens 10 cm Freiraum zur Kühlung.
Batterie: Kapazität, LiFePO4 und BMS
Victron empfiehlt für dieses Gerät eine Batteriekapazität von 200–700Ah. Das ist eine Empfehlung, damit die volle Leistung genutzt werden kann, keine Pflicht. Bei LiFePO4 reicht die Amperestundenzahl allein nicht. Prüfe im Datenblatt deiner Batterie:
- Dauerentladestrom: Er muss die rund 100A (Beispiel bei 2400 W) tragen, zuzüglich weiterer DC-Verbraucher. Sinkt die Batteriespannung, steigt der Strom.
- Spitzenstrom: Bei kurzzeitig bis 6000 W liegt der Batteriestrom deutlich höher; das BMS muss das kurzzeitig zulassen.
- Spannungseinbruch: Hohe Ströme lassen die Spannung absinken. Unterschreitet sie die Abschaltschwelle, schaltet der Wechselrichter ab.
- Ladestrom: Der Ladestrom lässt sich in Stufen begrenzen. Die Batterie muss den eingestellten Wert aufnehmen dürfen.
Einstellung für LiFePO4: Der Ladealgorithmus ist ab Werk nicht auf Lithium eingestellt. Bei Drop-in-Batterien mit eingebautem BMS stellst du in VictronConnect bei den Ladegerät-Einstellungen den Lithium-Modus ein. Ladespannungen und die Unterspannungsabschaltung richten sich nach der Anleitung deines Batterieherstellers. Im Lithium-Modus findet keine Temperaturkompensation statt (Victron nennt als Normalbereich 5–40 °C). Batterien mit Victron-BMS oder CAN-Anbindung werden anders eingebunden; dafür gelten die Anleitungen von Victron und dem Batteriehersteller.
Netzvorrang, PowerControl und PowerAssist
Liegt am AC-Eingang eine passende Spannung an, schaltet das Gerät sie zu den Verbrauchern durch, der Wechselrichter schaltet ab und das Ladegerät arbeitet. PowerControl begrenzt den Ladestrom auf das, was das Eingangsstrom-Limit neben den Verbrauchern übrig lässt. PowerAssist ergänzt bei Lastspitzen Leistung aus der Batterie; laut Handbuch bis 3 kVA, das entspricht rund 13A bei 230 V. Das Eingangsstrom-Limit ist über DIP-Schalter einstellbar (2,3–16A, ab Werk 16A).
Der zweite Ausgang AC-out-2 (max. 16A) ist für Verbraucher gedacht, die nur mit Landstrom laufen sollen. Lasten an AC-out-2 zählen für PowerControl und PowerAssist mit.
Anschluss und Einbau
Victron schreibt vor, dass die Installation nur durch eine qualifizierte Elektrofachkraft erfolgen darf.
- Batteriekabel (Victron-Empfehlung für 24/3000/70): bis 5 m 50 mm² je Plus- und Minus-Anschluss, von 5 bis 10 m 2 × 50 mm² (zwei Plus- und zwei Minus-Kabel). Empfohlene DC-Sicherung: 300A. Das maximale Drehmoment der Batterieanschlüsse beträgt 12 Nm, nutze einen isolierten Schlüssel. Verlege die Batteriekabel nicht in einem geschlossenen Kanal.
- Kabel und Sicherung sind nicht im Lieferumfang. Sicherung, Sicherungshalter und Kabel besorgst du separat.
- Aufstellort: trocken, gut belüftet, möglichst nah an der Batterie und nicht direkt darüber. Wandmontage ist waagerecht oder senkrecht möglich, senkrecht wird bevorzugt. Die Umgebung muss hitzebeständig sein, ohne Chemikalien, Kunststoffteile oder Textilien in der Nähe.
- AC-Seite: Der AC-Eingang darf mit höchstens 16A abgesichert werden. Am Ausgang verlangt das Handbuch einen Fehlerstromschutzschalter Typ A in Reihe mit einer Sicherung (höchstens 32A an AC-out-1, höchstens 16A an AC-out-2).
- Erdung: Das Gerät hat Schutzklasse I. AC-Eingang oder Gehäuse müssen ununterbrochen geerdet sein. Bei mobilen Installationen mit Landstromstecker ist das Gehäuse zusätzlich mit dem Fahrzeugchassis zu verbinden. Das eingebaute Erdungsrelais verbindet den Neutralleiter des Ausgangs mit dem Gehäuse, solange keine externe AC-Quelle anliegt. Maßgeblich ist das Handbuch, Kapitel 4.3.
- Parallelbetrieb: Bis zu sechs gleiche Geräte, direkt per RJ45-UTP verbunden, mit gleich langen und gleich dimensionierten DC-Leitungen und mindestens 10 cm Abstand.
Zusätzlich nötig: RJ45-UTP-Kabel
Für Digital Multi Control, MK3-USB-Interface und VE.Bus Smart Dongle brauchst du ein gerades, industriell gefertigtes RJ45-UTP-Kabel (kein Crossover). Selbst gecrimpte Kabel verursachen häufig Probleme. Das Kabel gehört nicht zum Lieferumfang des MultiPlus.
Einstellung und Überwachung
Die wichtigsten Einstellungen wie Eingangsstrom-Limit lassen sich über DIP-Schalter vornehmen, alle weiteren mit VictronConnect über ein MK3-USB-Interface. Mit dem Digital Multi Control Panel bedienst du das Gerät direkt. Mit dem VE.Bus Smart Dongle kannst du Statuswerte anzeigen, zwischen Ein, Aus und Nur-Ladegerät wechseln und die Landstrombegrenzung einstellen. Für die Konfiguration etwa der Ladeparameter und für Firmware-Updates benötigst du das MK3-USB-Interface. Victron richtet die Konfiguration an geschulte Installateure; sie ist passwortgeschützt.
FAQ
Wie viel Watt hat der Victron MultiPlus 24/3000/70-16?
2400 W Dauerleistung bei 25 °C (3000 VA), 2200 W bei 40 °C, 1700 W bei 65 °C, Spitze 6000 W.
Reicht eine 100Ah-LiFePO4-Batterie?
Victron empfiehlt 200–700Ah. Bei LiFePO4 zählt außerdem der Dauerentladestrom: Bei 2400 W fließen rund 100A (Beispielrechnung), bei niedriger Spannung mehr. Eine einzelne kleine Batterie mit schwachem BMS ist dafür zu knapp; reduziere die Last oder nimm mehr bzw. stärkere Batterien.
Welche Einstellung brauche ich für LiFePO4?
Bei Drop-in-Batterien mit BMS den Lithium-Modus in VictronConnect, Ladespannungen und Abschaltschwellen nach Herstellerangabe. Dafür brauchst du ein MK3-USB-Interface.
Welches Kabel brauche ich für Digital Multi Control, MK3-USB und Smart Dongle?
Ein gerades RJ45-UTP-Kabel, industriell gefertigt. Es ist bei keinem der Geräte enthalten.
Welches Batteriekabel und welche Sicherung empfiehlt Victron?
50 mm² bis 5 m (2 × 50 mm² von 5 bis 10 m) und 300A. Beides ist nicht im Lieferumfang.
Brauche ich einen FI-Schalter?
Laut Handbuch ja: Typ A am Ausgang, in Reihe mit einer Sicherung.
Kann ich mehrere Geräte parallel schalten?
Ja, bis zu sechs gleiche Geräte.
Ist ein Batterietemperatursensor dabei?
Ja. Bei Lithium-Betrieb findet keine Temperaturkompensation statt.
Wo finde ich die Anleitung?
Im Tab „Downloads“: Bedienungsanleitung, Datenblatt und Maßzeichnung.
Im Lieferumfang enthalten
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🛠️ Details
| Gewicht | 18 kg |
|---|---|
| Maße | 221 × 258 × 364 mm |
| Hersteller | Victron Energy |
| Systemspannung | 24V |
| Eingangsspannung | 19 – 33 V |
| Ausgangsspannung | 230 VAC |
| Dauerlast (VA) bei 25 °C | 3000 VA |
| Dauerlast (W) bei 25 °C / 40 °C (W) | 2400 / 2200 W |
| Dauerlast (W) bei 65 °C | 1700 W |
| Spitzenleistung | 6000 W |
| Ladestrom Ladegerät | 70A |
| Ladestrom Starterbatterie | 4A |
| Transferschalter | 16A |
| Netzvorrangschaltung | ja |
| Max. Wirkungsgrad | 94 % |
| Leerlaufverbrauch | 20 W (AES 15 W, Suchmodus 10 W) |
| Batteriekapazität | Victron-Empfehlung: 200–700Ah |
| Empfohlene Batteriesicherung | 300A (Victron-Empfehlung, nicht im Lieferumfang) |
| Schutzart | IP20 |
| Schuko | nein |
📄 Downloads
📝 Produktsicherheit (GSPR)
De Paal 35
1351 JG Almere-Haven
Niederlande
sales@victronenergy.com
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