Wohnmobil Batterie: Gel, AGM, Blei-Säure oder LifePo4?

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Wenn wir mit unserem Wohnmobil unterwegs sind, benötigen wir Strom, um unsere Wasserpumpe, Lampen, Fernseher, Notebooks oder Smartphones zu betreiben. Nachts brauchen wir Licht, um nicht im Dunklen zu sitzen. Wenn kein Landstrom zur Verfügung steht, kommt eine Wohnmobil Batterie ins Spiel, welche uns meist mit 12 V Spannung versorgt. So manches moderne 230 V Gerät findet ebenfalls Einzug in unser Heim auf 4 Rädern. Abhilfe schafft in diesem Fall ein Wechselrichter, der aus unseren 12 V 230 V zaubert. Aber welche Wohnmobil Batterie ist die Richtige für meine Stromnutzung? Man kann zwischen einer Blei-Säure-Batterie, der Gel Batterie oder einer AGM Batterie wählen. Auch sogenannte LiFePo4 Batterien sind immer häufiger in Wohnmobilen zu finden. Wie kann man AGM und Gel Batterien eigentlich richtig laden? Heute möchten wir etwas Licht ins Dunkel bringen, um Dich bei der Wahl der richtigen Wohnmobil Batterie zu unterstützen.

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Starterbatterie vs. Versorgungsbatterie

In unseren Wohnmobilen sind mindestens 2 Batterien verbaut, denen unterschiedliche Aufgaben zugeteilt sind. Einerseits gibt es eine Starterbatterie, die unseren Motor zum Laufen bringt. Andererseits die Aufbau- oder Versorgungsbatterie, welche unseren Wohnmobilaufbau mit Strom versorgt. Worin unterscheiden sich die beiden Stromlieferanten?

Starterbatterie

Beim Starten des Motors muss die Starterbatterie einen hohen Strom liefern. Je nach Motortyp werden kurzfristig zwischen mehreren 100 und 1000 Ampere Strom benötigt. Sobald der Motor läuft, übernimmt die Lichtmaschine die Stromversorgung der Verbraucher, wie z. B. Licht, Heizung, Scheibenwischer und Bordelektronik. Zeitgleich wird die Starterbatterie wieder voll aufgeladen, was in etwa 5 – 10 Minuten Fahrbetrieb erfordert. Jetzt kann für den nächsten Startvorgang wieder ein hoher Strom aus dem Akku entnommen werden.

Damit eine Batterie hohe Ströme abgeben kann, müssen die Bleiplatten innerhalb der Starterbatterie eine große Oberfläche aufweisen. Das Ganze wird durch viele dünnere Bleiplatten realisiert. Aufgrund der dünnen Platten sind Starterbatterien aber nicht für eine ständige Stromentnahme geeignet. Sie vertragen eine tiefe Entladung nur sehr schlecht und werden bei der Nutzung als Versorgungsbatterie keine allzu hohe Akku Lebensdauer haben.

Versorgungsbatterie

Wie der Name schon sagt, werden Versorgungsbatterien im Wohnmobil dazu genutzt, über einen längeren Zeitraum gespeicherte Energie abzugeben. Sie haben dickere Platten, neigen weniger zur Sulfatierung und vertragen Entladungen bis zu 50 %. Einschränkungen gibt es bei der Entnahme von hohen Strömen. Aufgrund der kleineren Oberfläche eignen sich Versorgungsbatterien nicht als Starterbatterien. Es gibt ein paar Ausnahmen, wie z. B. unsere Exide Dual AGM.

Die Wahl der richtigen Wohnmobil Batterie

Nachdem wir jetzt wissen, dass eine günstigere Starterbatterie als Aufbaubatterie nicht geeignet ist, möchten wir die unterschiedlichen Versorgungsbatterien näher betrachten. Es gibt sie als Blei-Säure, Gel, AGM oder als LiFePo4 Batterie. Jede Batterietechnologie hat ihre Vor- und Nachteile. Auch in Bezug auf Zyklenfestigkeit und der damit verbundenen Akku Lebensdauer gibt es Unterschiede. Am Ende des Tages sollte man seinen Akkus den eigenen Bedürfnissen entsprechend wählen.

Ladezyklen

Egal für welche Wohnmobil Batterie man sich entscheidet, das Laden bzw. Entladen sorgt für Verschleiß. Die Hersteller geben als Akku Lebensdauer ihrer Batterien eine bestimmte Anzahl an Ladezyklen in Verbindung mit dem sogenannten DoD Wert an (DoD steht für tiefste Entladung, z. B. 50%). Jeder Hersteller kocht hier allerdings sein eigenes Süppchen, warum sich diese Werte nur schlecht miteinander vergleichen lassen. Während Hersteller A einen DoD Wert von 50 % angibt, spricht Hersteller B von 30%.  Da wir in der Praxis mal mehr oder auch weniger Kapazität entnehmen, ist dies nur ein grober Richtwert. Die Aufbaubatterien in ihrem Gewicht zu vergleichen ist da meist zuverlässiger. Blei ist der wichtigste, aber auch teuerste Werkstoff bei der Produktion von Bleiakkumulatoren. So spricht das höhere Gewicht im Vergleich von zwei Versorgungsbatterien mit der gleichen Kapazität (Ah) für mehr Qualität, da offensichtlich mehr Blei verbaut wurde.

Solarladeregler, Wohnmobil Batterie

 

Akku Lebensdauer

Die Akku Lebensdauer einer Aufbaubatterie hängt vielmehr von unserer Behandlung ab. Laden wir die Versorgungsbatterie regelmäßig voll und vermeiden wir Tiefenentladungen, wird unsere Batterie die angegebenen Ladezyklen meist erreichen. Laden wir die Batterie nicht regelmäßig oder lassen wir sie entladen über Tage oder Wochen stehen, kann sie vorzeitig altern und kaputt gehen.

So können auch normale Nass Batterien durchaus mehrere Jahre halten und eine teurere AGM oder Gel Batterie, welche ständig zwischen 50 und 60 % ihrer Kapazität hängen, nach einem Jahr kaputt gehen. Am besten kontrolliert man mit einem Batteriemonitor** die verbleibende Kapazität seiner Batterie. Somit kann immer geprüft werden, wann ein Laden der Versorgungsbatterie nötig ist. Gerade beim Einlagern seines Wohnmobils bietet sich ein Ladegerät mit Erhaltungsladung an, um seine Batterien in der Winterpause am Leben zu halten. Auch ohne angeschlossene Verbraucher verlieren Batterien an Ladung. Blei-Säure-Batterien haben eine höhere Selbstentladung als Gel oder AGM Batterien.

Kurzschluss oder verminderte Akku Lebensdauer

Wenn unsere Wohnmobil Batterie über mehrere Tage oder Wochen nicht voll aufgeladen wird oder im Winter, wenn unser Wohnmobil in den Winterschlaf geschickt wird, kann es ohne Erhaltungsladung zu einer Verminderung der Akku Lebensdauer kommen. Durch die anhaltende Entladung entstehen vermehrt Sulfatkristalle an den Bleiplatten. Die Kapazität und Leistungsfähigkeit der Aufbaubatterie nimmt ab. Beim Fahrbetrieb können sich diese Sulfatkristalle lösen und am Boden der Aufbaubatterie sammeln. Nehmen diese Ablagerungen am Boden überhand, verursachen sie einen Kurzschluss, was den Batterietod bedeutet.

Gel- und Vliesbatterien sind für Kurzschlüsse nicht so anfällig, wie Nass Batterien, da ein Herunterfallen der Sulfatkristalle durch das Vlies bzw. Gel verhindert wird. Man spricht von erhöhter Rüttelfestigkeit bei diesen Bleiakkus. Sie können aber trotzdem  durch eine starke Sulfatierung an Kapazität verlieren. Das geht nicht von heute auf morgen, aber je öfter und länger ich meine Versorgungsbatterie im ungeladenen Zustand belasse, umso stärker schreitet der Prozess voran. Wenn wir unsere Aufbaubatterie tiefenentladen stehen lassen, können auch ein paar Tage genügen und die Versorgungsbatterie quittiert ihren Dienst.

Laden wir unsere Wohnmobil Batterie täglich voll, hat sie eine deutlich längere Lebenserwartung, als ein Akku, der nur alle paar Tage oder Wochen halbherzig an einem Ladegerät hängt. Versorgen wir unsere Wohnmobil Batterien im Winter mit einer Erhaltungsladung, werden wir durch eine lange Akku Lebensdauer belohnt.

Angaben C1, C5, C10 oder C20?

Da bei steigender Stromentnahme die verfügbare Kapazität einer Bleibatterie sinkt, gibt es noch die Kenngröße, bzw. Bezugszeit C1, C5, C10 … C100. Wenn auf einem Bleiakkumulator 100 Ah (C20) vermerkt ist, können wir theoretisch 20 Stunden lang 5 A entnehmen (100 Ah / C20) und haben die 100 Ah zur Verfügung (C5 = 5 Stunden, C1 = 1 Stunde, C10 = 10 Stunden usw.). Dementsprechend kommt man auf die stündlich verfügbaren Ampere, wenn man die Ah Stunden der Batterie durch den Wert teilt, der bei der Bezugszeit C angegeben ist.

Wenn man seiner Versorgungsbatterie in einer kürzeren Zeit, als der auf der Batterie angegebenen Bezugszeit (C5, C10 C100), die Kapazität entnimmt, sind die entnehmbaren Amperestunden geringer, als angegeben. Findige Hersteller nutzen diese Kennzahl, um ihren Batterien optisch eine höhere Kapazität zu verpassen. Ein Bleiakkumulator mit 80 Ah (C100) hat also deutlich weniger reale Kapazität, als ein 80 Ah (C20) Akku, außer man entnimmt nicht mehr als 0,8 A pro Stunde aus seiner Batterie. Bei einem Kauf sollte man unbedingt auf diese Kennzahl achten.

Blei-Säure-Batterie für zyklische Entladung

Vom Aufbau ähnelt dieser Typ den gängigen Starterbatterien. Es werden aber dickere Bleiplatten verwendet, was zu einer höheren Zyklenfestigkeit führt. In der Batterie befindet sich Batteriesäure in flüssiger Form.

Blei-Säure-Batterien werden vor dem Verkauf meist trocken gelagert. Das bedeutet, dass erst kurz vor dem Einbau Batteriesäure eingefüllt wird. Das macht eine längere Lagerung beim Händler möglich, ohne dass sie vorzeitig altert. Nach dem Befüllen sollte man die Wohnmobil Batterie mit einem Ladegerät auf 100 % laden. Batteriesäure ist in ihrer Handhabung nicht ganz ungefährlich, da sie aus 30 – 35 prozentiger Schwefelsäure besteht. Wenn man mit Batteriesäure arbeitet, sollten grundsätzlich Handschuhe und eine Brille getragen werden.

Destilliertes Wasser nachfüllen

Blei-Säure-Batterien sind meist nicht wartungsfrei. Beim Laden oder hohen Außentemperaturen verdunstet der Wasseranteil in der Batterie. Es muss regelmäßig der Säurestand kontrolliert und mit destilliertem Wasser ergänzt werden. Dafür sind an der Blei-Säure-Batterie Schraubverschlüsse vorhanden. Die Batteriesäure sollte bis zur Markierung gefüllt sein und die Bleiplatten müssen vollständig bedeckt sein. Es gibt auch wartungsfreie Varianten ohne eine Möglichkeit Wasser nachzufüllen. Ich persönlich halte das nur bedingt für sinnvoll, da auch diese wartungsfreien Batterien ein gewisses Maß an Flüssigkeit verlieren. Diese Wartungsfreiheit nimmt mir quasi die Möglichkeit mich um die Blei-Säure-Batterie zu kümmern und am Ende stirbt sie wegen Wassermangel.

Wohnmobil batterie, Nassbatterie, Wasser auffüllen

Auf keinen Fall darf normales Wasser oder Batteriesäure zum Nachfüllen verwendet werden.

Das Ausgasen der Blei-Säure-Batterie macht einen Entlüftungsschlauch nötig. Beim Laden kann sogenanntes „Knallgas“ entstehen, welches hoch entzündlich ist. Dieses Gas muss durch den Entlüftungsschlauch aus dem Fahrzeug geleitet werden.

Sie sind nicht auslaufsicher. Das bedeutet, dass bei Schräglage Batteriesäure unkontrolliert austreten kann. Darum bietet sich eine Säurewanne an, um beim Auslaufen von Batteriesäure den Schaden gering zu halten.

Die Lebensdauer von Blei-Säure-Batterien wird meist zwischen 300 – 500 Ladezyklen angegeben. Voraussetzung ist zum Einen die richtige Beladung und das Vermeiden von Tiefentladungen. Idealerweise ergänzt man die entnommene Kapazität täglich mit einem handelsüblichen Ladegerät oder einer Solaranlage.

Vorteile:

  • Günstiger Preis,
  • einfache Ladetechnik,
  • unempfindlicher bei Überladung (ggf. destilliertes Wasser nachfüllen).

Nachteile:

  • Nicht auslaufsicher,
  • geringere Lebenserwartung,
  • Säurestand muss regelmäßig kontrolliert werden,
  • hohes Gewicht,
  • hohe Selbstentladung,
  • mit größerem Wechselrichter nur bedingt nutzbar,
  • nicht rüttelfest.

Die Gel Batterie im Wohnmobil

Es handelt sich um eine sogenannte VRLA Batterie. VRLA steht für „ventilgeregelte Blei-Säure-Batterie“. Das Elektrolyt wird durch Kieselsäure eingedickt und ist gelförmig. Sie ist komplett verschlossen und wartungsfrei, hat aber ein Überdruckventil. Bei zu hohen Ladeströmen kann über dieses Überdruckventil Gas entweichen, um ein explodieren der Versorgungsbatterie zu verhindern. Darum ist es bei Blei Gel Akkus besonders wichtig ein passendes Ladegerät zu benutzen. Einmal entwichene Flüssigkeit kann nicht ersetzt werden.

Der Nachteil dieser Technologie ist ein höherer Innenwiderstand, welcher durch das Gel verursacht wird. Eine Entnahme von hohen Strömen wird verhindert, bzw. verkürzt die Akku Lebensdauer. Für den Betrieb mit großen Wechselrichtern ist eine Gel Batterie darum nur bedingt geeignet. Auch eine Vollladung  dauert im Vergleich zur Nassbatterie oder AGM Batterie länger.

Für eine Gel Batterien werden je nach Hersteller zwischen 400 – 600 Ladezyklen angegeben. Auch hier spielt der schonende Umgang eine große Rolle. Wie bereits erwähnt, ist ein spezielles Ladegerät mit IUoU Ladekennlinie für Gel Batterien erforderlich, um eine Vollladung zu erreichen. Ein normales Ladegerät für Blei-Säure-Batterien reicht nicht aus. Ein frühzeitiges Ableben der Wohnmobil Batterie ist die Folge. Auch der Gel Batterie sollen im Regelfall nicht mehr als 50 % ihrer Kapazität entnommen werden.

Vorteile:

  • Auslaufsicher,
  • wartungsfrei,
  • zyklenfest,
  • rüttelfest,
  • niedrige Selbstentladung.

Nachteile:

  • Hohes Gewicht,
  • nur bedingt für leistungsstarke Wechselrichter geeignet,
  • längere Ladedauer,
  • spezielle Ladegeräte nötig,
  • empfindlich bei Kälte.

Was ist eine AGM Batterie?

Bei der AGM Batterie handelt es sich ebenfalls um eine fest verschlossene VRLA Batterie, was einen lageunabhängigen Einbau erlaubt. Sie ist wartungsfrei und auch mit einem Überdruckventil ausgestattet. Die Vliesbatterie ist auslaufsicher und auch bei einer Beschädigung kann keine Batteriesäure austreten, da wie der Name bereits vermuten lässt, die Batteriesäure in einem Vlies gebunden wird. Der große Vorteil der AGM Batterie gegenüber der Gel Batterie ist die Möglichkeit hohe Ströme entnehmen zu können. In Verbindung mit einem  leistungsstarken Wechselrichter ist sie neben dem LiFePo4 Akku die beste Wahl. Auch das Laden der Vliesbatterie geht schneller, als bei der Gel Batterie. Ein spezielles Ladegerät ist aber auch bei diesem Batterietyp nötig, um eine Vollladung zu erreichen und eine Überladung zu verhindern. AGM Batterien können nicht mit einem normalen Ladegerät geladen werden.

Von der Zyklenfestigkeit liegt der Blei Vlies Akku nur knapp unter der des Gel Akkus. Wie bei allen Blei Akkus kommt es auf eine gute Pflege an. Die Entladetiefe sollte in der Regel 50 % nicht überschreiten. Tägliches Aufladen sorgt für ein langes Batterieleben.

Vorteile:

  • Auslaufsicher,
  • rüttelfest,
  • wartungsfrei,
  • Entnahme hoher Ströme möglich,
  • niedrige Selbstentladung,
  • kurze Ladedauer.

Nachteile:

  • Hohes Gewicht,
  • empfindlicher bei hohen Temperaturen,
  • spezielle Ladegeräte nötig.

AGM und Gel Batterien richtig laden

Wie bereits erwähnt, ist das Laden von Gel bzw. AGM Batterien mit einem Standard-Ladegerät nicht zu empfehlen. Es ist spezielle Ladetechnik nötig, um die Batterie, ihren Anforderungen entsprechend zu laden. Geeignete Ladegeräte verfügen über eine sogenannte IOuO Ladekennlinie, die sich meist per Schalter auf den jeweiligen Batterietyp einstellen lässt. So wird einerseits eine Vollladung ermöglicht, andererseits ein Überladen verhindert.

Batterieladegerät, Wohnmobil Batterie

Die meisten Lichtmaschinen schaffen es nicht die Aufbaubatterie im Wohnmobil auf seine volle Ladung zu bringen. Abhilfe schafft hier ein sogenannter Ladebooster. Dieser verfügt ebenfalls über eine IOuO Kennlinie und ist meist für verschiedene Batterietypen geeignet. Das Gleiche gilt für Solarladeregler. Die neueren Modelle verfügen ebenfalls über verschiedene Kennlinien, um die Wohnmobil Batterie seiner Wahl mit genügend Saft zu versorgen.

Aber was macht eigentlich so eine Ladekennlinie?

Hauptladung

In der Hauptladephase wird die Aufbaubatterie mit Konstantstrom versorgt. Dabei bestimmt sie selbst, wie viel vom Ladegerät bezogen wird. Die Phase läuft, bis die Versorgungsbatterie zwischen 80 und 85 % Kapazität erreicht hat.

Ausgleichsladung

Jetzt wird die Aufbaubatterie mit der Ausgleichsladung versorgt und vollgeladen. Dabei fließen, je nach Batterietyp, bis zu 14,8 V in den Bleiakkumulator. Auch hier bestimmt die Batterie selbst, wie viel Ladestrom sie aufnimmt. Fällt der Strom unter einen bestimmten Ampere-Wert, wird die letzte Phase eingeleitet.

Erhaltungsladung

Die Erhaltungsladung hält die Wohnmobil Batterie auf ihrem Ladezustand.

Wir benutzen ein Ladegerät von Fraron. Es ist für Blei-Säure, Gel und AGM Batterien geeignet.

 

LiFePo4 die alternative Batterie im Wohnmobil

Jetzt gibt es noch LiFePo4 Batterien, welche in immer mehr Wohnmobilen Einzug halten. Sie vereinen alle Vorteile der Bleiakkumulatoren. LiFePo4 Akkus sind auslaufsicher, da sie keine Batteriesäure enthalten. Sie sind wartungsfrei, vertragen die Entnahme von hohen Strömen und können bis auf die letzte Amperestunde genutzt werden. Aufgrund dessen genügt die halbe Kapazität, welche wir sonst mit einer AGM oder anderen Wohnmobil Batterie auf Bleibasis benötigen würden. Das spart richtig viel Gewicht, da LiFePo4 Zellen von Haus aus schon leichter sind, als Bleibatterien. Zudem muss man sich keine Sorgen um Sulfatierung machen, da bei diesem Batterietyp keine Schäden durch mangelnde Vollladung zu befürchten sind. Eine niedrige Selbstentladung rundet das ganze Paket noch ab.

Aber auch hier gibt es natürlich nicht nur Vorteile geschenkt. Das einzige Manko an der LiFePo4 Batterie ist der Preis. So liegt eine 90 Ah Stunden Lithium Batterie bei über 1000,- Euro. Außerdem benötigt man spezielle Ladetechnik und ein Batteriemanagementsystem (BMS). Wenn man sich allerdings die möglichen 2500 – 5000 Ladezyklen ansieht, relativiert sich der teure Anschaffungspreis.

Vorteile:

  • Auslaufsicher,
  • rüttelfest,
  • niedriges Gewicht,
  • weniger Kapazität nötig,
  • wartungsfrei,
  • Entnahme von hohen Strömen möglich,
  • zyklenfest,
  • niedrige Selbstentladung.

Nachteile:

  • Hoher Preis,
  • spezielle Ladetechnik nötig.

Welche Wohnmobil Batterie ist die Richtige für mich?

Die Wahl der richtigen Versorgungsbatterie hängt, wie bereits erwähnt, von verschiedenen Faktoren ab. Soll ein großer Wechselrichter betrieben werden? Ist Solar auf dem Dach? Stehe ich überwiegend frei oder nutze ich täglich Campingplätze?

Wer kein Problem hat den Säurestand zu kontrollieren, nicht viel Strom verbraucht und nach einer günstigen Aufbaubatterie sucht, kann durchaus über eine Blau-Säure-Batterie nachdenken.

Preis ab:305,90 Euro

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Wenn man es gerne etwas zyklenfester möchte und keine Lust auf Wasser nachfüllen hat, ist eine Gel Batterie vielleicht der richtige Partner. Sofern man nicht einen zu großen Wechselrichter betreiben möchte.

Preis ab:245,76 Euro

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Wer große Unabhängigkeit sucht, einen sehr hohen täglichen Stromverbrauch hat, wie z. B. einen Backofen und selten einen Campingplatz von innen sieht, findet bestimmt an der LiFePo4 Batterie gefallen.


Wir haben uns für eine AGM Batterie entschieden

Auf unserem Wohnmobil befindet sich 300 WP Solar. Der tägliche Stromverbrauch liegt zwischen 20 – 30 Ah. Unser Wechselrichter hat 1000 W, die auch ab und an abgerufen werden. Unser Fahrzeug ist geländegängig und die Batterie ist im Innenraum montiert. Darum haben wir uns gegen eine Nass-Batterie entschieden. Eine Gel Batterie haben wir zum Einen wegen unseres Wechselrichters und zum Anderen wegen der längeren Ladezeiten aus der engeren Wahl genommen (der Preis war zu dieser Zeit auch höher als bei der AGM Batterie). Gegen LiFePo4 Batterien sprach der hohe Preis und unser geringer, täglicher Bedarf.

Preis ab:309,40 Euro

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Preis ab:650,00 Euro

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Kompromisse muss man bei allen Wohnmobil Batterien eingehen. Eines ist auf jeden Fall Fakt, eine Starterbatterie ist als Versorgungsbatterie ungeeignet.

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Über den Autor

Stefan
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Ich bin Stefan, der männliche Part des Projekts "Campofant". Ich halte die Technik am Laufen und bin mit der Fettpresse immer zur Stelle, wenn unser Fahrzeug Pflege braucht. Ich fotografiere leidenschaftlich gerne und schreibe Beiträge rund ums Thema Technik und Wohnmobil.

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