Marok­ko mit dem Wohn­mo­bil, Erfah­run­gen und Reise­tipps

Marokko mit dem Wohnmobil

Im Winter waren wir knapp 3 Mona­te in Marok­ko mit dem Wohn­mo­bil unter­wegs. Dabei konn­ten wir jede Menge Erfah­run­gen sammeln und geben dir in diesem Beitrag wich­ti­ge Infos für deine eige­ne Wohn­mo­bil­rei­se nach Marok­ko.

Reise­infor­ma­tio­nen Marok­ko

Zuerst wollen wir dir allge­mei­ne Infos über dieses Land geben. Deswe­gen erklä­ren wir dir hier, wie das Klima in Marok­ko ist, welches die beste Reise­zeit ist und wo Marok­ko über­haupt liegt.

Wo ist Marok­ko?

Marok­ko liegt im Nord­wes­ten Afri­kas und bildet mit Alge­ri­en und Tune­si­en die soge­nann­ten Mahgreb-Staa­ten. Es hat 1/4 der Größe Deutsch­lands und ist unge­fähr 2500 km entfernt. Das sind Marokko’s Bundes­län­der:

  • Rabat-Salé-Kéni­tra
  • Marra­kesh-Safi
  • Guel­mim-Oued Noun
  • Orien­tal
  • Béni Mellal-Khénif­ra
  • Drâa-Tafila­let
  • Laâyou­ne-Sakia El Hamra
  • Fès-Meknès
  • Casa­blan­ca-Settat
  • Souss-Massa

Rabat ist die Haupt­stadt Marok­kos und befin­det sich zwischen Tanger und Casa­blan­ca an der West­küs­te.

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Wetter, Reise­zeit und Klima in Marok­ko

Marok­ko hat unter­schied­li­che Klima­zo­nen, dementspre­chend kann man auch keine pauscha­le Aussa­ge über Wetter, Reise­zeit und Klima tref­fen. Doch wir haben trotz­dem Tipps für euch, wann ihr am besten wohin reisen soll­tet.

Klima und Wetter in Marok­ko

Man kann Marok­ko in zwei Teile eintei­len, was das Klima betrifft. Der Nord­wes­ten hat medi­ter­ra­nes, der Süden hinge­gen ein durch die Saha­ra beein­fluss­tes Klima. Das Atlas­ge­bir­ge fungiert als Klimag­ren­ze und in den marok­ka­ni­schen Gebir­gen herrscht Gebirgs­kli­ma.

Im nörd­li­chen Teil Marok­kos, also an der Nord­küs­te und im Rif Gebir­ge sind die Winter kälter und es hat verhält­nis­mä­ßig viel Nieder­schlä­ge. Aller­dings gibt es auch hier nur selten Schnee und die Winter sind rela­tiv mild.

Im Süden sind die Sommer heiß und die Winter mild. Jedoch kann es trotz­dem ziem­lich kalt werden. Je nach Reise­ort unter­schei­det sich auch die empfoh­le­ne Reise­zeit.

Reise­zeit Marok­ko

Wenn du ins Landes­in­ne­re reisen möch­test, soll­test du die Sommer­mo­na­te meiden. Hier wird es mit bis zu 45 °C zu warm. Dementspre­chend kann man hier die Reise­mo­na­te März bis Mai und Okto­ber bis Novem­ber empfeh­len.

Im Nord­wes­ten ist die beste Reise­zeit April bis Novem­ber. Dort hat es norma­ler­wei­se ange­neh­me 28 °C. Perfekt für Unter­neh­mun­gen oder den Bade­ur­laub am Strand.

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Welche Spra­che spricht man in Marok­ko?

Marok­kos Staats­spra­che ist Arabisch. Aller­dings unter­schei­det sich diese vom klas­si­schen Arabisch. Aber auch auf Fran­zö­sisch kann man sich gut verstän­di­gen, gera­de in öffent­li­chen Berei­chen. Aller­dings kommt man in klei­nen Läden oder Dörfern mit Arabisch weiter, als mit Fran­zö­sisch. Außer­dem werden noch diver­se Berber­dia­lek­te gespro­chen, die aber mit dem Arabisch nichts mehr gemein haben.

In touris­ti­schen Gebie­ten kommt man manch­mal auch mit Englisch weiter. Viele der Marok­ka­ner, die im Touris­mus­be­reich arbei­ten, spre­chen ab und an auch ein paar Brocken Deutsch.

Zeit­ver­schie­bung in Marok­ko

Welche Zeit­ver­schie­bung gibt es eigent­lich im Vergleich zu Deutsch­land? Marok­ko liegt im selben Bereich, wie beispiels­wei­se Lissa­bon. Dementspre­chend werden die Uhren eine Stun­de zurück gestellt. Ist es in Deutsch­land also 17.00 Uhr, so ist es in Marok­ko erst 16.00 Uhr. Aller­dings ist die Zeit­ver­schie­bung in Marok­ko nicht so gravie­rend und man muss nicht mit einem Jetlag rech­nen.

Fähre nach Marok­ko

Es ist ganz einfach, vom euro­päi­schen Fest­land mit der Fähre nach Marok­ko zu gelan­gen. Dabei musst du nicht zwin­gend von Spani­en aus fahren. Wir zeigen dir genau, von welchen Häfen aus du von Spani­en nach Marok­ko kommst und was die Über­fahrt kostet.

Fähre Spani­en — Marok­ko

Du hast die Möglich­keit von Spani­en mit der Fähre nach Marok­ko über­zu­set­zen. Dabei gibt es verschie­de­ne Möglich­kei­ten.

  • Alge­ci­ras — Ceuta
  • Alge­ci­ras — Tanger Med
  • Gibral­tar — Tanger Med
  • Tarifa — Tanger
  • Motril — Melil­la
  • Motril — Al Hoce­i­ma
  • Motril — Nador
  • Alme­ria — Nador
  • Alme­ria — Melil­la
  • Alme­ria — Ghazaou­et
  • Alme­ria — Oran
  • Barce­lo­na — Tanger Med
  • Barce­lo­na — Nador

Aller­dings gibt es auch die Möglich­keit von Itali­en, Gibral­tar und Frank­reich aus mit der Fähre Marok­ko zu errei­chen. Die genau­en Fahr­plä­ne und Möglich­kei­ten gibt es auf der Seite von Direct­fer­ries.

Was kostet die Über­fahrt nach Marok­ko?

Wir haben die Über­fahrt von Alge­ci­ras nach Ceuta gewählt. Für Hin- und Rück­fahrt haben wir zusam­men knapp 200 Euro bezahlt. Die Tickets haben wir bei Carlos in Alge­ci­ras (Koor­di­na­ten: Koor­di­na­ten: 36°10’45″N, -5°26’28″W) besorgt. Bereits am nächs­ten Tag befan­den wir uns auf dem Weg nach Afri­ka. Aller­dings würden wir diese Fähr­ver­bin­dung, aufgrund einer nerven­auf­rei­ben­den Ausrei­se, nicht mehr wählen.

Wir empfeh­len die Ein- und Ausrei­se über Tanger Med oder Tanger Stadt.

Mit dem Wohn­mo­bil nach Marok­ko — Einrei­se

Wer mit dem Wohn­mo­bil nach Marok­ko fährt, fragt sich natür­lich, welche Doku­men­te man für die Einrei­se benö­tigt. Folgen­de Dinge soll­test du im Camper dabei­ha­ben:

  • Reise­pass
  • Führerschein+Internationaler Führer­schein
  • Fahrzeugschein+Internationaler Fahr­zeug­schein
  • Fiche (Down­load der Vorla­ge bei Klick auf den Link)
  • Grüne Versi­che­rungs­kar­te (alter­na­tiv KFZ Versi­che­rung an der Gren­ze)

Wir empfeh­len auf jeden Fall das Mitneh­men eines inter­na­tio­na­len Führer­scheins und Fahr­zeug­scheins. Die kannst du ganz einfach bei deinem Land­rats­amt o. ä. bean­tra­gen.

Anzei­ge

Ein Fiche ist nicht zwin­gend Pflicht, aber es erleich­tert dir vieles. Es handelt sich dabei um ein Doku­ment, in dem du einfach deine wich­tigs­ten, persön­li­chen Daten und die Daten zu deinem Fahr­zeug eintra­gen kannst. Am besten druckst du dir ein paar davon aus und nimmst sie mit. So kannst du sie bei Poli­zei- oder Mili­tär­kon­trol­len einfach abge­ben und musst nicht jedes Mal ein Formu­lar ausfül­len. Wir fanden das bei unse­rer Reise durch Marok­ko mit dem Wohn­mo­bil total prak­tisch. Aller­dings ist es kein Muss.

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Marok­ko Visum

Die Aufent­halts­er­laub­nis bekommst du bei der Einrei­se direkt an der Gren­ze. Gültig ist sie für 3 Mona­te und für dein Fahr­zeug 6 Mona­te. Wenn du länger dort blei­ben möch­test, dann kannst du sie auf unter­schied­li­che Art und Weise verlän­gern lassen. Auf der einen Seite kannst du ausrei­sen und dann wieder einrei­sen. Oder Alter­na­tiv fährst du nach Laayou­ne und lässt dein Marok­ko Visum dort verlän­gern. Die Kolle­gen vom Blog “Kasten­in­blau” haben dazu einen tollen Beitrag geschrie­ben, wie die Verlän­ge­rung der Aufent­halts­ge­neh­mi­gung in Laayou­ne funk­tio­niert.

Einrei­se­be­stim­mun­gen Marok­ko Hund

Die Einrei­se mit Hund nach Marok­ko ist kein Problem. Aller­dings soll­te man beach­ten, alle wich­ti­gen Nach­wei­se dabei zu haben. Bei der Einrei­se nach Marok­ko hat sich keiner für unse­ren Hund inter­es­siert. Aller­dings wurden bei der Wieder­ein­rei­se nach Euro­pa unse­re Papie­re verlangt. Unbe­dingt dabei haben soll­test du:

  • Heim­tier­aus­weis,
  • alle wich­ti­gen Impfun­gen, wie du in unse­rem Beitrag Reisen mit Hund nach­le­sen kann,
  • einen Toll­wut-Titer-Nach­weis.

Im Norden gibt es in den großen Super­märk­ten norma­les Hunde­fut­ter zu kaufen. Aller­dings ist es im Süden, da wo es kaum noch Super­märk­te gibt, unmög­lich an Futter zu gelan­gen. Wir haben unse­re Hündin dann einfach bekocht. Fleisch gab es beim Metz­ger, dazu ein paar Nudeln oder Reis und Gemü­se. Das Ganze haben wir einfach einge­kocht und es hat oft für 3 — 4 Tage gereicht.

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Die Marok­ka­ner sind Hunden gegen­über meist sehr vorsich­tig und eher zurück­hal­tend. Oftmals sind sie ausge­wi­chen, wenn wir mit unse­rer Hündin unter­wegs waren. Proble­me mit Stra­ßen­hun­den hatten wir keine. Diese sind meist sehr scheu und weichen eher aus, als aggres­siv nach vorne zu gehen.

Bei der Reise in die Wüste soll­te man die Pfoten seines Hundes im Blick haben. Oft liegen dort stach­li­ge Pflan­zen­ku­geln oder Pflan­zen­res­te mit großen Stacheln auf dem Boden. Wenn der Hund plötz­lich humpelt, könn­te das die Ursa­che sein.

Geld/Finanzen

In Marok­ko wird mit sog. marok­ka­ni­schen Dirham bezahlt. Im Juni 2017 bekommt man 11,012 Dirham für 1 Euro. Wir empfeh­len, gera­de bei der Einrei­se mit dem Wohn­mo­bil nach Marok­ko schon genug Bargeld dabei zu haben. Direkt nach der Gren­ze in Ceuta gab es einen Bank­au­to­ma­ten, doch dieser funk­tio­nier­te leider nicht. Zum Glück konn­te ein Freund aushel­fen, sonst hätten wir blöd aus der Wäsche geschaut.

Im Norden Marok­kos ist Karten­zah­lung in größe­ren Geschäf­ten oft kein Problem. Sobald man aber in die südli­che­ren Gebie­te kommt, ist meist nur Bargeld das Mittel Wahl. Dementspre­chend empfeh­len wir, auch während der Reise immer genug Bargeld einste­cken zu haben. Kaput­te Geld­au­to­ma­ten waren auch im Süden keine Selten­heit. Dementspre­chend soll­te man nicht zu knapp kalku­lie­ren.

Anzei­ge

Wir konn­ten an den Geld­au­to­ma­ten maxi­mal 2000 MAD (ca. 181 Euro) pro Tag abhe­ben.

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Marok­ko Sicher­heit

Eine Frage, die wir oft gestellt bekom­men haben, wie es denn mit der Sicher­heit in Marok­ko ausse­hen würde und ob es nicht zu gefähr­lich wäre. Wir wollen dir deswe­gen einen klei­nen Einblick geben, wie sicher Marok­ko in unse­ren Augen ist.

Marok­ko Urlaub gefähr­lich?

Wir hatten in unse­rer Zeit in Marok­ko kein einzi­ges Mal das Gefühl von Unsi­cher­heit. Dabei war es ganz egal, ob wir in Städ­ten, wie Fes waren oder an der alge­ri­schen Gren­ze entlang durch die Wüste gefah­ren sind.

Es wird seitens des Landes ein großer Aufwand betrie­ben, dass die Touris­ten sicher sind. Es gibt jede Menge Poli­zei- und Mili­tär­kon­trol­len, selbst in den entle­gens­ten Wüsten­ge­bie­ten. Du kannst dir jedoch vor deiner Reise immer die aktu­ells­ten Infor­ma­tio­nen und even­tu­el­le Reise­war­nun­gen beim Auswär­ti­gen Amt anse­hen.

Und wie sieht es mit Dieb­stäh­len aus? Auch hier muss­ten wir keine nega­ti­ven Erfah­run­gen machen. Aller­dings ist es durch­aus empfeh­lens­wert keine Wert­ge­gen­stän­de o. ä. sicht­bar im Wohn­mo­bil liegen zu lassen.

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Poli­zei- und Mili­tär­kon­trol­len — ganz normal

Man soll­te nicht erschre­cken, wenn man immer wieder Poli­zei­kon­trol­len sieht. Im Süden haben wir diese bei nahe­zu jeder Stadt erlebt und als Touris­ten wurden wir meist durch­ge­wun­ken. Aller­dings gibt es auch hier eine Klei­nig­keit zu beach­ten.

Es gibt vor jeder Kontrol­le ein Schild, das auf die Poli­zei­kon­trol­le hinweist. Danach kommt noch ein Schild, auf dem “Halte” steht. Bei diesem Schild unbe­dingt stehen blei­ben und darauf warten, dass der Poli­zist einen zu sich winkt. Bei Nicht­be­ach­tung darf man sonst gerne mal eine Stra­fe bezah­len.

Unser Kontakt mit der Poli­zei war immer super­freund­lich. Die Poli­zis­ten waren sehr hilfs­be­reit und ledig­lich ein Mal muss­ten wir unse­re Reise­päs­se vorzei­gen.

Wie haben wir die Marok­ka­ner erlebt?

Wir haben die Marok­ka­ner als sehr hilfs­be­reit und freund­lich erlebt. Man muss jedoch beden­ken, dass viele Menschen dort nicht gera­de viel haben. Touris­ten, die sich das Reisen leis­ten können, sind aus Sicht der Menschen dort sehr wohl­ha­bend.

Viele brin­gen klei­ne­re Geschen­ke mit ins Land, um sie dann beispiels­wei­se an Kinder zu vertei­len. Dementspre­chend erlebt man immer wieder, dass Kinder an der Stra­ße stehen und mit eindeu­ti­gen Gesten, um Geld oder klei­ne Geschen­ke betteln. Und gera­de in den großen Städ­ten ist es durch­aus normal, dass man ange­spro­chen wird. Oft wird versucht, einen von einem Besuch im Teppich­la­den des Cousins oder Bruder zu über­zeu­gen.

Trotz allem haben wir uns nie beläs­tigt gefühlt oder über­mä­ßig aufdring­li­che Marok­ka­ner erlebt. Bei Inter­es­se haben wir uns etwas zeigen lassen und bei Desin­ter­es­se war ein klares Nein immer ausrei­chend. Oft wird die Frage gestellt, ob man das erste Mal in Marok­ko ist. Wir empfeh­len das, egal wie die Tatsa­chen sind, mit einem Nein zu beant­wor­ten. Damit wissen die Marok­ka­ner, dass man weiß, wie es läuft, und versu­chen es oft gar nicht erst weiter.

Marok­ka­ni­scher Verkehr

Wir haben die Marok­ka­ner als nicht über­mä­ßig chao­ti­sche Auto­fah­rer kennen­ge­lernt. Aller­dings kann es gera­de in Städ­ten durch­aus ein wenig anstren­gend sein. Neben Autos und Lkws sind oft auch Mofas, Fahr­rä­der, Esel­kar­ren, Fußgän­ger und Tiere auf den Stra­ßen unter­wegs.

Soll­test du beim Fahren plötz­lich ange­hupt werden, passiert dies meis­tens in Kombi­na­ti­on mit einem Über­hol­vor­gang. Dies soll ledig­lich signa­li­sie­ren, dass du über­holt wirst.

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Einkaufen/Lebensmittel

Im Norden von Marok­ko gibt es ganz norma­le Super­märk­te, wie man sie auch bei uns kennt. Große Super­markt­ket­ten sind z. B. Marja­ne oder Carre­four. Im Süden findet man diese nur noch selten in großen Städ­ten. Dort gibt es dann klei­ne Läden, in denen man jedoch auch alles bekommt. Man steht dann vor einer Theke und sagt dem Besit­zer, was man braucht. Dinge wie Nudeln, Reis, Cous­cous bekommt man dann oft aus großen Säcken abge­wo­gen.

Das Einkau­fen in klei­nen Läden oder auf dem Markt ist gera­de bei Obst und Gemü­se güns­ti­ger, als wenn man es in den Super­märk­ten kauft. Obst und Gemü­se sind im Allge­mei­nen sehr güns­tig. Das Glei­che gilt für einhei­mi­sche Gewür­ze. Conve­ni­en­ce-Food und bekann­te Marken, wie Nest­le, Coca Cola usw. sind verhält­nis­mä­ßig sehr teuer.

Fleisch kaufen

Fleisch kann man entwe­der im Super­markt oder beim örtli­chen Metz­ger kaufen. Aller­dings muss man sich darüber im Klaren sein, dass man mit dem konfron­tiert wird, was man essen möch­te. Dementspre­chend ist es ganz normal, dass der Kopf des geschlach­te­ten Tieres vor der Metz­ge­rei drau­ßen an einem Haken hängt oder dass das Hühn­chen frisch für einen geschlach­tet wird.

Öffnungs­zei­ten

Frei­tag nach­mit­tags sind die klei­nen Geschäf­te oft geschlos­sen. Genau­so wie zur Mittags­zeit zwischen 12.00 Uhr und 16.00 Uhr. Es gibt aller­dings keine festen Rege­lun­gen und so ist es von Stadt zu Stadt und Laden zu Laden unter­schied­lich.

Gera­de bei den klei­nen, loka­len Läden kann ein Arabisch-Über­set­zer ganz hilf­reich sein. Denn mit Schul­fran­zö­sisch kommt man nicht immer weiter. Aber zur Not helfen auch Hände und Füße, um klar zu machen, was man gerne hätte.

Alko­hol und Tabak kaufen

Tabak ist leich­ter zu bekom­men, als Alko­hol. Vor Läden, die Tabak verkau­fen, hängt ein Schild mit 3 inein­an­der geschlun­ge­nen Ringen. Bei Alko­hol ist es schon ein wenig schwie­ri­ger. In Super­märk­ten gibt es norma­ler­wei­se keinen Alko­hol. Aller­dings gibt es manche, die einen Alko­hol Shop inte­griert haben.

In Groß­städ­ten gibt es manch­mal spezi­el­le Alko­hol Läden. Dort kann man sich dann mit Wein, Bier und Schnaps einde­cken. Auch in Restau­rants wird im Normal­fall kein Alko­hol ausge­schenkt.

Camping Marok­ko

Die Camping Infra­struk­tur in Marok­ko ist rich­tig gut. Es gibt jede Menge Möglich­kei­ten mit seinem Wohn­mo­bil oder Wohn­wa­gen dort eine tolle Zeit zu verbrin­gen. Das ist neben dem ange­neh­men Klima mit ein Grund, warum viele in Marok­ko über­win­tern. Auch das Frei stehen in einsa­men Regio­nen ist kein Problem. Die einzi­ge Regi­on in der man nicht frei stehen soll­te ist das Rif Gebir­ge.

Camping­plät­ze Marok­ko

Marok­ka­ni­sche Camping­plät­ze sind meist sehr einfach und spar­ta­nisch ausge­stat­tet. Wenn man in großen, touris­ti­schen Gebie­ten unter­wegs ist, kann der Camping­platz aber durch­aus luxu­ri­ös sein. Je länd­li­cher es wird, umso einfa­cher werden sie. Aller­dings gibt es alles, was man braucht.

In Merz­ou­ga hatten wir z. B. einen klei­nen Camping­platz, wo die Dusche mithil­fe eines Holz­ofens drau­ßen heißes Wasser liefer­te. Die Prei­se liegen meist zwischen 5 und 10 Euro pro Nacht. Unse­re Hündin war auf Camping­plät­zen in Marok­ko nie ein Problem und hat nie extra gekos­tet.

Marokko mit dem Wohnmobil

Marok­ko mit dem Wohn­mo­bil

Wer Marok­ko per Womo berei­sen möch­te, ist natür­lich auf gewis­se Dinge, wie Frisch­was­ser, Ver- und Entsor­gung usw. ange­wie­sen. Deswe­gen möch­ten wir genau erklä­ren, wo du an Wasser kommst und wie du Grau­was­ser und den Inhalt der Chemietoi­let­te loswer­den kannst.

Wie komme ich an Wasser für mein Wohn­mo­bil?

Den Wasser­tank kann man einfach auf Camping­plät­zen oder an Tank­stel­len auffül­len. Wenn du keinen Filter verbaut hast, empfeh­len wir dir, dich mit dem Thema Wasserent­kei­mung ausein­an­der­zu­set­zen. Wir haben unser Wasser im Tank ledig­lich zum Abspü­len oder Kochen von Nudeln oder Kaffee verwen­det. Zum Trin­ken kann man im Super­markt Wasser kaufen. Dort haben wir für einen 5-Liter-Kanis­ter knapp 1 Euro bezahlt.
Was man unbe­dingt dabei haben soll­te, ist ein Wasser­dieb.  Denn oft gibt es an den Zapf­stel­len für Wasser keine Schraub­ge­win­de. Den Wasser­dieb gibt es in zwei Ausfüh­run­gen.

Einen für 14 — 17 mm

und einen für 15 — 20 mm Anschlüs­se.

Wenn man Wüsten­tou­ren auf eige­ne Faust unter­nimmt, kann man dort oft Brun­nen finden. Auch da kann man seinen Wasser­vor­rat unter­wegs wieder ein wenig auffül­len.

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Wäsche waschen in Marok­ko

Viele Camping­plät­ze haben eine Wasch­ma­schi­ne, die man nutzen kann. Alter­na­tiv gibt es wohl Reini­gun­gen, die die Wäsche für einen güns­ti­gen Preis waschen, bügeln und zusam­men­le­gen. Diese haben wir aller­dings nie in Anspruch genom­men.

Wohn­mo­bil Ver- und Entsor­gung in Marok­ko

Auf Camping­plät­zen kann man sein Grau­was­ser und den Inhalt seiner Chemietoi­let­te los werden und Wasser wieder auffül­len. Aller­dings gibt es keine Entsor­gungs­sta­tio­nen, wie man es aus Ländern wie Norwe­gen z. B. kennt. Oft kann man aller­dings beim Camping­platz­be­trei­ber nach­fra­gen, ob man einfach nur ver- und entsor­gen kann, ohne auf dem Platz über Nacht zu blei­ben. Manch­mal geht das kosten­los, manch­mal bezahlt man ein paar Euro dafür. Alles in allem ist es aber ziem­lich unkom­pli­ziert, Marok­ko mit dem Wohn­mo­bil zu berei­sen.

Wie komme ich an Gas?

In Marok­ko gibt es keine LPG Gastank­stel­len, um seinen Gastank auffül­len zu lassen. Dementspre­chend soll­te man mit einem Gastank gut kalku­lie­ren, um am Ende nicht ohne Gas dazu­ste­hen. Aller­dings haben wir gehört, dass es an Gaswer­ken manch­mal möglich sein soll, seinen Tank auffül­len zu lassen. Das haben wir jedoch nie auspro­biert und können das somit auch nicht bestä­ti­gen.

Wer mit Gasfla­schen unter­wegs ist, kann diese tauschen lassen. Und die Flaschen werden auf marok­ka­ni­sche Art manch­mal wieder aufge­füllt. Aller­dings ist dies oft sehr aben­teu­er­lich. Oftmals reicht es dem Camping­platz­be­trei­ber mitzu­tei­len, dass man eine neue Gasfla­sche benö­tigt und schon wird das orga­ni­siert und die neue Flasche auf den Platz gebracht.

Mobi­les Inter­net in Marok­ko

Die Netz­ab­de­ckung in Marok­ko ist sehr gut. Oft hatten wir selbst in den entle­gens­ten Ecken der Wüste einen guten Empfang. Es gibt zwei große Mobil­funk­an­bie­ter, das eine ist Maroc Tele­kom, das ande­re Medi­tel. Wir haben uns für Maroc Tele­kom entschie­den. Diese bekommt man in größe­ren Städ­ten in den entspre­chen­den Läden des Mobil­funk­an­bie­ters. Die Sim-Karte hat uns inkl. 4 GB Daten­vo­lu­men 5 Euro gekos­tet. Die Karte wird mit Rubbel­kar­ten wieder aufge­la­den. Diese bekommt man in jedem Laden, der ein “Maroc Tele­kom Schild” drau­ßen hängen hat. Dort haben wir für 10 GB 100 MAD bezahlt. Nicht genutz­tes Daten­vo­lu­men verfällt nach einem Monat.

Wem es reicht ab und an seine E-Mails abzu­ru­fen, der kann frei­es W-Lan nutzen. Dieses gibt es oft auf Camping­plät­zen oder in Restau­rants und Cafés. Einfach den Restau­rant- oder Café­be­sit­zer danach fragen. Der tippt dann das Pass­wort ein und schon kann man lossur­fen.

In der Wüste war die Abde­ckung durch Medi­tel oft besser, als durch Maroc Tele­kom. Wer viel Offroad-Pisten fährt, für den lohnt sich even­tu­ell eine Anschaf­fung von zwei Sim-Karten, um eine opti­ma­le Netz­ab­de­ckung zu haben.

Restaurants/Essen gehen

Das Essen gehen in Marok­ko lohnt sich in jedem Fall. Gera­de wenn man Marok­ko mit dem Wohn­mo­bil bereist und nicht immer selber kochen möch­te, soll­te man diese Möglich­keit nutzen. Viele Restau­rants sind klein und schnu­cke­lig. Als Vorspei­se gibt es nahe­zu immer Oliven mit Brot. Als Haupt­spei­se wählt man dann zwischen ein paar weni­gen Gerich­ten und zur Nach­spei­se gibt es meis­tens verschie­de­nes Obst. Ein Restau­rant­be­such ist hier sehr güns­tig. So haben wir für Vorspei­se, Haupt­spei­se und Nach­spei­se + Geträn­ke meist zwischen 8 und 10 Euro pro Person bezahlt.

Typi­sche marok­ka­ni­sche Spei­sen und Geträn­ke

Ein typi­sches Getränk für Marok­ko ist der sog. marok­ka­ni­sche Whis­key. Wie du dir denken kannst, handelt es sich dabei nicht um Alko­hol, sondern um einen sehr star­ken, süßen Minz­tee. Er ist sehr süß und kräf­tig, aber auch sehr lecker. Nahe­zu bei jeder Gele­gen­heit gibt es diesen Tee.

Das wohl bekann­tes­te Gericht ist die Taji­ne. Das ist eine in einem Tonge­fäß zube­rei­te­te Mahl­zeit, die in unter­schied­li­chen Vari­an­ten zu bekom­men ist. Man kann sie rein vege­ta­risch mit Gemü­se haben oder aber auch mit Rind­fleisch oder Hühn­chen. Das soll­te man unbe­dingt mal probiert haben.

Offroad Reisen/Wüstentouren

Wer ein gelän­de­gän­gi­ges Wohn­mo­bil hat und gerne offroad unter­wegs ist, für den ist Marok­ko der abso­lu­te Traum. Hier gib es jede Menge tolle Pisten und Wüsten­tou­ren, die man auch selbst ohne Guide machen kann. Wir waren viel auf Pisten unter­wegs und es war auch für Anfän­ger wie uns gut mach­bar. Gera­de die Wüste war ein Erleb­nis, auf das wir nicht hätten verzich­ten wollen. Wer selbst kein wüsten­taug­li­ches Fahr­zeug hat, kann tolle Touren vor Ort buchen.

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Wie kann man in der Wüste navi­gie­ren?

Wenn man so unter­wegs ist, muss man natür­lich auch navi­gie­ren, um auf der rich­ti­gen Piste zu blei­ben. Oft führen verschie­dens­te Spuren in die unter­schied­lichs­ten Rich­tun­gen. Wir haben unser Handy zur Navi­ga­ti­on genutzt. Dort haben wir Open­Stre­et­Map in Verbin­dung mit der App OsmAnd verwen­det. Die App gibt es kosten­lo­se und kosten­pflich­ti­ge Vari­an­te. Dort werden die genau­en Pisten ange­zeigt und man kann damit seine Routen super­ein­fach planen. Die Karten funk­tio­nie­ren dann offline und führen einen gut durch die entle­gens­ten Ecken.

Wer die Pisten nicht auf eige­ne Faust entde­cken möch­te, dem empfeh­len wir diesen tollen Offroad Reise­füh­rer mit 41 ausführ­li­chen Offroad-Routen­be­schrei­bun­gen.

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Gibt es gifti­ge Tiere?

Wer in Marok­ko mit dem Wohn­mo­bil unter­wegs ist, wird auch auf Wild­tie­re tref­fen. Die meis­ten sind harm­los und können einem nichts anha­ben. Aller­dings gibt es gera­de in Fluss­bet­ten und auch in der Wüste auch gifti­ge Vertre­ter. Dazu gehö­ren z. B. Gift­schlan­gen, wie die

  • Horn­vi­per
  • Atla­sot­ter
  • gewöhn­li­che Puffot­ter
  • Uräusschlan­ge (marok­ka­ni­sche Kobra) und
  • Stülp­na­sen­ot­ter.

Außer­dem gibt es in den Wüsten Skor­pio­ne. Deswe­gen soll­te man gera­de dort aufpas­sen, wo man hintritt. Wir haben ledig­lich ein Mal einen Skor­pi­on in der Wüste gese­hen. Das war, als wir abends am Lager­feu­er saßen und in der Nähe des Feuers plötz­lich den klei­nen Skor­pi­on entdeck­ten. Gera­de bei Sitz­ge­le­gen­hei­ten, wie Stüh­len oder Sitz­sä­cken und bei Schu­hen soll­te man aufpas­sen. Bevor man sich drauf­setzt oder sie anzieht einfach nach­schau­en, ob sich darin nicht ein Skor­pi­on versteckt hat. Erwach­se­nen können sie mit ihrem Gift norma­ler­wei­se nichts anha­ben, aber bei Klein­kin­dern und Haus­tie­ren ist Vorsicht gebo­ten.

Das waren unse­re Reise­tipps und Erfah­run­gen für Marok­ko mit dem Wohn­mo­bil. Soll­test du noch Fragen haben, so schick uns einfach eine Nach­richt oder hinter­las­se uns einen Kommen­tar.

Marok­ko Reise­be­rich­te

Du willst wissen, wie es uns auf unse­rer 3-mona­ti­gen Reise durch Marok­ko ergan­gen ist? Du willst wissen, was wir erlebt haben? Dann empfeh­len wir dir unse­re Wohn­mo­bil Reise­be­rich­te.

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Mitter­nachts­son­ne — ein Norwe­gen Reise­be­richt

Schon bei unse­rer Ankunft in Schwe­den, Anfang Juni, haben wir fest­ge­stellt, dass...
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21 Kommentare

  • Hallo Liebe Robby,
    wir wollen von Mitte April bis Ende Juni mit unse­rem Peugeot Boxer nach Marok­ko-Tanger, von dort über den mitt­le­ren hohen Atlas bis zum südli­chen Atlan­tik ‚Festival(Essaouira) und zurück, Wir haben sonst oft die Klapp­rä­der dabei um mal vom kurze Ausflü­ge zur Ortschaft, Einkau­fen etc zu machen.
    Bei Marok­ko sind wir unsi­cher ob es sich lohnt,weil stau­big, hüge­lig ‚Klau­ge­fahr ….
    Was für Erfah­run­gen haben Sie gemacht?
    Danke
    Stefan schu­bert

  • Hallo Robby, hallo Stefan,

    habe gera­de eure Website studiert. Einfach toll. Wir freu­en uns jetzt schon auf unse­re Tour mit dem Womo nach Marok­ko. Vielen lieben Dank für die wert­vol­len Tipps und eure ausführ­li­chen Beschrei­bun­gen.

    Grüße aus dem Schwo­ba­l­änd­le von Oli

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