Praia da Mur­ra­cao – ein klei­nes Juwel an der West­küs­te Por­tu­gals

Praia da Murracao

Wir ziehen wieder weiter. Auf unse­rer Map haben wir einen klei­nen Strand ent­deckt, der angeb­lich nur mit einem 4×4 erreich­bar sein soll – der Praia da Mur­ra­cao. Off­road Erfah­rung haben wir seit Marok­ko genug gesam­melt und dieser Hin­weis macht uns neu­gie­rig. Außer­dem ver­spricht er einen ein­sa­men Strand, nur für uns. Los gehts.

Wir ver­las­sen unse­ren Stell­platz

Nach 2 Näch­ten ver­las­sen wir also unse­ren Schlaf­platz bei Odemi­ra und bege­ben uns Rich­tung Süden. In Por­tu­gal liegt alles ziem­lich dicht bei­ein­an­der und so sind wir inner­halb kür­zes­ter Zeit an der Stelle, die uns zu dem besag­ten Strand führen soll. Vor uns liegt ein Feld­weg, der aber noch nicht so aus­sieht, als wenn man ihn nur mit einem All­rad­fahr­zeug befah­ren könnte. Naja, mal sehen was uns noch erwar­tet.

Portugal, Blumen

4×4 nötig, wirk­lich?

Wir fahren den Feld­weg ent­lang und außer ein paar Schlag­lö­chern ist der Weg nicht wirk­lich eine Her­aus­for­de­rung. Von der Haupt­stra­ße geht es kilo­me­ter­weit Rich­tung Küste. Aus den ver­ein­zel­ten Schlag­lö­chern werden tiefe Spur­rin­nen, wo sich das Regen­was­ser wohl seinen Weg gebahnt hat. Doch immer noch keine Her­aus­for­de­rung. “Oh Gott, brems”, sag ich noch,  doch da war es zu spät. Ziem­lich schnell rasen wir in ein ziem­lich tiefes Schlag­loch und Fanti macht einen klei­nen Flug­ver­such. Etwas unsanft landen wir wieder auf den Reifen … doch alles gut, nichts pas­siert. Wir machen lang­sa­mer, denn so einen Abflug wollen wir nicht noch­mal haben.

Der Weg wird immer schma­ler, stei­ni­ger und auch die Rillen des Regens werden immer tiefer. Erster Gang und Fanti ganz lang­sam diesen doch sehr stei­len Berg nach unten manö­vrie­ren. Der Berg ist zwar steil und die Schlag­lö­cher tief, aber ein 4×4 ist nicht wirk­lich nötig. Boden­frei­heit ist ganz ange­nehm, aber auch kein Muss.

Als wir um die Kurve fahren sehen wir, dass ausser einem ein­zi­gen Wohn­mo­bil, nie­mand da ist. Per­fekt. Sofort kommt ein junger Kerl, mit der selben Frisur wie ich,  auf uns zu und begrüsst uns. “Wenn ihr an uns vorbei kommt, dann könnt ihr ruhig da vorne, direkt am Strand, stehen”, sagte er. Kurze Zeit später kam auch seine Frau dazu, eben­falls mit Dreads. (Manch­mal habe ich hier das Gefühl, das Stefan mit seiner Glatze wesent­lich mehr auf­fällt, als ich mit meinen Haaren :-D) Wir quat­schen kurz mit den Beiden und stei­gen dann ein, um erst­mal “anzu­kom­men”.  Ohne Pro­ble­me kommen wir an dem Wohn­mo­bil der Beiden vorbei und parken. Wow, was für eine Aus­sicht.

Praia da Mur­ra­cao – Traum­platz

Wir stehen hier, auf einer klei­nen, etwas erhöh­ten Platt­form direkt am Praia da Mur­ra­cao. Zwei Schrit­te und wir haben Sand unter den Füßen. Und noch ein paar Schrit­te weiter und wir können unsere Füße in Meer­was­ser baden. Links und rechts von uns sind rie­si­ge Fels­wän­de, die gen Himmel ragen. Vor uns der Blick in die end­lo­se Weite des Atlan­tik. Puh, … so viel Schön­heit muss man erst­mal rea­li­sie­ren.

Stefan Campofant

Wäh­rend ich im Wohn­mo­bil alles auf- bzw. abbaue, unter­hält sich Stefan mit unse­rem “Nach­barn”. Er erklärt ihm, dass sie bereits einige Tage hier stehen und in weni­gen Minu­ten fahren. Auf der einen Seite hätten wir uns durch­aus über ein wenig Gesell­schaft gefreut und auf der ande­ren Seite hat es natür­lich auch seinen Reiz, diesen para­die­si­schen Platz für sich allein zu haben.

Allei­ne im Para­dies

Inner­halb weni­ger Minu­ten hören wir ein Moto­ren­ge­räusch und die beiden ver­las­sen den Praia da Mur­ra­cao. Wir ziehen unsere Schuhe aus, kurze Hosen an und schlen­dern mit Emily den Strand ent­lang. Wir können uns gar nicht satt­se­hen, an dem Strand, dem tür­kis­far­be­nen Meer und den dunk­len Felsen um uns herum. Doch der Atlan­tik ist, wie erwar­tet, ziem­lich kalt. Weil die Tem­pe­ra­tu­ren heute nicht über­mä­ßig sind, kann sich auch keiner von uns über­win­den baden zu gehen. Aller­dings haben wir mitt­ler­wei­le 17 Uhr und wir haben heute noch nichts geges­sen.

Zeit für Abend­essen … Stefan wollte, wäh­rend ich koche, noch ein klein wenig arbei­ten. Aller­dings wird daraus nichts, denn hier unten ist man defi­ni­tiv off­line. Na gut, wer muss im Para­dies schon online sein. Also genie­ßen wir den Abend für uns allei­ne und hören beim Ein­schla­fen noch das Rau­schen der Wellen.

Alles ist per­fekt, … doch das sollte sich bald ändern. Doch mehr dazu im nächs­ten Bei­trag.

Du hast Lust auf wei­te­re Erleb­nis­se aus unse­rem Rei­se­ta­ge­buch? Dann emp­feh­le ich dir, einen Blick in unsere Wohn­mo­bil Rei­se­be­rich­te zu werfen.

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2 Kommentare

  • Hey Peter,
    wir haben leider keine GPS Daten. Aber das ist auch ein klit­ze­klei­ner Park­platz dort. Aber der ist, wie beschrie­ben, direkt am Meer. 🙂
    Viele Grüße
    Robby

  • Hallo Ihr Beiden,
    habt Ihr GPS Koor­di­na­ten zu dem Praia ? Auf Google Maps ist dort ein Park­platz ?
    Danke und Gruß vom Jumbo Team

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